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Landkreis Gießen übernimmt die Leitstelle

Symbolisch für alle neuen Mitarbeiter des Landkreises werden die Uniformen überreicht (v.l.): Thomas Kreuder, Anita Schneider, Stefan Sellner, Manfred Dönges, Marcus Holle und Dietlind Grabe-Bolz. Bild: Landkreis Gießen.
Symbolisch für alle neuen Mitarbeiter des Landkreises werden die Uniformen überreicht (v.l.): Thomas Kreuder, Anita Schneider, Stefan Sellner, Manfred Dönges, Marcus Holle und Dietlind Grabe-Bolz. Bild: Landkreis Gießen.
Gießen | Für die Bürgerinnen und Bürger bleibt alles wie gewohnt: Wer einen Notfall melden möchte, wählt die 112 und erreicht die Leitstelle für den Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst. Diese befindet sich in den Räumen der Gießener Berufsfeuerwehr in der Steinstraße.

Dort wird sie sich auch so lange befinden, bis das gemeinsame Gefahrenabwehrzentrum von Landkreis und der Universitätsstadt fertiggestellt ist. Was sich mit dem Jahreswechsel ändert, ist die Verantwortlichkeit. Diese geht von der Stadt auf den Landkreis über. Landrätin Anita Schneider und Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz stellten diese Veränderung und die neuen Mitarbeiter vor.

„In Hessen sind die Landkreise sowie die kreisfreien Städte die Träger der Leitstellen für den Rettungsdienst sowie den Brand- und Katastrophenschutz“, berichtet die Landrätin. Seit 1994 gibt es die Leitstelle, die seit 1997 durch die Stadt betrieben wurde. Finanziert wurde das Personal vom Landkreis Gießen. Der sogenannte Leitstellenvertrag regelte das. Eine 2014 gemachte Untersuchung ergab jedoch, dass zwischen der Dienst- und Fachaufsicht die Zuordnung der Leitstelle zum Fachbereich Gefahrenabwehr beim Landkreis nicht klar eingehalten wird. „Dieses Auseinanderfallen von Dienst- und Fachaufsicht führt zu unnötigen Reibungsverlusten und außerdem ist ein höherer personeller Bedarf festgestellt worden“, erläutert Anita Schneider.

Die Stadt und der Landkreis Gießen setzten im engen Austausch die Empfehlungen des externen Gutachtens eines beauftragtesn Unternehmens um. Dazu wurde die Dienst- und Fachaufsicht in einer Hand zusammengeführt und auch die Leitstelle durch den Landkreis Gießen zum 1. Januar übernommen. „Um dies pünktlich sicherzustellen, hatte sich bereits im März verwaltungsintern eine Lenkungsgruppe gebildet“, sagt Anita Schneider.

Bis das gemeinsame Gefahrenabwehrzentrum mit der Stadt Gießen errichtet sein wird, bezieht die Leitstelle weiter die angestammten Räumlichkeiten in der Zentrale der Berufsfeuerwehr Gießen. Mit der Stadt Gießen wurde sowohl ein neuer Mietvertrag abgeschlossen als auch ein Leitstellenvertrag. Dieser neue Vertrag regelt den Betrieb der Feuerwehreinsatzzentrale der Stadt Gießen durch den Landkreis sowie die Bereitstellung von Personal in Spitzenzeiten und in der sich nun anschließenden Übergangszeit.

„Wir sprechen ja immer von Synergien
Die Leitstelle wird unter dem Dach des Landkreises geführt (v.l.): Stefan Sellner, Horst Jeckel, Marcus Holle, Manfred Dönges (sitzend), Dietlind Grabe-Bolz, Anita Schneider und Thomas Kreuder. Bild: Landkreis Gießen
Die Leitstelle wird unter dem Dach des Landkreises geführt (v.l.): Stefan Sellner, Horst Jeckel, Marcus Holle, Manfred Dönges (sitzend), Dietlind Grabe-Bolz, Anita Schneider und Thomas Kreuder. Bild: Landkreis Gießen
und Kooperationen“, sagt Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, „da ist es nur folgerichtig, dass wir bei der einen Leitstelle bleiben.“ Zum Start werden 17 Mitarbeiter in der Leitstelle arbeiten. Die setzen sich zusammen aus neun Feuerwehrbeamten (acht von der Stadt Gießen), fünf Tarifangestellte sowie drei Landkreismitarbeiter. Weitere vier Stellen sind noch in der Ausschreibung.

„Außerdem streben wir eine Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen an“, berichtet die Landrätin weiter. Hierzu ist eine strategische Kooperation zwischen dem Fachbereich Gesundheit der THM und dem Sachgebiet Rettungsdienst des Landkreises Gießen geplant. Die THM soll den eingeleiteten Veränderungsprozess des Landkreises prozessual und strategisch begleiten und neben der Neuaufstellung der Leitstelle auch zu ihrer Profilierung beitragen.

„Hierfür ist die THM mit ihrer Expertise im Management von Prozessen im Gesundheitswesen als auch mit ihren Simulationseinrichtungen der ideale Partner.“ Mit dem Beginn des Studiengangs „Gesundheitsmanagement“ und einem Schwerpunkt Rettungsdienst seien die inhaltlichen Voraussetzungen geschaffen, die Leitstelle und den Rettungsdienst an jeweils den wissenschaftlich aktuellen Stand anzupassen – auch kurzfristig.

Symbolisch für alle neuen Mitarbeiter des Landkreises werden die Uniformen überreicht (v.l.): Thomas Kreuder, Anita Schneider, Stefan Sellner, Manfred Dönges, Marcus Holle und Dietlind Grabe-Bolz. Bild: Landkreis Gießen.
Symbolisch für alle... 
Die Leitstelle wird unter dem Dach des Landkreises geführt (v.l.): Stefan Sellner, Horst Jeckel, Marcus Holle, Manfred Dönges (sitzend), Dietlind Grabe-Bolz, Anita Schneider und Thomas Kreuder. Bild: Landkreis Gießen
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Landrätin Anita Schneider begrüßt mit Verantwortlichen aus den Bereichen Gefahrenabwehr und Rettungsdienst die neuen Mitarbeiter der Leitstelle. Bild: Landkreis Gießen
Landrätin Anita... 

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Kommentare zum Beitrag

Marcus Link
442
Marcus Link aus Gießen schrieb am 30.12.2015 um 14:05 Uhr
Wichtig: Für den Hilfesuchenden ändert sich NICHTS!

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von:  Landkreis Gießen

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