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Reaktionen zur verschwörerischen ‚Grünen-Sitzung’ in Biebertal

von Ulrich Grügeram 07.10.20151335 mal gelesen1 Kommentar
Foto: Protest-DEMO von Biebertaler Bürgern vor dem Tagungsort der Grünen-Sitzung die den Veranstaltern, nicht den Gästen galt!
Foto: Protest-DEMO von Biebertaler Bürgern vor dem Tagungsort der Grünen-Sitzung die den Veranstaltern, nicht den Gästen galt!
Gießen | Das Presseecho nach: „Konspiratives Symposium der ‚Grünen’ in Biebertal“, (mein vorheriger GZ-Beitrag, vom 22.09.2015 http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/106516/konspiratives-symposium-der-gruenen-in-biebertal/), war bemerkenswert, aus Sicht GG, Art. 20 – Demokratie. Gegen jenes politische Prinzip verstießen die Grünen ganz bewusst und bekamen dafür die Quittung vieler Menschen in Biebertal, die mit derartiger Politik keineswegs einverstanden waren!
Die Protest-DEMO von Biebertaler Bürgern vor dem Tagungsort der Grünen-Sitzung, galt ausschließlich den Veranstaltern, nicht den eingeladenen Gästen, von denen ohnehin viele nicht kamen.
An dieser Stelle darf ich zwei Leserbriefe wiedergeben, die zuvor in den bekannten Gießener Zeitungen veröffentlicht wurden und zu denen mir dankenswerterweise die Autoren ihr freundliches Einverständnis gaben.
Jeder darf gespannt sein, welche weiteren Konsequenzen das unangemessene Verhalten der Biebertaler Grünen in der nächsten Zeit haben wird!

Artikel 1: Wer öffentlichen Dialog verweigert, verliert sein Mandat
(zum Artikel „Menschenverachtend“ vom 28. September.)

Die Biebertaler „Grünen“ führten ihre Veranstaltung zur Windkraft mit geladenen Gästen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Bürgerinitiative durch. Das quittierten die Bürger mit lautstarkem Protest, wobei offenbar wurde, dass die Anzahl der protestierenden vor der Tür die Anzahl der Besucher im Saal um ein Vielfaches überstieg.
Auf zwei Bürgerversammlungen kniffen die „Grünen“ vor dem öffentlichen Dialog, als deutlich wurde, dass der Ausbau der Windindustrie in Schwachwindlagen in und um Biebertal ökonomischer und ökologischer Unsinn ist. Auch der Investor „VolksWind“ taucht unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der BI vor circa 20 geladenen Gästen in der Märchenstunde der „Grünen“ auf, obwohl man für hunderte Interessierte in den Bürgerversammlungen keine Zeit hatte. „VolksWind“ fürchtet die Konfrontation mit der Wahrheit: es fehlt an Wind! Wer bei „VolksWind“ den Betrug von V und W assoziiert, liegt richtig.
Wer, wie die „Grünen“ als Partei, den öffentlichen Dialog mit den Bürgern verweigert, verliert sein politisches Mandat. Wer dabei, wie viele der „Grünen“, selbst als Anleger, Aktionär oder Projektierer in der Windindustrie eigenen Profitinteressen verfolgt, kann sich auch nicht auf ein Gewissen berufen. Wer aus Angst um Windkraftbeteiligungen vor dem Platzen der Windspekulationsblase noch schnell seine egoistischen Ziele unter dem Deckmantel des Klimaschutzes durchzudrücken versucht - auf Kosten von Biebertaler Menschen und Natur - hat in der Politik nichts zu suchen.
Michael Krenz, Biebertal (erschienen in Gießener Anzeiger 30.9.2015)


Artikel 2: Verantwortungsvoller Umgang mit der Aufgabe
(zum Artikel „Menschenverachtend“ vom 28. September.)

Eine Veranstaltung der Grünen in Biebertal erhitzt die Gemüter. Gemeindevertreter und „ausgewählte Vereine“ wurden zur „Information- und Diskussionsveranstaltung Windkraft in Biebertal“ geladen. Und man glaubt es kaum: Auch die Firma „VolksWind“ schickt einen Vertreter, nachdem sie der Einladung zur öffentlichen Bürgerversammlung der Gemeinde nicht gefolgt ist. Für die Rückmeldung zu der Veranstaltung war übrigens die Telefonnummer eines Ortsansässigen Projektierer solcher Anlagen angegeben.
Wieso also jetzt diese Veranstaltung? - Warum wählt man nicht den Weg die Veranstaltung öffentlich zu machen und stellt sich den Fragen aller Biebertaler Bürger? Die Frage ist einfach zu beantworten: Die Gemeindevertreter sollen wieder „auf Spur“ gebracht werden! Die Grünen merken, dass die Gemeindevertreter aller anderen Fraktionen den Bau der Windkraftanlagen sehr kritisch hinterfragen und einige Anforderungen zur Umsetzung formulieren, wie zum Beispiel, dass der Mindestabstand der Windenergieanlagen zu allen von Menschen dauerhaft bewohnten Gebäuden auf 1000 m festgesetzt werden soll. Sie hinterfragen die Wirtschaftlichkeit in dem windschwachen Gebiet, wollen keine Umzingelung von Königsberg, stellen bewusst kritische Fragen zum Natur- und Wasserschutz in Biebertal und machen sich Gedanken über Gesundheit und Lebensqualität der Biebertaler Bürger. Hierfür möchte ich und meine Familie uns herzlich bei den Gemeindevertretern bedanken, die zeigen, dass sie verantwortungsvoll mit ihrer Aufgabe umgehen.
Carina Jung, Biebertal (erschienen in Gießener Anzeiger und Gießener Allgemeine 30.9.2015)

Kleiner Nachtrag:

Die genannte Firma „Volkswind“ wurde erst kürzlich vom schweizer Atomkonzern Axpo aufgekauft. Dafür war Axpo bereit massiv „über Markt“ zu bezahlen, was zu einem Hochrisikofaktor für die Nordostschweizer Kantone führte, schrieb die schweizer Presse.
Die Siegener Zeitung fragte bereits im Mai bei der Firma „Volkswind“ nach Datenoffenlegung an. Ihren Artikel übertitelte sie: „Firma Volkswind schweigt zur Untersuchung - Windkraft: Daten bleiben geheim“.
http://www.siegener-zeitung.de/siegener-zeitung/Windkraft-Daten-bleiben-geheim-54ee8bd7-3e5e-4bf6-92ff-c928832f0af4-ds
Warum wohl diese ganze Geheimnistuerei?
Ulrich Grüger

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.651
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 08.10.2015 um 08:35 Uhr
Danke Frau Back für die Einstellung des Links mit der Stellungnahme der Gegenseite.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ulrich Grüger

von:  Ulrich Grüger

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