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Sieht so eine Aufwertung aus Frau Bürgermeisterin Weigel-Greilich aus?

von Peter Baieram 28.09.20151240 mal gelesen37 Kommentare
Gießen | “Überhaupt habe das Gebiet allein schon durch den Abriss der Samen Hahn-Ruine eine Aufwertung erhalten“.
Das ist die Meinung unserer Bürgermeisterin Weigel- Greilich (Gießener- Anzeiger vom 09.07.2015 Samenhahn hat allerhöchste Priorität”.
Wenn ich mir die Bilder ansehe kann ich keine Aufwertung sehen, höchstens auf dem Bild 4 wo sich ein junger Baum heraus nimmt hier zu wachsen.
Fakt ist, das an dieser Stelle die Stadt immer nur Mist, eigentlich müsste hier Sc…. stehen, produziert hat.
Damit zwei Häuser nicht besetzt werden konnten, das
Jugendstilhaus und das Biedermeierhaus, wurden sie einfach Anfang 1970 abgerissen.
So wie jetzt in Giessen Bäume gefällt werden in einer Nacht und Nebelaktion.
Nachdem verkauf des Grünstück an den neuen Besitzer und Spekulant hat die Stadt bewusst (?) rund 35 Jahre lang die umwandlung des Samen- Hahn Haus in eine Ruine tatenlos mit angesehen.
Wie gesagt an dieser Stelle wurde bisher nur s….. produziert.
Jeder wusste was der Besitzer mit den Haus vorhatte, jeder bis auf sehr wenige ,im Rathaus (früher Behörten Hochhaus).
In den 35 Jahren ist niemanden von diesen wenigen Menschen aufgefallen das auf dem Dach Fenster offen oder ohne Glasscheibe waren.

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Denkmalschutz was ist das? Wenn wir von dem Wort “Schutz” entfernen dann bleibt nur noch Denkmal übrig, vielleicht hätte es geholfen wenn mal gedacht worden wäre.
Drei Jahre nach dem Abriss ist es immer noch ein Schandfleck, die Bebauung fehlt aber das Gebiet hat Aufwertung erfahren.

Wieder einmal wurde uns 2012 vor, während und nach dem Abriss, ein “Stadt-Theater” vorgespielt.
Hatte der Magistrat nicht am 22. Mai 2012 erklärt: „Nach dem Abriss des Gebäudes soll der Eigentümer, so der Wille des Magistrats, unmittelbar ein Baugebot erhalten, das ihn verpflichtet, an dieser Stelle ein neues Gebäude im alten Stil zu bauen.
Bla Bla Bla…… Was ist von “ im alten Stil” übrig geblieben?
Nichts, der Besitzer könnte wenn er wollte ein Haus hinstellen bei dem nur, in dem Außenputz die Konturen das alten Gebäude hinein gekratzt werden.

Wenn der Besitzer nicht selber hier bauen will, was sehr wahrscheinlich ist, werden wir noch etwa 2 Jahre oder mehr warten müssen.
Da das Gebiet immer noch ein Sanierungsgebiet ist sind die Grundstücks- Preise gebunden.

Vielen dank an unsere Frau Bürgermeisterin für diese schöne Aufwertung

Sollte der eine oder andere nach der Wahl nicht mehr im Rathaus sitzen, im Stadttheater werden immer gute Schauspieler gebraucht, und davon gibt es genug im Rathaus.

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Kommentare zum Beitrag

Peter Baier
10.322
Peter Baier aus Gießen schrieb am 28.09.2015 um 23:03 Uhr
Zur Info.
Das Haus Samen- Hahn war 114 Jahre alt.
Dieses Haus hat den 06.12.1944 als eins von nur 40 bis 50 Häuser
ohne schaden überstanden.

Also von welcher Aufwertung redet unsere Bürgermeisterin da?

@Back ,es gibt ein Vorschlag der dem Gebäude am ähnlichsten
Aussieht.
Gießener- Allgemeine 2013
H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.09.2015 um 23:44 Uhr
Ich fände es gut, wenn dort irgendetwas geschehen würde. Oder wer findet den jetzigen Zustand gut?
H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 29.09.2015 um 00:25 Uhr
Wer viel frägt bekommt nie die Antwort, die er beim Nachdenken selber wüsste.
Es war aber bei meinem Satz ein Fragezeichen und es gehört sich nicht eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten.
H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 29.09.2015 um 01:37 Uhr
Meine ist doch hier gar nicht gefragt. An der ist Ihnen doch nichts recht. Also kommen Sie doch mal mit einem Vorschlag. Wäre mal was ganz NEUES wenn Sie hier mitwirken würden, statt immer nur zu meckern.
Bernd Zeun
11.652
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 29.09.2015 um 04:42 Uhr
Ich würde es so lassen. Ich finde es ganz interessant, zu beobachten, wie sich die Natur einen Lebensraum zurück erobert.
Peter Baier
10.322
Peter Baier aus Gießen schrieb am 29.09.2015 um 06:45 Uhr
Die Stadt könnte den Bebauungsplan wieder ändern und eine Grünfläche für die nächsten 35 Jahre vorsehen.
Warum nicht eine Kopie vom alten Haus?
Der Bebauungsplan sieht 4 oder 5 Gebäude vor, es geht hier ausschließlich um den Ersatzbau für das ehemalige Denkmalgeschützte Haus Samen- Hahn.
Es hätte gereicht nur die Fassade zu schützen, aber da der Besitzer das Haus lieber verfallen ließ war das auch nicht mehr möglich.
“Eigentum verpflichtet” das ich nicht lache auf jeden Fall nicht bei Spekulanten, und die Stadt hat schön zugeschaut.
H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 29.09.2015 um 10:50 Uhr
Ja schon gut Bernd, aber ist ein Sofa Natur?
Bernd Zeun
11.652
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 29.09.2015 um 11:44 Uhr
Laut Joachim Ringelnatz ist auch ein Sofakissen Natur, dann wird es ein Sofa auch sein ;-)
Jutta Skroch
13.688
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 29.09.2015 um 12:16 Uhr
Ein Grundstück in bester Innenstadtlage begrünen, wie soll das gehen? Selbst wenn der Besitzer bereit ist, das Grundstück zu veräußern, wozu man ihn ganz offensichtlich nicht zwingen kann, dann bestimmt nicht für `nen Appel und ein Ei. Das würde wohl die teuerste und kleinste Grünfläche in der Stadt werden. Das kann sich die Stadt gar nicht leisten.
Was mich erbost, ist die Tatsache, dass der Besitzer, der Stadt weiterhin auf der Nase herumtanzt, es ist schon ein halbes Jahr her, wo Frau GWG verkündet hat, dass endlich was passieren würde, aber nix passiert.
Genausowenig wie bei der alten Post.

http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Samen-Hahn-und-Alte-Post-Kampfansage-an-Eigentuemer-_arid,559731_regid,1_puid,1_pageid,113.html

Übrigens hatte ich beim Abriss damals ein Gespräch mit halbem Ohr mitbekommen. Der Besitzer unterhielt sich mit einem Ehepaar und äußerte ihnen gegenüber, seine Pläne wären fix und fertig in der Schublade, da sind sie wohl heute noch oder sie waren nicht genehmigungsfähig.
H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.09.2015 um 10:17 Uhr
Erst ein Sofa, anderer Müll wurde ja schon ab und an entsorgt und was kommt dann noch nach?
Jutta Skroch
13.688
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 30.09.2015 um 11:28 Uhr
und woher kommt der Saft, oder einfach nur als Deko ???
Wäre vielleicht auch mal was für ein Fotoshooting, aber da müsste man wohl eine Genehmigung des Eigentümers haben, immerhin ist es ja Privatgelände.
H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.09.2015 um 17:55 Uhr
Aber das Sofa ist sicher nicht von ihm;-) also ist jemand auf das Privatgelände vorgedrungen um sein Sofa für "Fotoshootings" zur Verfügung zu stellen. Schlaue Art seinen Müll los zu werden.
H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.09.2015 um 19:22 Uhr
Also ich kann beim besten Willen auf den Bildern keinen Stromkasten entdecken. Oder wissen Sie schon, dass da einer gesetzt wird? Sind Sie irgendwo in der Planung für Stromkastenaufstellung tätig?
H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.10.2015 um 08:25 Uhr
Ich trinke als echter Württemberger Rotwein. Der muss nicht gekühlt werden.
H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.10.2015 um 12:59 Uhr
Warum bemühen Sie sich dann so um mich und meine Tätigkeit hier?
Wegen der insgesamt netten Unterhaltung:-)
H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.10.2015 um 13:25 Uhr
Warum schreiben Sie mich dann dauern an? Würde ich einfach lassen:-(
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 01.10.2015 um 18:31 Uhr
Peter Baier schrieb:

(...) "Sollte der eine oder andere nach der Wahl nicht mehr im Rathaus sitzen, im Stadttheater werden immer gute Schauspieler gebraucht, und davon gibt es genug im Rathaus." (....)

Daumen hoch Peter B. - Wir sind ja so menschenfreundlich: Wenn wir ........ abwählen, dann machen wir auch Vorschläge für einen Anschlussarbeitsplatz.
Peter Baier
10.322
Peter Baier aus Gießen schrieb am 01.10.2015 um 21:53 Uhr
Sieht so eine Aufwertung aus?
Eine Aufwertung nach nur drei Jahren?
Peter Baier
10.322
Peter Baier aus Gießen schrieb am 02.10.2015 um 21:45 Uhr
Mit so einer Brille auf Ihren Bild würde ich auch ja sagen.
H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.10.2015 um 23:32 Uhr
Ja diese graue Masse im Kopf die Sie an anderer Stelle anführen, die würde eventuell helfen. Glaube allein hilft da nicht.

Aber um beim Beitrag zu bleiben. Warum unternimmt die Stadt nichts gegen diese Vermüllung? Wenn eine andere Person in der Stadt so was auf seinem Grundstück zulässt, ich glaube da kommt dann schon eine Aufforderung. Kann mich aber auch täuschen. Ich finde es einfach eine Zumutung.
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 04.10.2015 um 13:50 Uhr
Fakt ist. Die Stadt ist politisch nicht willens und / oder rechtlich nicht in der Lage dem "Investor" durch ein Baugebot zu verpflichten das Gelände zu bebauen.

Was da eventuell helfen kann ist im März eine andere Stadtregierung zu wählen.

Für mich gilt immer noch der Spruch aus den 60ern: Haut den Spekulanten auf ihre Pranken!
Peter Baier
10.322
Peter Baier aus Gießen schrieb am 05.10.2015 um 00:13 Uhr
Peter, die Stadt hat mit der Müll auf dem Grundstück nichts am Hut, das ist Sache des Besitzers.
Das Ordnungsamt sollte aber ein Auge darauf werfen und gegebenenfalls den Besitzer daran erinnern. (Auftrag von unserer Bürgermeisterin)
Was aber auch nicht so richtig funktioniert, das Sofa steht da schon Monate.
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 05.10.2015 um 08:07 Uhr
Frau Back sie haben meinen Kommentar vom 4.10. wohl nicht richtig gelesen.

Dort steht deutlich "und / oder". Das heisst doch: Sie, der aktuelle Maghistrat, ist offensichtlich politisch nicht gewillt zu prüfen, ob in diesem Fall ein Baugebot rechtlich durchsetzbar ist. (Ja es geht um Baugebot und nicht um die Frage, ob das Gelände ohne Bebauung bleiben kann.)

Erst wenn diese ernsthafte Prüfung erfolgt ist, dann kann der Vorgang in den parlamentarischen Gang gebracht werden. (Das Parlament darf nicht mit Sachen "beschäftigt werden", welche nicht durchsetzbar sind. Finde ich auch gut, mich nerven eh die vielen Schaufensteranträgen der Parteien dort.)

Noch einmal um nicht falsch verstanden zu werden. Zuerst muss eine Fraktion den Antrag stellen die Rechtsfrage zu prüfen. Meines Wissens hat bisher nur der Magistrat behauptet (und nicht nach gewiesen), dass in diesem Fall kein Baugebot ausgesprochen werden kann. Verliert die antragsstellende Fraktion (bei den momentanen Mehrheitsverhältnissen im Magistrat wahrscheinlich) dann muss diese eben den Klageweg "antreten".

Anders ist Spekulanten (die haben in der Regel gute Kontakte in die Führungsebenen des Staates) nicht beizukommen.
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 06.10.2015 um 06:44 Uhr
superkurz:

Weil die bürgerlichen Parteien die Kapitalisten ........... ich möchte nicht vulgär werden ..... "hegen und pflegen". Und dabei interessiert diese .......... überhaupt nicht, dass Spekulanten zu der ....... wie soll ich das jetzt vornehm ausdrücken ....... am wenigsten in der Bevölkerung geliebte Teil dieser Klasse gehören.
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 07.10.2015 um 08:05 Uhr
Kurz zu Frau Back:

Wer fragt, bekommt von mir eine Antwort, auch wenn ich kein Freund von Dia- oder Trilogen bin. Würde mich freuen, wenn weitere Bürgerreporter Kommentare schreiben.

Ja auch unbebaute Grundstücke bringen Spekulanten massive Gewinne. Es ist doch nur eine Frage der Zeit, wann der Spekulant mit Riesengewinne ein Grundstück verkaufen kann. Gerade in den Innenstädten explodieren doch die Quadratmeterpreise für Grundstücke auf denen gewerbliche Immobilien errichtet werden können. Der Zinsverlust von sagen wir 3 oder 4 Jahrzehnten aus "noch nicht erhaltenenem Geld" dagegen ist doch "Peanuts". Ich will keine Gerüchte verbreiten, aber es wird gemunkelt, dass der bisherige Spekulant zu alt geworden ist, dass er den zu erwartenden Gewinn selber noch "verleben" kann. Aber das macht auch Nichts, denn der hat Kinder, die das dann "erledigen".

Das Wort "böse Kapitalist" werden sie so von mir nicht lesen können. Damit versuchen sie so eine Argumentationsschiene aufzubauen: Der Wagner ist ja nur gegen die Kapitalisten, weil er wirtschaftlich nicht gut da steht, er neidet massiv den Reichen ihr Geld und spricht deswegen von "bösen Menschen". (Dabei hauen sie in die "selbe Kerbe" wie Herr Büttel. Herr Büttel hat dann zusätzlich den "Dreh": Hätte Herr Wagner ehemals ......)

1. Wie kommen sie auf die Idee, das ich mit dem mir zur Verfügung stehenden Geld nicht zufrieden bin?

2. Ich finde Menschen sollen schon über verschieden hohe Geldbeträge verfügen können. Aber - so einmal ganz grob gesprochen - 3 bis 4 mal so viel, wie ein Arbeiter verdient, dann sollte nach oben Schluss sein (Spekulanten haben locker x-Hundert mal so viel Geld).

3. Im Gegensatz zur parteimäßig organsierten Linken in der BRD bin ich der Ansicht, dass die Linke auch (das Wort ist wichtig!) die Kapitalisten angreifen soll und nicht nur das kapitalistische Wirtschaftssystem. Ein System ist mir viel zu abstrakt.

Was wäre denn ein hervorgehobenes Beispiel für das System? Da fällt mir z.B. die Börse in Frankfurt ein. Warum sollten wir das angreifen? Das ist ein Gebäude, das sind Computer ....... Alles Dinge!!! Aber in bestimmten Wohngebieten in bestimmten Orten im Taunus da wohnen die Kapitalisten. Die sind aus "Fleisch und Blut". Da kann ich etwas mit anfangen.

(Ich frage mich seit Jahren warum ich auf antikapitalistischen Demonstrationen durch das Frankfurter Bankviertel laufen soll anstatt in den besagten Taunusorten an einer Demonstration teilzunehmen.)

Bevor der Vorwurf kommt ich würde mich "Gedankenarbeit" verweigern bestätige ich schon eimal voraus. Das Schweinesystem muss gründlich analysiert werden um es effektiv bekämpfen zu können. Aber wer glaubt alleine mit Verstandesgeschichten die Masse der Bevölkerung auf seine Seite ziehen zu können, der ist naiv. Die meisten Menschen lernen auf viel einfacheren Wegen. (Um auf mein Beispiel zurück zu Kommen: Sich einmal anschauen wie die Reichen so leben und dann überlegen warum man selber in einer bescheidenen Mietwohnung lebt.)
Karl-Ludwig Büttel
3.856
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.10.2015 um 14:00 Uhr
Ein Sepkulant und ein undogmatischer Linke sind für mich das Gleiche. Jeder spekuliert auf andere Leute Geld. Beide lassen im Endeffekt andere für sich arbeiten um sich die Taschen zu füllen.
Bei dem Spekulant weiß man was er macht und warum, der undogmatische Linke macht es unter dem Deckmäntelchen einer angeblichen sozialen Gerechtigkeit. Geht ihr mal schön arbeiten....es wird gerecht verteilt auch an uns zu Hause sitzenden.

Übrigens Herr Wagner Ihr letzter Satz in Klammer was ist das anderes, als der Neidfaktor?

Frau Back sind Sie sicher , dass Herr Wagner weiß was er hier schon alles von sich gegeben hat? Ich jedenfalls nicht.
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 08.10.2015 um 07:56 Uhr
kurz zu Frau Back:

Ich bestreite überhaupt nicht, dass ich die Kapitalisten und deren Helfer und die Helfer der Helfer (wie soll ich das jetzt ausdrücken .... nach denken ... nach denken ... vielleicht .....) "nicht gerade heiss und innig liebe". Warum? Das zu erklären kann ich mir sicher (er)sparen.

Aber ich bin doch nicht blöd und kennzeichne diese Menschengruppe mit einem Begriff aus dem Bereich von Moral oder Ethik. Denn dass diese Menschen sich für dieses Wirtschaftssystem entschieden haben ist eine so fundamentale Entscheidung das hat doch wenig mit individuellen (Fehl) Verhalten zu tun, sondern mit einer Grundeinstellung, die sich den Mechanismus von "und dann verhalten wir uns einmal der Moral und Ethik entsprechen" völlig entzieht.

Die Linke erklärt immer wieder, dass im Kapitalismus nur zwei Formen des Verhalten gibt: Entweder du anerkennst keine Grenzen für dein Handeln, dann hast du eine Chance ein besonders "erfolgreicher" Kapitalist zu werden oder du du setzt dir selber Grenzen, dann wirst du früher oder später von einem skrupellosen Zeitgenossen des Status Kapitalist "beraubt".

Oder einfacher ausgedrückt: So wie es nicht geht, dass eine Frau ein bischen schwanger ist, so kann niemand ein bischen Kapitalist sein.

Oder anders: In diesem Wirtschaftssystem kann auf Dauer kein Mensch ein Gutmensch sein.
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 08.10.2015 um 08:27 Uhr
kurz zu Herr Büttel:

(...) "Beide ((Spekulant und undogmatischer Linke)) lassen im Endeffekt andere für sich arbeiten um sich die Taschen zu füllen." (...)

Herr Büttel ich beziehe kein Geld von diesem Staat, obwohl ich seit rund 10 Jahren "aus dem System gekippt wurde". Das klappt, weil ich einen sehr niedrigen Lebensstandard habe.

(...) "Geht ihr mal schön arbeiten....es wird gerecht verteilt auch an uns zu Hause sitzenden." (....)

1. Teil: Ich gehe regelmäßig arbeiten und zwar als Ehrenamtlicher (z.B. gestern 5 Std., heute etwa 6 1/2 Std., morgen 3 1/2 Std. .......) Gerade sie haben doch in der Kommentarkolonne anderer Artikel immer wieder für das Ehrenamt geworben. Ich versuche bei Kritik (auch überzogener) in meine Richtung "locker zu bleiben", aber bei der Frage "fauler Sack" bin ich etwas empfindlich. Ich denke ich brauche mich da nicht zu verstecken. Ich bin z.B. mit 15 Jahren und 4 Monaten in die Lehre gegangen. Wenn ich daran denke, dass so mancher Student mit 25 Jahren sein ersten "praktische Handgriffe" im Rahmen seines ersten Praktikums im Studium macht .......

2. Teil - siehe oben

(...) "Übrigens Herr Wagner Ihr letzter Satz in Klammer was ist das anderes, als der Neidfaktor? " (...)

Ich weiss nicht, ob sie, Herr Büttel, in ihrem Leben einmal auf einer Demonstration waren. Da wird nicht nur mit Schildern, Fahnen uund Transparenten "durch die Gegend gelaufen", sondern da gibt es Kundgebungen (heutzutage zumeist sogar Zwischenkundgebungen).
Wenn also ein antikapitlaistische Demonstration in einem Reichenviertel in einem angesagten Wohnort im Taunus unterwegs ist, dann beokmmen die Demonstranten nicht nur vor Augen geführt, wie Reiche leben können (das kann so etwa wie Neid wecken ...), sondern dann gibt es Redebeiträge warum die dort Wohnenden reich sind und die Mehrzahl der Demonstranten nicht ..... . Solche Reden können natürlich auch bei einer Demonstration durch eines der sozialen Brennpunkte in Giessen gehalten werden, aber ich glaube, wenn der Gegensatz ins Auge fällt sind die Aussichten auf ein "ja so ist es, wir sollten zusammen gegen den Kapitalismus kämpfen" höher.

(....) "Frau Back sind Sie sicher , dass Herr Wagner weiß was er hier schon alles von sich gegeben hat? Ich jedenfalls nicht." (....)

Herr Büttel, der Satz hat einen Anflug von Polemik. Ich habe sie zwar (noch) nicht im realen Leben erlebt, aber hier in der Onlineausgabe schreiben sie doch öfters und das in einem gutem Schreibstil. Unabhängig davon, dass sie diametral entgegen gesetzte politische Ansichten vertreten, schätze ich sie als Artikeleinsteller und Kommentator. Sie sind doch "so gut", dass sie locker auf Polemik verzichten können.
Karl-Ludwig Büttel
3.856
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 08.10.2015 um 08:38 Uhr
Ist das Ihr bestreben Herr Wagner ein Gutmensch zu sein? Dazu müssten Sie erst einmal diesen Begriff näher definieren.
Ich halte mich und viele in meinem nahen Umfeld für gute Menschen. Natürlich in einem Definitionsrahmen den ich möglichweise für mich so festgelegt habe.
Ohne die Kapitalisten wie Sie es nennen. Ich sage ohne die Fleißigen und Schaffer in diesem Land könnten wir die Flüchtlingskrise nicht mal im Ansatz bewältigen. Wer zahlt denn die meisten Steuern? Doch sicherlich nicht Sie Herr Wagner oder ich. Wenn alle Menschen keine Leistung bringen, dann würde es schwierig sein anderen zu helfen. Das kann Deutschland, weil es diesem Land gut geht. Sicherlich nicht jedem aber der überwiegenden Mehrheit. Wir haben Geld für Tierschutz, Forschung, Flüchtlinge usw., weil es dieses System zulässt und erwirtschaftet. Natürlich gibt es besser gestellte und weniger gut gestellte. Vielleicht stimme ich Ihnen zu, dass die Schere der ganz reichen und der ganz armen in unserem Land zu groß ist. Sicherlich haben Sie Recht bzw. die Linken und Andere dazu zähle ich mich auch, dass es viele Berufsgruppen gibt die im Vergleich zu ihrer Leistung schlecht bezahlt werden. Und Sie haben Recht wenn Sie sich beschweren, dass es Menschen gibt die nur auf Gewinn aus sind ohne Rücksicht auf ihre Umgebung. Das ist sicherlich der Nachteil dieses Systems. Nur ich persönlich und ich kann ja immer nur für mich sprechen, sehe kein besseres im Moment, dass dieser Situation gewachsen wäre. Von Träumen der Umverteilung und einer Leistungslosen Gesellschaft in der alle gleich sind werden wir uns diese Möglichkeiten nicht erhalten können.
Vielleicht sind wir durch dieses System doch alle ein wenig in der Lage ein guter Mensch zu sein…..?????
Ich weiß es nicht.
Zur Polemik: Ist angekommen Herr Wagner ich werde mir Mühe geben. Aber bei Ihren Texten fällt es mir häufig sehr schwer sachlich zu bleiben. Es wird Ihnen aber nichts anders gehen.
Karl-Ludwig Büttel
3.856
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 08.10.2015 um 13:28 Uhr
Das ist mir durchaus auch klar Frau Back. Die Hauptverursacher der Problematik ist in den Industriestaaten zu suchen. Da bin ich auch schon in anderen Beiträgen durchaus bei den Vertertern dieser Meinung.
Nur mit der Einstellung von Herrn Wagner (und um die geht es mir) und seiner politischen Richtung würde das zum einen nichts verändern und zum anderen wären wir nicht mal in der Lage auch nur Ansatzweise unsere Fehler etwas zu mildern in dem wir helfen. Ich finde das jetzige System in keinster Weise als die Krönung allen politischen seins, eher das Gegenteil ist der Fall. Nur mit dem was Herrr Wagner sich vorstellt kann ich persönlich gar nichts anfangen.
Mit Ihrem letzten Satz haben Sie vollkommen Recht. So war dies von mir auch nicht gemeint.
Martin Wagner
2.706
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 09.10.2015 um 08:32 Uhr
Herr Büttel, ich denke sie haben Verständnis dafür, dass ich mich zu den Fragestellungen "Wirtschaftssystem in der BRD" heute einmal nicht äußere.

Viel mehr will ich zu ihrer Frage: (......) "Ist das ihr Bestreben Herr Wagner ein Gutmensch zu sein?" (......) ein paar Zeilen schreiben.

Bekannterweise war ich jahrzehntelang in der organisierten Amtskirchenopposition aktiv. Sie können mir glauben, da hatte ich wirklich genug Kontakt zu dem was "landrauf und landrunter" als Symbol des Gutmenschen gilt: Pfarrer, Kirchenfunktionären, Religionslehrern, aber auch "einfache Angestellte beim Apparat".

((Dieser Tage gibt es so ein Typus in Form des Bundespräsidenten auch in der Politik.))

Nichts gegen diese Leute. Es waren in der Regel zarte feingeistige Menschen (Es kann halt nicht jeder Arbeiter werden.). Aber - bei aller Wertschätzung - ich bin froh, dass ich nicht so geworden wird. Die haben immer so einen Hang zum "Abgehobenen".

Beispiel fällig?

Wie oft steigt ein Pfarrer auf die Kanzel und predigt, dass der Mensch doch wirklich "gut sein soll". Ich formuliere das leicht polemisch, dann reden die davon, dass die Jungen die alte Oma über den Fußweg helfen sollen.

Ist ja nicht falsch, aber vielleicht doch nicht aktuell. Sie reden z.B. nicht von den Bibelstelle "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, bevor ein Reicher in den Himmel kommt!" oder von der Stelle wo Jesus mit der Peitsche die Reichen aus seinem Haus gejagt hat.

Kann ich ihnen nur so halb anlasten, denn in der BRD besteht nun einmal die Allianz zwischen "Altar und Thron" (Du hälst das Volk für dumm und ich halte es arm ...) und wenn ein Pfarrer das wagen würde, würde ihn die Amtskirche davon jagen. Und dann? So einen Gutmensch mit der Schippe in der Hand auf dem Bau kann ich mir bei aller Phantasie nicht vorstellen. Nur wenigen Menschen wünsche ich Arbeitslosigkeit.

Zurück zu der Ausgangsfrage: Ja, in dem Moment, wo ich "die Augen für immer zu machen werde", möchte ich mir sagen können: Nicht Alles in deinem Leben war gut, aber du hast dich nach deinen Voraussetzungen ernsthaft darum bemüht ein "guter Mensch zu sein". Natürlich stände da - neben vielen anderen Dingen - bei mir mit Abstand der Aspekt "was hast du beigetragen, damit der Kapitalismus abgeschafft wird" an vorderster Stelle.
Karl-Ludwig Büttel
3.856
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 09.10.2015 um 10:18 Uhr
Wie geschrieben der Begriff ist bei jedem anders besetzt. Aber danke für Ihre Sichtweise.
Mit Gutmenschen aus Kirche oder Kirchen nahen Organisationen kann ich rein gar nichts anfangen. Eher ist meine Erfahrung vom Gegenteil geprägt.
Das Zitat sagt mir nichts und kann ich auch nicht auf meinen Alltag umlegen. Die Bibel gehört nicht zu meinem Handwerkszeug.
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Herzlichst, Ihr(e) Peter Baier

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