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Tempo 30 Wahlkrampf Thema.

Gießen | Wahlprogramm der Grünen, Tempo 30 zur »innerstädtischen Regelgeschwindigkeit« zu machen.
“Verkehrsexpertin” Bettina Speiser erklärte in der Giessener Allgemeine:
„Ein stetiger Verkehrsfluss mit 30 km/h sei auch für den Kraftstoffverbrauch besser als »Stop-and-go mit 50«".

http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Gruene-Brandplatz-kein-Parkplatz-mehr-_arid,599800_regid,1_puid,1_pageid,113.html

Schön geplant aber auch durchsetzbar?
Um einen stetigen Verkehrsfluss zu erhalten, müsste erstmal das größte Hindernis beseitigt werden, nämlich die Fußgänger.
Als erster Schritt müssten viele neue Unter oder Überführungen gebaut werden.
Dummerweise hat man erst in der Ostanlage die Unterführung zugeschüttet.

Außerdem müsste das Gesamte Stadtgebiet zu Zone 30 ernannt werden und nicht nur die Innenstadt.
Es nutzt nichts wenn Fahrzeuge mit 50 Km/h auf den Anlagenring zu fahren um sie dann dort auf die Strassen mit einen stetigen Verkehrsfluss mit 30km/h zu verteilen.
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Nur auf den Anlagenring gibt es schon etwa 14 Ampeln an Kreuzungen mit Fußgängerampeln.
Wie es gehen könnte hat man uns schon mal in der Eichgärtenallee gezeigt, ein stetiger Verkehrsfluss mit Tempo 30 und rechts vor links Stadtauswärts.
Also Stop- and- go mit 30!!
Es gab schon früher versuche mit der “ grünen Welle”, hat auch teilweise funktioniert.
Da mussten sich die Autofahrer an sich ständig wechselnde Geschwindigkeit halten.
Verbraucht ein Auto das 3km mit Tempo 30 fährt wirklich weniger als ein Auto das die selbe strecke mit Tempo 50 fährt?
Egal es wird immer ein Stop and go geben, während dem Stop ist der Verbrauch auf jedenfalls gleich.
Ein Stop and go mit 30km/h kann die Lösung nicht sein.
Ob der Verbrauch dadurch gesenkt werden kann ist fraglich.
Für eine Stadt wie Giessen mit den vielen Strassen die in die Stadt hinein oder heraus führen wohl kaum machbar.
Alle 300 bis 500 Meter eine Ampel und den vielen Straßeneinmündungen und nicht zu vergessen die vielen Fußgänger die ja auch über die Straße wollen, ist dieses Vorhaben nicht sehr glaubwürdig.
Dieser Teil vom Wahlprogramm werden die Grünen nicht erfüllen können.

Kommentare zum Beitrag

Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.10.2015 um 10:01 Uhr
Alle, die mit Tempo 30 fahren, halten sich länger in der Stadt auf.
Peter Baier
10.322
Peter Baier aus Gießen schrieb am 26.10.2015 um 22:03 Uhr
Michael, natürlich halten sich die Fahrzeuge dadurch in der Stadt länger auf, ob der Kraftstoff verbrauch dadurch weniger wird ist fraglich.
Es wäre zu klären ob ein Fahrzeug das mit 30Km/h durch die Stadt fährt, und fast doppelt so lange unterwegs ist, wirklich weniger Abgase verursacht, vielleicht sollte man mal bei VW den Abgasprofis nachfragen.

Herr Wilfried Bucher. vielleicht sollte man mal ein Versuch mit so einen Kreisverkehr wagen um zu lernen.
Dazu noch je ein kleines Elefanten- Klo über dem Kreisverkehr oder den Kreuzungen und man kommt den Wunsch nach einem stetigen Verkehrsfluss mit Tempo 30 näher, ganz schaffen wird man es nicht.

Es werden zur Zeit überwiegend nur hochwertige Wohnungen und Luxuswohnungen gebaut, das heißt die Stadt soll auf einen hohen Niveau wachsen, aber die Käufer sollen am besten mit den Fahrrad kommen.
Man sollte sich entscheiden was man eigentlich will.
Es gibt Städte die haben das Rad eh den Kreis schon erfunden, Butzbach zum Beispiel, selbst Lollar hat Minimum 1 Kreisverkehr.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 27.10.2015 um 15:20 Uhr
In Frankfurt wird das auch getestet an noch größeren Straßen ich komme aber auch nicht auf die Idee Frankfurt mit Gießen zu vergleichen ebenso wenig wie Gießen mit Butzbach oder Lollar.
Die Gießener müssen das Ganze gar nicht beschließen.
Zurzeit wir ein EU Gesetz für alle Städte und Ortschaften geprüft. Der entsprechende Bericht wurde bereits am 27.09.2015 verabschiedet und gilt erstmal als Empfehlung. Man gibt den Städten damit einen gewissen Handlung Spielraum erleichtert aber die Umsetzung. Weiter ist der Bericht eingereicht worden als Gesetzesvorlage. Ziel ist es die innerörtlichen Verkehrstoten besonders Kinder bis zum Jahr 2020 um 30.000 Tote zu reduzieren.
Also machen es die Städte nicht Freiwillig und die Zahlen gehen nicht signifikant zurück wird das Ganze in 4 Jahren als Gesetz kommen. Deutschland hat übrigens keine Vetochance mehr trotz Auto Lobby. Tempo 30 wird wohl kommen.
Die Aufregung in Gießen gegenüber den Grünen dürfte dabei keine Rolle spielen.
Es betrifft auch die Länder mit viel Kreisverkehr wie Frankreich. Es geht um Unfallopfer.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 27.10.2015 um 17:15 Uhr
Steht so im Gesetzentwurf der EU ist nicht von mir also kann ich es Ihnen nicht beantworten. Es geht auch nicht um die Gesamtzahl sondern 30.000 reduzieren. Jetzt müsste man mal recherchieren wie hoch die Gesamtzahl ist.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 27.10.2015 um 17:26 Uhr
wenn ich ich es richtig gelesen habe handelt es sich um etwa 50.000 Verkehrstote laut dem EU-Bericht und diese sollen bis 2020 auf 20.000 reduziert werden. Das hat man übrigens schon 2011 angeschoben.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 27.10.2015 um 19:14 Uhr
Papier ist geduldig.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 27.10.2015 um 22:26 Uhr
Um den Autoverkehr zu reduzieren, müsste der Nahverkehr mit Bus und Zug den Bedürfnissen der Menschen - Arbeiter, Studenten, u.a. - angepast werden.
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.10.2015 um 08:56 Uhr
Die Stadt soll erst einmal dafür sorge, dass in den jetzigen 30iger Zonen auch Tempo 30 gefahren wird. Ich kann über diese Diskussion nur noch lachen.
Ich wohne am Eingang, die Frankfurter Straße ist etwa 50 Meter entfernt und da wird munter mit Tempo 50 und schneller und zu jeder Tages und Nachtzeit durchgefahren. Die Schilder könnten eingespart werden. Das wäre der einzige Vorteil bei flächendeckenden Tempo 30. Da könnten jede Menge Schilder gespart werden. Man muss nur verkünden, Gießen totale Tempo 30 Zone;-))
Peter Baier
10.322
Peter Baier aus Gießen schrieb am 28.10.2015 um 16:05 Uhr
2.345 Nina Back aus Gießen schrieb am 27.10.2015 um 23:30 Uhr
„Und um diese Anpassung herzustellen, müssten schlaue Bürger das einfordern und deutlich ihren Wunsch nach Abkehr vom motorisierten Individualverkehr nehmen.
Es bringt nichts, wenn immer die eine Seite auf die andere wartet, dann wird sich nie etwas ändern“.

Warum sammeln Sie nicht einfach ein paar schlaue Bürger um sich um eine Anpassung einzufordern?
Sie geben nur Ratschläge warum nicht selber machen?
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.10.2015 um 17:45 Uhr
Wenn sie wie ich in einer Tempo-dreißig-Zone wohnen würde in der der permanent schneller gefahren wird, dann würde sie eventuell von ihrer Utopie Städte, d.h. hier im besonderen Gießen, wieder(was bedeutet wieder?) lebenswert zu machen.
Ich finde es so wie es ist voll ausgewogen. Straßen für Autos, Radwege für Radler(so sie denn diese benutzen), Gehwege und Fußgängerzonen für Fußgänger.
Ich weiß nicht was sie dauernd noch mehr will.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 28.10.2015 um 17:59 Uhr
Auto frei Herr Herold das ist der Wunsch einiger Menschen. Das ist doch legitim. Andere wollen nicht auf das Auto verzichten, andere versuchen wo es geht darauf zu verzichten. In großen Städten mit gut ausgebauten ÖPNV haben viele junge Leute gar keinen Führerschein mehr.
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.10.2015 um 20:31 Uhr
Ja aber ich fahre bei 30 Tempo vorgegeben auch 30. Also rege ich mich auf, dass immer weitere Zonen eingerichtet werden, Schilder aufgestellt werden und keiner hält sich daran.
Herr Büttel, es mag schon sein, dass viele junge Leute keinen Führerschein mehr haben. Bei den Preisen einfach nicht für jeden erschwinglich. Aber trotzdem lese ich fast jeden Tag von jungen Leuten die sich zu Tode fahren. 18 Jahre alt, den Führerschein ein paar Tage in der Tasche und schon ab 17 betreut gefahren.
Ich weiß von was ich rede, ich war auch mal jung. Habe mein Lehrgeld gezahlt und das erst ab 21.
H. Peter Herold
29.022
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.10.2015 um 21:25 Uhr
Das Autofahren hat per se nichts mit den Toten zu tun. Es sind die Menschen die in den Autos sitzen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Peter Baier

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Peter Baier
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