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Regionaler Klimaschutz: Landkreis bewirbt sich als „Masterplan-Kommune“ – Hoffnung auf Bundesgelder ab Sommer 2016

Klimaschutz ist ein regionales Thema, das im Landkreis Gießen ernst genommern wird. Deshalb wird sich der Landkreis auch als „Masterplan-Kommune“ des Umweltministeriums des Bundes bewerben.
Klimaschutz ist ein regionales Thema, das im Landkreis Gießen ernst genommern wird. Deshalb wird sich der Landkreis auch als „Masterplan-Kommune“ des Umweltministeriums des Bundes bewerben.
Gießen | „Klimaschutz ist ein regionales Thema, das wir ernst nehmen“, sagt Landrätin Anita Schneider. Er sei nicht alleine eine globale Herausforderung. Auch die Menschen im Gießener Land könnten daran mitarbeiten, auch auf lokaler Ebene die ehrgeizigen Klimaschutzziele von Bund und Land zu verfolgen. Deshalb wird sich der Landkreis Gießen auch als „Masterplan-Kommune“ des Umweltministeriums des Bundes bewerben. Hierbei werden Vorreiter in Fragen des Klimaschutzes unterstützt. Erhält er den Zuschlag, könnten Projekte mit 80-prozentiger Finanzierung durch den Bund umgesetzt werden.

19 Städte und Kreise werden bislang bundesweit auf diese Weise gefördert. Aktuell wollen weitere 15 Antragsteller mit in das Programm aufgenommen werden, darunter auch der Landkreis Gießen. Die Verantwortlichen hoffen darauf, dass das bisherige Engagement bei der Auswahl entsprechend berücksichtigt wird. Dazu gehört unter anderem ein Klimaschutzkonzept, das es seit zwei Jahren im Landkreis gibt, und aus dem heraus entsprechende Aktivitäten abgeleitet worden sind. „Unsere Voraussetzungen sind gut, wir erfüllen alle Bedingungen“, sagt Manfred Felske-Zech, Stabsstellenleiter für Wirtschaftsförderung.

Geplant sind Projekte, die helfen Energie einzusparen oder besser zu nutzen. Hier denkt sie etwa daran, wie industrielle Abwärme genutzt werden kann. „Wir wollen viele kleinere Maßnahmen begleiten und das auf einer breiten Basis, als wenige große Projekte“, sagt Landrätin Schneider. Neue Nahwärmenetze nicht nur im Zuge von Neubaugebieten, sondern auch in Wohnquartieren mit Modernisierungsbedarf oder eine unabhängige Bürgerberatung bei der energetischen Gebäudesanierung. Dabei sollen die vorhandenen lokalen Kompetenzen eingebunden werden, zum Beispiel der Gießener Gebäudepass, der Wettenberger Energiebeirat oder das Energie-Effizienz-Forum in Heuchelheim.

„Wichtig ist uns, dass die dann entstehenden Strukturen stabil und nachhaltig sind. Sie müssen die Chance haben fortzuwirken, wenn eine Förderung durch den Bund wieder wegfällt“, betont die Landrätin. Mit dieser Förderung könnten zahlreiche Projekte in Gang gebracht werden. Pro Jahr könnte der Landkreis vom Bund 80 Prozent der förderfähigen Kosten von bis zu 240.000 Euro erhalten. Das heißt: Bringt der Landkreis in vier Jahren seine Projekte in Höhe von maximal 960.000 Euro auf den Weg, beteiligt sich der Bund mit bis zu 768.000 Euro. Der Landkreis übernimmt das verbliebene Fünftel in Höhe von 192.000 Euro.

Ende August endet die Bewerbungsfrist. Im Januar kommt der Bescheid und Projektbeginn wäre im nächsten Sommer. Sollte der Landkreis als Masterplan-Kommune anerkannt werden, bedeutet das eine finanzielle Unterstützung für vier Jahre. Nach vier Jahren endet die Grundförderung nicht automatisch. Es gibt auch die Möglichkeit, um zwei Jahre zu verlängern.

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