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Weiterer Schritt für interkommunal aufgestellten Brandschutz in die Wege geleitet

Aktuell sind in den 100 Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet und der Berufsfeuerwehr Gießen Atemschutzgeräte und -masken im Einsatz. Die Kommunen kaufen diese Geräte in kleinen Mengen zu vergleichsweise teuren Preisen ein. Foto: Bastian Haaf.
Aktuell sind in den 100 Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet und der Berufsfeuerwehr Gießen Atemschutzgeräte und -masken im Einsatz. Die Kommunen kaufen diese Geräte in kleinen Mengen zu vergleichsweise teuren Preisen ein. Foto: Bastian Haaf.
Gießen | Nächstes Ziel im interkommunal aufgestellten Brandschutz: Atemschutzgeräte vereinheitlichen.


„Wir möchten nach und nach die Atemschutzgeräte der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis vereinheitlichen und so zukünftig Aufwand und Kosten sparen“, führt Landrätin Anita Schneider ein. Sie berichtet von einer Beratung im Kreisausschuss, demnach nun weitere Synergieeffekte durch interkommunale Zusammenarbeit im Feuerwehrwesen genutzt werden sollen. Einem Vertragsentwurf zwischen Landkreis und den kreisangehörigen Kommunen hat der Kreisausschuss zugestimmt, demnächst werden die Stadt- bzw. Gemeindeparlamente darüber beraten.

Im Landkreis Gießen bemühen sich die Kommunen seit zwei Jahren darum, verschiedene Aufgaben im Feuerwehrwesen gemeinsam zu bewältigen und so sparsamer zu agieren. Das gemeinsam erstellte Brandschutzkonzept Fahrzeuge für den gesamten Landkreis war vor zwei Jahren ein erster Schritt zu mehr interkommunaler Zusammenarbeit, nun sollen Synergieeffekte im Bereich „Atemschutz“ folgen.

Aktuell sind in den 100 Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet und der Berufsfeuerwehr Gießen Atemschutzgeräte und -masken von verschiedenen Herstellern im Einsatz. Die Kommunen kaufen diese Geräte in kleinen Mengen zu vergleichsweise teuren Preisen ein. Dies soll sich ändern, denn durch die gleichzeitige Anschaffung von mehreren Geräten können günstigere Preise verhandelt werden. Die Kostenvorteile für Anschaffung, Wartung, Inspektion, Ersatzteile, Transport und Versicherung liegen bei bis zu 70% gegenüber einer Einzelgerätebeschaffung. Zum anderen erleichtern gleiche Atemschutzgeräte und -systeme die Einsatzstellenlogistik und die Ausbildung. Somit würde auch die Sicherheit der Geräte-Träger erhöht.

Die noch zu schließende Vereinbarung sei auch schon eine Vorbereitung für ein gemeinsames feuerwehrtechnisches Zentrum, welches im Neubau des Gefahrenabwehrzentrums in Gießen entstehen soll, erläutert Anita Schneider. Denn dort soll gemäß dem Vertragsentwurf zukünftig die Wartung und Pflege auch der Atemschutzgeräte erfolgen. Die bislang bestehenden Pflegestellen für Atemschutzgeräte in acht Kommunen und die drei zugelassenen Werkstätten für Atemschutzgeräte gehen dann über.

Der Plan sieht vor, nicht alle Atemschutzgeräte und -masken sofort auszutauschen, sondern sie in den nächsten sieben Jahren nach und nach zu ersetzen. Im Landkreis sind etwa 900 Geräte im Einsatz, die in diesem Zuge alle vereinheitlicht werden sollen.

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