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181 Jahre hessischer Landbote

Gießen | Am 1. August vor 181 Jahren wurde der Student Minningerode mit den ersten heimlich erstellten Druckschriften der für Gießen bestimmten Exemplare des „Hessischen Landboten“ am Selterstor, nahe dem heutigen Elefantenklo, erwischt.

Er verschwand für viele Jahre in den „Bleikammern“ der Festung Gießen und in der politischen Haft auf deutschem Boden. Viele seiner aufrechten Mitstreiter wurden verfolgt, überwacht, inhaftiert, oft gefoltert und mußten überwiegend im Ausland um Exil als politisch Verfolgte bitten.

Das Großherzogtum Hessen-Darmstadt leitete eine gnadenlose Verfolgungs- und Verhaftungsstrategie ein. Sie war politisch motiviert und forderte nicht zuletzt auch zahlreiche Todesopfer.

Im gleichen Zeitraum setzte die Auswanderungswelle der armen Landbevölkerung nach Übersee ein.
Sie spielten in der Folgezeit bei vielen internationalen politischen Entwicklungen eine tragende Rolle.

Wir veranstalten zur gemeinsamen Erinnerung an die Gießener Sektion der Gesellschaft für Menschenrechte einen Gedenkabend am Ort des historischen Zusammenseins.

Als Programm für diesen Abend haben wir Diskussionen und Lesungen aus zeitgenössischen wie aktuellen Quellen zu den Themenbereichen „Politik und ihre Opfer“, „Ziele der Demokratie im vereinten Europa“, „ParteiGegenBewegung – ein faires Duell?“ vorgesehen.

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Bei gutem Wetter kann hierzu die Terrasse der modernen Gastwirtschaft mit Blick auf die Burgruinen an der Lahn genutzt werden.

Wir sehen die Zielsetzungen aus den Gründungszeiten der ursprünglichen „Gesellschaft für Menschenrechte“ in der heutigen, modernen Zeit noch lange nicht umgesetzt.

Welche Forderungen würde eine „Gesellschaft für Menschenrechte 2015“ heute stellen, wie würden von ihr heutige Nachrichten kommentiert oder politische Prozesse begleitet, wenn die Ideale dieser Zeit fortbestehen würden?

Wir sind nicht organisiert im Wortsinn, dafür aber umso mehr engagiert und motiviert und wollen die Ideale der damaligen „Gesellschaft für Menschenrechte“ dem heutigen Menschen wieder näherbringen. Wir sehen die Notwendigkeit und hoffen einen Anstoß zur Möglichkeit schaffen zu können, die Stränge der damaligen Gedanken und Gegebenheiten erneut aufzugreifen.

Am 1. August 2015 treffen sich um 19 Uhr auf der „Badenburg“ die Freunde der oberhessischen Revolutionsgeschichte zu einem Gedenkabend „Gesellschaft für Menschenrechte“.

Kommentare zum Beitrag

Thorsten Lux
910
Thorsten Lux aus Buseck schrieb am 05.08.2015 um 13:09 Uhr
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Thorsten Lux

von:  Thorsten Lux

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Interessensgebiet: Buseck
Thorsten Lux
910
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