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Raubüberfall in Grasfelden

Gießen | Soeben kam es im Radio. Da wurde doch tatsächlich die Trinkhalle ausgeraubt. Wie die Polizei berichtet, wurde die Kasse, mit den Einnahmen des Tages, die schon abgerechnet war, sowie Süßigkeiten und Eis aus der Truhe geraubt. Der Besitzer konnte keine genaue Täterbeschreibung abgeben, da die Räuber Schweinemasken getragen hatten. Ich sahs in der Küche beim Abendbrot und sagte zu meiner Frau Isolde, wer macht denn so etwas ? Wir dachten doch immer hier sei die Welt noch in Ordnung. Später traf ich mich zum Stammtisch im „Wilden Ochsen“. Natürlich war der Überfall Thema Nr. 1. Gottfried der Wirt brachte ein Tablett mit Bier und Schnaps und setzte sich zu uns. Also Leute sagte er, wenn die Polizei keine Spur hat, dann sollten wir doch einmal zur Tat schreiten. Morgen kann es meine Kasse oder die von dir Knut treffen. Knut hatte in unserem Dorf einen kleinen Lebensmittelladen. Gerhard, der Landwirt in unserer Runde sagte auf einmal; Leute Schweinemasken trugen die Räuber. Das Männerballett bei der Faschingsfeier war doch auch so maskiert. Aber wem könnte man die Tat zu trauen ? Mit fällt da keiner ein. Vielleicht ist
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Raubüberfall (1)Krimi (184)
es auch nur Zufall. Wir tranken unser Bier aus und versprachen in den nächsten Tagen alle die Augen aufzuhalten. Am Abend kam Gerhard aufgeregt zu unserem Stammtisch und erzählte, dass er heute zwei Halbstarke aus seinem Maisfeld vertrieben habe. Die wurden sogar noch frech, was ich blöder Bauer denn wolle. Ich habe ihnen angedroht beim nächsten Mal Ajax von der Kette zu lassen. Ich fragte ihn, ob er die Zwei erkannt habe. Gerhard meinte dass sie nicht aus Grasfeld gewesen wären. Hier kennen wir uns doch alle und Räuber gibt es keine unter uns. Unser Wirt Gottfried brachte uns allen ein Bier und wir unterhielten uns über den Lottopott. Was wir damit machen würden war uns auch allen klar, aber ihn zu bekommen das war das große Problem. Kurz vor Mitternacht trennten wir uns und jeder ging nach Hause. Am Samstagabend saßen wir wieder alle im „Wilden Ochsen“ um gemeinsam die Sportschau zu gucken. Knut meinte, dass er Gerhard den ganzen Tag noch nicht gesehen habe. Der wird noch kommen meinten wir und regten uns über eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters auf. Plötzlich flog die Tür auf und Gerhard kam aufgeregt in den Gastraum. Bei der Polizei war ich eben gewesen, da ich die Kasse von der Trinkhalle gefunden hab. Er setzte sich und zischte erst einmal ein Bier ab. Ich war doch heute auf dem Feld den Mais ernten. Als ich so über den Acker fuhr wurde ich plötzlich geblendet und dachte; wo knallt denn da die Sonne drauf. Ich stieg ab und sah eine aufgebrochene Kasse. Plötzlich schossen mir die zwei Halbstarken durch den Kopf die ich doch vor einiger Zeit aus dem Feld gejagt hatte. Ich holte mein Handy raus und rief die Polizei an. Angefasst habe ich natürlich nichts, damit nicht auch noch meine Fingerabdrücke auf der Kasse sind. So wie es dann aussah war es die Kasse der Trinkhalle. Die Räuber müssen in meinem Feld noch in aller Ruhe die Schokowaffel Knoppers und ein Eis gegessen haben. Neben der Kasse lag die Verpackung. Das war es dann gewesen. Die Polizei wird die Ermittlungen einstellen da sie überhaupt keine Anhaltspunkte hat. Gottfried brachte eine neue Runde wir gingen wieder zur Tagesordnung über.

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Kommentare zum Beitrag

Klaus Viehmann
1.396
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 01.11.2015 um 16:12 Uhr
Ein kleiner Kurzkrimi, nett zu lesen und wie er jeden Tag vorkommen kann.
Christine Stapf
8.326
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 02.11.2015 um 09:15 Uhr
Danke Herr Viehmann :-)
Hallo Lieber Leser
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von:  Christine Stapf

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Christine Stapf
8.326
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