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„Sing out!“ im Zeichen der Integration: Dreitägiger Workshop mit den Young Americans in Lich

Gießen | „Das ist das richtige Signal zur richtigen Zeit.“ Dirk Oßwald, der Jugend- und Sozialdezernent im Landkreis Gießen, war sofort begeistert von der Idee: Bis zu 200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene studieren in den Herbstferien zusammen mit den „Young Americans“ eine Show ein.

Das Besondere daran ist, dass sowohl Deutsche, Migranten und auch junge Flüchtlinge mitmachen können. Vom 26. bis 28. Oktober ist die 40-köpfige Gesang- und Tanzshowformation aus den USA zu Gast in Lich. Veranstalter ist der Landkreis Gießen zusammen mit KünstLich e.V. und dem Diakonischen Werk Gießen.

Ziel ist es, eine einstündige Show Hip-Hop, Soul, Tanz, Comedy und Chor auf die Beine zu stellen, die dann vor Publikum in der Dietrich-Bonhoeffer-Schule aufgeführt wird. Die Teilnahme kostet 49 Euro. Im „Kino Traumstern“ stellten die Beteiligten den Workshop vor.

„Seit diesem Monat haben wir die ersten Flüchtlinge in Lich. Auch das ist ein wichtiges Signal: ,Sing out!‘ ist eine integrative Veranstaltung in Lich für Lich“, ergänzt Dirk Oßwald. Zwei Tage lang werden die „Young Americans“ mit der Gruppe ein Programm einstudieren. Am dritten Tag wird die Show aufgeführt. Der Landkreis Gießen ist dabei kein Neuland. Über 20 Male waren die jungen Amerikaner schon an Schulen zu Gast.

Der Workshop in den Herbstferien steht jedoch unter einem besonderen Vorzeichen. Diesmal können neben Kindern und Jugendlichen ab der fünften Klasse auch am liebsten genauso viele junge Flüchtlinge aus den Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis und der Einrichtung für unbegleitete Jugendliche in Gießen mitmachen. Der Landkreis übernimmt dabei die Kosten für die jungen Flüchtlinge.

„Das ist eine Art Pilotprojekt“, sagt Peter Damm, Kulturkoordinator in Lich und Initiator von „Sing out!“. Dank der schnellen Entscheidung und der Hilfe des Landkreises sei das alles sehr schnell gegangen.

„Verständigungsprobleme wird es natürlich geben“, fügt er hinzu, „aber Musik braucht keine Sprache.“
Inhalt wird der Workshop sein, wie immer bei den „Young Americans“: Hip-Hop, Soul, Jazz, Musical, Tanz, Chor oder Comedy – alle sollen etwas für sich finden, womit sie sich auf die Bühne trauen. Mit Unterstützung der Profis aus den USA. Zudem lernen sie, sich auf der Bühne zu bewegen, sich zu präsentieren sowie den Umgang mit Mikrofon und Bühnentechnik. Ziel ist keine perfekte Show. Den
Machen Werbung für das „Sing out!“-Projekt der „Young-Americans“ (v.l.): Bettina Wege-Lemp (Diakonie), Dirk Oßwald (Landkreis), Edgar Langer („Kino Traumstern“) sowie Vanessa Wagner und Peter Damm von „künstLich&#
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jungen Menschen soll Selbstbewusstsein und buchstäblich eine Bühne gegeben werden, um sie so ihre Stärken und Talente entdecken zu lassen. Vor allem für die Flüchtlinge soll es ein Höhepunkt in dem bislang noch fremden Alltag sein. Aktiv unterstützt wird das Projekt von Vanessa Wagner vom Verein „künstLich“.

„Das war eine ganz tolle Idee“, lobt Bettina Wege-Lemp vom Diakonischen Werk, das die Organisation übernommen hat. Neben den Akteuren selbst werden noch helfende Hände benötigt. Gesucht werden einerseits Gasteltern, die „Young Americans“ bei sich aufnehmen wollen, sowie Ehrenamtliche, die sich als Fahrer für die Flüchtlinge zur Verfügung stellen.

Am wichtigsten sind aber die die „Sing out!“-Teilnehmerinnen und -nehmer. Die Kosten für den dreitägigen Workshop betragen 49 Euro (39 Euro für Teilnehmer aus Gastfamilien). Anmeldungen sind per E-Mail möglich an young.americans@diakonie-giessen.de oder mit einem ausgefüllten Infoblatt. Das ist erhältlich: beim Diakonischen Werk sowie in allen Schulen in Stadt und Kreis, im Kino Traumstern und im Gießener Rathaus.

 
Machen Werbung für das „Sing out!“-Projekt der „Young-Americans“ (v.l.): Bettina Wege-Lemp (Diakonie), Dirk Oßwald (Landkreis), Edgar Langer („Kino Traumstern“) sowie Vanessa Wagner und Peter Damm von „künstLich&#
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