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Kuba wird alt

Gießen | Nicht nur Commandante en Jefe Fidel Castro, der sich ja immer noch regelmäßig zu Wort meldet und Gäste empfängt - jüngst Präsident Hollande aus Frankreich ja, Steinmeier nein - sein Bruder Raul, auch schon gut über die 80, sind in die Jahre gekommen. Die gesamte Bevölkerung hat mit einem "Wohlstandsproblem" zu kämpfen: Über zwei Millionen Menschen in Kuba (19% der Bevölkerung) sind älter als 60 Jahre. Damit ist Kuba das Land mit der höchsten Bevölkerungsalterung in Lateinamerika. Dies ist nach dem kubanischen Gesundheitsministerium zurückzuführen auf die niedrige Geburtenrate, die steigende Lebenserwartung und die soziale Entwicklung.
Im Jahre 2010 ist es zu einem Gleichstand gekommen zwischen der Zahl der Menschen, die 60 Jahre alt wurden, und derer die das 15.Lebensjahr erreichten. Von da an wird nur die erstgenannte Gruppe wachsen. Damit weist Kuba Indikatoren der Industrieländer auf, so das Gesundheitsministerium.
In Havannas Stadtbezirk Plaza de la Revolucion gibt es mit 25% der über 60-jährigen den höchsten Anteil älterer Menschen. Die Lebenserwartung beträgt hier für beide Geschlechter 78,5 Jahre.
Die Frage, ob nun Rum und Zigarren gesünder sind, als Wodka und Machorka (in Rußland betrug die Lebenserwartung 2012 im Durchschnitt 68,8 Jahre, für Männer 63 jahre), ist vermutlich nicht die entscheidende.
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Kuba (38)
Inzwischen wird in der medizinischen Ausbildung Fragen der Gerontologie mehr Bedeutung eingeräumt. Auch das Netz der Betreuungseinrichtungen, die Casas de Abuelos (Häuser der Großeltern) und Pflegeheime wurde erweitert. Zum Teil wurden sogar Heime für werdende Mütter in Betreuungsstätten für Senioren umgewandelt. Aber auch die Hochschullehrstühle für Senioren wurden ausgebaut, damit diese ihre Studien fortsetzen können. 15.000 Menschen haben bereits davon profitiert.

Unbemerkt von den meisten hiesigen Medien besuchte der rüstige Raul Castro in den letzten Monaten Rußland, Algerien, Italien (incl. Vatikan). Sicher hängt das zusammen mit den neueren Entwicklungen in den Beziehungen zwischen den USA und Kuba: Kuba wurde von der US-Liste der Terroristen gestrichen, diplomatische Beziehungen zwischen USA und Kuba aufgenommen und Botschaften eröffnet. Der Handelsboykott der USA gegen Kuba besteht zur Zeit aber weiterhin und der US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba auch. Er geht zurück auf einen Vertrag im Jahre 1903, wo die USA nur bereit waren, aus dem von ihnen besetzten Kuba abzuziehen, wenn ihnen u.a. dieser Stützpunkt erhalten bleibt.
Fidel Castro: "Die Marinebasis ist ein Dolche im Herzen der kubanischen Erde...eine Basis, die wir ihnen nicht mit Gewalt entreißen werden, aber ein Stück Erde, auf das wir niemals verzichten werden".

(Unter Zugrundelegung der Zeitung "Granma internacional" erstellt)

Kommentare zum Beitrag

Christiane Pausch
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Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 26.07.2015 um 00:21 Uhr
Wir waren 2012 2 Wochen auf Kuba. Ich habe mit meinen wenigen Brocken Spanisch nette und offene, spontane Menschen kennengelernt.
Der Urlaub bleibt gerade wegen der netten Kontakte und sympathischen Menschen und der wunderschönen Landschaft wo wir waren unvergesslich.
Hallo Lieber Leser
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