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SPD-Grenzgang unter dem Motto "Feuersbrünste und Brandschutz in Rödgen" - Anschlag auf amerikanische Benzintanks verbreitete Angst und Schrecken

Das heutige Feuerwehrgerätehaus mit allen Einrichtungen eines modernen Brandschutzes
Das heutige Feuerwehrgerätehaus mit allen Einrichtungen eines modernen Brandschutzes
Gießen | Die Rödgener Sozialdemokraten mit Jürgen Becker an der Spitze ließen sich in Verbindung mit dem Heimatvereins-Vorsitzenden Prof. Dieter Kraushaar auch in diesem zu Ende gehenden Jahr 2015 wieder ein interessantes Thema für den traditionellen Grenzgang einfallen:´ "Feuersbrünste und Brandschutz in Rödgen" lockte immerhin knappe fünfzig GrenzgängerInnen, darunter auch die Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und der Landtagsabgeordnete und SPD-Stadtverbandsvorsitzende Gerhard Merz.

Nicht die Gemarkungsgrenze wurde bei feuchtkaltem Wetter abgelaufen, sondern Stationen innerhalb des Stadtteils in Augenschein genommen, an denen einst Feuer aus den unterschiedlichsten Gründen ganze Häuser und Scheunen niederbrannte oder der Brandschutz eine besondere Rolle spielte. Zu diesen von Dieter Kraushaar umfassend mit geschichtlichem Hintergrund beleuchteten Stationen gehörten beispielsweise der Feuerwehr-Stützpunkt vor 1889/90 und zwei wichtige Einrichtungen, nämlich das Spritzenhaus und der kleine Wasserteich. 1852 wütete ein großer Brand in Rödgen und ein Brand im Faselstall musste mit damals noch relativ einfachen Hilfsmitteln wie Wassereimer, Handspritze etc. bekämpft werden.

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Feuersbrünste und Brandschutz in Rödgen (1)
Oft war das Löschwasser knapp und die Bewohner wurden deshalb verpflichtet, immer mindestens einen Eimer Löschwasser in ihren Häusern für den Ernstfall bereitzuhalten. Feueralarm wurde nicht mittels Sirene oder Handy, sondern durch Glockengeläut ausgelöst. Im Kirchturm wurden lange Jahre Feuerleitern deponiert und Schläuche zum Trocknen aufbewahrt. Der Blitzschlag als eine Ursache brannte oft Scheunen nieder, wie Dieter Kraushaar an mehreren Stationen darstellte. Dachschäden und Bombentrichter versetzten die Rödgener Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg in Angst und Schrecken. Vor allem die von den Amerikanern im Udersberg angelegten Benzintanks gefährdeten insbesondere nach einem Sprengstoffanschlag am 1. Januar 1977 das nahe gelegene Rödgen.

Entlang der Helgenstock- und Udersbergstraße sowie dem Dreieck und der Rosengasse näherte sich die Gruppe dem Ortskern mit dem heutigen Feuerwehrhaus, wo der stellvertretende Wehrführer Matthias Schmidt die Geräte eines modernen Brandschutzes erklärte. Die Rödgener Feuerwehr wurde nicht nur immer wieder zu Einsätzen bei zahlreichen Scheunenbränden gerufen, auch bei schweren Unfällen am Bahnübergang, so 1981 mit einem Benzin-Sattelzug, leisteten die Rödgener Feuerwehrkameraden schnelle Hilfe.

Bei Kaffee, Weihnachtsstollen und dem Dank an den Referenten Dieter Kraushaar und die Feuerwehrexperten von der Alters- und Ehrenabteilung Oskar und Hans Becker klang der sehr informative Grenzgang der Rödgener Sozialdemokraten im Bürgerhaus aus.

Das heutige Feuerwehrgerätehaus mit allen Einrichtungen eines modernen Brandschutzes
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Dieter Kraushaar (links) und Jürgen Becker bei der Begrüßung
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Hier werden vielfältige Geräte eines modernen Brandschutzes erklärt.
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Station Kirchenring
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