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Über Opladen nach Saarlouis

Zahlenmäßig nicht ganz, aber von der Lautstärke her klar in der Übermacht in Opladen: bei den Marburger Fans bedankten sich nach der Partie die Spielerinnen. (Foto: Marcus Richter)
Zahlenmäßig nicht ganz, aber von der Lautstärke her klar in der Übermacht in Opladen: bei den Marburger Fans bedankten sich nach der Partie die Spielerinnen. (Foto: Marcus Richter)
Gießen | Planet-Cards-DBBL-Pokal, 2. Runde: BBZ Opladen – BC Pharmaserv Marburg 50:69.

Nach einem ungefährdeten Auswärtssieg stehen die Marburger Erstliga-Basketballerinnen im Achtenfinale um den deutschen Pokal. Bei der Wiederauflage der Zweitrundenpartie aus dem Vorjahr beim Zweitligisten BBZ Opladen waren die ungeraden die besseren Spielabschnitte der Gäste.

Mit aggressiver Verteidigung ließ das Pharmaserv-Team den Gastgeberinnen phasenweise kaum Raum zum geordneten Spielaufbau. Die klare Überlegenheit im Rebound sorgte für klare Verhältnisse. Das erste Viertel ging mit 17:5 an den BC, das dritte mit 19:8.

Marburg agierte schon früh mit einer Zwölfer-Rotation. Das war nicht nur im Hinblick auf die Bundesligapartie am Samstag in Saarlouis nötig. Die Hälfte des BC-Teams lief mit einer Erkältung auf. Julia Gaudermann musste wegen Fiebers gar das Bett hüten. Dafür kam Jana Putz aus dem Regionalliga-Team zu ihren ersten 7:36 Spielminuten in der ersten Mannschaft.

Im zweiten Viertel ließen die Lahnstädterinnen etwas die Konzentration vermissen, was Trainer Patrick Unger mehrfach lautstark monierte. Auf 22:27 kam Opladen in der 16. Minute heran. Mit einem Endspurt und sieben Zählern in Folge stellten die Hessinnen aber bis zum Seitenwechsel beim 37:23 die Zeichen auf Sieg.

„In der Halbzeitpause gab es eine ordentliche Ansage und dann sind wir aufgewacht“, verriet Marburgs Übungsleiter. 13 Punkte in Serie nach Wiederbeginn entschieden die Begegnung endgültig. Nur einen Feldkorb erzielte die Mannschaft aus dem Leverkusener Stadtteil im dritten Abschnitt. Den Schlussakt gewannen die BBZler dagegen.

„Es war ein hartes Spiel gegen ein gutes Team, das bis zum Schluss nie aufgegeben hat“, sagte Unger. „Wir waren teilweise zu nervös und haben uns von einigen Gerangeln auf dem Feld anstecken lassen.“ Seine Schützlinge müssten lernen, in solchen Phasen geordneter zu agieren. Ein guter Test im Hinblick auf das „ganz wichtige Spiel“ gegen den Vizemeister am Samstag sei es gewesen, sagte der 32-Jährige. „In Saarlouis können wir sehr viel Aggressivität erwarten. Da müssen wir schlau spielen.“

Ein blaues Auge fing sich BC-Centerin Stephanie Lee bei einem Gerangel um den Ball im dritten Durchgang ein. „Das sollte aber für Samstag kein Problem sein. Wir hoffen, dass Julia Gaudermann dann auch wieder auflaufen kann“, sagte Marburgs Trainer.

Fun Fact: Das Comeback von Jenny Unger (geb. Brauer) in der ersten Mannschaft. Zwischen ihrem bislang letzten Einsatz und dem Pokalspiel lagen fünf Jahre und 181 Tage. Das ist in der Mannschafts-Historie die längste Zeitspanne, zwischen zwei Einsätzen – vor Julia Gaudermanns fünf Jahren und 153 Tagen.

Fail Fact: Marburg lässt sich zehn Mal den Ball klauen.

Statistik
Viertel: 5:17, 18:20, 8:19, 19:13.
Opladen: Colakoglu (n.e.), Happel 7 Punkte / 1 Dreier, Henning (n.e.), Krick 9, Marcus 5/1, Nettersheim 9, Prudent 4, Schüttler 5/1 (5 Rebounds), Simonis (n.e.), Weiß 1, Wolff 7, Worms 3.
Feldwürfe 31 Prozent (17/55), Freiw. 52 Prozent (13/25), Reb. 28 (def. 19), Turnovers 13, Assists 1 (?!), Steals 10, Blocks 1, Fouls 18.
Marburg: Baker 9/1, Benet 6 (5 Reb.), Greunke 13/1 (7 Reb.), Köppl 4, Lee 6, Putz, Schaake 2, Schwarzkopf, Thimm 7/1 (7 Reb.), Unger, Winterhoff 2, Yohn 20/2 (6 Reb.).
Feldw. 45 Prozent (25/55), Freiw. 93 Prozent (14/15), Reb. 40 (d. 29), TO 12, Ass. 1 (?!), St. 5, Bl. 3, Fouls 23.
Schiedsrichter: Möhn, Koudela-Zimmermann. Zuschauer: 60.



Planet-Cards-DBBL: TV Saarlouis Royals – BC Pharmaserv Marburg (Samstag, 19.30 Uhr, Stadtgartenhalle).

Ihre 500. Partie in der Bundesliga-Hauptrunde bestreitet die Marburger Mannschaft gegen einen standesgemäßen Gegner. Das Team aus dem Saarland ist dasjenige, gegen die die Hessinnen seit dem Wiederaufstieg 1992 am häufigsten antraten.

Die königlichen Vizemeisterinnen haben nach fünf Spieltagen drei Siege auf der Habenseite. Einen weniger als das Pharmaserv-Team. Das musste allerdings auch noch nicht gegen die beiden bislang ungeschlagenen Vertretungen aus Wasserburg und Keltern ran.

Die Vorbereitung auf die Partie war laut BC-Coach Patrick Unger nicht ganz so einfach, stand am Donnerstagabend noch die Pokalbegegnung in Opladen an (69:50-Sieg). Allerdings gilt für Saarlouis, die zeitgleich bei den Rhein-Main Baskets mit 89:60 durchsetzten, das gleiche.

Was der BC-Trainer über die Partie und den Gegner denkt, lesen Sie hier in „Fünf Fragen an Patrick Unger“:

Worauf liegt in dieser Trainingswoche der Fokus?
Patrick: Wir mussten uns ja irgendwie auf beide Mannschaften vorbereiten, Opladen und Saarlouis. Da wir durch das Pokalspiel auch noch weniger Zeit haben, versuchen wir einfach unsere momentanen Schwächen, darunter das Rebounding in den Fokus zu rücken.

Saarlouis hatte bislang sehr wechselhafte Ergebnisse. Was sagt dir das?
Patrick: Dass sie unberechenbar sind! Sie können dich halt abschießen an einem guten Tag, genauso aber an einem schlechten Tag es sehr schwer haben.

Welche Stärken hast du bei Saarlouis ausgemacht?
Patrick: Sie spielen unwahrscheinlich schnell und smart im Setplay. Sie wissen, wie sie wen einsetzen wollen und sind sehr diszipliniert gecoacht. Sie haben sehr gute Schützen von außen, wie Kimberly Pohlmann und Angela Tisdale. Außerdem spielen sie sehr aggressiv.

Auf welche Schlüsselspielerinnen müsst ihr achten?
Patrick: Sie haben ein sehr starkes Kollektiv. Mit Stina Barnert, Sabine Niedola, Amanda Dowe, Corinne Costa sowie Pohlmann und Tisdale haben sie schon genügend gute Spielerinnen. Sie können fast alle ausnahmslos gut werfen und denken auch nicht viel darüber nach.

Was erwartest du am Samstag von deinen Spielerinnen?
Patrick: Wir müssen von Anfang an mit Emotionen da sein! Wir können es uns einfach nicht leisten, ohne Emotionen in unser Spiel zu gehen. Wenn wir das schaffen, dann haben wir eine Chance. Wir müssen smart verteidigen und offensiv unser Vertrauen behalten.

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von:  Marcus Richter

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Marcus Richter
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