Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Ende gut, Alles gut? Der Kompromiß mit Griechenland

Gießen | Ende gut, Alles gut? Nach einem Sitzungsmarathon haben also die Staatschefs der EU einen Kompromiss
mit Griechenland erzielt. Kompromiss heißt in diesem Fall, man setzt jemandem die Pistole auf die Brust und
gibt es als einen Erfolg diplomatischer Überredungskunst aus, wenn das Opfer den gemachten Vorschlägen zustimmt.
Da die Parlamente diesem sogenannten Kompromiss aber noch zustimmen müssen, ist es durchaus fraglich ob er wirklich zum Tragen kommt.
Da sind einmal die Griechen, die nun genau dem zustimmen sollen, was sie kürzlich bei einem Referendum mehrheitlich abgelehnt haben.
Der Kompromißvorschlag enthält aber zusätzlich
Bedingungen, die Griechenland praktisch unter Kuratel stellen. Nach dem Vorbild der Neuen Bundesländer soll jetzt die griechische Wirtschaft abgewickelt werden, und es ist absehbar, dass es auch diesmal wenige Gewinner und sehr viele Verlierer geben wird.
Und in Deutschland muß man , auch im Parlament,
mit Widerspruch rechnen, wenn es nicht gelingt, den
Volkszorn, den man so manipulativ angeheizt hat,
wieder zu beruhigen.
Alles ist eigentlich noch offen.
Aber wenn ich die öffentlichen Stellungnahmen von Politik und Medien , aber auch private Äußerungen ganz gewöhnlicher Menschen überdenke, zeichnet sich für mich immerhin eine Gewissheit ab: Die
Deutschen sind ein Volk, vor dem man immer noch Angst haben muß.

Mehr über

Der Autor hat diesem Beitrag leider keine Tags (Stichwörter) zugeordnet!
Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 13.07.2015 um 15:31 Uhr
Wieso Angst? Wir haben Tsipras einen Strick und einen Schemel gekauft ihm gezeigt wo ein halbwegs feste Balken ist und jetzt muss er nur noch eine Schlinge knoten. Das einzige was mich beruhigt ist, die Banken werden gerettet und die blinden Taxifahrer und 30 Jährigen Rentner in Griechenland bekommen nichts.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 13.07.2015 um 15:48 Uhr
Entschuldigung, Her Schmidt, ich wollte Sie nicht übergehen.
Schöner als Sie kann man doch wahre Humanität nicht definieren!
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 13.07.2015 um 16:17 Uhr
Herr Skotaczik, das ist ja das Problem. Wenn Tsipras das
jetzt als Erfolg verkauft, ist er dort angekommen, wo die
meisten Politiker ohnehin schon waren.
338
Ruth Schewietzek aus Gießen schrieb am 13.07.2015 um 22:37 Uhr
Sie haben meine volle Zustimmung, Frau Barthel - ich war mal begeisterte Europäerin, bin es im Grunde genommen immer noch, aber dieses Europa, das Europa der Banken und Hedgefonds und der Billiglöhne und Arbeitslosigkeit, dessen Tafelsilber allmählich verscherbelt wird, dieses Europa lehne ich ab.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 11:29 Uhr
Laut StGB (Strafgesetzbuch) sind Räuber in Tateinheit mit Gewaltausübung, Erpresser und ähnliche Gauner zu bestrafen.
Ilse Toth
38.609
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 14.07.2015 um 12:37 Uhr
Ich bin entsetzt über unsere Politiker! Europa wurde verbal von Tsipras und Konsorten aufs gemeinste beleidigt. Ich fühle mich als Europäer und bin fassungslos, dass Poliker in Griechenland noch belohnt werden für ihr Handeln. Ich wünsche den griechischen Bürgern alles Gute! Doch dafür müssen sie was tun! Sich in dem Geld anderer schaukeln ist nicht die feine Art. Wo sind die Milliarden geblieben, die bereits geflossen sind? Wo gehen die nächsten Milliarden hin?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 13:09 Uhr
Ich glaube , Frau Toth, vor Allem Griechenland und die griechischen Bürger wurden beleidigt und erpreßt! Allerdings nicht nur von den Politikern.
Sicher gab es in Griechenland Mißwirtschaft und Korruption in großem Ausmaß.
Als Gegenleistung für "Hilfsmaßnahmen" hat man ihnen ein Sparprogramm abverlangt, das einen dramatischen Rückgang der Wirtschaftsleistung und Anstieg der Arbeitslosigkeit zur Folge hatte. Die neue Griechische Regierung, die an der Korruption der früheren Regierungen nicht beteiligt war, wollte
einen anderen Weg gehen, nämlich die Wirtschaft ankurbeln,
um dann die Forderungen befriedigen zu können.
Dass es ohne einen Schuldenschnitt nicht geht, hat der IWF schon 2010 festgestellt.
Bis jetzt hat Deutschland noch nichts für die Griechenlandrettung bezahlt, sondern als Gläubigerland an
den Zinszahlungen verdient, und als Exportland vom niedrigen Eurokurs profitiert.
Sollte aber Griechenland tatsächlich ganz zahlungunfähig
werden oder aus dem Euro ausscheiden, werden die Kreditgarantien fällig, und dann könnte es für die Steuerzahler in Deutschland und den anderen "Geberländern" richtig teuer werden. Einige Firmen werden allerdings durch die Privatisierung gute Geschäfte machen.
Welche griechischen Politiker werden denn eigentlich belohnt? Was meinen Sie damit? Und wieso meinen Sie, die Griechen
haben bisher nichts gemacht, um aus ihrer Misere herauszukommen?
Ilse Toth
38.609
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 14.07.2015 um 13:40 Uhr
Nicht "die Griechen", sondern die griechischen Poliker haben sein Jahr und Tag Mißwirtschaft betrieben. Es würde den Rahmen sprengen, dies hier alles aufzuzählen. Es ist auch alles gesagt worden.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 13:44 Uhr
Ja, auch dass die Milliarden zum allergrößten Teil in die Bankenrettung geflossen sind!
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 15:14 Uhr
Stimmt, die Steuerfreiheit der Reeder hat sogar Verfassungsrang.
Frage : Wie konnte man erwarten, dass die neue griechische Regierung in der kurzen Zeit eine Verfassungsänderung durchdrücken kann? Wie lange braucht unser Herr Schäuble
nur für ein Erbschaftssteuerreförmchen?
Und dann: Tatsächlich Steuern von diesen Reedern einzutreiben,
dürfte trotzdem schwierig sein. Und auch die internationalen Firmen, die bei den jetzt anstehenden Privatisierungen zum
Zuge kommen, dürften die europaweit reichlich vorhandenen
Gesetzeslücken zur Vermeidung von Steuern zu nutzen wissen!
Bevor eine linke Regierung in Griechenland an die Macht kam,
war die Steuerfreiheit der Reeder übrigens kein Thema, für das
sich irgendjemand groß interessiert hätte.
Herr Barroso hatte laut einem Bericht des Spiegel auch kein
Problem damit, sich von einem der reichsten Reeder als Gast einladen zu lassen
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 18:22 Uhr
Richtig. Von Anfang an.Alles andere war medienwirksames Theater!
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 18:32 Uhr
Ja, und deshalb ist jedes Mittel recht, um die doch demokratisch gewählte jetzige Regierung loszuwerden.
Kriegmit anderen Mitteln, finde ich.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 18:36 Uhr
Wer braucht denn auch Menschen. Was haben die griechen je für uns getan? Klar einige ihrer Dörfer und Einwohner waren im 2 Weltkrieg eine willkommene Abwechslung für unsere SS aber sonst?
Die kommen hier nach Deutschland und eröffnen irgendwo im Gasthof zur Linde einen Gyrosgrill. Dann gibt es da kein Schnitzel mehr sondern nur noch ihre Schweinespähne mit Knoblauchmompe. Kiloweise auf Radkappen serviert. Und zum Schluss einen Ouzo damit man den Krams nicht schon im Gastraum wieder hochwöllert.
Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt für die Damen und Herren aus Hellas mal Bescheidenheit zu üben.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 18:41 Uhr
Die freundlichen Deutschen werden ihnen das schon beibringen.
Sind schon auf dem besten Weg dazu. Und im 2. Weltkrieg haben sie ja Erfahrung darin gesammelt, wie man mit solchen Leuten
umgeht. Die Rhethorik haben sie jedenfalls schon gut drauf!
Christine Stapf
8.217
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 18:58 Uhr
Die kommen hier nach Deutschland und eröffnen irgendwo im Gasthof zur Linde einen Gyrosgrill. Dann gibt es da kein Schnitzel mehr sondern nur noch ihre Schweinespähne mit Knoblauchmompe. Kiloweise auf Radkappen serviert. Und zum Schluss einen Ouzo damit man den Krams nicht schon im Gastraum wieder hochwöllert.
Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt für die Damen und Herren aus Hellas mal Bescheidenheit zu üben.

Diese Kommentar Herr Schmidt ist für mich schon sehr grenzwertig !!

Warum sollten diese Lokalbesitzer Bescheidenheit üben ? Sie arbeiten für ihr Geld wie jeder andere Gasthausbesitzer.

Das Gasthaus zur Linde nur den Deutschen ????
Christine Stapf
8.217
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 19:46 Uhr
Das was Sie unter sich lassen ist mit Sicherheit keine Satire !!!

Und ich denke man sollte hier auch den Anstand walten lassen und von Beleidigungen absehen !!!!
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 19:54 Uhr
Wenn sie diese subtile Anspielung verstanden haben ist doch alles gut.
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 20:40 Uhr
Tsipras wird sich massiv umstellen müssen. Faktisch hat er bereits eine Minderheiten Regierung wenn er ohne die Opposition keine eigene Mehrheit bekommt. Jetzt kann er zurücktreten und sagen "Nach mir die Sintflut" oder er sucht neue Partner und eine verlässliche Mehrheit.
Mich wundern aktuelle Umfragen, wonach mehr Griechen den neuen Kurs mittragen wollen. Das stellt das ganze Refferendum irgendwie in Frage.
Gegen 21 Uhr unserer Zeit gibt Tsipras ein Interview. Das könnte interessant werden.
Michael Nudelmann
3.029
Michael Nudelmann aus Gießen schrieb am 15.07.2015 um 09:28 Uhr
Achtung: Weitere Beiträge unter diesem Thread werden gelöscht, sollte die Diskussion nicht mehr unseren Leitlinien entsprechen. Laut unserer Vorgabe und unserem Verhaltenskodex soll giessener-zeitung.de von Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Offenheit und einem charmanten Umgang miteinander geprägt sein. Um diesen Anspruch einzulösen, ist jeder Nutzer gefordert, seine Veröffentlichungen (ob Beitrag oder Kommentar) auf diese Kriterien und die Wahrung des Verhaltenskodexes hin zu prüfen.

Entsteht auf Seiten der Betreiber das Gefühl, dass dies nicht mehr gegeben ist, schließen wir - nach Vorwarnung - zum Schutze der Nutzergemeinschaft das Forum an dieser Stelle. Wer durch sein Verhalten beständig das Schließen von Foren notwendig macht, der wird durch das Team von giessener-zeitung.de gesperrt werden.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 15.07.2015 um 09:35 Uhr
Wo ist die Mißachtung der Leitlinien ?
Michael Nudelmann
3.029
Michael Nudelmann aus Gießen schrieb am 15.07.2015 um 09:46 Uhr
Ist bereits entfernt und der Verfasser benachrichtigt worden.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 08:44 Uhr
Ihre Vermutung hat sich bereits bestätigt.Und wen sollte das wundern? Nach der (erzwungenen) Kehrtwende von Tsipras
müssen sie sich ja von allen verraten und betrogen vorkommen.
Übrigens: Im Gießener Anzeiger, den ich abbonniert habe, werden die verlangten Maßnahmen nur teilweise übermittelt. Es empfiehlt sich, um wirklich informiert zu sein, auch eine überregionale Zeitung zu lesen.
Ilse Toth
38.609
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 16.07.2015 um 12:42 Uhr
Tsipras hat mehrmals gezeigt, dass er es mit der Wahrheit nicht genau nimmt. Er jubelt den Wählerinnen und Wählern zu, dass sie mehrheitlich mit ihm der Meinung sind, keine weiteren Sparmaßnahmen. Und was tut er? Wir wissen es alle!
Ich wünsche dem griechischen Volk eine ehrliche, politische Führung, die dafür sorgt, dass im eigenen Land durch Steuern Gelder in die Kasse kommen. Es gibt viel zu tun!
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 12:59 Uhr
Tsipras könnte nur noch ja sagen. Mittlerweile bin ich mir auch nicht mehr ganz sicher ob er das Refferundum nicht verlieren wollte. Das wäre für ihn eleganter gewesen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 13:07 Uhr
Und inzwischen wird die Lage mit jedem Tag dramatischer, die
Schuldenlast steigt ständig, solange keine Lösung herbeigeführt wird, die ein Wirtschaftswachstum ermöglicht.
Varoufakis hat zu Anfang seiner Amtszeit eine Wahrheit gesagt,
die keiner hören wollte : Es geht nicht ohne einen Schuldenschnitt.
Inzwischen fordert auch der IWF mit immer mehr Nachdruck den Schuldenschnitt.
Und das Tragische : Je länger man das Unvermeidliche hinauszögert, umso teurer wird es am Ende.
Bis jetzt, das sollte man festhalten, haben wir noch gar nichts bezahlt, sondern sogar verdient.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 16:59 Uhr
Wo haben Sie das mit der Rate an die japanische Bank gelesen?
Zu den Neuwahlen: Das wird eine Regierung unter Einbeziehung
der alten Regierungsparteien geben.Dann wird man sehen,ob
Schäuble nur die linke Syriza-Regierung aus Prinzip fertigmachen wollte, oder Griechenland ganz aus der EURO-Zone drängen will.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 21:36 Uhr
Danke, ich habe den Bericht über die Zahlung an Japan jetzt g elesen, samt der Erklärung:1) Die Summe ist sehr gering,
2)man will eine weitere Herabstufung durch die Ratingagenturen vermeiden
Der zweite Grund überzeugt mich nicht so sehr. Ich denke, die
Nichtzahlung an den IWF kann man sich leisten, weil sie zunächst einmal keine direkten Folgen hat.
Zu den Neuwahlen: Laut Tagesschau .de sind Neuwahlen im Herbst wahrscheinlich. Aber Tsipras hat keine Neuwahlen ausgerufen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 10:36 Uhr
Wenn ich Sie richtig verstehe , meinen Sie damit, dass die EU
Griechenland aus geostrategischen Gründen als Mitglied aufnehmen wollte, obwohl es eigentlich die Bedingungen nicht erfüllte? Das ist sicher richtig, auch wegen der Nachbarschaft der Türkei.
Aber die Einführung des Euro wäre nicht nötig gewesen. Dieser Fehler hat sich schwer gerächt, aber die Schuldigen sind auf beiden Seiten zu finden.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 18.07.2015 um 10:36 Uhr
Ja, darüber habe ich auch schon lange gegrübelt. Es stimmt, man hat ihm quasi die Pistole auf die Brust gesetzt. Das Ziel war, die verhaßte, weil linke Syriza-Regierung ein für alle Mal los zu werden.
Um den politischen Gegnern diesen Sieg nicht zu gönnen, ist er wohl auf das üble Spiel eingegangen.Und er wollte verhindern, dass die früheren ,korrupten Eliten dann wieder an die Macht kommen. Dafür ist er jetzt genötigt, deren Politik zu machen, und am Ende, wenn immer mehr seiner eigenen Leute abspringen, auch mit ihnen zusammenzuarbeiten.
Ich persönlich finde, es war keine richtige Entscheidung.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 19.07.2015 um 11:02 Uhr
Tsipras hat die Situation völlig falsch eingeschätzt. Er wollte mit
dem Referendum seine Verhandlungsbasis stärken, und so dachten auch die Wähler, die in seinem Sinn mit NEIN gestimmt haben. In Wirklichkeit hat er aber nur den Vernichtungswillen seiner politischen Gegner in der EU gestärkt.
Schon seit Längerem konnte Griechenland seine laufenden Verpflichtungen nur mithilfe eines Notfallkredits der EZB erfüllen.
Der war auf 90 Milliarden Euro begrenzt und dieses Limit war schon fast erreicht.Griechenland konnte in der Folge auch zwei Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem IWF nicht nachkommen.
Das war aber nicht so schlimm: Wenn ein Staat Schulden an den IWF nicht zurückzahlt, löst das zunächst einmal ein lange andauerndes Mahnverfahren aus, an dessen Ende als Konsequenz die Unmöglichkeit steht, vom IWF noch einmal Geld zu bekommen. Argentinien hat auch schon einen Kredit an den IWF erst mit dreijähriger Verspätung bezahlt.
Da aber auch eine Kreditrückzahlung an die EU bevorstand,
mußte Tsipras zu einer raschen Einigung kommen. Wenn Griechenland diese Zahlung schuldig geblieben wäre, hätte das zur sofortigen Erklärung der Staatsinsolvenz geführt, mit der Folge, dass Griechenland von nirgendwo mehr Geld bekommen hätte.
In dieser Situation haben griechische Politiker mit Unterstützung von Fachleuten der französischen Regierung und des IWF einen Reformplan ausgearbeitet, der den ursprünglichen Forderungen
der Gläubigerländer weitgehend entsprach. Eigentlich hat niemand geglaubt, dass auch dieser Reformvorschlag, nach den vielen anderen, die Griechenland bisher schon vorgelegt hatte,
abgelehnt werden würde. Genau das ist aber passiert, und jetzt ist Griechenland de facto kein autonomes Land mehr. Tsipras
konnte als einziges Zugeständnis erreichen, dass die Treuhandgesellschaft, die das, was von der griechischen Wirtschaft noch übrig ist, "abwickeln" soll, von einem Konsortium kontrolliert werden soll, dessen Vorsitzender Wolfgang Schäuble ist.
Her Schmitt , Sie haben Recht. Mit Demokratie hat das nichts
mehr zu tun. Eher mit einer Art von Neokolonialismus.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Gertraud Barthel

von:  Gertraud Barthel

offline
Interessensgebiet: Gießen
2.463
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Interview mit Arno Enner im Gießener Anzeiger
Soll eine seriöse Tageszeitung dem Vertreter einer populistischen,...
Familiengeschichte. Was mir am Nationalfeiertag durch den Kopf gehtt.
Anders als die Familie meines Vaters, deren verschiedene Zweige im...

Weitere Beiträge aus der Region

Dieses Bild wurde bewusst als Titelbild genommen, mit den schönen Rosensträuchern davor!
Herbstbesuch im Neuen Botanischen Garten in Marburg
Das herrliche Herbstwetter und die Neugier mal wieder den...
Es ist wieder soweit, der „Nikolaus im Schuhkarton“
Im vierten Jahr startet Markus Machens diese Aktion. An die denken,...
Die Absolventen der Vitos Schule für Gesundheitsberufe Oberhessen mit ihrem Kursleiter Frank Dingeldein und dem Schulleiter Klaus-Dieter Jahn. (Foto: Vitos Gießen-Marburg)
16 Pflegekräfte feiern ihr Examen
Marburg, 23. September 2020. An der Vitos Schule für...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.