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Ausstellung informiert über besondere Naturschutzprojekte im Landkreis Gießen

rste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl (Mitte) ist mit Ingrid Moser, Geschäftsführerin der Landschaftspflegevereinigung (l.), und Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde durch die Ausstellung gegangen und hat die Arbeit für Biotope gewürdigt.
rste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl (Mitte) ist mit Ingrid Moser, Geschäftsführerin der Landschaftspflegevereinigung (l.), und Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde durch die Ausstellung gegangen und hat die Arbeit für Biotope gewürdigt.
Gießen | Besondere Naturschutzprojekte im Landkreis Gießen stehen im Fokus einer Ausstellung, die die Untere Naturschutzbehörde gemeinsam mit der Landschaftspflegevereinigung derzeit in der Kreisverwaltung am Riversplatz in Gießen zeigt. „Die ausgestellten Projekte sind allesamt schützenswerte Biotope, die einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren einen Lebensraum bieten“, sagte Dr. Christiane Schmahl als Dezernentin für Naturschutz beim Gang durch die Ausstellung, die aus mehreren Tafeln besteht. Alle gezeigten Projekte sind in konstruktiver Zusammenarbeit zwischen der Landschaftspflegevereinigung Gießen und der Unteren Naturschutzbehörde entstanden. Sie würdigte die fruchtbare Zusammenarbeit, die nicht nur dazu geführt habe, dass diese Naturschutz-Kleinode einst saniert wurden, sondern auch dass diese nun schon seit oft 20 Jahren gepflegt werden und so dauerhaft erhalten werden konnten.

Das Thema „Biodiversitätsstrategie des Landes Hessen“ sei seit kurzer Zeit einer der Schwerpunkte des Landes im Naturschutz, erläuterte Stephan Stein, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde: „Wir haben im Landkreis Gießen aber auch schon weit vor dem Landesprogramm Artenschutz betrieben, wie die Plakate belegen.“ Die Ausstellung berichtet zum Beispiel von Flächen, auf denen das Schmalblättrige Wollgras in Biebertal und Allendorf durch gezielte Maßnahmen gefördert wurde. Für die seltene Aufrechte Weißmiere (Moenchia erecta) haben Naturschützer in Geilshausen und in Ruppertsburg gute Lebensbedingungen geschaffen. In Lich werde für den Kiebitz der Lebensraum verbessert und auf dem Rimberg in Rodheim-Bieber eine Vielzahl von Waldorchideen geschützt, erläuterte Ingrid Moser, Geschäftsführerin der Landschaftspflegevereinigung. Gerade in den nächsten Tagen würden dort am Rimberg auch „Hirschkäfer-Wiegen“ gebaut werden, um diesem großen, bedrohten Käfer einen Lebensraum zu schaffen.

Ingrid Moser bedankte sich bei den Mitarbeitern der Naturschutzbehörde für die jahrelange, immer faire und gute Zusammenarbeit. Gemeinsam habe man für den Naturschutz im Landkreis viel erreicht. Sie bedankte sich auch bei allen Aktivisten, die an und in den Biotopen gearbeitet haben. So haben sie beispielsweise mit vereinten Kräften Hecken entfernt, Obstbäume gepflanzt, Wiesen gemäht und beweidet. Nur mit den Menschen im Ort, die sich auch für ihr Naturschutzprojekt interessieren, war es möglich, so viele Biotope herzurichten. Man habe erreichen können, dass auch die Mitglieder des Sportvereins, des Gesangvereins und der Feuerwehr nun seltene Arten kennen und helfen, diese zu erhalten und zu vermehren.

„Und auch das ist ein großes Verdienst der Landschaftspflegevereinigung und den Einsätzen im Grünen: Das Erklären und Sensibilisieren der Menschen vor Ort“, lobte Christiane Schmahl, „denn erst, wenn die Menschen erkennen, was schützenswert ist, können sie helfen, die wertvolle Natur in ihrer Vielfalt zu erhalten.“

Die Ausstellung ist noch bis zum Ende der Sommerferien, 4. September, zu sehen: im Gebäude E der Kreisverwaltung am Riversplatz, 1. Stock auf dem Flur der Unteren Naturschutzbehörde.

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