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Die weiteste Reise gleich zum Jahresauftakt

Beim Season Opening 2014 in Chemnitz spielten Bad Aibling (mit Lena Bradaric, links) und Marburg (mit Kim Winterhoff) zum ersten Mal gegeneinander. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
Beim Season Opening 2014 in Chemnitz spielten Bad Aibling (mit Lena Bradaric, links) und Marburg (mit Kim Winterhoff) zum ersten Mal gegeneinander. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
Gießen | Planet-Cards-DBBL-Pokal, Viertelfinale: TuS Bad Aibling Fireballs – BC Pharmaserv Marburg (Sonntag, 16.30 Uhr, „Firedome“).

Am Sonntag wollen die Marburger Erstliga-Basketballerinnen ihr fünftes Spiel in Folge gewinnen. Ein Sieg in Bad Aibling wäre gleichbedeutend mit dem Einzug ins Top-Four-Turnier um den Deutschen Pokal.

Mit den Fireballs aus der südlichsten Planet-Cards-DBBL-Stadt hat das Pharmaserv-Team das vermeintlich leichteste Los gezogen. Der einzige Zweitligist im Pokal-Viertelfinale könnte nach Einschätzung von BC-Trainer Patrick Unger allerdings auch in der Beletage gut mithalten.

In der Süd-Gruppe der 2. Liga sind die Mangfalltalerinnen auch nach dem ersten Spieltag der Rückrunde noch ungeschlagen. Inklusive der beiden vorangegangenen Pokalrunden gewinnt die Mannschaft aus der Kurstadt ihre Partien mit 31 Zählern Unterschied – ähnlich dominant wie in der Eliteliga Meister Wasserburg.

Sechs Fireballs-Akteurinnen sind für neun oder mehr Punkte gut. Lindsay Sherbert führt mit 21,6 Zählern pro Spiel gar die Ligastatistik. Auch weitere Bad Aiblingerinnen haben Top-Ten-Platzierungen anzubieten, und vor allem: eine Menge Erstliga-Erfahrung – anders als beim Premierenjahr im Oberhaus 2014/15. Zudem ist die Mannschaft von Oliver Schmid ausgeglichen besetzt – ähnlich wie der BC. Keine Spielerin steht länger als 26 Minuten auf dem Feld.

Nach der kurzen Weihnachtspause haben die Marburgerinnen erst am Mittwoch wieder wirklich vollzählig trainiert. Seinen Nationalspielerinnen gönnte der BC-Coach einen freien Tag mehr. Stephanie Lee hatte just an ihrem Geburtstag Probleme mit einem Anschlussflug und verlorenem Gepäck. So kam sie doch noch in den Genuss einer spontanen Feier mit ihren Lieben. Beim ersten Training in Marburg wurde die 23-Jährige von ihren Mannschaftskolleginnen mit einem Geburtstagskuchen überrascht.

Die 542 Kilometer lange Fahrt wird übrigens die längste sein, die ein Marburger Bundesliga-Team jemals zu einem Spiel auf nationaler Ebene unternehmen musste. Um ausgeruht in die Partie auf einem ehemaligen Kasernengelände zu gehen, machen sich die Lahnstädterinnen bereits am Samstag auf die Reise.

Da kommt es wie gerufen, dass ein Erstligist aus dem selben Landkreis wie die Fireballs den Hessinnen seine Halle für zwei Trainingseinheiten überlassen will. So schickt Unger zum Jahreswechsel „ein dickes Dankeschön an den TSV Wasserburg“.


Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Auf welche Schlüsselspielerinnen müsst ihr achten?

Patrick:
Da gibt es viele. Wenn man sich mal die Statistiken anguckt, fällt auf, dass die Fireballs unglaublich ausgeglichen sind. Ihr größtes Plus ist das Teamplay, und Teams sind immer schwerer zu stoppen als zwei oder drei Spieler. Sie sind ein unglaublich homogenes Team, bewegen den Ball sehr gut und sie spielen sehr aggressiv.


Wenn ihr am Sonntag so spielt wie in Halle, Keltern und Nördlingen, dann...

Patrick:
… haben wir uns eine Chance erarbeitet zu gewinnen. Und wenn nicht, wird es schwer in Bad Aibling zu bestehen und es wird ein langer Abend für uns werden.


Wie wichtig ist der Heimvorteil für die Fireballs?

Patrick:
Wir dürfen das nicht unterschätzen. Sie rufen ja auch gerade dazu im Internet und der Presse auf, die Halle in einen Hexenkessel zu verwandeln. Es ist echt schwer, dort zu gewinnen. Hinzu kommt, dass sie diese Saison noch kein Spiel verloren haben.


Was sagst du zur Dominanz der Fireballs in ihrer Zweitliga-Staffel?

Patrick:
Das ist beeindruckend. Das nehmen wir zu Kenntnis und schon allein deswegen werden wir sie nicht unterschätzen.


Ihr seid dennoch als Erstligist Favorit?

Patrick:
Auf jeden Fall. Aber so kurz vor dem Top-Four sind alle Teams einfach nur gut. Als Erstligist gegen den einzigen Zweitligisten im Viertelfinale auszuscheiden, wäre schon ziemlich doof. Wir werden alles daran setzen, dass dies nicht passiert. Ich gehe da mit sehr viel Freude ran und erwarte von meiner Mannschaft bedingslosen Einsatz! Wir müssen uns auf unserer Stärken besinnen und hart verteidigen.

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von:  Marcus Richter

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