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Vandalismus hingenommen?

von Marcus Linkam 09.12.20151991 mal gelesen19 Kommentare
Gießen | Ich fuhr gestern von Steinbach kommend und stand an der Ampel um ins Europaviertel ein zu biegen.

Dort überquerte eine Schulklasse mit Kindern im Alter von etwa 9-10 Jahren mit 2 Betreuungspersonen, vermutlich Lehrerinnen, die Licher Straße (B457). Die Klasse schaffte es nicht in einem Rutsch auch über die 2. Ampel zu kommen. Die Klasse wartete, so wie man es kennt, auf die nächste Ampelphase.

Nur ein Junge war vermutlich wegen der Ampel frustriert und drosch auf einen Rufschalter für die Ampel ein. Er drehte sich um und trat mit offensichtlicher Wut mehrfach gegen den anderen Rufknopf.

Doch was geschah? Obwohl dies mindestens eine der Betreuungspersonen gesehen haben musste, reagierten sie nicht. Niemand wendete sich dem Jungen zu um auch nur zu kommunizieren, es wurde augenscheinlich ignoriert.

Ob die Betreuerinnen überfordert waren oder resigniert haben? Egal was der Grund für die nicht Reaktion war, es ärgerte mich. In ein paar Jahren hat dieser Junge genug Gewalt um tatsächlich Schaden an zu richten, doch dann ist es eigentlich zu spät um zu intervenieren.

Nachdenkliche Grüße

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Kommentare zum Beitrag

Christine Stapf
8.341
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 09.12.2015 um 12:16 Uhr
Leider muss man immer wieder feststellen, dass einigen Kindern heute kaum noch Werte vermittelt werten.
Ihre Schilderung Herr Link zeigt mal wieder das es so ist.
Das die Erwachsenen in irgend einer Form nicht reagiert haben, ist auch bezeichnend, denn die Erziehung liegt bei den Eltern, sie haben ihren Sprösslingen zu vermittelt, was Recht und Unrecht ist !!
Klaus Viehmann
1.396
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 09.12.2015 um 13:58 Uhr
Erziehung beginnt im Elternhaus, die Lehrer sind da überfordert, sie dürfen ja auch nicht maßregeln.
Marcus Link
507
Marcus Link aus Gießen schrieb am 09.12.2015 um 14:39 Uhr
@Klaus Viehmann
Ich stimme Ihnen zu! Möchte jedoch ergänzen, dass die Erziehung in der Schule nicht aufhört. Erstrecht nicht dann, wenn das Elternhaus mit ordentlicher Erziehung überfordert ist, oder ein Kind ein Problem hat, das über falsche Erziehung hinaus geht.
Marcus Link
507
Marcus Link aus Gießen schrieb am 09.12.2015 um 15:41 Uhr
@Nina Back
Auch ich war als Kind kein Engel und man hätte bei mir vergleichbare Situationen sehen können. Und ja die Schlussfolgerungen scheinen extrem. Doch verursacht werden diese durch unser Kopfkino, gespeist von mehr oder weniger direkten Erfahrungen.
Trotzdem darf eine professionelle Betreuungsperson so etwas nicht kommentarlos hinnehmen. Daraus erwächst nichts Gutes...
Klaus Viehmann
1.396
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 09.12.2015 um 15:48 Uhr
Frau Beck, ich stimme ihnen zu, aber was kann die Betreuungsperson denn schon machen, sie kann den Schüler auf sein Fehlverhalten aufmerksam machen. Ich denke ein großer Teil macht sich nichts daraus und albert hinter dem Rücken der Betreuung. Wenn der Schüler öfters so auffällt, müsste das Elternhaus informiert werden und so schon früh genug eine Lösung gefunden werden.
Birgit Hofmann-Scharf
10.363
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 09.12.2015 um 18:46 Uhr
Ich möchte die beschrieben Sache nicht gleich als Vandalismus ( sinnlose Zerstörung ) bezeichnen.
Wutanfall !?
Wenn 2 Betreuerinnen ca. 20 - ... Schüler sicher über eine stark befahrene Strasse bringen sollen und evtl. 50% der kids ebenso "lebhaft" wie o.g. Junge sind, dann sehe ich das bereits als eine Vollbeschäftigung an, ohne Zeit für Rügen.
Evtl. gab es die später im Klassenzimmer.

PS: Bitte nicht alle Kinder und Jugendliche pauschal schlecht reden !
Marcus Link
507
Marcus Link aus Gießen schrieb am 09.12.2015 um 19:55 Uhr
Zitat: "Bitte nicht alle Kinder und Jugendliche pauschal schlecht reden !"
Da stimme ich zu 100% zu.
Christine Stapf
8.341
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 09.12.2015 um 22:05 Uhr
Hier wurden nicht alle Kinder schlecht geredet, sondern einige wie oben im Kommentar zu lesen !!

Wir hatten Anfang der 60er Jahre eine Klassenstärke von über 30 Kindern, und unser Lehrer war alleine mit uns auf einem Tagesausflug unterwegs.
Ja, es waren eben andere Zeiten.
Martina Lennartz
6.348
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 09.12.2015 um 23:40 Uhr
Der beschriebene Vorfall ist ein Einzelfall, den man nicht überinterpretieren sollte.
Natürlich haben sich Kinder und Jugendliche und deren Eltern, Erzieher und Lehrer verändert. Das ist der Lauf der Zeit.

Die Kinder und Jugendliche machen natürlich auch Unfug und das soll nicht schön geredet werdet. Ich war auch ganz sicher kein Kind von Traurigkeit und habe eine Menge Blödsinn angestellt. Manches Verhalten der Heranwachsenden geht mir selbst mächtig auf den Zeiger- ich bin Lehrerin und habe selbst regelmäßig mit mutwilligen Zerstörungen von Gegenständen und mit sinnlosen Rangeleien zu kämpfen.
Maßregeln dürfen wir schon, tun wir auch. Natürlich ist es erstrebenswert, dass der Betroffene aus der "Tat" lernt. Das ist mit Maßregeln alleine nicht zu schaffen. Auch das weiß ich aus eigener Erfahrung! Hier stimme ich Frau Back zu.


Man sollte bei aller Kritik aber auch immer an die Ursachen denken und die Gesellschaft ganzheitlich betrachten.

Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und Armut nehmen für die Allgemeinheit zu. Wir nehmen wieder an Kriegen teil, die Bilder sind regelmäßig in den Medien.Töten, Zerstören und Grausamkeiten gehören wieder zum Alltag der Kinder. Das macht auch den Kindern Angst.

Eltern- vor allem die alleinerziehenden- haben keine Lobby. An der Erziehung und Bildung wird gespart, es gibt wenig Möglichkeiten für Kinder sich kostengünstig an Angeboten für diese Zielgruppe zu beteiligen. Schöne Spielplätze oder ähnliche Plätze zum Toben, die kein Geld kosten, sind rar.

Wenn man die Zeit, die Muße und die Liebe hat sich mit den Kindern zu beschäftigen, sind diese auch einsichtig und in der Regel für jede Aufmerksamkeit, Liebe und Erklärung dankbar. Die Heranwachsenden brauchen und verlangen nach den Grenzen. Auch das kann ich bestätigen.
Eine Lösung wäre z.B.:
* Ganztagsschulen mit Mittagessen und Freizeitangeboten für alle- kostenfrei
* Jugendzentren mit bezahlbaren Angeboten in Wohnortnähe
* Unterstützung und Beratung für Eltern- kostengünstig oder frei- ohne viel Bürokratie und elendlanger Wartezeit
.....

Das ist ein abendfüllendes Thema. Schlussendlich liegt die Problematik m.E. am herrschenden kapitalistischen System.
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.12.2015 um 08:37 Uhr
Ich stimme Frau Lennartz zu. Auch dieses Beispiel zeigt - wie tagtäglich Abertausende - dass es dringend notwendig ist, dass wir das kapitalistische System beseitigen.

Kleine Randbemerkung. Ich bin aktuell als Ehrenamtlicher im "Kosmos Schule" unterwegs. Das Verhalten der zwei Lehrer kann ich nur bedingt nachvollziehen. Bei der Planung des Ausfluges musste doch auffallen, dass die Straßenüberquerung der vielbefahrenen B 457 problematisch ist.

Dann mit nur zwei Leuten loszuziehen, das ist daneben. Da muss ein Lehrer im Vorfeld des Ausfluges halt zum Chef gehen und um mehr Begleitung nachsuchen. Und Chefs wollen nicht in den Knast (das ist fällig, wenn Personenschaden sich wegen der nicht genehmigten Unterstützung vorkommen) die bekommt er auch.

So wurden Zusatzkräfte (unter anderem ich als Ehrenamtlicher) vor zwei Jahren in einem vergleichbaren Fall (Kreuzung Anlagenring vor dem Konsumtempel Neustädter Tor) eingesetzt.

Die Lehrer haben den Schülern vor der Kreuzung genau angewiesen, was die Schüler zu machen haben, wenn nicht alle Schüler bei einer Ampelphase rüber kommen.

So vorbereitet war die Querung kein Problem.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 10.12.2015 um 09:49 Uhr
Wenn ein kinderloser nicht arbeitender Herr(Bevölkerungspolitischer Blindgänger), die Erziehung durch das abschaffen eine Systems ersetzen will mag das der Situation in der er sich befindet geschuldet sein. Er hat ja keine Ahnung von dem Thema. Sie sind in Ihrem eigenen Kosmos unterwegs Herr Wagner. Ich möchte damit Ihre Leistungen als Ehrenamtlicher nicht schmälern. Ehrenamtliche sind das Rückgrat unserer Gesellschaft sonst würde vieles nicht funktionieren. Da haben wir ja sogar Überschneidungen.
Dass aber eine Lehrerin so einen Quatsch von sich gibt, hätte ich nicht erwartet.
Vielleicht wollen Sie ja die kommunistischen uniformierten Kinderlein Frau Lennartz und Herr Wagner die brav Klassenkampf Lieder singen und in Reih und Glied in die Schule marschieren.
Mit Ihrer (Frau Lennartz) Einleitung stimme ich aber völlig überein bis zu Ihrer Überleitung der Kritik. Diese ganzheitliche Betrachtung trifft im Einzelfall zu und sollte nicht als Schutz der Eltern vor der Verantwortung zur Erziehung ihrer Kinder dienen. Das ist eine faule Ausrede. Dass man das eine oder andere Veränderung muss steht dabei außer Frage.

Erziehung fängt im Elternhaus an. Egal welche Verhältnisse vorherrschen, kann ich meinen Kindern Werte vermitteln. Ich kenne viele Familien im Hartz IV Bezug deren Kinder besser erzogen sind, wie die eines Anwaltes oder Arztes. Man kann sich jedes Thema einfach machen (spart das Nachdenken und viel Arbeit) wenn man die Schuld immer Anderen gibt oder dem System. Das lenkt nur vom eigenen Versagen ab.
Die Betreuerinnen ob überfordert oder nicht haben vielleicht in der Situation den Schwerpunkt anders gesetzt oder es tatsächlich nicht bemerkt. Auf jeden Fall wenn sie es bemerkt haben, muss das Kind auf sein Fehlverhalten ansprechen. Ob sie das gleich auf der Straße machen oder später mag ich nicht zu beurteilen.
Die Kinder von heute sind nicht schlechter als wir oder unsere Eltern als Kinder waren. Es wird aus allem ein Drama gemacht. Wir haben beim Nachbarn das Getreidefenster unter dem Dachfirst mit der Zwille eingeschossen. Wurden wir erwischt haben wir den Frack gebügelt bekommen. Wir leben trotzdem. Heute kann man seine Kinder mit anderen Mitteln erziehen. Die Gesellschaft muss die Eltern nur lassen. Erziehungsratgeber da und dort überfordern doch viele Eltern. Aus der Angst des Versagens heraus werden dann Kinder überbehütet, was dann leider auch zu Freiräumen führt die es schwer wieder einzufangen gilt. Kinderliebe wird oft mit lessiveren Erziehungsmethoden falsch angewendet. Mehr Mut zu Erziehung ohne auf die Bemerkungen aus der Gesellschaft zu hören. Meistens reden doch die mit die gar keine Kinder haben und wollen den Eltern sagen wie es funktioniert. Eltern sein ist Natur gegeben und nicht von einem System.
Marcus Link
507
Marcus Link aus Gießen schrieb am 10.12.2015 um 11:17 Uhr
@Martina Lennartz
Natürlich ist es wichtig zu verstehen warum es so ist wie es ist und Die Probleme am Schopfe packen. Grundsätzlich stimme ich Deinen Ausführungen zu.
Doch wollte ich wegen dieser einzelnen Beobachtung kein solches Fass auf machen.
Martina Lennartz
6.348
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 10.12.2015 um 11:46 Uhr
Herr Büttel, natürlich haben Sie in diesem Punkt Recht: Die Eltern sind selbstverständlich weiterhin in der Verantwortung. Das Problem ist trotzdem, dass sie das oft alleine nicht bewältigen können und dann alleine da stehen.

Ich sehe natürlich auch keinen zwingenden Zusammenhang zwischen den finanziellen Verhältnissen einer Familie und der Erziehungseinstellung.

Ich erlebe z.B. auch, dass finanziell abgesicherte (eher verwöhnte) Kinder extrem hinterhältig, berechnend und aggressiv sein können. Aber auch da fehlt den Eltern entweder die Einsicht und/oder manchmal die Unterstützung.
Ich würde solche Fälle deshalb niemals pauschalisieren.

Trotzdem sind die gesellschaftlichen Verhältnisse bei solchen Überlegungen immer zu betrachten.

Und trotzdem müssen Sie, Herr Büttel, nicht zynisch werden. Ich behaupte auch nicht, dass Sie Quatsch reden. Sachlich kann man mit Ihnen gut diskutieren.

@Markus, das ist schon in Ordnung, aber nun steht es hier und man kann darüber diskutieren. Das ist auch ein Thema, dass uns alle angehen sollte, denn die Kinder sind unsere Zukunft.
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 10.12.2015 um 11:55 Uhr
o.k. einverstanden...
Marcus Link
507
Marcus Link aus Gießen schrieb am 10.12.2015 um 15:50 Uhr
@ Nina Back: Wenn man sehr komplexe Themen in einen Halbsatz zusammenfasst, kommt schon mal Nonsens heraus. Das klingt dann nach Bild und passt auch da rein. Die Bild Redaktion komprimiert alles andere als verlustfrei, Inhalte in einen Satz zusammen. Das hat mit ihrem letzten Post durchaus Parallelen. ;-)
Karl-Ludwig Büttel
3.882
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 10.12.2015 um 15:56 Uhr
Sie hat doch Recht, das Kapitalismus gequatschte zu diesem Thema der Kindererziehung ist sogar noch unter dem Niveau der Bildzeitung. ja es könnte eine Überschrift der Bildzeitung sein.
"Kind schlägt gegen Ampel, der Kapitalismus muss weg"
Martin Wagner
2.746
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.12.2015 um 20:30 Uhr
Herr Büttel schrieb:

"(...) Wenn ein kinderloser nicht arbeitender Herr (Bevölkerungspolitischer Blindgänger), die Erziehung durch das abschaffen eine Systems ersetzen will mag das der Situation in der er sich befindet geschuldet sein. Er hat ja keine Ahnung von dem Thema. Sie sind in Ihrem eigenen Kosmos unterwegs Herr Wagner. (...)"

Na Herr Büttel noch nicht auf dem friedlichen Weihnachtslevel angekommen? Ich empfehle - falls es ihre Zeit als vielbeschäftigter Kommunalpolitiker erlaubt - sich die Zeit zu nehmen und einmal ein der Jahreszeit entsprechendes Konzert zu besuchen. (Die werden in Giessen überall angeboten und sind auch meist nicht so teuer.)

Also das mit "dem nicht arbeitenden Herr(en)" ehrlich das ärgert mich schon etwas. Ich habe hier in Kommentaren zu meiner Biographie des öfteren Auskunft gegeben. Ich finde mich in die Ecke "fauler Sack" abzuschieben mag recht einfach sein, aber ich denke ich gehöre da nicht rein.

Korrekt ich habe mich irgendeinmal dazu entschlossen, so lange ich im Kapitalismus leben muss keine eigenen Kinder in die Welt zu setzen. Also habe ich keine Kinder oder Enkelkinder. Seit mehreren Jahren erlebe ich aber Kinder verschiedenen Alters im Rahmen des Ehrenamtes. Und da gerade ist es doch von Vorteil keine eigene Kinder zu haben. So kann ich direkt das Verhalten der Kinder heutzutage mit dem Verhalten der Kinder in der eigenen Kindheit (soweit mir noch erinnerlich) vergleichen.

Menschen mit Kindern fällt meiner Einschätzung nach garnicht mehr auf, was sich da in den letzten 50 Jahren verändert hat, da sie in einen schleichenden Prozess eingebunden waren und als Oma und Opa noch sind.

Vielleicht habe ich nicht so viel Ahnung, wie Eltern, welche ein, zwei, drei oder mehr Kinder groß gezogen haben. Aber ganz ohne Ahnung bin ich durch das Ehrenamt nicht.

Inhaltlich habe ich die Aussage: "Die übergroße Mehrheit (es gibt aber auch Ausnahmen) der heutige Kinder und ihr konkretes Verhalten sind Ausdruck des kapitalistischen Systems" nicht zurück zu nehmen. Ich kann da locker eine große Litanei von Beispielen beisteuern. Mag das einzelne Beispiel auch banal sein - für mich ist in der Summe die Tendenz eindeutig.

Herr Büttel schrieb:

(....) "..... das Kapitalismusgequatsche zu diesem Thema der Kindererziehung ist sogar noch unter dem Niveau der Bildzeitung ...... " (...)

Herr Büttel, wie hätten sie es den gerne. Versuche ich einen komplexeren Zusammenhang in einen Satz zusammen zu fassen bin ich unter Bild-Zeitungsniveau. Schreibe ich längere Kommentare kommt schon einmal der Vorwurf ich könnte mich nicht kurz fassen. Also egal, wie ich es mache - ich mache es wohl in ihren Augen falsch.

Herr Büttel, ich weiss es ist unhöflich in einem Kommentar konkrete Fragen an Einzelpersonen zu stellen, aber mir ist das schon ein paarmal aufgefallen, sie verwenden seit in paar Wochen mir gegenüber das Bild (ich schreibe das in meinen Worten) "Der Wagner lebt in seinem eigenen Kosmos." Dieses Bild ist mir nicht geläufig. Was wollen sie damit zum Ausdruck bringen?
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 10.12.2015 um 21:43 Uhr
Ich behaupte, wir als Kinder haben manchen Blödsinn angestellt, wofür in der heutigen Zeit gar manches mal die Polizei vor Ort wäre.
Mancher Erwachsener sollte sich doch mal an die Nase fassen und überlegen wie war ich denn.
Das fängt bei der Kleidung an, geht zum Haarschnitt und endet meistens bei der Musik.
Junge Menschen wollen und müssen "anders" sein.
Aber sind sie es wirklich?
Stefan Walther
4.960
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.12.2015 um 22:07 Uhr
Ob es den Kritikern von Frau Lennartz nun gefällt oder nicht = man kann kein einziges Problem losgelöst von den gesellschaftlichen Verhältnissen betrachten, das wäre Nonsens!
Ob es sich hier um einen zukünftigen "Gewalttäter" handelt ( eine mehr als gewagte These ), oder um überforderte Begleitpersonen, oder um einen Jungen, der - warum auch immer, auch das wäre erstmal zu untersuchen - eine "falsche" Erziehung genossen hat, oder um desinteressierte - auch hier wäre nachzufragen: warum - Mitschüler... oder oder oder
Ich zumindest bin da lieber etwas vorsichtig mit so einem Urteil wie "Vandalismus" und "zukünftiger Gewalttäter" usw.

So nebenbei, das "früher war alles besser", das hing mir - wie vielen Jugendlichen - in meiner Jugend schon zum Halse raus, und zum Glück :-)
kann ich das auch im fortgeschrittenen Alter immer noch nicht hören...

Und zu den persönlichen Erfahrungen mit Kindern und Enkeln - jeweils 3, kann also ein wenig mitreden = die so genannte Erziehung im Elternhaus kann man doch nicht losgelöst von der Gesellschaft betrachten, sie stösst ständig auf die vorgegebenen Normen ( das ist in jeder Gesellschaftsform so ). Was wird in der Schule / an der Uni gelehrt, geht es um solidarisches Handeln oder "seh zu dass du was wirst, dass du Karriere machst, was scheren dich die anderen..."

Richtig Martina, dieses Thema ( auch wenn Marcus hier kein Fass aufmachen wollte ) ist sogar noch mehr als ein abendfüllendes Thema... deshalb höre ich jetzt besser auch auf...
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Marcus Link

von:  Marcus Link

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