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Welt-Psoriasistag: Gemeinsam mit der WHO gegen Schuppenflechte

Gießen | Am 29. Oktober ist Welt-Psoriasistag – das Motto 2015 lautet „Respekt – Teilhabe – Lebensqualität“. Ärzte und Patienten rufen mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu auf, die schwierige Lebenssituation der weltweit rund 125 Millionen Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) schnellstmöglich zu verbessern. Denn die Erkrankten leiden nicht nur unter den körperlichen Beschwerden der unheilbaren Krankheit, sondern auch unter sozialer Ausgrenzung.

Mehr Verständnis für die Betroffenen gefordert

Ärzteverbände und Patientenorganisationen wollen den 29. Oktober 2015 nutzen, um die Welt an Schuppenflechte (Psoriasis) zu erinnern: Am Welt-Psoriasistag machen die Träger des Aktionstags – hierzulande der Deutsche Psoriasis Bund e.V., der Berufsverband der Deutschen Dermatologen, das bundesweite PsoNet und die Deutsche Dermatologische Gesellschaft – alljährlich darauf aufmerksam, dass die Betroffenen mehr Unterstützung benötigen. So kritisieren die Träger etwa, dass viele Patienten die äußerliche Behandlung der Symptome größtenteils noch immer selbst bezahlen müssen.

Zwei Millionen Psoriatiker allein in Deutschland

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Allein in Deutschland gibt es rund zwei Millionen Betroffene. Ihre Haut ist chronisch entzündet, sie schuppt, juckt und schmerzt. In vielen Fällen greift die systemische Erkrankung Psoriasis zusätzlich die Gelenke oder andere Organe an. Die gute Nachricht lautet: Mittlerweile lassen sich die Symptome der unheilbaren Autoimmunerkrankung, die durch eine vererbte Veranlagung hervorgerufen wird, gut behandeln. Die schlechte Nachricht: Noch immer werden die Erkrankten aufgrund der unansehnlichen Hautstellen in ihrem sozialen Umfeld diskriminiert. Viele geraten in die soziale Isolation.
Die Träger des Welt-Psoriasistags fordern deshalb eine bessere medizinische Versorgung, die auch die psychische Extrembelastung stärker berücksichtigt, die mit einer Schuppenflechte einhergeht und zu chronischen Depressionen mit Suizidgedanken führen kann.
Unterstützt werden die Ärzte und Patienten von der WHO, die Schuppenflechte seit 2014 in ihrer Liste der fünf schwersten nichtinfektiösen Krankheiten der Welt führt – neben Krebs, Diabetes, Herz- und Atemwegserkrankungen. Außerdem rief die WHO in einer Psoriasis-Resolution die Regierungen ihrer Mitgliedstaaten auf, die Aktionen rund um den Welt-Psoriasistag zu unterstützen.

Wenn Hautzellen plötzlich siebenmal schneller wachsen

Die Ursachen der Psoriasis sind noch nicht gänzlich erforscht. Sicher ist: Die Haut von Betroffenen bildet sich an bestimmten Körperstellen rund sieben Mal schneller als die Haut von nicht erkrankten Personen. Das übermäßige Wachstum verursacht Juckreiz und führt zu den silbrigen Schuppen – dabei handelt es sich um abgestorbene Hautzellen.
Für einen Krankheitsausbruch sind neben der genetischen Veranlagung immer auch bestimmte Auslöser notwendig – etwa Stress, Arzneimittel oder mechanische Reize wie Reibung und Druck. Ein akuter Schub geht immer mit dem Auftreten mehrerer dieser Risikofaktoren einher.

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