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Gegen das Vergessen

Vor dem Mahngang, vorm Rathaus
Vor dem Mahngang, vorm Rathaus
Gießen | "Alle Jahre wieder" gehen einige hundert Gießener am 9. November auf die Straße, um an die schlimmen Novemberpogrome im Jahre 1938 zu erinnern. Mit diesem Mahngang soll ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt werden.
Vor 77 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November kam es überall in unserem Land zu schlimmen Übergriffen und Gewaltexzessen gegen die jüdische Bevölkerung. Auch in Gießen wurden eine Nacht später jüdische Geschäfte geplündert, Privatwohnungen jüdischer Familien überfallen und ausgeraubt und die Bewohner ins Gefängnis gesteckt. Die beiden Synagogen in Gießen, die eine (orthodoxe) in der Steinstraße und die andere an dem Platz, wo jetzt die Kongresshalle steht, wurden angezündet und brannten bis auf die Grundmauern ab.
Auch im Jahre 2015 gilt es, dem Antisemitismus und auch dem Antizionismus klar entgegen zu treten. Es kann nicht sein, dass Juden in unserem Land wieder Angst haben müssen, sich als Juden zu erkennen zu geben und es geht auch nicht an, dass der Staat Israel immer wieder in seinem Existenzrecht in Frage gestellt wird.

Vor dem Mahngang, vorm Rathaus
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Der Mahngang setzt sich in Bewegung
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Vor dem Bankhaus Herz in der "Neuen Bäue"
Vor dem Bankhaus Herz in... 
In der "Neuen Bäue"
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Am Asterweg, in der Nähe der "Judenhäuser" in der Walltorstraße
Am Asterweg, in der Nähe... 
In der Steinstraße, wo die eine Synagoge stand.
In der Steinstraße, wo... 
Am Oswaldsgarten
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Am Marktplatz
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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.964
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 10.11.2015 um 12:42 Uhr
Was hätte Luther wohl dazu gesagt?
Hermann Menger
2.373
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 10.11.2015 um 17:44 Uhr
Es war der alte Luther, der die Juden ablehnte und in seinen Spätschriften verurteilte. Er hatte übrigens heute Geburtstag.
Christian Momberger
11.303
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 12.11.2015 um 00:32 Uhr
Vielen Dank Herr Menger für Ihren Beitrag. Hier der Link zum Beitrag von Martina Lennartz: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/107744/nie-wieder-faschismus-nie-wieder-krieg
Hermann Menger
2.373
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 12.11.2015 um 17:57 Uhr
http://www.tagesschau.de/inland/ekd-115.html

Wie Sie hier lesen können, Herr Schmidt, hat sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ganz aktuell von Luthers Antisemitismus distanziert.
Florian Schmidt
4.964
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 12.11.2015 um 18:50 Uhr
Auch von seinem sozialrassismus, seinen Ansichtwen zu Frauen und Behinderten? Naja, wenn selbst die Antifaschisten heute die Autobahnen benutzen. Und wenn sich die Kirche davon distanziert ändert das nichts daran dass sie den Antisemitismus im dritten Reich mitgetragen haben.
Hermann Menger
2.373
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 12.11.2015 um 19:00 Uhr
Aber sie gibt zu, dass sie damals versagt hat:

Zitat: "Das weitreichende Versagen der evangelischen Kirche gegenüber dem jüdischen Volk erfülle mit Trauer und Scham. Aus dem Erschrecken über theologische Irrwege und dem Wissen um Schuld am Leid der Juden erwachse eine besondere Verantwortung, jeder Form von Judenfeindschaft entgegenzutreten." (Quelle siehe oben)
Florian Schmidt
4.964
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 12.11.2015 um 19:14 Uhr
Das stumme billigen von Hitlers umtrieben als "theologischen Irrweg" zu bezeichnen finde ich niedlich. Und wenn der Richter fragt warum man vorsätzliche eine Wandergruppe mit dem Pick Up übergemöllert hat sagt man dann einfach man hat sich verfahren?
Hallo Lieber Leser
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von:  Hermann Menger

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Hermann Menger
2.373
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