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Eigent(err)or der USA

Gießen | Die Schiesserei in San Bernardinio mit mindestens 14 Toten wirft wieder einmal Fragen auf. Fast im Monatsrhythmus wiederholen sich solche Vorfälle, und Obama hat längst resigniert. Auch wenn man im Falle San Bernardino nun bemüht ist, mit Gewalt einen Zusammenhang zwischen den Tätern und dem IS herzustellen, es bleiben viele, viele ähnliche Vorfälle, die ihre Wurzeln allein in den USA selbst haben. Gods (Allahs) own country.

Man fragt sich, wieso die USA zumindest seit 1898 mit militärischen Interventionen (1898 in Kuba, Philippinen, Puerto Rico, Guam, China und 1899 in Nikaragua, Samoa und dann geht das endlos weiter bis heute) die Rolle des Weltgendarmen in Anspruch nehmen - die relativ späten Eingriffe im ersten Weltkrieg 1917 und im zweiten Weltkrieg 1944 in Frankreich seien ihnen verziehen. Werden sie doch mit der Gewalt im eigenen Land nicht fertig. Man mag ja noch glauben, dass der größte dieser Anschläge, der in 9/11, mit dem die USA trotz aller Kriege erstmals im eigenen Land arg getroffen wurde, von außen hineingetragen wurde. Die meisten Anschläge waren stets Eigenprodukte, einschließlich der Morde an Abraham Lincoln und den Brüdern Kennedy, wobei die beiden letzteren nach wie vor ungeklärt sind und in ihrer Aufklärung behindert wurden. In diese Weltanschauung passen die wiederholten Mordversuche an Fidel Castro und die Invasion in der Schweinebucht.

Weltgendarm USA? Es wäre an der Zeit, diese Rolle zu überdenken.

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Kommentare zum Beitrag

Marcus Link
504
Marcus Link aus Gießen schrieb am 06.12.2015 um 16:20 Uhr
Wenn ich mich mit Amerikanern unterhalte und amerikanische Filme schaue bekomme ich den Eindruck dass der "normale Amerikaner" moralischer denkt als der "Durchschnittsdeutsche".
Doch irgend etwas läuft dem entgegen. Es ist die Macht der Lobbys die das System vermutlich noch mehr im Griff hat als das deutsche Lobby System. Dass dieses frei ist von Moral sollte einleuchten.

Egal wo man hin schaut, wenn etwas grundlegend schief läuft geschieht das wider den gesunden Menschenverstand und nicht selten auch wider besseres Wissen.

USA und Waffenlobby: Legendär...
*USA und Energiepolitik: Scharmlos...
*USA Wahlkampf und Wahlen: Hat letztendlich wenig mit Demokratie zu tun.
*9/11 > World Trade Center: Hier gibt es einige Ungereimtheiten.
*Politik weltweit: Ist Interessenpolitik und keine Moralpolitik

Diese Auflistung könnte man ganz lange fortführen, doch sollte jetzt schon klar sein, dass der Mensch bzw. die Menschen in Staatsgetriebe der USA eine untergeordnete Rolle spielen.

Der Terror den wir nun erfahren ist weitgehend ein Ergebnis dieser menschenverachtenden Politik. Es ist nachvollziehbar, auch wenn ich es wirklich verabscheue, dass Menschen mit dem letzten was ihnen möglich ist dagegen vor gehen.

Der Iran war in den 70ern ein zum Westen aufgeschlossenes Land. Frauen waren den Temperaturen entsprechend westlich gekleidet. Ein krasser Gegensatz zu Heute! Die Ursache liegt auch hier Maßgeblich an der Außenpolitik des Westens, ins Besondere der USA.

Dass nun in den USA so viel zu passieren scheint ist zum einen dass dort so viele Waffen unter den Menschen sind und diese nicht ordentlich gesichert sind. Ein anderer Aspekt ist dass die Berichterstattung dort sehr gezielt solche Meldungen sucht. Abgesehen davon ist die USA nicht gerade klein. Somit passiert unter vielen Menschen auch mehr.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 07.12.2015 um 13:30 Uhr
Begünstigung von Verbrechen steht in Deutschland unter Strafe (StGB).
Die Rechtsprechung der USA kenne ich nur begrenzt.
Nach deutschem Recht müssten die Vertreter der Waffenlobby und der entsprechenden Waffenhändler in den Knast.
Was in den USA vorkommt, ist nicht verwunderlich. Wenn Kriege, wie oben ausgeführt, zur Gewohnheit werden und Gewalt damit verherrlich wird, gehört eben Gewalt innerhalb der Gesllschaft zum Alltag.

Vergessen in der Auzählung wurde noch Pearl Harbour. Dort wurde deutlich die Menschenverachtung gegenüber der eigenen Bevölkerung. Inzwischen ist geklärt, dass die US-Administration auch von diesem Angriff wußte und ihn hätte verhindern können.
Kurt Wirth
3.381
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 07.12.2015 um 17:39 Uhr
Ich hatte nur den Anfang der US-Auslandseinsätze 1898/99 aufgezählt. Es läßt sich fortsetzen:
Kuba: 1898, 1906-09, 1912, 1917-22, 1961
Philippinen: 1898-1906
Puerto Rico: 1898, 1935, 1937, 1950
Guam: 1898
China: 1898-1899, 1900-1901, 1912-1941, 1945-1949
Nikaragua: 1899, 1910, 1912-1925, 1926-1933, 1978-1979
Samoa: 1899
Kolumbien: 1901, 1902
Honduras: 1903, 1907, 1911, 1912, 1919, 1924, 1925
Dom.Republik: 1903, 1904, 1914, 1916-1924, 1965-1966
Panama: 1903-1914, 1918-1920
Korea: 1904-1905, 1950-1953
Marokko: 1904, 1942
Türkei: 1912, 1922
Mexiko: 1913, 1914, 1916-1917, 1918-1919
Haiti: 1914, 1915-1934
Frankreich: 1917-1918, 1944-1945
Deutschland: 1918-1923, 1944-1945
Sowjetrußland: 1918-1920
Guatemala: 1920, 1954
Grönland: 1941
Island: 1941
Niederländisch-Guayana: 1941
Japan: 1945
Griechenland: 1947-1949, 1967
Iran: 1953, 1980
Vietnam: 1954-1973
Libanon: 1958
Laos: 1964-1973
Kongo/Zaire: 1964, 1978
Kampuchea: 1970-1975
Afghanistan: ab 1978

Verdecktes Eingreifen durch Geheimdienstangehörige wird von den USA in Abrede gestellt in:
DDR 1948-1949, 1953, 1961
Ungarn: 1956
CSSR: 1968
Chile: 1971-1973
Angola: 1975-1976
Polen:1980

Die hier zu Grunde liegende Zusammenstellung stammt aus dem Jahr 1983. Späteres ist naturgemäß nicht berücksichtigt.
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