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Ärztin informiert zum Thema "Antihormonelle Therapie nach Krebs"

Klothilde Klothilde Missler (re.), Gruppenleiterin der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Lich, überreicht der Missler (re.), Gruppenleiterin der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Lich, überreicht der Referentin, Dr. med. Alexandra Bender, einen Blumenstrauß.
Klothilde Klothilde Missler (re.), Gruppenleiterin der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Lich, überreicht der Missler (re.), Gruppenleiterin der Frauenselbsthilfe nach Krebs in Lich, überreicht der Referentin, Dr. med. Alexandra Bender, einen Blumenstrauß.
Gießen | Diagnose Brustkrebs – ein Schock für die betroffenen Frauen. Umso wichtiger, wenn man Menschen hat, mit denen man reden kann. In den meisten Fällen ist die Familie eine wichtige Stütze, aber auch der Austausch mit anderen betroffenen Frauen und deren Erfahrungen können helfen, den persönlichen Weg mit dieser Krankheit zu finden.
Die Gruppe der Frauenselbsthilfe nach Krebs hilft, diesen Weg zu gehen, denn: „Gemeinsam ist ein schwerer Weg nicht kürzer, aber er ist leichter zu gehen“.
Regelmäßige Treffen mit Gesprächskreisen gehören genauso zum Programm wie Vorträge. So kamen auch am vergangenen Dienstagabend rund 25 Betroffene und Angehörige ins Bürgerhaus Lich, um den Vortrag „Antihormonelle Therapie der Brustkrebserkrankung“ zu hören. „Das ist ein Thema, was uns jeden Tag beschäftigt“, erklärt die Gruppenleiterin Büdingen, Alexandra Prues.
Die Referentin Dr. med. Alexandra Bender, Oberärztin in der Gynäkologie der Asklepios Klinik Lich, klärte mit diesem Thema über eine der meist gestellten Fragen bei der Nachsorge auf.
Vorgestellt wurden die Medikamenten Tamoxifen, Aromatasehemmer und GnRH Analoga. Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Medikamente wurden vorgestellt und wertvolle Tipps gegeben. So sollte man beispielsweise bei der Einnahme von Aromatasehemmern regelmäßig eine Knochendichtemessung durchführen
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lassen. Dr. med. Alexandra Bender stellte außerdem verschiedene Studien vor. Zusammenfassend erklärt sie, dass prämenopausale Patientinnen standardmäßig Tamoxifen für 5 bis 10 Jahre einnehmen sollten. Wie lang genau, sollte individuell abgesprochen werden und die Tumorformel (Risiken), die Nebenwirkungen/Lebensqualität in den ersten 5 Jahren der Einnahme sowie zukünftige Planungen, wie Kinderwunsch berücksichtigt werden.
Bei postmenopausale Patientinnen ist die Standard-Therapiedauer der antihormonellen Therapie 5 Jahre. Eine Therapiedauer bis zu 10 Jahren ist nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung durchzuführen. Dabei muss die Wahl getroffen werden, ob
Tamoxifen alleine oder in Kombination mit einem Aromatasehemmer gegeben wird. In welcher Reihenfolge, hängt von den Nebenwirkungen und der Tumorart bzw. den Risiken ab. Dabei ist zu bedenken, dass es derzeit keine Studiendaten für die Einnahme eines Aromatasehemmers länger als 5 Jahre gibt (somit auch keine Zulassung).
Generell empfiehlt sie: Der Wechsel auf eine andere endokrine Therapie (Tam oder AI) sei besser als zu stoppen. Aromatasehemmer sollten vor allem bei postmenopausalen Patienten mit Hochrisiko- und lobulären Karzinomen als erste Therapie genommen werden. Der Preisunterschied zwischen dem Aromatasehemmer und Tamoxifin ist heute nur noch sehr gering, das war früher anders.
Zum Abschluss beantwortete Dr. med. Alexandra Bender noch die vielen Fragen der Teilnehmer, die nicht nur aus Lich kamen, sondern auch aus den Gruppen Büdingen und Lauterbach angereist waren.

Neue Teilnehmer sind jederzeit herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos. Die nächsten Termine der Gruppe Lich sind am 18. August um 17 Uhr (Gemütliches Beisammensein im Kloster Arnsburg) sowie am 15. September ein Gesprächskreis und Chi Gong Übungen.
Der Reha-Sport nach Krebs findet wöchentlich von 16.30 bis 17.30 Uhr im TV Lich in der Garbenteicher Straße 2 statt.

Kontakt für Fragen und Terminvereinbarungen bei Klothilde Missler unter 06402-2398 und Alexandra Prues unter 06036-9056805.

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von:  Sandra Dellner GZ-Redaktion

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