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Weltmeisterschaft verleiht Rugbysport Aufwind

Gießen | Samstagnachmittag 15.30 Uhr in Deutschland: In der gesamten Republik rollt der Ball, genauer gesagt, der Fußball. Der Sport der Deutschen dominiert nicht nur das Sportangebot in unserem Land, auch wirft er seinen Schatten über die unzähligen Randsportarten, welche meist nur auf Amateurniveau co – existieren. Wundersamer weise gerät besonders der Rugbysport schnell in Vergessenheit. Dabei gab es mit dem Heidelberger Ruderklub von 1872 den ersten Rugbyverein bereits lange vor den meisten etablierten Fußballclubs. Es war schließlich der Zweite Weltkrieg, der den aus England stammenden Sport nachhaltig aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwinden ließ. Heute ist Rugby nach wie vor eine Randsportart, gespielt von Amateuren. Doch selbst unser Fußballverliebtes Land kann sich den Reizen dieses harten Spieles nicht ganz entziehen. Während in unserem Nachbarland Frankreich Rugby und Fußball sich das Prädikat des Volkssportes teilen, werden auch immer mehr Deutsche auf das Spiel mit dem merkwürdigen Ball aufmerksam. Nicht zuletzt durch die momentan stattfindende Weltmeisterschaft in England schafft es der Sport endlich
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einmal wieder auf die Sportseiten der großen Zeitungen. Und auch die Live – Übertragungen im Fernsehen tragen ihren Anteil dazu bei, dass viele junge Männer und Frauen in den letzten Wochen ihren Freunden und Familien die Regeln des Rugby erklären müssen. Dabei sind die Grundsätze des Spieles schnell erklärt: Zwei Mannschaften mit jeweils 15 Spielern stehen sich auf einem Platz, von der Größe her meist identisch mit einem Fußballplatz, gegenüber und versuchen das Spielgerät in die gegnerische Endzone zu tragen. So weit, so einfach. Für verdutzte Gesichter sorgt aber vor allem die Regel, dass der Ball nicht nach vorne gepasst werden darf. Damit wird sichergestellt, dass der Ball nur mit dem Spieler den Raum überbrückt. Da jede Mannschaft natürlich ihre Endzone verteidigen will, muss der Balltragende Gegner so schnell wie möglich gestoppt und am Raumgewinn gehindert werden. Dies ist mit den sogenannten Tackels im Rugby möglich, wobei der Verteidiger den Angreifer zu Boden bringt. Gelingt dies nicht und der Angreifer kann in die gegnerische Endzone einlaufen und den Ball dort auf dem Boden ablegen, sichert er seiner Mannschaft damit 5 Punkte, die er mit einem anschließenden Kick durch die Stangen um 2 Punkte auf 7 Punkte erhöhen kann. Doch Rugby besteht aus sehr viel mehr und ist trotzdem schnell zu erlernen. Auch bei der Weltmeisterschaft sind die großartigen Eigenschaften dieses Sports und der Spieler wieder zu sehen: Leidenschaft, Respekt und Fairness. Eines hat Rugby sicherlich verdient: Einen Blick darauf. Trotz des niedrigen Bekanntheitsgrades wird auch in Deutschland Woche für Woche trainiert und gespielt. Und hier werden zu jeder Zeit neue Spieler gesucht, egal welche Statur, oder welcher Vorkenntnisse. Das Interesse an hartem, ehrlichem Teamsport ist die einzige Voraussetzung. Und die Möglichkeiten sind da: In Gießen besteht der Rugbyclub seit 2001, spielt in der Regionalliga Hessen und freut sich über neue Mitspieler. Training ist für jedermann offen, benötigt werden zunächst einmal nur normale Stollenschuhe und Kleidung, die nicht zu sehr ans Herz des Inhabers gewachsen sein sollte. Termine sind montags und donnerstags jeweils 20.30 Uhr bis 22.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in der Grünbergerstraße, direkt neben der Pizza Mouse. Darüber hinaus gibt es für Studenten noch die Möglichkeit dienstags das Uni – Training zu besuchen, das sich besonders an Anfänger richtet. Trainiert wird um 18.30 Uhr auf dem Kunstrasen am Kugelberg.

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von:  Jan Bernecke

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