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Suchtprävention durch erfolgreiches Theaterstück mit jungen Schauspielern

1. Szene: "Susi Suchtlos".
1. Szene: "Susi Suchtlos".
Gießen | Die interessante und professionelle Theatervorführung „Zieh mit – Lass uns spielen!“, die am Mittwoch, 15. Juli 2015, von 28 Kindern und Jugendlichen zwischen neun und zwölf Jahren im Jokus präsentiert wurde, ist das Ergebnis von drei Monaten harte Arbeit und Proben.
2015 förderte die Stadt Gießen drei Kinder- und Jugendprojekte zum Thema Suchtprävention unter dem Motto „Sehnsucht nach dem Kick“ mit jeweils 2.000 Euro. Die vier Jugendeinrichtungen des Diakonischen Werks (Jugendtreff Holzpalast, Jugendclub Gummiinsel, Jugendtreff Spenerweg 4 und Jugendhaus Wieseck) nahmen an der Ausschreibung mit einem Theaterprojekt teil und gewannen einen der Preise. Am 16. April 2015 wurden die Preise verliehen und sofort liefen die organisatorischen und schauspielerischen Vorbereitungen auf Hochtouren. Als Projektleiter wurden die Theaterpädagogen Anthony Krauskopf und Jacqueline Kümpel ausgewählt. Sie konnten die jungen Teilnehmer für das Theaterspielen begeistern und sie am Anfang die Grundlagen von Schauspieltechniken lehren. Dann sollten sich die Kinder mit dem Schwerpunkt Sucht auseinandersetzen, ihre Kenntnisse zu diesem Thema und Ideen für die Szenen sammeln. Dabei wurde auch ein Treffen mit einem Mitarbeiter der Suchthilfe und einem ehemaligen Drogensüchtigen organisiert, damit die Teilnehmer Fragen stellen konnten.
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Jugendliche und Betreuer schrieben die Szenen und entschieden die Rollen. Ein Teil des Bühnenbildes wurde in der Holzwerkstatt im Jugendhaus Wieseck unter Anleitung von Ulli Diehl gebaut.
Sowohl Kinder als auch Projektleiter waren mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden. „Die Kinder haben toll mitgemacht, alle waren immer anwesend bei den Proben!“, erklärte Anthony Krauskopf. Auch die jungen Schauspieler waren begeistert. „Es hat Spaß gemacht!“, sagten zwei Jungen einstimmig. „Es war eine schöne Erfahrung, diese Projekte mit Hilfe der Betreuer zu schreiben.“ Außerdem könne man jetzt besser verstehen, dass einige Verhalten falsch seien, nachdem man sie gespielt habe.
Die Vorführung vor dem Publikum des Jokus war ein großer Erfolg. In der ersten Szene wurde das Leitmotiv Sucht eingeführt; in sechs weiteren Szenen stellten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler verschiedene Süchte dar: ein Mädchen, das sich nur mit ihrem Handy beschäftigt und die Schule vernachlässigt; eine Schülerin, die mit dem Rauchen anfängt, um zu den „Coolen“
2. Szene: "In der Schule". Hier geht es um das Thema Handysucht.
2. Szene: "In der Schule". Hier geht es um das Thema Handysucht.
der Klasse zu gehören; ein Junge, der am PC ununterbrochen zockt und sogar gewalttätig gegen seinen Vater wird; ein Jugendlicher, der raucht und Videospiele spielt und die Reaktion seiner Mutter; eine junge Frau, die nicht widerstehen kann, unbezahlbare Kleidungsstücke in einer teueren Boutique zu kaufen; zwei Freundinnen im Casino unter Spielsucht, Alkoholkonsum und Rauchen.
Das einstündige Theaterstück wurde meisterhaft von den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern gespielt und brachte Darsteller und Publikum dazu, über diese Gefahren in der heutigen Gesellschaft zu überlegen. Die sechs alltäglichen Situationen in der Schule und in der Freizeit stellten bekannte Angelegenheiten dar, die Jugendliche und Erwachsene schon erlebt oder beobachtet haben, und regen dazu an, darauf zu reagieren, bevor es zu spät ist und eine Sucht entsteht. Wie ein junger Schauspieler erklärte nach der Aufführung: „Sucht ist, wenn man nicht aufhören kann.“
Die Zuschauer waren von der Leistung der Kinder völlig überzeugt. „Super, was die Kinder geleistet haben“, so der Vater eines Schauspielers. „Toll!“, ergänzte eine enthusiastische Zuschauerin. Auch die Erwachsenen fanden die Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema der Sucht sehr wichtig.
Am Ende der Veranstaltung erhielten alle Mitwirkenden eine Rose als Anerkennung und verdienten einen großen Applaus.

1. Szene: "Susi Suchtlos".
2. Szene: "In der Schule". Hier geht es um das Thema Handysucht.
2. Szene: "In der Schule".
3. Szene: "Die Raucherclique".
4. Szene: "Zocken bis zum Umfallen".
4. Szene: "Zocken bis zum Umfallen".
5. Szene: "Die Konsole".
6. Szene: "Kaufrausch".
6. Szene: "Kaufrausch".
6. Szene: "Kaufrausch".
7. Szene: "Im Spielcasino".
Projektleiter Anthony Krauskopf (r.) mit den jungen Mitwirkenden.
Das Publikum applaudiert begeistert.

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von:  Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

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