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Sanierung und Neubau der Grundschule Krofdorf-Gleiberg starten mit symbolischem Spatenstich: Landkreis investiert knapp 6,7 Millionen Euro

Landrätin Anita Schneider, Bürgermeister Thomas Brunner, Schulleiterin Cornelia Anthes, Architekt Ferdinand Heide und die Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl (v.l.) wirbeln „Sand für die Zukunft“ auf.
Landrätin Anita Schneider, Bürgermeister Thomas Brunner, Schulleiterin Cornelia Anthes, Architekt Ferdinand Heide und die Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl (v.l.) wirbeln „Sand für die Zukunft“ auf.
Gießen | „Wir werden nicht nur viel Sand, sondern auch die Zukunft aufwirbeln.“ Mit dem ersten Spatenstich startete Landrätin Anita Schneider die Bauarbeiten an der Grundschule Krofdorf-Gleiberg. Der Landkreis wird 6,7 Millionen Euro investieren, um das denkmalgeschützte Gebäude zu sanieren, ein neues zu errichten, den Trakt aus den 60er Jahren abzureißen und ein neues Außengelände zu gestalten. Ebenfalls bei dem symbolischen Startschuss zum Spaten griffen die Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl, Bürgermeister Thomas Brunner, Schulleiterin Cornelia Anthes und Architekt Ferdinand Heide.

„Es braucht immer zwei, die an einem Strang ziehen“, sagte Anita Schneider und dankte zugleich der Gemeinde Wettenberg. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung der Maßnahme: „Wir müssen in Bildung investieren und dazu gehört auch eine gesunde Schullandschaft. Das ist unsere Ressource, die wir haben.“ Als Dezernentin für Denkmalschutz freue sie sich besonders auch darüber, dass das alte Gebäude für den Unterricht erhalten bleibe. „Das ist auch für das Ortsbild wichtig“, betonte die Landrätin. Glücklicherweise habe Wettenberg keine Nachwuchssorgen: „Die Schülerzahlen sind konstant und wir werden auch Zuwanderung haben.“

Zum Auftakt der Bau- und Sanierungsmaßnahme werden der Verbindungsgang und der darin enthaltene Toiletten-Trakt abgerissen. Im Anschluss entsteht der neue Schulbau auf dem westlichen Grundstück und wird das denkmalgeschützte Gebäude saniert und umgestaltet. Dafür wird ein zweigeschossiger, L-förmiger Neubau im rückwärtigen Bereich so an das denkmalgeschützte Hauptgebäude angebaut, dass ein räumlich gefasster Schulhof entsteht. „Der Landkreis Gießen wird dafür insgesamt knapp 6,7 Millionen Euro investieren“, berichtet Christiane Schmahl.

Zur Gestaltung hatte sie vor zwei Jahren einen Architektenwettbewerb umsetzen lassen. „Das war eine sehr positive Erfahrung, wir haben das garantiert nicht zum letzten Mal gemacht“, sagt Christiane Schmahl. Gewonnen hatte ihn Ferdinand Heide aus Frankfurt. Das Konzept seines Architekturbüros sieht vor, die acht Klassenräume sowie das Sekretariat der Grundschule überwiegend in der ehemaligen Georg-Kerschensteiner-Schule unterzubringen und die weiteren erforderlichen Räume in einem Neubau zu realisieren.

Im Neubau ist eine Mensa zur Essensverpflegung der Schüler- und Schülerinnen geplant. Dieser Raum dient gleichzeitig als Aula für Versammlungen und Veranstaltungen und öffnet sich im Westen zur Terrasse und dem vorgelagerten Garten. Der Neubau wird in Massivbauweise in Passivhausstandard errichtet. Die Lüftungsanlage wird mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung ausgestattet.

Der Umzug in die neu hergerichteten Gebäude ist für Mitte 2017 geplant. Erst dann können der Abbruch der alten Grundschule sowie die abschließenden Arbeiten an den Außenanlagen erfolgen. Die gesamte Maßnahme soll Ende 2017 fertiggestellt sein.

„Es war eine wunderschöne Aufgabe, an dem Wettbewerb teilzunehmen“, erinnert sich Ferdinand Heide. Es sei aber auch eine wunderschöne Aufgabe, eine schöne Schule bauen zu dürfen. „Es geht darum, dass die Schule optimal genutzt werden kann“, erklärt der Architekt weiter. Aus der Schule solle ein attraktiver, lebendiger Ort in der Gemeinde werden.

Bürgermeister Thomas Brunner sieht die fertige Schule gedanklich schon vor sich: „Dies wird am Ende ein echter Gewinn für den Ortsteil.“ Der erstmals vom Landkreis umgesetzte Architekturwettbewerb hatte Vorbildfunktion: „Wir haben uns davon anstecken lassen“, sagt der Bürgermeister. Eine Kindertagesstätte wurde danach auf diese Weise ausgeschrieben.

„Ich hoffe, dass Sie im Kopf behalten, wofür das alles gemacht wird“, sagte Christiane Schmahl zum Auftakt der Baumaßnahme. Damit gemeint sind die Begleitumstände eines solchen Projektes mit Staub und Baulärm. Schulleiterin Cornelia Anthes spontane Reaktion: „Wir werden es stemmen, da bin ich mir sicher.“ Seit neun Jahren begleitet sie die Planungen. Deshalb sehe sie den Veränderungen positiv entgegen. Denn: „Endlich ist es so weit.“

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