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Der Himmel in Bildern - Von der Milchstraße und anderen Galaxien

Organisatorin Renate Laub und Referent Alfred Schmidt
Organisatorin Renate Laub und Referent Alfred Schmidt
Gießen | Mehr als 80 Seniorinnen und Senioren waren der Einladung der Ev. Stadtmission Gießen gefolgt und zum beliebten vierteljährlichen Frühstückstreffen gekommen. Nach einer ausgiebigen Zeit für Essen und Gespräche an den liebevoll dekorierten Tischen, stellte Moderatorin Renate Laub den Referenten des Tages, Alfred Schmidt, Offdilln nahe Haiger, vor. Schmidt ist Hobby-Astronom und Mitglied des Astronomischen Arbeitskreis Wetzlar e.V., der die Sternwarte Burgsolms betreibt. (Ein Besuch der Sternwarte ist sehr zu empfehlen. Öffentliche Beobachtungsabende werden regelmäßig angeboten. Infos unter www.sternwarte-burgsolms.de)
„Himmelsbeobachtungen führen zum Nachdenken. Wie verletzlich und verschwindend klein ist die Erde im großen Weltall“, sagte Schmidt und zeigte beeindruckende Aufnahmen unseres Planetensystems, der Sonne, der Milchstraße und anderer Galaxien. Die Zahlen, die Schmidt als Beispiele nannte, sprachen für sich: die Sonne ist 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, die Temperatur im Kern beträgt 15 Millionen °C, an der Oberfläche 5500°C. Die Wissenschaft geht von der Existenz von 200 Milliarden Galaxien mit jeweils 200 Milliarden Sternen aus. „Es gibt mehr Sterne im Weltall als Sandkörner auf der Erde“ meinte Schmidt. Die Andromeda-Galaxie, die der Milchstraße am nächsten liegt, ist 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Ein Lichtjahr entspricht 9,6 Billionen Kilometern - einfach unvorstellbare Entfernungen. Und das All ist in Bewegung: Sterne zersetzen sich, neue Sterne entstehen.
Schmidt ergänzte seine Ausführungen immer wieder mit einigen Bibelstellen: „Der Herr zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen. Er macht den Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens. Der Himmel verkündet Gottes Größe und Schöpfertaten. Und doch ist Gott für jeden Menschen nur ein Gebet weit entfernt.“
Dass in der Ev. Stadtmission jung und alt zusammen gehören, wurde bei der Veranstaltung wieder einmal sehr deutlich: Der 14jährige Benjamin „Bennie“ Büttner, der mit seiner Familie zur Gemeinde gehört, hatte sich von den Organisatoren nicht lange bitten lassen und spielte zur musikalischen Umrahmung des Frühstückstreffen mehrere Stücke auf dem Klavier – unter anderem, wie passend, auch „Skyfall“ aus dem gleichnamigen James-Bond-Film. Die Senioren dankten ihm seinen Einsatz mit reichlichem Beifall.
Das Seniorenfrühstück der Ev. Stadtmission Gießen findet seit 1996 vier Mal jährlich immer am ersten Mittwoch des mittleren Quartalsmonats statt. Organisiert wird es von einem 10köpfigen Team ehrenamtlicher Mitarbeiter der Gemeinde unter der Leitung von Renate Laub. Das nächste Frühstückstreffen findet am 4. November statt. Referentin Sieglinde Quick spricht zum Thema „Einander verstehen – auch über Kulturen hinweg?“ Infos zu weiteren Angeboten der Gemeinde unter www.stadtmission-giessen.de.

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.967
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 05.08.2015 um 18:06 Uhr
Vorsicht, zu viel Wissem um das was uns im All so umgibt führt jeden Gott Glauben irgendwann ab absurdum.
Rosemarie Arnold
440
Rosemarie Arnold aus Gießen schrieb am 05.08.2015 um 19:25 Uhr
...ganz und gar nicht!
Ingrid Wittich
21.011
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 05.08.2015 um 19:40 Uhr
Nein, finde ich auch nicht.
Christine Stapf
8.327
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 05.08.2015 um 20:12 Uhr
Dem ersten Kommentar kann auch ich nicht zustimmen !
Florian Schmidt
4.967
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 05.08.2015 um 20:17 Uhr
Dann verraten sie mir bitte warum die Kirche aus Angst um ihre Macht und ihren Einfluss Menschen wie zum Beispiel Galileo so übel mitgespielt hat. Ich hoffe dass sehr bald Leben im All entdeckt wird um Gott endgültig seine blutige Bedeutung zu nehmen.
6
Martin Schlue aus Gießen schrieb am 10.08.2015 um 20:05 Uhr
Klar, immer wenn die Kirche sich von Machtgebahren leiten ließ, hatte sie schon die Spur des neutestamentlichen Glaubens preisgegeben. Es ging ja in dem Vortrag offensichtlich auch nicht um diese (dann ja auch überhebliche) Kritik an dem, was in der Kirche falsch gelaufen ist, sondern um einen nüchternen Blick in die physikalischen Gegebenheiten, die einen konsequenterweise an den Punkt führen, an dem man es nicht mehr erklären, wohl aber staunen kann.
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von:  Rosemarie Arnold

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