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Orgelweihe in St. Bonifatius am vergangenen Samstag, den 12. September 2015

von Jakob Handrackam 15.09.20151064 mal gelesen1 Kommentar
Gießen | Rauschendes Fest vor begeisternder Kulisse

Historisches Ereignis in St. Bonifatiuskirche. Die Weihe der neuen Eule-Orgel am 12. September bedeutet bereits die vierte Orgel in 110 Jahren, und alle wollten sie sehen und hören.

Am vergangenen Wochenende war nun es endlich soweit. Über zehn Jahre hatte es gedauert. Viele helfende Hände hatten mitgewirkt, darunter die eigens gegründete Orgelwerkstatt und der Orgelförderkreis "Perle der Empore" e.V., damit das lange ersehnte Ziel erreicht werden konnte: eine neue Orgel für St. Bonifatius.

Alle waren gekommen, um dem Täufling die Ehre zu erweisen. Mainz hatte extra einen "Taufpaten" abgesandt. Prälat Dietmar Giebelmann verlieh der der neuen Königin die erforderlichen Weihen, damit diese künftig ihren Dienst für Kirche und Gemeinde tun kann.


...und alle sind gekommen!

Die Inthronisation wurde zum riesigen Spektakel. Bis auf den letzten Platz waren die Bänke der St. Bonifatiuskirche besetzt. Ein Schlipsträger nach dem anderen hatte sich eingereiht in die Ehrenloge, angefangen bei den Schirmherren Bernhard Vogel, der seinen älteren Bruder entschuldigte,
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und dem künftigen Jahrespraktikanten bei der Volksbank Mittelhessen und noch amtierenden Regierungspräsidenten Lars Wittek, ferner der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Helge Braun, sowie der Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz und der Kreistagspräsident Karl-Heinz Funk nebst Gattin. Nur die Oberbürgermeisterin war nicht erschienen, aber die trug ja auch keinen Schlips.


Szepterübergabe

Bereits während des Einzugs zum einstündigen Vespergottesdienst sah man die Gesichter mehrerer fragenden Besucher immer wieder hoch gen Empore blicken, während Regionalkantor Nicolo Sokoli (Bad Nauheim) Dubois' Toccata in G-Dur auf der kleinen Schwester, der englischen Chororgel, präludierte. Noch war der Weiheakt ja nicht vollzogen.

Beherzt griff Regionalkantor anschließend in die Tasten, als das neue Instrument das erste Mal für die Öffentlichkeit erklang. Im Grand Choeur Dialogué von Eugène Gigout schien es, als begrüßte die kleine Chororgel ihre große Schwester auf der Empore, wobei es schließlich zu einer Art Szepterübergabe kam, denn Stiewe beherrschte das Instrument meisterhaft.

Der Gottesdienst endete mit der obligatorischen Toccata in F-Dur von Charles Marie Widor. Feuertaufe bestanden

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 16.09.2015 um 18:45 Uhr
Informativer Beitrag, aber mir fehlt die Information, dass die neue Orgel über 900 Tsd. Euro gekostet hat und die Amtskirche "nur ein paar Kröten" dazu beigesteuert hat. Der riesengroße Rest musste über viele Jahre mühselige "erbettelt werden".

Also bei dieser minimalen Beteiligung hätte ich mich in Mainz geschämt einen Vertreter zu schicken. Die (kommunal)politsche Prominenz war wohl auch etwas überrepräsentiert.

Ich habe es vorgezogen nicht anwesend zu sein und einen Tag später im Chor die Orgel "begrüsst". Denn wenn das Teil auch sehr teuer ist, letztendlich ist es nur ein Musikinstrument. Das ganze Briborium war zu übig. Mit diesem Instrument kann der Chor nicht nur viel besser Musik machen, sondern auch Orgelmusik dem Publikum in sehr guter Qualität geboten werden. Nicht mehr und nicht weniger.
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von:  Jakob Handrack

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Jakob Handrack
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