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Premiere von "Moritz in der Litfaßsäule" im Stadttheater Gießen

Die Premiere im Stadttheater Gießen war ein voller Erfolg.
Die Premiere im Stadttheater Gießen war ein voller Erfolg.
Gießen | Das Stadttheater Gießen ließ die Kinder der Grundschulen in die fantasiereiche Welt von Moritz Zack eintauchen und mitlachen. Das Familienstück „Moritz in der Litfaßsäule“ von Christa Kozik und Rolf Losansky hatte seine Premiere am 19. November im Stadttheater Gießen vor Schülerinnen und Schüler der Grundschulen in der Umgebung. Der Hauptcharakter Moritz Zack, ein neunjähriger Junge, geht alles langsam an, was seiner Familie gar nicht gefällt. Seine schlechten Noten tragen nicht gerade dazu bei, die Situation zu bessern, und so sieht Moritz nur einen Ausweg: Davonlaufen. In dem Stück wird der Schwerpunkt auf die fantasiereiche Kindheit gelegt und es kommt hervor, dass Gründlichkeit und Gelassenheit mehr Zeit im Alltag einnehmen sollte, was an das junge Publikum durch witzige Handlungen und kleinen Showeinlagen weitergegeben wird.

Der Ausreißer Moritz macht aus einer Litfaßsäule auf dem Marktplatz sein neues Zuhause und findet schnell Freunde in dem Straßenfeger und in seiner „Mitbewohnerin“, der sprechenden Katze Kicki, die allerlei Geschichten bereithält. Als ein Zirkus nach Moritzburg kommt, lernt der Junge die bezaubernde Seiltänzerin Bella kennen, die ihm ganz schön den Kopf verdreht.
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Durch die witzigen und eigensinnigen Charaktere wirkt das Spiel lebendig und ansprechend. Stimmung und Witz bringen vor allem der Straßenfeger und der Polizist Zampe, dessen Polizeihund Dracula eigentlich ein haushaltstypischer Wischmopp ist, mit. Die Personen haben ihre eigenen Macken, wie zum Beispiel Moritz‘ Direktorin Frau Blaschke, die das zuletzt gesagte Wort immer wiederholt. Diese typischen Eigenschaften stechen ganz besonders heraus und lässt die Charaktere nicht eintönig erscheinen. Eine sehr gelungene Szene ist der Zirkusauftritt des Clowns, der ebenfalls von dem Straßenfeger verkörpert wird. In dieser Szene kommt die Arbeit von Bernhard Niechotz, der für die Kostüme verantwortlich ist, zum Vordergrund. Das Kostüm des Clowns ist bunt und lustig, so wie man es sich vorstellt, und das Zirkuszebra wird durch seine Verkleidung glaubwürdig dargestellt. Auch die anderen Kostüme der Artisten sind sehr gut gewählt und passen in die Handlungen. Ein großes Lob geht an die Gestaltung der Bühnenbilder, die passend der Altersgruppe gestaltet wurden. Die Übergänge zu anderen Handlungen und Schauplätzen sind sehr flüssig und durch die drehbare Bühne und die Dämmung des Lichts für die Nacht bzw. den Tag kann jeder Handlungsort nachvollzogen werden.
Das Publikum wird von den Artisten in die Aufführung mit einbezogen und das kommt bei den Grundschülerinnen und Grundschülern mit Begeisterung an, wie ich nach der Vorführung erfahren habe. Das Stück sei toll und witzig gewesen, sagten sie mir und die Mädchen waren vor allem von der hübschen Seiltänzerin Bella begeistert, wie sie mir erzählten. Laut ihren Aussagen gefiel ihnen alles an dem Stück, und die Kinder haben das Theater allesamt mit zufriedenen Gesichtern verlassen.

Das Auftreten der Charaktere, die schauspielerische Umsetzung und der Schwerpunkt des Familienstücks ist eine großartige Leistung. Meiner Meinung nach, ist das Theaterstück nicht nur für Jüngere geeignet und ansprechend, sondern für jede Generation, die gerne einmal lachen möchte. So ist „Moritz in der Litfaßsäule“ eine Aufführung, die ich sehr empfehlen kann.


Familienvorstellungen am Wochenende:
22. November; 6., 20., 27. Dezember | 11.00 Uhr
29. November; 13. Dezember | 11.00 + 15.00 Uhr
26. Dezember | 15.00 + 18.00 Uhr

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