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Konkurrenz zum Naturraum

Gießen | Wo immer Grundwasser gefördert wird, geschieht dies in Konkurrenz zum Naturraum - es gibt kein "Überschusswasser".
NABU Kreisverband Gießen e. V. unterstützt dir Forderung der Schutzgemeinschaft Vogelsberg e. V.: "Baustopp für den Bau der mittelhessischen Fernwasserleitung für die ZMW-Wasservermarktung in Rhein-Main."
Wasser darf keine Handelsware sein. "Wo immer Grundwasser gefördert wird, geschieht dies in Konkurrenz zum Naturraum. Daher ist es seit vielen Jahren Konsens, dass nur so viel Wasser gefördert werden darf, wie tatsächlich gebraucht wird und ökologisch vertretbar ist, und dass das geförderte Wasser sparsam zu verwenden ist." schreibt die SGV an Ministerin Hinz. Die Fernwasserleitung dient dem Kommerz, da dezentrale Brunnen in Frankfurt geschlossen werden. Die Versorgung kann ökologisch anderweitig gewährleistet werden. "Umweltschonende Grundwassergewinnung muss gestärkt und nicht ausgehöhlt werden.". teilt Pressesprecherin Peggy Schneeweiß mit. Zu welchen massiven ökologischen und letztlich auch ökonomischen Folgen eine übermäßige Wasserentnahme führen kann, ist im Hessischen Ried erkennbar: Der Wald im Hessischen Ried vertrocknet. Durch steigende Grundwasserentnahmen innerhalb der letzten Jahrzehnte hat das Wurzelwerk der Bäume vielerorts keinen Anschluss mehr an das Wasser. Die Bäume verdursten.
Es muss vermieden werden, weitere Naturräume in dieser Weise zu beeinträchtigen.
Im Juni 2015 hat die OVAG bestätigt, dass sie ihre an die Hessenwasser GmbH vertraglich zugesicherte Wasserlieferung problemlos und umweltschonend aus eigenen Gewinnungsanlagen sicherstellen kann. Auch der Wasserverband Kinzig gibt offiziell bekannt, dass er bislang ungenutzte umweltschonend realisierbare Förderpotentiale besitzt.
Damit bleibt die Frage offen: Wer braucht in absehbarer Zeit die mittelhessische Fernwasserleitung?

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
10.763
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 25.07.2015 um 20:20 Uhr
niemand ! warum soll das hochmoor für frankfurt trocken gelegt werden. haben die nicht genug wasser im taunus?
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 26.07.2015 um 09:25 Uhr
Nabu vielen Dank für den informatien Artikel.

Zu einem vor Kurzem hier in der Onlineausgabe erschienenen Artikel zum Geschäftsergebnis der SWG Giessen habe ich folgenden Kommentar (Auszug) abgegeben:

(...) "
Ich habe einmal kurz die Presseveröffentlichungen in den Lokalzeitungen gegen gelesen. So steht z.B. bei der Giessener Anzeiger:

"(....) Mit Blick auf den Wasserumsatz in Regie der Mittelhessischen Wasserbetriebe Gießen freute sich ....... über eine in den vergangenen Jahren konstante Entwicklung, was einem Verbrauch von vier Millionen Kubikmetern entspricht. Wobei Schmidt ausdrücklich Abstand nahm von einem Plädoyer fürs Wassersparen. „Das führt nicht zu mehr Wasser in Afrika.“ (....)"

Diese Begründung verstehe ich nicht. Wir sollten Wasser sparen, damit unser Geldbeutel nicht so "stark abschmilzt" (Giessener Wasserpreis ist ja nicht gerade niedrig) und damit das Gleichgewicht in unserer Natur erhalten bleibt.

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/stadtwerke-giessen-ag-praesentiert-eckdaten-des-vergangenen-jahres-und-gibt-ausblick_15886297.htm " (...)

Für mich stellt sich die Frage in wieweit die momentan* im Giessener Rathaus "am Drücker sich befindenden" Damen und Herren (sie geben ja die politische Zielrichtung der SWG vor) bei dieser Fernwasserleitungsbau "mitmischen".

* am 6.3. sind Kommnualwahlen da haben die Bürger die Chancen andere Damen und Herren in die Teppischetage zu wählen
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