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Klimaschonende Wärme direkt ins Haus

Gießen | Eigentümer neuer oder umfassend sanierter Immobilien müssen heute bereits einen Teil des Wärmebedarfs mit regenerativ erzeugter Energie decken. So schreibt es das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz vor. Diese Pflicht erfüllen Bauherren auch, wenn sie sich für einen Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz entscheiden. Aus diesem Grund haben einige Kommunen im Landkreis Gießen ihre Neubaugebiete während der vergangenen Jahre von Beginn an mit Nahwärmenetzen ausstatten lassen – darunter auch die Stadt Hungen.
Im Neubaugebiet „Stümpfenweg“ haben die Stadtwerke Gießen (SWG) eine Heizzentrale errichtet und die Nahwärmeleitungen zu den insgesamt 37 Bauplätzen verlegt.
Projektleiter Christian Launhardt aus der Abteilung Wärmeversorgung bei den SWG erklärt: „Mit dem Nahwärmenetz schafft die Stadt Hungen die Voraussetzungen für eine klimaschonende und kostengünstige Energieversorgung der neuen Wohnhäuser hier vor Ort.“

Wärme und Strom gleichzeitig
Herzstück der Anlage ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer thermischen Leistung von 36 Kilowatt (kW) und einer elektrischen Leistung von 20 kW. Da
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das BHKW nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) funktioniert, erzeugt es gleichzeitig Wärme und Strom. „Gegenüber der getrennten Wärme- und Stromproduktion handelt es sich bei der KWK um eine effiziente und klimaschonende Versorgungslösung.“ In Kombination mit dem Wärmenetz reduziert die Anlage in Hungen den Brennstoffbedarf um etwa 30 Prozent im Vergleich zur getrennten Strom- und Wärmeproduktion – und den CO2-Ausstoß um etwa 40 Tonnen pro Jahr. Während die Heizenergie direkt vor Ort im Neubaugebiet verbraucht wird, fließt der KWK-Strom ins öffentliche Netz.
Zu den Grundstücken gelangt das aufgeheizte Wasser aus der Heizzentrale über gut isolierte Rohre und per Hausübergabestationen in die Gebäude. Für die Hauseigentümer ergeben sich mehrere Vorteile: Sie müssen keine eigene Heizanlage installieren, wodurch sie viel Platz und mitunter eine Menge Geld sparen. Darüber hinaus entfallen sowohl die regelmäßig anstehenden Wartungsarbeiten an einem Heizkessel als auch die Kosten für den Schornsteinfeger.
Zu Spitzenlastzeiten – beispielsweise während der Morgenstunden im Winter – erhält das BHKW Unterstützung von zwei zusätzlichen Erdgas-Brennwertheizkesseln mit einer thermischen Leistung von jeweils 160 kW. Sie stellen sicher, dass zu jeder Zeit ausreichend klimaschonende und kostengünstige Wärme für alle künftigen Bewohner des Neubaugebiets zur Verfügung steht.

Alles zum Thema Nahwärme erfahren Interessierte von den Energieberatern im Kundenzentrum der Stadtwerke Gießen am Marktplatz – persönlich vor Ort oder telefonisch. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr, Telefon 0800 23 02 100

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Kommentare zum Beitrag

Marcus Link
495
Marcus Link aus Gießen schrieb am 07.10.2015 um 15:19 Uhr
Ich habe auch schon über ein mini Blockheizkraftwerk nachgedacht. Aber wie ist das mit Wartungskosten für das Gerät, im Vergleich zu normalen Brennwertgeräten? Also alles über allem. Rechnet es sich dann noch? Diese Rechnung, ungeschönt, würde ich gerne mal sehen.
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