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Mit dem Schiff zur Fischaufzugstreppe

Blick vom Boot auf die Fischtreppe
Blick vom Boot auf die Fischtreppe
Gießen | Schlaraffen besuchen im Rahmen ihres Sommerprogramms die Fischaufstiegstreppe an der Lahn per Schiff

Giessen/Lahn (-) der Verein „Schlaraffia „Zu den Gyssen“ hatte im Rahmen seines Sommerungsprogramms zu einer Lahnfahrt mit Besichtigung der Fischtreppe eingeladen. Anschließend war Einkehr ins Restaurant „O-Farol“ beim Marineverein im Wißmarer Weg

Mit dem schönen Schiff „Lahnlust“ ging es bei sonnigem herbstlichem Wetter vom Marine-Verein los. Erst ein Stück in Richtung Marburg. Ritter Lichtschreiber (profan:Karl-Heinz Brunk) gab auf dem Schiff mit bester Rundum-Aussicht einen kleinen Überblick über die Daten des Gewässers Lahn. Sie ist von der Badenburg in Giessen bis zu ihrem Einfluß in den Rhein bei Lahnstein Bundeswasserstrasse. Der Fluß, der im Rothaargebirge bei Feudingen entspringt hat mit unterschiedlichen Längenangaben so seine Probleme. Insgesamt sind es ca 250 Kilometer, aber zwischen Giessen und Wetzlar an der alten Grenze zwischen Hessen und Preußen gib es am Ufer eine Tafel mit einer großen Null. Die Hessen messen ab hier bis zum Rhein 137,3 Km und die Preußen haben ab hier (also andersrum)
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bis Feudingen 98 Km anzugeben.Viele Jahrzehnte war die Quelle der Lahn im Keller des Gasthauses. Generationen von Schulklassen haben dieses Wunder gesehen. Als man vor Jahren den Wasserspiegel des vor dem Gasthaus liegenden kleinen Teiches mit mehreren Motorpumpen absenkte, versiegte auch die Quelle im Keller. Heute gilt der kleine Teich vor dem Gasthaus „Lahnquelle“als Flußursprung. Von hier quellen kleine Rinnsale über das Ufer in die tiefer gelegene Feuchtwiese, versickern erst, tauchen dann aber nach einigen Hundert Metern bergab als kleine Rinnsale wieder auf und bilden einen kleinen Bach, der unten im Tal dann Lahn heißt. Im Marburger Stadtgebiet ist Bootfahren möglich aber erst ab Roth sollte man mit einer touristischen Fahrt beginnen. Bis Giessen müssen dann Wehre umfahren und umtragen werden.Ab Giessen ist kleine Schifffahrt mit Booten durch Bootsgassen an den Wehren oder Schleusen in Dorlar und Naunheim bis Wetzlar möglich. In der Stadt Wetzlar selbst muß man sein Boot für eine Weiterfahrt wieder übers Wehr tragen. Erst hinter Wetzlar ist die Lahn für den kleinen Schiffsverkehr durch Schleusen, die man selbst bedienen muß, nutzbar bis kurz vor Limburg. In Weilburg ist sogar ein 200m langer Schiffstunnel. Ab Limburg fahren
Der Gewässerführer bei seinen Erklärungen
Der Gewässerführer bei seinen Erklärungen
schon große Schiffe für ca 250 Personen durch motorbetriebene Schleusen. Vom Rhein bei Koblenz bis Diez fahren viele Schiffe auf der Lahn. Ort wie Lahnstein,Bad Ems, Nassau, Schloß Oranienstein sind bekannt. Motorboote dürfen auf der Lahn nur 12 Km/h fahren. Es gibt viele gebührenfreie Zeltplätze am Ufer (nur Daueraufenthalt sind sie nicht erlaubt)
Schon gab unsere Fahrt auf der Fahrt einen Blick auf die Burg Gleiberg frei. Es ging zurück , vorbei an den vielen schönen kleinen Häuschen am Ufer, vorbei an den Giessener Rudervereinen bis kurz vor dem Wehr an der Klinkel’schen Mühle. Ausstieg GRG und Spaziergang zur Fischtreppe. Dort wurde die Gruppe von dem Gewässerführer Dr. Wilhelm Wagegg empfangen, der in seinem vielseitigen Vortag auf die Entstehung dieser Einrichtung und ihre Bedeutung einging.So konnte im August 2007 ein unterirdischer Ausstellungsraum, das sogenannte „Lahnfenster“ eröffnet werden. Mehr als 15000 Besucher, darunter auch zahlreiche Schulklassen haben diese Einrichtung bisher genutzt. Mehrere installierte Webcams zeichnen 24 h am Tag Bewegungen im Lahnfenster auf. Unter http:/lahnfenster.rp-giessen.de kann man diese Aufzeichnungen aufrufen.Die Funktionsfähigkeit der Fischaufstiegstreppe kann somit eindeutig
In der Unter-Wasserwelt der Fischtreppe
In der Unter-Wasserwelt der Fischtreppe
nachgewiesen werden. Von Juni 2010 bis März 2011 wurden über 4000 Fische mit 18 verschiedene Arten gezählt. Renaturierungsmaßnahmen und verbesserte Abwasserbehandlung tragen dazu bei wieder hochwertige Lebensräume zu schaffen.Es wird versucht, in hessischen Gewässern bereits verschwundene Arten durch geeignete Maßnahmen wieder anzusiedeln. Dr. Wagegg ging dabei ins besondere auf die Bemühungen um den Erhalt der Aale und der Lachse ein und beantwortete auch einige Fragen.
Es folgte die Besichtigung der Außenanlage und die Einmündung der Fischtreppe in den Mühlgraben.Später konnte man die Unter-Wasserwelt begehen. Der Einfluß zum Wehr der Klinkel’schen Mühle bildete den Abschluß der umfangreichen Informationen.
Dan ging es wieder per Schiff vom Anleger der GRG zurück zum Marinen-Verein, wo man noch länger im „O-Faroll“ bei gutem Essen zusammensaß.Eine gelungene Veranstaltung nach Meinung vieler Teilnehmer.
Bei den Schlaraffen treffen sich im Winterhalbjahr Männer zu einem wöchentlichen Stammtisch in ihrer Burg in der Ringallee in Giessen. Im Sommerhalbjahr starten sie mit ihren Frauen und Gästen zu einem Besichtigungs- und Ausflugsprogramm und laden zu Stammtischen ein. Freundschaft, Kunst, Kultur, Humor (verbunden mit dem ritterlichen Spiel) sind die Botschaften bei Schlaraffia. Wer mehr wissen will, kann im Internet unter www.gyssen.de nachsehen, oder sich an den ersten Vorsitzenden Michael Schwarz unter 0641-73155 wenden. Gäste sind bei Schlaraffia nach Voranmeldung immer willkommen.

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von:  Lichtschreiber Schlaraffia Gyssen

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