Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

FDP: Verkehr muss fließen

Gießen | Kritik der Gießener Freidemokraten an Vorstoß des Magistrats zu weiteren 30er-Zonen

Nachdem der rot-grüne Magistrat der Stadt Gießen angekündigt hat, weitere 30er-Zonen in der Stadt einzurichten, kommt laute Kritik aus dem Lager der Freien Demokraten:

„Dem Tempo30-Wahn des Magistrats muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Die aktuelle Verkehrspolitik der Stadt Gießen beruht auf purer Ideologie und geht zum Leidwesen aller Beteiligten. Dabei setzen sich die Protagonisten ganz offensichtlich über geltendes Recht hinweg und verfolgen weiter ihre Strategie der flächendeckenden 30er-Zone und das völlig unabhängig von bestehenden oder nicht bestehenden Gefahrenlagen und der bereits des Öfteren erfolgten Intervention des Regierungspräsidiums. Statt neuer Planungen, sollte der rot-grüne Magistrat die Verfügungen des Regierungspräsidium besser umsetzen, statt sie zu ignorieren und sinnlose Widersprüche zu initieren“, führt der FDP-Ortsvorsitzende Frank Schulze aus.

Die Freien Demokraten fordern stattdessen eine ideologiefreie und rationale Verkehrspolitik.

„Dass bei besonderen Gefahrenlagen wie beispielsweise
Mehr über...
Verkehr (171)Magistrat (39)FDP (451)30-er Zone (5)
an Schulen oder in Wohngebieten solche Tempolimits ihren Zweck erfüllen, ist völlig richtig und wird auch von niemandem bestritten. Eine flächendeckende 30er-Zone ist dagegen nicht nur unrechtmäßig, sondern verfehlt auch ihren Nutzen. Gießen braucht eine Verkehrspolitik, die alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen berücksichtigt – den Fahrradfahrer genauso wie die Fußgänger und Autofahrer. Gerade Letztere stellen wohl in den Augen des Magistrats ein klares Feindbild dar und sollen offensichtlich aus der Stadt möglichst verbannt werden. Dem stellen wir uns klar entgegen. Ganz davon abgesehen, dass mit dem stockenden Verkehrsfluss auch enorme Umweltbelastungen verbunden sind, kann es nicht sein, dass es unmöglich wird, in kurzer Zeit mit dem Auto oder dem Stadtbus durch die Stadt zu kommen. Der Verkehr in Gießen muss fließen und darf nicht durch die katastrophale Ampelschaltung und weitere 30er-Zonen immer weiter abgewürgt werden“, fordert der stellvertretende Vorsitzende Dominik Erb abschließend.

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Verkehrswendeaktion am 7.9.2019
Offener Brief an Stadt Gießen: Verkehrswende-Aktive fordern Umwandlung von Auto- und Fahrradstraßen während Coronazeit
Der Text des offenen Briefs: Wir (Aktive aus...
Offener Brief des Bündnisses 2035Null an die Oberbürgermeisterin der Stadt Gießen
Eigentlich hätten am 28. April die Ergebnisse der internen...
Gießener Klimaschutzinitiativen fordern Handeln der Stadt
Die Stadtverordnetenversammlung Gießen stimmte im September 2019 dem...
Klimaaktionstage 2020: Gegen die „Politik der langen Bank“ des Gießener Magistrats
Im Mai 2019 wurde in Gießen die Kampagne 2035Null gestartet, die zum...
@ CDU/GRÜNE und FDP Hessen: Wann schaffen Sie die Ungerechtigkeit der utopischen Straßenbeiträge endlich ab?
Wiederkehrende Straßenbeiträge sind eine teure Scheinlösung
Keine gute Idee – das tote Pferd „Straßenbeitrag“ mittels teurer...
Das Glaubwürdigkeitsproblem der CDU
Im Faktenblatt „Straßenausbaubeiträge“ *) lesen wir: Welches...
Foto: Martin Kewald-Stapf
Jetzt aber schnell vom Gas

Kommentare zum Beitrag

Leider gibt es noch keine Kommentare zu diesem Artikel.
Schreiben Sie doch den ersten!

Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Frank Schulze

von:  Frank Schulze

offline
Interessensgebiet: Gießen
Frank Schulze
768
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Freie Demokraten Gießen beschließen Programm für die Kommunalwahl 2016.
Als „das beste Wahlprogramm, das wir je hatten“ bewertete Wolfgang...
Interkulturellen Dialog fördern – FDP-Landesvorsitzender Ruppert besucht Tür-kisch-Deutsche Gesundheitsstiftung e.V. in Gießen
Über die Arbeit der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung e. V....

Weitere Beiträge aus der Region

Stadtwerke Gießen ersetzen Seilhängeleuchten
Am 24. und 25. September demontieren die Stadtwerke Gießen in die...
Einsatz für Klimaschutz verstärken. NETZ und VENRO fordern: Entwicklungszusammenarbeit stärker unterstützen
Der deutsche Verband für Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe...
Der Vorstand: von links: Martina Heide-Ermel (Bi Sozialpsychiatrie e.V.), Amélie Methner (EX-IN Hessen e.V.), Horst Viehl (Lebenshilfewerk Marburg e.V.), Bernd Gökeler 1. Vorsitzender (DMSG Hessen e.V.), Jan-Eric Schulze (SHM e.V.), Wolfgang Urban stellve
„Der Anspruch auf Teilhabe ist ein Menschenrecht, der Weg dies für ALLE zu erreichen verlangt spürbare Veränderungen.“
Konstanz durch Veränderung bei der Beratung von Menschen mit...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.