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Weltfriedenstag auf dem Kirchenplatz: Friedens-Tipi und Aktionen zu Begegnung und Toleranz vom 1. bis zum 5. September

Das Friedens-Tipi wurde bereits auf Probe aufgebaut. V.l.n.r.: Isabelle Rosin (Mitarbeiterin "Hilde"), Karin Kirschmann (Gemeindepädagogin Ev. Dekanat), Jacqueline Herrmann (Inhaberin "Hilde") und Pf. Klaus Weißgerber (Ev. Kirche).
Das Friedens-Tipi wurde bereits auf Probe aufgebaut. V.l.n.r.: Isabelle Rosin (Mitarbeiterin "Hilde"), Karin Kirschmann (Gemeindepädagogin Ev. Dekanat), Jacqueline Herrmann (Inhaberin "Hilde") und Pf. Klaus Weißgerber (Ev. Kirche).
Gießen | Am Weltfriedenstag am 1. September wird auch Gießen ein Zeichen von Toleranz und Begegnung geben. Die Kerninitiative ist der Aufbau eines 4 Meter hohen Friedens-Tipis, das mit circa 700 Stoffquadraten zum Thema Frieden bestückt wird und vom 1. bis zum 5. September auf dem Kirchenplatz tagsüber stehen wird. Initiatorin dieses Projektes ist Jacqueline Herrmann, Inhaberin des Ladens „Hilde braucht Stoff“, die von einem „Zelt der Begegnung“ einer Tipi-Künstlerin inspiriert wurde. Um ihre Idee zu realisieren, bat sie Pfarrer Klaus Weißgerber der evangelischen Stadtkirchenarbeit um Unterstützung; der Deutsche Gewerkschaftsbund schloss sich auch gerne an. „Wir glauben, dass Begegnung die Grundlage von Beziehung, und Beziehung die Grundlage von Frieden ist“, erklärte Claudia Hempel des DGB. Vor allem in dieser Zeit, die von der Ankunft und Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten charakterisiert ist, ist es wichtig, eine Botschaft von Willkommenskultur zu geben. Der Friede beginnt schon im Inneren der Menschen, nicht nur an der Grenze zwischen zwei Ländern.
Vor zwei Monaten riefen die Organisatoren auf, sich zu beteiligen
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und ein oder mehrere Quadrate zu gestalten. Die Motive sind vielfältig und beantworten die persönliche Frage „Was ist Friede für mich?“. Herrmann ist von der zahlreichen Teilnahme positiv überrascht und spricht vom Ergebnis mit Begeisterung: „Jedes Quadrat erzählt eine Geschichte!“ In Gießen und im Landkreis war die Resonanz unter Leuten jeden Alters nämlich hervorragend. Die jüngsten Beteiligten waren die Kinder der Krabbelgruppe der Thomasgemeinde, außerdem haben die Jugendwerkstatt, viele Privatpersonen, Schulen, Vereine, Arztpraxen, Firmen, Arbeitslosen aus Gießen und Umgebung Quadrate phantasievoll gestaltet. Die Befürchtung, nicht genügend Quadrate für das Tipi zu bekommen, wurde schnell von den hunderten erhaltenen Exemplaren verscheucht. Da über 1000 Quadrate geliefert wurden, werden auch Gebetsfahnen mit den übriggebliebenen gemacht, die nicht mehr auf dem Tipi passen.
Vor einigen Tagen wurde das Friedens-Tipi zur Probe hinter der Pankratiuskapelle erfolgreich aufgestellt. Die offizielle Einweihung wird am Dienstag, 1. September 2015, auf dem Kirchenplatz stattfinden (bei Dauerregen in der Pankratiuskapelle). Zwischen 17.00 und 20.00 Uhr wird das Zelt im Rahmen eines kleinen Festes mit Reden, Musik, Speisen und Getränken aufgebaut. Es wird auch die Möglichkeit geben, die Autoren der Stoffquadrate kennen zu lernen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und die Quadrate zusammen zu lesen. Weitere Quadrate können während des Einweihungsfestes noch gestaltet und gemalt werden.
Vom Mittwoch, 2. September, bis Freitag, 4. September, können Interessenten von anwesenden Beteiligten Informationen und Erklärungen über das Friedens-Tipi bekommen. An den drei Tagen wird ein Friedensgebet jeweils um 18.00 Uhr um das Zelt stattfinden.
Die Abschlussveranstaltung dieser Aktion ist der „Markt der Vielfalt“ am Samstag, 5. September, von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Schwerpunkt des „Markts“ ist die Aufnahme der Flüchtlinge in Gießen. Viele Flüchtlingsvereine werden sich vorstellen und die Bürgerinnen und Bürger können sich informieren und eventuell auch engagieren. Vereine, die noch teilnehmen möchten, können sich bei Frau Claudia Hempel des DGB an ihre Mail-Adresse Claudia.Hempel@dgb.de anmelden.
Parallel zum „Markt der Vielfalt“ können die Besucher auch an einer „Tafel der Begegnung“ teilnehmen. Speisen und Getränke werden von den Leuten gebracht und für alle hingestellt, die sich bedienen möchten, nach dem Motto „Jeder lädt jeden ein“.
Die Veranstalter freuen sich auf eine zahlreiche Teilnahme im Zeichen des Friedens und der Willkommenskultur.

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von:  Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

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