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IHK Gießen-Friedberg: Positive Ausbildungsverhältnisse 2015 und erfolgreiche Absolventen

Elke Ehlen (stellv. Hauptgeschäftsführerin IHK) (1.v.l.), Kai Schelberg (IHK) (2.v.l.) und Rainer Schwarz (IHK-Präsident) (4.v.l.) sind stolz auf die erfolgreichen Absolventen.
Elke Ehlen (stellv. Hauptgeschäftsführerin IHK) (1.v.l.), Kai Schelberg (IHK) (2.v.l.) und Rainer Schwarz (IHK-Präsident) (4.v.l.) sind stolz auf die erfolgreichen Absolventen.
Gießen | Im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag, 30. November 2015, stellte der Präsident der IHK Gießen-Friedberg Rainer Schwarz die Zahlen der Ausbildungsverhältnisse für das laufende Jahr zum Stichtag 30. September 2015 vor. Bis zu diesem Datum wurden 2.379 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Auch wenn dieses Ergebnis sehr positiv für die IHK Gießen-Friedberg ist (22% mehr im Laufe von zehn Jahren), ist die Anzahl von Verträgen in IHK-Berufen hessenweit (23.010) leider die niedrigste der letzten sieben Jahre.
Dass die IHK Gießen-Friedberg so erfolgreich ist, ist ebenfalls den lokalen Unternehmen zu verdanken, die das Potential von zukünftigen Fachkräften erkennen und ihre Ausbildungsstellen sowohl in der bundesweit vernetzten Lehrstellenbörse der IHK als auch bei der Agentur für Arbeit veröffentlichen.
Der demografische Wandel und die Anstrebung eines Studiums sind die zwei Hauptgründe für die vielen offenen Ausbildungsstellen: Bundesweit blieben rund 37.000 Plätze unbesetzt. Um eine Ausbildung für die jungen Menschen attraktiver zu machen, werden einige Maßnahmen getroffen, wie das Angebot einer dualen Ausbildung
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oder Zusatzangebote wie kombinierte Aus- und Weiterbildung, Auslandsaufenthalte und Zusatzqualifikationen. Auch die Zielgruppen werden erweitert. Studenten und Studienzweifler werden mit dualen Studiengängen angesprochen, die bessere Berufsperspektiven geben. Leistungsschwächere Schüler, benachteiligte junge Menschen und Jugendliche mit migrationsbedingten Problemen können eine assistierte Ausbildung im Rahmen der Initiative Bildungsketten absolvieren, deren Finanzierung durch den Bund und die Agentur für Arbeit bis zum Jahrgang 2018/2019 gesichert ist.
Die Jugendlichen und ihre Eltern sollen sich über die Ausbildungsmöglichkeiten aber auch ihrerseits informieren, beispielsweise auf der IHK-Ausbildungsmesse „Berufswegekompass“, die dieses Jahr ein voller Erfolg war. Da die Eltern die wichtigsten Ansprechpartner für den Werdegang der Kinder sind, organisierten die hessischen IHKs und die Agentur für Arbeit einen Elterninformationstag am 21. November.
In Deutschland gibt es 330 anerkannte Ausbildungsberufe. Jedoch werden die meisten Verträge in nur zehn Berufen abgeschlossen. Der Spitzenreiter ist der/die Kaufmann/-frau für Büromanagement, der im Bezirk Gießen-Friedberg auf Platz 3 der Rangliste gelandet ist. Die beliebtesten Berufe hier bleiben der/die Kaufmann/-frau im Einzelhandel und der/die Verkäufer/-in.
Bei der Pressekonferenz waren neun ehemalige Auszubildende anwesend, die nicht nur ihre Ausbildung im Kammerbezirk der IHK Gießen-Friedberg erfolgreich abgeschlossen haben, sondern auch die jeweils Landesbesten in ihrem Ausbildungsberuf sind. Ausgezeichnet wurden Jan-Lucas Klemer (Bauzeichner), Nils Wacker (Brauer und Mälzer), Ann-Kristin Hofmann (Drogistin), Marley Michaelis da Silva (Elektroanlagenmonteur), Marvin Seipp (Fachkraft für Metalltechnik, Fachrichtung Montagetechnik), Alexander Maser (Gießereimechaniker, Fachrichtung Maschinenformguss), Manuel Zientek (Industriemechaniker), Marc-Philip Eisenbeis (Kaufmann für Marketingkommunikation) und in Abwesenheit Kevin Hofmann (Maschinen- und Anlagenführer). Marvin Seipp ist auch Bundesbester und wird am 14. Dezember in Berlin noch geehrt.
Schwarz lobte die erfolgreichen jungen Menschen, betonte ihren Mut in der Auswahl eines Ausbildungsberufs, der nicht zu den Top Ten gehört, und freute sich, dass auch gewerblich-technische und MINT-Berufe in diesen Auszeichnungen vertreten sind. Der IHK-Präsident wünschte den Absolventen weiterhin Selbständigkeit und Engagement, vielleicht in einer zukünftigen Weiterbildung.

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