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Start der Theatersaison im Großen Haus mit vielversprechender Opernpremiere „Eugen Onegin“ am Samstag, 12. September 2015

V.l.n.r.: Musikalischer Leiter Michael Hofstetter, Regisseurin Bettina Bruinier und Dramaturg Matthias Kauffmann präsentierten die Oper "Eugen Onegin".
V.l.n.r.: Musikalischer Leiter Michael Hofstetter, Regisseurin Bettina Bruinier und Dramaturg Matthias Kauffmann präsentierten die Oper "Eugen Onegin".
Gießen | Mit der Inszenierung der ersten Opernpremiere „Eugen Onegin“ beginnt am Samstag, 12. September 2015, die neue Saison im Großen Haus im Stadttheater Gießen.
Musikalischer Leiter Michael Hofstetter, Regisseurin Bettina Bruinier und Dramaturg Matthias Kauffmann erklärten während eines Pressegesprächs einige spannende Aspekte dieser Oper von Peter I. Tschaikowski nach dem gleichnamigen Versroman Alexander S. Puschkins.
Dem Motto dieser Spielzeit „Selbst“ entsprechend, zeigt diese Aufführung einen typisch russischen Dandy aus der Provinz mit seinen Gefühlen von Selbstverliebtheit und Selbstbezogenheit. In seiner Existenz schafft er nicht, Kunst und Leben zu trennen.
Diese Inszenierung der Oper spielt nicht im Russland des 19. Jahrhunderts. Bei Eugen Onegin handelt es sich nämlich um einen Narziss, der zwischen Gegenwart und seinen Erinnerungen in den Fünfziger Jahren schwebt und zwischen Großenwahn und Minderwertigkeitsgefühl schwankt. Onegin selbst ist der Erzähler der Geschichte, die aus seinem Zurückgedachten und seinem Jetzt besteht. Er steigt in die Geschichte ein und wieder aus und wird von den Ereignissen immer wieder gefasst.
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Die musikalischen Motive begleiten dieses psychologische Dramaspiel mit Querverweisen zwischen Erinnerungen, Gegenwart und Zukunft. Obwohl Tschaikowski keine Leitmotive in seiner Musik verwendet, sind musikalische Themen mit bestimmten Emotionen verbunden und wieder zu erkennen. Der Komponist wollte eine intime Dimension, Gefühle, in seiner Oper zum Ausdruck bringen. Flüssige Tempoangaben mit Parlando-Sequenzen und eine kleine Orchesterbesetzung dienen auch dazu.
In „Eugen Onegin“ geht Tschaikowski bahnbrechend filmisch vor. Die Szenen werden mit Techniken dargestellt, die später die Kinoindustrie charakterisieren, wie „Jump cut“ (ein „Sprung“) oder Zoom. Die Inszenierung profitiert davon, außerdem basiert sie auf den Bildern vom Fotografen Gregory Crewdson. Das reduzierte Bühnenbild ist funktional und kann schnell ab- und umgebaut werden.
Die Besetzung mit u.a. Tatjana Miyus (Tatjana) und Christian Miedl (Eugen Onegin), dem Philharmonischen Orchester Gießen und dem Chor und Extrachor des Stadttheaters Gießen garantiert eine hervorragende Aufführung.
Nach der Premiere wird die Oper in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln bis zum Ende des Jahres am 19.09.2015, 01.10.2015, 01.11.2015, 28.11.2015, 18.12.2015, 25.12.2015 jeweils um 19.30 Uhr und am 18.10.2015 um 15.00 Uhr im Großen Haus aufgeführt.

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.030
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.09.2015 um 21:53 Uhr
Die Soiree war vielversprechend. Freue mich schon auf meinen Abo-Abend.
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von:  Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

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Interessensgebiet: Gießen
Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion
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