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Hellseherin findet vermisste Kinder und ich wittere Betrug

Gießen | Es gibt Schicksale die ein Leben radikal umkrempeln können. Eines davon ist sicher der Verlust eines Kindes. Sei es durch eine schwere Krankheit, einen Unfall oder ein Verbrechen. Doch gibt es auch hier noch eine Situation die nahezu bist zum sprichwörtlichen Verlust des Verstandes quälen kann, dann wenn das Schicksal eines Kindes Ungewiss ist. Wenn Kinder scheinbar spurlos verschwinden und sich ihr Schicksal über Jahre hinaus nicht klärt. An solchen Fällen nimmt die Öffentlichkeit meist hohen Anteil, viele wollen sich engagieren und melden sich für Suchmannschaften oder geben Hinweise. Auch viele Hinweise die nicht zum fall gehören aber nicht böswillig gemacht werden sondern aus der Überzeugung helfen zu wollen. Polizei, Rettungsstaffeln oder Suchhunde schauen nicht auf die Uhr und suchen einen Quadratmeter auch zehnmal ab. Immer mit der Hoffnung den vermissten Menschen, das Kind gesund und lebendig wieder zu finden und der nagenden Angst vielleicht unter dem nächsten Laubhügel auf eine Leiche zu treffen.
Gegenwärtig haben wir in Deutschland Vermissten Fälle die durch die Medien gehen. Gesucht werden die
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kleine Inga (5) und der kleine Elias (6). Die Polizei läuft auf Hochtouren und auch die Bevölkerung wird angehalten Hinweise zu liefern. Allerdings geben solch dramatische Fälle auch einer anderen Berufsgruppe Aufwind. Den Hellsehern und Wahrsagern. Eine davon ist Evelyn Störzner. Eine Hellseherin und Medium aus Halle. Sie gibt an, die vermissten Kinder zu finden, wenn sie mit ihren Angehörigen sprechen könnte. Sie könne dann Skizzen vorlegen die den Aufenthaltsort der Kinder zeigen würden.
Diese Behauptung stellte sie unter anderem in einer Pressemitteilung auf, sowie über verschiedene Profile auf Facebook. Nach eigenen Angaben war sie bereits in 30 Fällen erfolgreich, von denen sich allerdings keiner so wirklich recherchieren lässt. Ein konkreter Fall wird allerdings wird von einer Abonnentin angesprochen. Verschwundener junger Mann, wurde einige Zeit nach seinem Verschwinden tot aus einem Gewässer geborgen. Laut Frau Störzner an einer Stelle die sie sehr treffend skizzierte. Was man so an Presseberichten im Internet finden kann war das Szenario eines Ertrinkungsunfalls sehr wahrscheinlich und ein bisschen Recherche bei Google Earth half dabei Plätze auszumachen an denen ein im Wasser treibender Leichnam hätte hängenbleiben können. Am En de war es auch hier nicht die Skizze sondern ein Zufallsfund eines Joggers.
Frau Störzner betreibt auch eine Homepage auf der sie Spenden sammelt, Schlüsselbänder, Kaffeetassen und ähnliches vertreibt. Mit der Behauptung sie könne in zwei Fällen die stark in den Medien vertreten sind eine Hilfe leisten, rührt sie auf dem Rücken der Kinder und deren Eltern die eigene Werbetrommel. Menschen die für diesen Hokus Pokus anfällig sind haben eine neue Anlaufstelle. Clever gemacht eigentlich. Durch eine Kontaktaufnahme via Facebook zum Beispiel mit Freundschaftsanfrage erhält Frau Störzner Einblick auf die Profile und Persönlichen Daten. Für „Hellseher“ ein unermesslicher Schatz. Vorab Informationen aus dem Internet über einen Klienten sind Goldwert. Auch wenn es die vermissten Kinder nicht zurückbringen wird, eine Erfolgsgarantie schließt Frau Störzner aus, ihren Auftragsbüchern wird es nicht schaden. Und Hellseher können viel Geld mit ihrem Handwerk verdienen.
Ich möchte noch auf einen Fall aus den USA eingehen. Da gab es ein Medium namens Sylvia Browne. Sylvia Browne war gern gesehener Gast diverser Talkshows und Fernsehformate. Sie bot auch Beratungen über das Telefon an. Ihr Beratungssatz lag bei 750$ für ein 20 Minuten Gespräch. Der Grund für dieses horrende Honorar dürfte ihr üppige Medien Präsenz gewesen sein. Bei einem Talkshowauftritt wurde sie mit der Mutter von Amanda Berry konfrontiert. Ihre klare Botschaft war dass die Tochter nicht mehr am Leben ist. Einige Jahre darauf verstarb die Mutter von Amanda Berry. 2013 wurde in Cleveland/Ohio ein Entführungdrama beendet. Mehrere junge Frauen waren teils über 10 Jahre in Gefangenschaft. Eine davon und noch sehr lebendig Amanda Berry. Die Mutter konnte die Befreiung wie beschrieben nicht mehr erleben, starb also mit der Vorstellung ihr Kind sei tot.
Es ist ein dreckiges Geschäft. Es spielt mit der Angst und den Erwartungen verzweifelter Menschen. Um die eigenen Fähigkeiten zu „beweisen“ werden psychologische Tricks angewendet oder mit Techniken gearbeitet wie sie auch von Zauberkünstlern angewendet werden. Leider ist es nicht Verboten aber jeder der diese Machenschaften unterstützt macht sich zum Mittäter.

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von:  Florian Schmidt

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