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„Sprechen lernen“ in Kindergarten und Grundschule professionell fördern

Gießen | Alina lernt gleichzeitig zwei „Muttersprachen“, Michael spricht nur wenige Wörter und Lisa ist insgesamt sehr still. Wie können pädagogische Fachkräfte den Spracherwerb von Alina, Michael und Lisa gezielt fördern und damit den Erwartungen von Eltern und Bildungspolitik Rechnung tragen?

Fundierte Kompetenzen in diesem Bereich haben die sieben Teilnehmenden der Fortbildungsreihe des HESSENCAMPUS MITTELHESSEN „Inklusion – Sprache und Kommunikation in der inklusiven Kindertagesstätte und Grundschule“ im Laufe des vergangenen Jahres erworben. „Zentrale Themen waren Grundlagen der kindlichen Sprachentwicklung, diagnostische Verfahren, Fördermöglichkeiten im Berufsalltag der Pädagoginnen sowie Elternarbeit“, beschreibt Prof. Susanne van Minnen, die gemeinsam mit Inge Holler-Zittlau (beide vom Lehrstuhl für Pädagogik bei Sprachbeeinträchtigungen der Justus-Liebig-Universität Gießen) die Fortbildung leitete. „Wichtig war uns bei der gemeinsamen Planung, dass an konkreten Praxisbeispielen angesetzt wird und darauf bezogen gemeinsam verschiedene Fördermöglichkeiten erarbeitet werden. Die neu erworbenen Kompetenzen kamen somit zeitnah in den Kindergärten und bei der eigentlichen Zielgruppe - den Kindern - an!“, sagte Cordula Schlichte, Programmbereichsleiterin der Kreisvolkshochschule.

Dies bestätigten auch die Teilnehmenden, die die Fortbildungsreihe im Rahmen der Zertifikatsübergabe als sehr positiv und äußerst hilfreich beschrieben. Eine Teilnehmerin schilderte: „Schon in den Gesprächen mit den Kindern beim gemeinsamen Mittagessen kann ich ganz einfach Gelerntes in die Praxis umsetzen, aber auch die Einzelfallförderung zeigte schnell Erfolge!“

Am anschließenden Fachgespräch mit Teilnehmenden, Fortbildungsleiterinnen und Mitarbeitern der Volkshochschule nahmen Kreisbeigeordneter Dirk Haas (Dezernent für Migration und interkulturelle Angelegenheiten im Landkreis Gießen), Karl Starzacher (Vorsitzender des Licher Bildungsbeirats und Finanzminister a.D.), Heidelies Bierbach-Müller (Hessische Lehrkräfteakademie), Ursula Häuser (Beirat Kreisvolkshochschule) sowie Mirjana Krolzik (HESSENCAMPUS MITTELHESSEN) teil. Die Runde betonte unisono die zentrale Bedeutung dieser Weiterbildung im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Auftrag, Qualität in der frühen Bildung für alle Kinder gleichermaßen zu gewährleisten. Es sei, so Dirk Haas „eine wichtige kommunale Aufgabe, in die Qualität der Kindertagesstätten als eine wesentliche Grundlage für späteren Bildungserfolg zu investieren“.

Landrätin Anita Schneider stimmte zu und sagte: „Bei der Erfüllung dieser Aufgabe „Bildung für alle“ zeigt die professionelle Zusammenarbeit zwischen der Justus-Liebig-Universität und der Kreisvolkshochschule gute Erfolge. Es wird zudem deutlich, dass der HESSENCAMPUS MITTELHESSEN funktioniert und Hochschulen, Schulen, Volkshochschulen und freie Träger eng und themenorientiert zusammenarbeiten.“


Die nächste Fortbildungsreihe beginnt am 24. November im vhs-Haus Lich. Nähere Informationen bei Cordula Schlichte, vhs-Haus Lich, Telefon: 0641 9390-5721.

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