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Listenkandidierende für die Kommunalwahlen 2016 gesucht

Gießen | Wer möchte, dass die Piraten auch dieses Mal wieder bei den Wahlen für den Kreistag und die Stadtverordnetenversammlung Gießen auf dem Wahlzettel stehen, kann uns dabei helfen.

Nach aktuellem Stand haben wir für den Kreis 19 von 27 und für die Stadt erst 6 von 20 Kandidierenden.

Wir suchen also noch Menschen, die unsere Wahllisten verstärken.

Dazu muss man nur 18 Jahre alt sein, seit mindestens dem 6. September 2015 im Kreis und / oder in der Stadt wohnhaft sein und zwei Formulare ausfüllen (Wählbarkeitsbescheinigung und Zustimmungserklärung). Beide Formulare können notfalls nach der Aufstellungsversammlung noch nachgereicht werden. Eine Parteimitgliedschaft ist nicht notwendig.

Dieser Aufruf ist aufgrund des Wahlsystems nötig, da es eine gewisse Mindestlänge der Listen braucht, um beim Listenkreuz die volle Stimmzahl zu erhalten.

Die Aufstellungsversammlungen finden am Sonntag, den 11.10. im Versailleszimmer der Kongresshalle Gießen (Berliner Platz 2) ab 14 Uhr statt.

Für Rückfragen oder Kandidaturen steht der Kreisvorstand zur Verfügung:
http://www.piraten-giessen.de/vorstand

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 08.10.2015 um 08:44 Uhr
Herr Praschak

Dieser Artikel erstaunt mich. Ich bin bekanntlich gegen Parteien (sie sind ja auch eine ....) aber ich befürworte schon, dass Nichtparteimitglieder (und das sind ja Parteigegener auf alle Fälle) auf Listen von Parteien kandidieren können. So kann auf langer Sicht die Herrschaft der Parteiapparate gekippt werden.

Aber so ganz öffentlich aufzufordern "kommt Alle die ihr wollt ...." das halte ich nicht für den richtigen Weg. Da dürften Absahner, Querulanten, Profilneurotiker usw. sich durchaus angesprochen fühlen. Ob das hilfreich ist bezweifle ich ,denn es geht doch nach der Wahl die Inhalte des Wahlprogramms im Parlament durchzusetzen (bzw. es zu versuchen). Dafür werden schon Menschen gebraucht die nur hinter den Inhalten stehen und keinerlei andere Interessen mit dem Status Stadtverordneter bzw. Kreistagsabgeordneter verbinden.
Sascha Endlicher, M.A.
404
Sascha Endlicher, M.A. aus Fernwald schrieb am 08.10.2015 um 12:34 Uhr
Herr Wagner,

die Piraten in Gießen haben ihre Lehren aus der Vergangenheit gezogen. Wir hörten in der Vergangenheit oft genug und zurecht: "Wer in alle Richtungen offen ist, kann nicht ganz dicht sein."

Wir erhoffen uns, in Fraktionsstärke in die beiden Parlamente einziehen zu können, d.h. unsere bisherige Mandatszahl von je zwei Mandatsträgern zu verteidigen, so dass wir die in den letzten Jahren andernorts bereits erprobten Konzepte in Form von OpenAntrag usw auch in Gießen an den Start bringen können. Um aber überhaupt eine Chance auf eine volle Gewichtung der Stimmen zu erhalten, sind leider 20 bzw. 27 Kandidierende notwendig. Wir benötigen also nicht 20 bzw. 27 Kandidierende, die unser Wahlprogramm auswendig gelernt haben und auf Anruf nachts um drei wiedergeben können, sondern wir benötigen noch zusätzliche Unterstützer, um die Listen aufzufüllen. Darüber hinaus freuen wir uns aber über jeden Menschen, der selbst denkt. Mittlerweile sind unsere Sinne ganz gut geschult, um die von Ihnen genannten Absahnen, Querulanten, Profilneurotiker auszumustern.
H. Peter Herold
29.029
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.10.2015 um 18:58 Uhr
Was wird das so für eine Person bezahlt die sich meldet um auf der Liste der Piraten zu kandidieren, denn einen Vorteil muss man doch haben.
H. Peter Herold
29.029
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.10.2015 um 19:23 Uhr
Auch scharf aufs Geld?
H. Peter Herold
29.029
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.10.2015 um 22:01 Uhr
Monopoly. Dafür ist keine zu alt ;-))
H. Peter Herold
29.029
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.10.2015 um 22:06 Uhr
Kennen Sie das Spiel? Also warum dann mit dem Thema nichts zu tun?
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 09.10.2015 um 07:59 Uhr
Danke Herr Emdlicher ....

..... ich habe das jetzt erst verstanden. (Stehe halt manchmal "auf dem Schlauch").

Sie suchen also keine "echten Kandidaten" die in der nach der Wahl zu bildenden Fraktionsgemeinschaft (Mandatsträger und die Unterstützer aus dem politschen Umfeld) aktiv mitarbeiten müssen, sondern lediglich Leute, die die Liste "vollmachen", damit (wegen den Wahlgesetzen) eine für ihre Liste gegebene Wahlstimme "voll zur Geltung kommt". Offensichtlich reicht es ihnen, wenn dann die in die Parlamente gewählten Personen die Politik machen, also - natürlich wäre es anders schön muss es aber nicht - die "Zählkandidaten" inaktiv bleiben können.

Ich will nicht polemisch werden aber mir drängt sich die Reaktion "Auf so eine Idee muss mann / frau erst einmal kommen" auf.

Von den Rechten wird alle naselang behauptet, dass auf linken Demonstrationen gekaufte Demonstranten mitmarschieren. Ich habe das nie geglaubt. Aber vielleicht ist da doch was dran.

Denn - Peter H. kombiniert da doch logisch - warum soll so ein "Zählkandidat" nicht sagen: Mache ich, aber dafür will ich einen ...... Schein bar auf die Hand und ohne Quittung. (Das Geld lässt sich ja locker von den Entschädigungssummen eines bestellten Abgeordneten abzweigen.)
H. Peter Herold
29.029
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.10.2015 um 08:27 Uhr
Danke Martin, das ist die richtige Begründung. Mit solchen Kommentaren kann ich leben.
Warum solle etwas was anscheinend in der großen Politik gang und gäbe ist, nicht auch im kleinen funktionieren?
Kurt Wirth
3.095
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 09.10.2015 um 10:59 Uhr
Ich verstehe die bisherige Diskussion insofern nicht ganz, als das hessische Kommunalwahlrecht spätestens seit 1999 auch Kumulieren, Panaschieren und Streichungen zuläßt, und nicht nur die bloße Listenwahl. Insofern steht durchaus nicht von vornherein fest, welche der aufgestellten Kandidaten nach der Wahl im Stadtparlament sitzen. Und insofern kann man sich mit solch einem Aufruf wie im obigen Beitrag u.U. auch "ein faules Ei" legen. Es ist zwar davon auszugehen, daß viele Menschen aus Bequemlichkeit die Listenwahl bevorzugen, aber gerade bei "fundamentaloppositionellen" Kräften (vormals Grüne, Linke, aus Bürgerinitiativen hervorgegangene Wählergemeinschaften u.ä.) wird doch mehr auf die einzelnen Personen geschaut. Diese Kräfte haben auch oft den Anspruch, nicht reine Stellvertreterpolitik zu betreiben, sondern ihre Wählerschaft laufend in den künftigen Diskussionsprozeß einzubeziehen. Das meine ich nun natürlich sehr allgemein, wie das in der Vergangenheit in Gießen funktioniert hat, sei dahingestellt.
Ralf Praschak
926
Ralf Praschak aus Gießen schrieb am 09.10.2015 um 11:10 Uhr
Ahoi,
sofern wir bei der Wahl dabei sind, wird es sich realistischer Weise am Ende um 1-2 Mandate gehen .

Um aber erst Mal zu diesem Punkt zu gelangen, braucht es halt leider eine entsprechend lange Liste.

Und wir würden dies eigentlich gerne schaffen, um dann als Proxy (Stellvertreter) fungieren zu können und das Antrags- und Anfragerecht an Einwohnende weiterzureichen - u.a. mit dem Angebot durch OpenAntrag, was schon in diversen hess. kommunalen Parlamenten durch die Piraten angeboten wird:
http://openantrag.de/

Natürlich würden wir auch unsere eigenen Themen einbringen wollen - was eben die Bürgerbeteiligung und die Transparenz mit einschließt.
Ralf Praschak
926
Ralf Praschak aus Gießen schrieb am 09.10.2015 um 13:49 Uhr
Zum Glück haben Piraten bedingt durch das Online-Trolltum diverse Erfahrungen in diesem Bereich.

Und dazwischen steht ja auch noch die Aufstellungsversammlung, inkl. Vorstellung der Kandidierenden und Wahl der Reihenfolge, etc.
Sascha Endlicher, M.A.
404
Sascha Endlicher, M.A. aus Fernwald schrieb am 09.10.2015 um 15:56 Uhr
Um schließlich noch die Frage nach Geld oder Anerkennung zu beantworten: Es gibt bestenfalls einen feuchten Händedruck des Vorstands. Man muss schon ein wenig idealistisch angehaucht sein, um für eine kleine Partei ins Rennen zu gehen.
Ralf Praschak
926
Ralf Praschak aus Gießen schrieb am 09.10.2015 um 15:59 Uhr
Für Ru(h)m und Ehre ;)

Außerdem ist es halt auch ein Stück weit Demokratie und Listenplätze gegen irgendeine Bedingung anzubieten, ist mindestens moralisch fragwürdig, wenn nicht sogar strafrechtlich relevant.
Kurt Wirth
3.095
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 09.10.2015 um 17:49 Uhr
Ich muß da doch noch mal bei den "Listenplätzen" einhaken: Bei der letzten Kommunalwahl in Bayern erzielte ein Bewerber in Kempten, der sich bei den "Freien Wählern" auf den letzten Platz der Liste setzen ließ und eigentlich gar nicht ins Stadtparlament einziehen wollte, die meisten Stimmen aller Bewerber auf allen Listen überhaupt, wurde sog. Stimmenkönig.
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.10.2015 um 08:04 Uhr
Genau Herr Wirth so ist das. Bei bestimmten Listen ist es allgemein bekannt, wer von der Liste dann ins Parlament kommt (wenn die Liste überhaupt rein kommt). Dabei spielt es kaum eine Rolle,wo die betreffende Person auf der Liste steht. Da geht es meist nur darum, ob die "bekannten Gesichter" überhaupt auf der Liste steht. Wähler von nicht dem herrschenden Block angehörenden Listen sind in der Regel sehr kritische Leute. Die schauen sich vor der Wahl die Listen an (spätestens im Wahlraum) und machen ihr Kreuz und / oder bei der Liste bzw. bei ihrem Favourit(en).

Gerüchteweise ist zu hören (die Listenaufstellung steht ja noch bevor), dass zum Beispiel bei der Liste der vereinigten Linken in Giessen zwei weit über 70 Jahre alte Mitbürger wieder kandidieren werden. Beide sind seit Jahrzehnten politisch aktiv. Egal wo die auf der Liste stehen, da haben Jüngere überhaupt keine Chance.

Mein persönlicher Tipp (ich gehe davon aus, dass die Liste mehr als Leute durch bekommt) für den "Dritten Platz": Ein Mitbürger, welcher aus der Zivilgesellschaft sehr bekannt ist. (Platz 4: ein aktiver Gewerkschaftler).

Übrigens ich habe die zwei "weit über 70 Jährigen" angesprochen, dass sie doch wegen dieser bekannten Mechanismen auf ihre Kandidatur verzichten sollen / können. Pustekuchen, die wollen offensichtlich "tot im Parlament" * zusammenbrechen.

Naja, vielleicht bekommt die Liste ja mehr als 2 Leute durch, dann haben zumindest ein, zwei, drei ..... Junge eine Chance sich in die durchaus nicht so einfachen parlamentarischen Gepflogenheiten einzuarbeiten.

* Anektode so am Rande: Als Kind habe ich erlebt (erleben müssen), dass das wirklich ganz wörtlich zu nehmen ist. Es gibt halt so Menschen, die glauben sich diesem Weg in den Status "unvergessen" aufsteigen zu können. Da hat es ein Priester am Altar nur deswegen "nicht geschafft", weil ein Arzt im Gottesdienst war.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 10.10.2015 um 13:31 Uhr
Der Tod im Parlament ist ein ehrenvoller Tod. Freund und Feind verneigen sich. Danke für den Tipp, Martin.
Ralf Praschak
926
Ralf Praschak aus Gießen schrieb am 12.10.2015 um 15:42 Uhr
Nachtrag:
Wir haben es im ersten Anlauf nicht geschafft.
Stadt 7 von 20
Landkreis 21 von 27
Kurt Wirth
3.095
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 12.10.2015 um 21:08 Uhr
Auch "Wien ANDERS", ein Wahlbündnis aus KPÖ, Piraten, "Echt Grün" und Unabhängigen hat es nicht geschafft - also die Kandidatur schon, aber keinen Sitz im Parlament. Aber immerhin mindestens 5 Sitze in Bezirksvertretungen (das ist noch nicht alles ausgezählt).
Ralf Praschak
926
Ralf Praschak aus Gießen schrieb am 12.10.2015 um 21:12 Uhr
Ich würde auch lieber bei der Wahl scheitern, als schon bei der Aufstellung zu einer Wahl ...
Nicole Freeman
10.764
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 14.10.2015 um 07:05 Uhr
sind die piraten schon so am ende das sie die liste nicht mit eigenen leuten füllen können ?
Da frag ich mich ob die Partei überhaupt handlungsfähig ist.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Ralf Praschak

von:  Ralf Praschak

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