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Der „Glättungsthese“- Blödsinn, oder: Die vorsätzliche Täuschung

Grafik 1 (Rolf Schuster):  „Die anrüchige Glättungsthese des IWES“ für jeden nachvollziehbar
Grafik 1 (Rolf Schuster): „Die anrüchige Glättungsthese des IWES“ für jeden nachvollziehbar
Gießen | „Wenn eine Ideologie an der Realität scheitert, beginnt ihr Untergang“, meinte kürzlich ein zeitgenössischer Philosoph. Gemeint ist im folgenden Fall die Energiewende-Ideologie, besser noch die hausgemachte Religion deutscher Energiepolitik.
Um einen Untergang abzuwenden, der drastische Folgen für derzeitige und kommende Generationen haben wird, ist die unwiderlegbare Information zur verfehlten Energiepolitik (speziell der Windkraft) ein wichtiges Instrument. Denn, wie sagte schon der gute alte Goethe: „Man muss das Wahre immer wiederholen, weil der Irrtum um uns herum immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen, sondern von der Masse!“

Bewusste, vorsätzliche Täuschung der Öffentlichkeit und der Politik

Jedes Kleinkind weiß: „Nur wenn es windig ist, dreht sich mein Windrädchen“. Diese einfache Beobachtungsgabe eines Kleinkindes in der Natur und den sich daraus ableitenden Gesetzmäßigkeiten, lässt sich unschwer auf die riesigen monströsen Windkraftanlagen übertragen, die zunehmend unsere schönen Landschaften durch ihr massenweises Auftreten zerstören und dabei nicht im entferntesten den gewünschten Strom produzieren. Bedauerlicherweise haben erwachsene und dem Anschein nach gebildete Menschen (Windkraftlobbyisten, Hochschulinstitutsvertreter, einschließlich Politikdarsteller) offenbar ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Kindheit gehabt, denn sie stehen dieser natürlichen Beobachtung diametral gegenüber. Nun, das Wort ‚diametral’ stammt aus dem Unterrichtsfach Mathematik, was offenbar bei der Schulbildung vorgenannter Personen zwar kostenlos aber scheinbar auch umsonst war.

Sie glauben das nicht? – Nun, den Beweis liefert das Fraunhofer Institut für Windenergie und Systemtechnik (IWES) aus erster Hand, mit der Glättungsthese. Hintergrund ist das Zurechtbiegen von aus Windindustrieanlagen erzeugten zappeligen Stromschwankungen zu einer permanent-glatten Einspeisungslinie, die nie eine sein kann.
Die durch Windindustrieanlagen erzeugte Stromleistung unterliegt den natürlichen Schwankungen (eben den aus der Natur abgeleiteten zufälligen Schwankungen der Windgeschwindigkeit) und kann nur selten die auf dem Typenschild stehende Nennleistung eines Windrades dem Stromnetz zur Verfügung stellen.

Nennleistung vs. tatsächlich erbrachte (installierte) Leistung

Als Nennleistung einer Stromerzeugungsanlage wird die höchste Leistung definiert, die bei optimalen Betriebsbedingungen zur Verfügung gestellt werden kann.
Grafik 2 (Rolf Schuster):  „Der Unterschied zwischen Nennleistung und tatsächlicher Windenergieeinspeisung“
Grafik 2 (Rolf Schuster): „Der Unterschied zwischen Nennleistung und tatsächlicher Windenergieeinspeisung“
Windenergie-Anlagen erreichen beispielsweise ihre auf dem Typenschild angegebene Nennleistung erst bei Windgeschwindigkeiten ab 13 m/sec bis 15 m/sec, die bei starken bis stürmischen Windverhältnissen vorliegen.
Im Jahresdurchschnitt werden jedoch nur zwischen 15-20 Prozent der Nennleistung wirklich eingespeist, wie man zweifelsfrei aus den Einspeisedaten der Netzbetreiber entnehmen kann, die auf deren Seiten öffentlich zugänglich sind. Die installierte Leistung von Windindustrieanlagen im Netz der Betreiber kann bei der Strombörse angezeigt werden.
Dazu ein einfaches Beispiel:
Eine Windenergie-Anlage mit einer Nennleistung von 1 MW liefert, wenn sie über einen Tag ständig mit ihrer maximalen Leistung von 1 MW betrieben wurde, die elektrische Arbeit von 24 MWh (1 MW x 24h=24 MWh). Bei Windgeschwindigkeiten unter 3 m/sec steht die Anlage still; die volle Leistung wird nur bei Sturmstärke erreicht!
In der zweiten Grafik: „Der Unterschied zwischen Nennleistung und tatsächlicher Windenergieeinspeisung“, nur für Monat August 2015, wird der Unterschied zwischen Wunschdenken und Realität bei der Stromerzeugung durch Windkraft selbst einem Viertklässler deutlich.

‚Glättungsthese’ – eine unfassbare Behauptung

Die nachfolgende These stammt vom Fraunhofer Institut für Windenergie und Systemtechnik (IWES) und ist glatter Blödsinn (siehe oben, Beobachtung eines Kleinkindes):

„Irgendwo weht der Wind immer. Wenn man genügend Windkraftanlagen aufstellt und diese großflächig im Land verteilt, lassen sich die naturgegebenen Widrigkeiten der Windstromerzeugung verringern. Regionale Ausgleichseffekte lindern die mit der Zufälligkeit des Windangebots verbundenen Probleme. Allerdings geht der Netzausbau noch zu langsam voran und hält nicht mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien Schritt.“

Geben Sie’s zu, wenn Sie die These jetzt oberflächlich gelesen haben, klingt das einleuchtend. Warum? Weil wir uns an derartige Formulierungen aus Zeitungen politischen Statements in den öffentlichen Medien schon gewöhnt haben, dass es uns oft schwer fällt die Lüge von der Wahrheit zu unterscheiden. Passendes Zitat, Sanchuniathon (ca. 2000 v. Chr.):
„Seit unserer frühesten Jugend sind wir daran gewöhnt, verfälschte Berichte zu hören, und unser Geist ist seit Jahrhunderten so sehr von Vorurteilen durchtränkt, dass er die phantastischen Lügen wie einen Schatz hütet - so dass uns schließlich die Wahrheit unglaubwürdig und die Fälschung wahr erscheint.“
Trotzdem findet die von Windkraft-Protagonisten behauptete „Glättungsthese“ in der Regierungspolitik volles Gehör (siehe dazu unteren ‚Nachtrag’). Wenn man sich jedoch das Einspeiseprofil von Windindustrieanlagen in einer Grafik anschaut, so wird selbst bei messerscharfen zugekniffenen Augen die Lüge nicht zur Wahrheit. Da glättet sich rein gar nichts, auch nicht bei einem zunehmenden regional verteilten flächendeckenden Ausbau derartiger Windmonster, wie oben behauptet.
Daher verwundert es also nicht, wenn auf diese dreiste vorsätzliche Täuschung von sach- und fachkompetenter Seite widersprochen wird. Am 15. Oktober 2015 haben Dr.-Ing. Detlef Ahlborn, Dr. rer.nat. Julia Uwira, Dr. rer.nat. Olaf Uwira sowie Professor Hans Jacobi deshalb im Namen von VERNUNFTKRAFT eine förmliche Beschwerde bei der Deutschen Forschungsgesellschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft eingereicht. Bitte lesen Sie dazu die Pressemitteilung unter diesem Link: http://www.vernunftkraft.de/glaettung-glatt-gelogen-4/

Zur Grafik 1: „Die anrüchige Glättungsthese des IWES“ für jeden nachvollziehbar

Wenn man die Einspeisungsgrafiken einzelner europäischer Länder addiert, ergibt sich in der Summe der Grafik eine klar erkennbare Zickzacklinie, die mit einer Glättung so viel zu tun hat, wie die Form eines Kristalls mit einem Kieselstein. Augenscheinlich erhöht jeder Ausbau in der Fläche die Ausschläge und damit das Gezappel.
Den typischen Leistungsverlauf der Windkrafteinspeisung nennt man in der Signaltheorie ein Rauschsignal. Die vom IWES behauptete Glättung hat ungefähr die Logik, dass es aus zwei Lautsprechern leiser rauscht als aus einem.
Die Behauptung des IWES hier von einer Glättung zu sprechen, wird einem jeden erst anschaulich, wenn er das entsprechende PDF-Dokument ( dieses Dokument ) schnell durchscrollt.
‚Dieses Dokument’ sowie ein darunter aufgeführtes, äußerst aufschlussreiches, Video, findet man unter folgendem Link, mit der Überschrift ‚GLÄTTUNGSTHESE’: http://www.vernunftkraft.de/glaettungsthese/
Jedem ernsthaften Interessenten wird beim Studieren dieser angeführten Medienbeiträge von VERNUNFTKRAFT augenscheinlich, dass die hausgemachte Religion deutscher Energiepolitik mit der Glättungshypothese, nur eine der Überlebenslügen einiger weniger Windkraft-Protagonisten ist.

Ulrich Grüger


Nachtrag:
Der hessische (Windkraft-)Minister Al-Wazir lud am 2.10.2015 zum „Dialog“ mit Landesverband VERNUNFTKRAFT.Hessen und BI-Vertretern sowie der Presse, nach Wiesbaden ein. Jedoch änderte er kurzfristig absprachewidrig das Format der Veranstaltung: Keine Presse und jede Menge Profiteure des Windkraftausbaus, denen ausgiebig das Wort erteilt und deren bestellte Fragen sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit zuteil wurde.
Wessen Geistes Kind er ist, wurde in seinen Antworten deutlich, die er auf ihm präsentierte Fakten, Zahlen und Zusammenhänge der widersinnigen EEG-Politik gab: „Wo soll der Strom denn in 100 Jahren herkommen?... Grundlast ist heute, Flexibilität ist morgen! ... Wir exportieren mehr Strom als je zuvor, das ist ein echter Erfolg – von Gefährdung der Versorgungssicherheit kann keine Rede sein!... Wenn wir Speicher brauchen, werden wir welche haben“.
Es lohnt sich den gesamten Link dazu anzusehen: http://www.vernunftkraft.de/al-wazir/

Grafik 1 (Rolf Schuster):  „Die anrüchige Glättungsthese des IWES“ für jeden nachvollziehbar
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Grafik 2 (Rolf Schuster):  „Der Unterschied zwischen Nennleistung und tatsächlicher Windenergieeinspeisung“
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