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Das Festival der Eritreer am 4./5. Juli auf dem Gelände der Hessenhalle

Gießen | Wer dieses Fest erlebt, dem sind die über Eritrea verbreiteten Lügen nicht vorstellbar. Freundschaftliche Begrüßungen und Umarmungen überall zwischen Eritreern aus ganz Deutschland. Auch die deutschen Gäste (Gießen, Heilbronn....), aus der Schweiz, USA.. wurden herzlich bergüßt.
Ich bin angesprochen worden von Freunden der Radtour aus Schweden, die bis Genf weiterfuhr. Der Außenminister hat und kurz begrüßt.
In allen Gesprächen wurde der Wunsch nach Frieden, nach Anerkennung der Grenze zwischen Eritrea und Äthiopien hörbar. "Lasst uns in Ruhe unser Land weiter aufbauen." Dankbarkeit war zu hören gegenüber jenen Gruppen, die medizinische Hilfe leisten.
Ich hatte bereits über Treffen in Eritra mit diesen selbstlosen Helfern gerade auch im neuen Krankenhaus berichtet.
Sehr schön war der Auftritt von Schulkindern, mit denen ich sprechen konnte. Die Menschen klatschten und tanzten spontan - ohne dass sie dazu gezwungen wurden (wie manch ein Dummkopf jetzt denken mag).
Dieses fröhliche Tanzen kenne ich von Italien.
In vielen Gesprächen wurde ich auf die Hetze gegen dieses arme Land angesprochen. Die Frage tauchte auf, warum gerade in Gießen die Delegation im Gegensatz zu Hannover oder Kassel nicht empfangen wurde.
Entsetzt zeigten sich alle Gewrpächspartner über die UN-Meldung, in der von Folter, Todesstrafe, Vergewaltigung (also wie in Saudi-Arabien) usw gesprochen wurde. Nun hat sich herausgestellt, das die entsprechende UN-Kommission Erritra einen Text (einen Teil davon) zugeschrieben hat, der Für Nordkorea gedacht war. Es gab eine Entschuldigung seitens der UN. Was nutzt das? Hier wird weiterhin vom größten Teil der Bevölkerung geglaubt, was 95% der Medien bringen.

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 05.07.2015 um 21:18 Uhr
Der Meisenbornweg ist ja bekanntlich nicht weit entfernt von den Hessenhallen. Mich interessiert die Resonanz aus dem HEAE.
Laut Giessener Tageszeitung war das Fest dort recht umstritten !?
Florian Schmidt
4.883
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 06.07.2015 um 00:56 Uhr
Es ist leicht mit Gefühlen zu spielen, irgendein Ziel erreicht man immer.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 06.07.2015 um 09:45 Uhr
Liebe Frau Hofmann-Scharf, sie haben gelesen, dass das Festival recht umstsritten war. Wenn Sie heute in die Gießener Tageszeitung sehen, stellen Sie fest, dass über das Fest selbst mit 2500 Besuchern beinahe nichts zu erfahren ist. Dafür wird aber über die Gegner ausführlich berichtet.
Die Reporter hatten Anweisung, keine positiven Brichte zu schreiben (hat mir ein Mitarbeiter aber kein Reporter erzählt)

Demokratie!! Demokratisch und unabhängige Presse hätte über die Veranstaltung berichten können, z.B. langweilig, die Kinder waren schwach mit ihren Auftritten, das Kulturprogramm können wir Deutschen besser, Eintritt war zu teuer......
Man kann sogar Leute interviewen.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.07.2015 um 18:27 Uhr
Frau Back es hat doch keinen Sinn. Herr Beltz geht es nicht um Menschenrechte und um die Flüchtlinge. Es geht ihm um seine politische Ideologie. Die lässt keine andere Möglichkeit in seinem Denken zu. Da wird dann auch mal ein Diktator zum Kuscheltier und Mörder zu Freunden. Böse Menschen gibt es nur im Westen (USA, Deutschland, Frankreich...) die Guten werden selbst ernannt wenn sie denn in diese ideologische Weltanschauung passen. Was sind da ein paar Flüchtlinge in Eritrea wenn man als Kommunist dort doch hofiert wird.
Frau Hofmann-Scharf Ihre Frage ist berechtigt. Fragen Sie doch mal die Mitarbeiter in der HEAE wie viele Flüchtlinge aus Eritrea dort waren? Und als nächstes warum nicht?
Würden Sie als Flüchtling zu einem Fest Ihrer Peiniger und Unterdrücker gehen? Ich jedenfalls nicht.

http://www.heute.de/massenflucht-aus-eritrea-staatsterror-treibt-menschen-auf-die-flucht-39047432.html

http://www.ohchr.org/EN/HRBodies/HRC/CoIEritrea/Pages/ReportCoIEritrea.aspx
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 08.07.2015 um 12:02 Uhr
Die Regierung in Eritrea will die Militärzeit auf 18 Monate reduzieren. Mal sehen, ob dann weniger junge Männer das Land verlassen.
Herr Büttel, reden sie doch mal mit jungen Eritreern auf der Straße, außerhalb der Unterkünfte. Da Sie sich überhaupt mit Flüchtlingen befassen, traue ich Ihnen ein Bild außerhalb Ihrer ideologisch gerpägten Äußerungen zu.
Es gibt auch Menschen, die nur dem von den Medien dargstelltem Unsinn nachplappern und keine Ahnung von diesem Land haben. (S. auch die von mir genannten UN-Verlautbarungen, die wirderrufen werden mussten)
Noch ein Vorschlag: Wenn das Festival wieder in Gießen stattfinden sollte, gehen wir mal gemeinsam dorthin. Sie werden staunen, was dort an den Tischen zu hören ist. Es gibt Kritik, weil eine Fußballmannschaft abgehauen ist, es gibt Lob über den Aufbau und die medizinische Versorgung, Kritik an dem Militärdienst, Überlegungen zu einer eventuellen Rückkehr, kaum Kritik an der deutschen Regierung, Hoffnung auf Friedensvertrag und seine Einhaltung......
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 08.07.2015 um 13:07 Uhr
Im Gegensatz zu Ihnen habe ich keinerlei Interesse an einem ideologischen oder politischen Hintergrund. Ich arbeite täglich mit Flüchtlingen und glaube denen einfach mehr als Ihnen das ist der Unterschied. Nicht mehr und nicht weniger. Die Erzählungen der Flüchtlinge sehe ich in den verlinkten Berichten bestätigt. Sonst würde, ich diese auch nicht verlinken da ich mich nicht von öffentlichen Medien überzeugen lasse.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 10.07.2015 um 08:24 Uhr
Die "westliche Wertegemeinschaft" könnte für Eritrea folgenden Plan vorlegen:

1. Freilassung aller Gefangenen, die wegen Beschneidung von Mädchen im Knast sitzen.
2. Die Position, das einzige Land in Afrika beinahe ohne Aids-Kranke zu sein, auf zugeben und Aids wieder fördern.
3. Die kostenlose medizinische Versorgung zurückzufahren und damit ausländische Helfer nach Hause zu schicken.
4. Bildung abhängig vom Status der Eltern zu machen. Das Lernen einer Fremdsprache, hier vorwiegend Englisch, verbieten.
5. Die Ausbeutung der Bodenschätze ausländischen Konzernen überlassen. USA, China und andere warten bereits.
6. Moslems und Christen gegeneinander aufhetzen, damit endlich mal ein ordentlicher Glaubenskrieg in diesem langweiligen Land stattfindet.
Heirat zwischen Christen und Moslems verbieten.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 10.07.2015 um 08:57 Uhr
Dieser Plan ist genauso schlecht wie das was man in Eritrea im Moment hat. Es würde sich für die Menschen nicht viel ändern. Dann flüchten die anderen. Wie geschrieben Herr Beltz im Gegensatz zu Ihnen geht es mir dabei nicht um politische westlich oder östlich oder sonstige Werte aus einer Himmelsrichtung. Sondern um das was dort mit den Menschen passiert.
Ihre Ablenkungsversuche sind billig auf dem Rücken der Unterdrückten und Flüchtlinge und zeigen nur warum wir in der Welt kein friedliches Miteinander finden. So lange Menschen wie Sie nur einer Ideologie nachlaufen und sich ein Feindbild aufgebaut haben wird es immer Unruhe und Unfrieden geben. Das gilt für beide Seiten. Das Vorgehen der USA oder Europäer in Afrika fand noch nie meine Zustimmung und wird sie auch nicht finden. Genauso wenig toleriere ich wie in Eritrea eine Unrechtsdiktatur die Menschen unterdrückt. Für mich immer wieder erstaunlich wie gebildete Menschen nur wegen einer politischen Einstellung völlig blind für das tatsächliche werden.
Martina Lennartz
6.285
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 10.07.2015 um 18:48 Uhr
https://www.youtube.com/watch?v=bV8R3mT4Zaw

Toni Locher war auch dieses Jahr auf dem Festival und stand wie alle anderen zu einem Gespräch sehr gerne zur Verfügung.

Alle waren und sind auch in Zukunft eingeladen, sich einfach auch mal die andere Seite anzuhören.
Ich erlebe viele verschiedene Meinungen: Menschen aus Eritrea, Eritreer, die in Gießen wohnen, Schüler in meiner Schule, von denen auch viele durch eine Flucht herkamen, Bürger in Eritrea, den Präsident der österreichisch/eritreischen Freundschaft, Eritreer aus anderen Städten Deutschlands.....

Es gibt immer verschiedene Blickwinkel. Eine Meinung wird nun mal am objektivsten, wenn man sich von allen Seiten die einzelnen Standpunkte anschaut und auch die Zahlen der Kinderstreblichkeit, Malaria Verbreitung, Bau von Staudämmen usw hinzuzieht und vergleicht.
Ja, der Militärdienst, in dem eben auch das Land wieder aufgebaut wird, macht vielen keinen Spaß. Aber irgendeiner muss es doch tun. Nach 30 Jahre Krieg und nach dem alle Wälder zerstört wurden, gibt es eine Menge zu tun. Aktuell wird eine Verkürzung dieser Zeit diskutiert.

In dieser Zeit können die Jugendlichen auch studieren- kostenfrei - und eine Ausbildung machen.

Ich betone auch immer wieder, dass ich nur das beschreiben kann was ich selbst gesehen und gehört habe und niemand die Absolution erteile. Ich habe auch in meinem Reisebericht die schönen und auch die unangehmen Dinge so beschrieben, wie ich sie erlebt habe. Ich würde mich niemals anmaßen das Land Eritea zu idealisieren. Aber ich stelle die übertriebene Hetze in Frage und verstehe sie nicht.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 11.07.2015 um 11:33 Uhr
Gebrochene Rippen, Striemen auf dem Rücken, Innere Verletzungen, traumatisierte Kinder und Jugendliche, mir reicht das was ich sehe Frau Lennartz. Da hilft nicht schön Rederei. Aber für Sie gilt das gleiche wie für Herrn Beltz...politisch ideologisch behaftet mit dem Verlust den Blick auf das Tatsächliche zu lenken. Menschlich bedauerlich aber wohl nicht zu ändern. Wir müssen,dass auch nicht wieter diskutieren es hilft den Menschen dort wenig.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.07.2015 um 10:41 Uhr
Herr Büttel, ich glaube Ihnen, dass Sie das was Sie gesehen haben, hier schildern. Fragen Sie jedoch mal intensiv nach, woher die Verletzungen stammen. Ein Teil der jungen Leute werden von ihren Eltern mit deren Ersparnissen unterstützt um das Land verlassen zu können und für eine Zukunft heraus aus Armut. -
Nun reisen die jungen Menschen über den Sudan und weiter östlich. Dabei werden einige gefangen, Eltern werden um Lösegeld erpresst oder noch schlimmer, den Menschen werden lebenswichtige Organe entnommen, um durch den Verkauf Gewinne zu machen. (s. auch Thaci in Exjugoslawien, der 300 serbische Gefangene aus Profitsucht ermordete)
Viele der Gefolterten erreichen zum Glück Europa.
Reden Sie auch mal mit jungen Eritreern, die hier in Gießen z.B. im Hotel am Ludwigsplatz leben.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 12.07.2015 um 17:59 Uhr
Sehen Sie Herr Beltz die Leute fliehen trotz der Gefahren die unterwegs lauern. Sie kennen dass aus Erzählungen und berichten. Manche sicherlich auch nicht. Viele die ich gesehen und gehört habe sind sich aber durchaus bewusst was auf sie zukommen kann. Wie hoch muss der Leidensdruck sein dann trotzdem seine Heimat zu verlassen?
Alles was Sie schildern ist richtig Herr Beltz. Es sollte Ihnen doch vielleicht einmal auch gegen Ihre politische Überzeugung zumindest eine Anregung für ein Mindestmaß des Nachdenkens über Eritrea sein.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 08:45 Uhr
Herr Büttel, das was Sie von mir fordern, fordere ich auch von Ihnen. Reden Sie mit jungen Menschen - gestern waren drei mir unbekannte ältere Eritreer bei den "Schwätzern - oder noch besser: fahren Sie in das Land (ist natürlich eine Kostenfrage)
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 15.07.2015 um 16:15 Uhr
Wo ist denn der Kommentar von Herrn Stadler? Hat er selbst gelöscht oder wurde hier die Redaktion aktiv? Nicht so kleinlich sein, der Vergleich mit Karl Eduard von Schnitzler hat mich doch erfreut.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.07.2015 um 19:34 Uhr
Ich rede fast täglich mit jungen Menschen. Ältere Eritreer habe ich als Patienten (aus politischen Gründen wurden denen in der Heimat die Behandlung versagt, erzählen sie zumindest und am Gesundheitssystem in Deutschland kann es ja nicht liegen).
Sollte ich eingeladen werden (was ich bei meinen Kommentaren hier und den Reaktionen darauf…..ich habe schon einige nette Mails bekommen bezweifele)und man meine Sicherheit gewährt dann ja. Leisten kann ich es mir leider nicht.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 08:48 Uhr
Sehen Sie Herr Büttel, am Dienstag habe ich mit einem Äthiopier geredet, der in München lebt. Er hat auf Eritrea und auf die Regierung geschimpft, hat mir aber auch zugehört.
Auf meine Bemerkung hin, dass in Eritrea Menschen verschiedener Religionen friedlich zusammenleben und dass Homosexualität nicht wie in anderen Ländern verfolgt würde, antwortete er: in der Bibel würde Homosexualität verboten.
So lernt man Menschen mit unterschiedlichen Meinungen kennen.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 08:48 Uhr
Sehen Sie Herr Büttel, am Dienstag habe ich mit einem Äthiopier geredet, der in München lebt. Er hat auf Eritrea und auf die Regierung geschimpft, hat mir aber auch zugehört.
Auf meine Bemerkung hin, dass in Eritrea Menschen verschiedener Religionen friedlich zusammenleben und dass Homosexualität nicht wie in anderen Ländern verfolgt würde, antwortete er: in der Bibel würde Homosexualität verboten.
So lernt man Menschen mit unterschiedlichen Meinungen kennen.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.07.2015 um 09:11 Uhr
Das freut mich für Sie.
Ich habe täglich mit Menschen aus der ganzen Welt und den verschiedensten Religionen zu tun.
41
Berry . aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 15:54 Uhr
Herr Büttel erklären sie doch mal genau, was sie gesehen haben.
Wie sie selbst sagen, haben sie weder Eritrea gesehen in den letzten 15 Jahren (korrigieren sie mich, wenn ich falsch liege) und das Eritrea Festival in Giessen haben sie auch noch nicht besucht.

Denn dann hätten sie selbst sehen können, dass es dort keinen Fahnenappell und keine Uniformpflicht für Kleinkinder gibt, dass dort niemand wegen seiner politischen oder religösen Gesinnung in irgendeiner Form schikaniert wird, das dort keine Gelder erpresst werden, etc...
Ich könnte jetzt noch weiter fortfahren mit all den Falschaussagen über das Eritrea Festival, die im speziellen von Hern Grothe in den letzten Jahren ausgesprochen wurden und in den anderen Giessener Zeitungen als sogenannte Fakten abgedruckt wurden, ohne einen Beweis anzugeben und dagegen wehren sich einige Eritreer und Menschen wie Frau Lennartz und Herr Beltz.
Und um das Eritrea Festival geht es hier.
Im Sommer 2014, als das Festival nach Italien verlegt wurde, behauptete Herr Grothe, dass er und seine Mitstreiter es geschafft hätten, das Festival in Giessen zu vertreiben. Diese Aussage wurde wieder von einigen Medien insbesondere der Giessener Anzeiger und Allgemeine so wiedergegeben.
Im Sommer 2015 war das Festival doch wieder in Giessen.

Worauf ich hier hinaus will, man solle sein angebliches Faktenwissen nicht vom Hörensagen aufschnappen, und sich vielleicht mal selbst ein Bild machen, so wie Frau Lennartz und Herr Beltz, die beide sowohl das Festival als auch Eritrea besucht haben und beide Male kein "großes" Gefängnis, das seine Bürger drangsaliert, entdecken konnten.
Das für einen Herrn Büttel dies in einer ideologischen Engstirnigkeit liegen soll, könnten Anzeichen einer solchen bei ihm selbst sein.

@Herr Büttel
Sie schreiben, dass ältere Menschen in Eritrea eine Behandlung vorenthalten sein soll. Können Sie dies genauer formulieren. Das interessiert mich jetzt genauer.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.07.2015 um 16:12 Uhr
Wenn Sie richtig gelesen hätten, dann hätten Sie sich Ihren Beitrag sparen können. Mein Wissen das schreibe ich jetzt zum wiederholten Male stammt von vielen Flüchtlingen aus Eritrea sowohl Erwachsene als auch unbegleitete minderjährige Flüchtlingskinder.Auf Berichte in Zeitungen oder TV beziehe ich lich nicht.
Die Erwachsenen Flüchtlinge die wir behandeln , sind häufig ehemalige politische Häftlinge die an chronischen Erkrankungen oder wie im letzten Fall an Tuberkulose erkrankt sind. Die Behandlung wurde nach deren eigenen Aussagen verwehrt. Dem letzten Pat. konnte gerade noch rechtzeitig geholfen werden.
41
Berry . aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 16:14 Uhr
Scheinbar ist es nicht möglich sich seit einiger Zeit auf dieser Plattform anzumelden. Mich erreichen seit einiger Zeit Meldungen von anderen Deutsch-Eritreern, die aktiv am Festival in Giessen mitgewirkt haben, dass sie keine Beiträge verfassen können.
Gibt es dafür Gründe?
41
Berry . aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 17:17 Uhr
Martha aus Köln hätte gerne diesen Beitrag für diese Diskussion/Debatte formuliert:

Sehr geehrte Damen und Herren,

so so, es ist mal wieder soweit, der alljährliche Spießroutenlauf gegen das Eritrea Festival geht wieder los mit den üblichen Verdächtigen.

Scheinbar sind alle Argumentationen auf taube Ohren gestoßen, daher werde ich die schon erwähnten Argumente nicht wiederholen.

Das Eritrea Festival ist für die eritreische Gemeinschaft seit mehreren Jahrzehnten fester Bestandteil für kulturellen, familiären und auch politischen Ausstausch .
Wer an diesem Festival aber eine ausschliesslich politische Verantaltung sehen möchte, kann es gerne machen. Nur muss sich die Person dann auch folgende Fragestellungen gefallen lassen:  

Diese fast kindliche Leidenschaft gegen das Festival erinnert doch sehr an einen persönlichen Rachefeldzug. Eventuell von Herrn Grothe? Auf mich macht es den Eindruck.

Da es mit keinem Sachverstand mehr zu greifen ist wie sie allen Festival Teilnehmern tatsächlich unterstellen, die Wahrung der Menschenrechte in Eritrea gingen ihnen mehr zu Herzen als uns. Das ist lächerlich. Kennen wir doch alle auch die politische Inkonsequenz der westlichen Wertegemeinschaft und die Reaktion der Wertegemeinschaft auf diese. Dieses Eritrea Bashing ist feige, da sie sich alle in der vermeintlichen Wiege der Zustimmung sicher und bestätigt fühlen und auf ihre eigenen demokratischen Prinzipien ignorieren. Dazu gehört doch auch die freie Meinungsbildung. Ist die im Falle Eritrea gegeben? 
Gehen sie mit der selben Leidenschaft auch gegen andere Länder vor? Beispiele könnte ich Ihnen viele nennen. Aber es würde nichts nützen, weil ich Ihnen einfach fehlenden Mut unterstelle.  

Das Festival war wunderbar und erfolgreich. Wer sich politisch unterhalten wollte, hat es getan. Denn es jedem/jeder selber überlassen ist ob und inwieweit er/ sie sich kritisch äußern möchte und will. Auch sie hätten es schon längst tun können. Nur sind die Gespräche mit Eritreern nicht oberflächlich und wir sparen auch nicht mit Kritik. Also wenn sie den Mut aufbringen und keine Angst haben, dass der "Dreck" auch mal gleichmäßig verteilt wird, sind sie herzlich willkommen es doch im nächsten Jahr zu probieren.  Wir sind keiner politisch sachlichen Diskussion abgeneigt, aber hören sie bitte auf so tun als wüssten sie über Eritrea mehr als wir
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.07.2015 um 17:30 Uhr
Ich habe nichts gegen das Festival oder die Eritreeische Gemeinschaft sondern gegen die politisch idilogische schönrederei einer Frau Lennarzt und eines Herrn Beltz.
Es gibt wie in jedem Land zwei Seiten der Medaille. Ein ehrlicher offener Umgang wäre dazu aber nötig. Diese beiden genannten sind dazu aber nicht in der Lage aus genannten Gründen und wie bei politisch gesinnten dieser Richtung nicht zu erwarten.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.07.2015 um 17:35 Uhr
Ich habe nichts gegen das Festival oder die Eritreeische Gemeinschaft sondern gegen die politisch idilogische schönrederei einer Frau Lennarzt und eines Herrn Beltz.
Es gibt wie in jedem Land zwei Seiten der Medaille. Ein ehrlicher offener Umgang wäre dazu aber nötig. Diese beiden genannten sind dazu aber nicht in der Lage aus genannten Gründen und wie bei politisch gesinnten dieser Richtung nicht zu erwarten.
41
Berry . aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 20:17 Uhr
Herr Büttel, wenn sie ihre Meinung gerne aus persönlichen Gesprächen sich bilden, warum dann die Verweigerung Meinungen von Eritreern, die jedes Jahr nach Eritrea reisen, ignorieren oder als Halbwahrheiten abtun?
Oder sind diese dann ihrer Meinung auch ideologische Schönredner?


Ich finde ihren letzten Kommentar ziemlich gut, muss ich sagen:

"Ich habe nichts gegen das Festival oder die Eritreeische Gemeinschaft"
--> Kommentar: Das ist okay und wenn es so wäre, würde das uns auch nicht stören, solange Sie keine Unwahrheiten darüber erfinden.

"Es gibt wie in jedem Land zwei Seiten der Medaille."
--> da stimme ich Ihnen völlig zu, und das ist jedem Eritreer durchaus bewußt, nur sollte man bei der Wahrheit bleiben und auch wissen bzw. selbst erfahren haben, worüber man spricht.
Leider haben viele durch gleichgeschaltete Medien ein verzerrtes Bild von gewissen Teilen der Welt und ich mutmaße, das weder Sie noch ich uns dem auch nur ansatzweise komplett entziehen können.

" Ein ehrlicher offener Umgang wäre dazu aber nötig."
--> auch da stimme ich Ihnen zu.
Aber ich kann dies ehrlicherweise bei Ihnen nicht völlig erkennen, da sie für Ihre Meinungsbildung zu festgefahren sind und sofort alles in eine politische Ideologie abtun oder von privilegierten Eliten reden, für die sie keine Beweise haben, oder doch?

"Diese beiden genannten sind dazu aber nicht in der Lage aus genannten Gründen und wie bei politisch gesinnten dieser Richtung nicht zu erwarten."
--> Das verstehe ich nicht. Gibt es da eine Vorgeschichte? Was hat dies mit dem Eritrea Festival in Giessen zu tun, das jährlich mit unwahren Aussagen konfrontiert und diffamiert wird. Und dazu tragen Sie mehr oder weniger direkt mit ihren Kommentaren bei Herr Büttel.


Zu ihrer Aussage, dass nur einem bestimmten Personenkreis in Eritrea medizinische Behandlung zu teil wird, hab ich noch nie was gehört. Daher würde mich da genauere Infos ihrerseit interessieren.
Laut medizinischen Berichten, die man im Internet und Printmedien finden kann, wird dieser Punkt in Eritrea eher positiv bewertet. Eritrea hat innerhalb von weniger als 20 Jahren die Lebenserwartung von ungefähr 44 Jahren auf 65 Jahren gesteigert.
Meine Verwandten in Eritrea, die alles andere als privilegiert sind, gehen zur medizinischen Behandlung in das nächstgelegene Krankenhaus ohne Beschränkung. Natürlich kann ein Entwicklungsland, das seit über einem Jahrzent wirtschaftlich sanktioniert und dadurch von innen ausgetrocknet wird, nicht den medizinischen Standard des Westens leisten.
41
Berry . aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 20:21 Uhr
Nascheh aus Köln hat folgenden Kommentar:

Ich persönlich habe vor kurzem ein halbes Jahr in Eritrea verbracht und selber mitbekommen, wie die Menschen dort damit zu Recht kommen! Klar ist niemand mit dem Militärdienst einverstanden bzw. zufrieden aber wer ist das schon auf dieser Welt? Und klar ist es auch, dass ich mir wünschen würde, dass man alle Kriegskonflikte abschaffen würde und man das verbal am Tisch klärt. Nur ist es leider nicht möglich, und da Eritrea eine Bevölkerung von 6 Millionen Menschen und keine Alternative hat, bleibt uns keine andere Wahl...
Aber Isayas Afewerki als einen Diktator zu bezeichnen und das es in Eritrea Todesstrafen, Vergewaltigungen etc. herrscht ist erstunken und erlogen!!
Hat man vielleicht in Betracht bezogen, dass Flüchtlinge aus Eritrea in Europa nur das erzählen, was man von Ihnen hören muss, damit sie ihre Existenz Bedürfnisse erfüllen können?
Und das jährliche Fest, ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, der Ort an dem Eritreer aus ganz Deutschland oder aus anderen Ländern (z.B. Holland, Schweiz, Schweden usw.), egal ob Flüchtlinge oder Deutsch-Eritreer zusammen an einem Tisch sitzen, sich über ernsthafte Themen unterhalten, zusammen tanzen oder einfach eine gute Zeit miteinander verbringen.
Angst und Schrecken hab ich bis zum heutigen Tag nicht gespürt.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 17.07.2015 um 08:55 Uhr
Sie wollen oder können nicht richtig lesen was ich schreibe. Ich kenne auch viele Eritreer die ihr Land loben. Auch diese Meinung akzeptiere ich. Wenn in einem Forum nur die eine Seite beleuchtet wird muss man vielleicht um objektiv zu sein auch mal von den anderen Seite berichten.
Bei der medizinischen Versorgung haben sie auch Recht nur nicht bei politischen Gegner oder Oppositionellen.
Zum Eritrea Festival habe ich mich noch gar nicht geäußert außer in meinem vorletzten Kommentar, dass ich nichts gegen das Festival habe. Wo Sie ableiten, dass ich etwas gegen das Festival habe und darüber in meinen Kommentaren schreibe bleibt Ihr Geheimnis.
Da ich mittlerweile vermehrt private Mails zu dem Thema bekomme, merke ich doch an der Reaktion dass ein Nerv getroffen wurde. So ganz Unrecht haben die Flüchtlinge wohl doch nicht. Schade ist nur das man nicht offen in einem Forum diskutieren kann ohne dass man im persönlichen Bereich angegriffen wird. Dankenswerterweise sind aber auch sehr positive Mails dabei.
41
Berry . aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 12:24 Uhr
Yodith aus Mönchengladbach will diesen Kommentar zu dieser Debatte beitragen:

Wie schon mal vorher erwähnt, dient das eritreische Festival dazu Kontakte zwischen eritreischen Menschen zu erhalten, die Traditionen zu pflegen und sie weiterzugeben. Warum sich hier einige gegen diese Art des friedlichen Zusammentreffens stellen ist mir unbegreiflich. Nur um politische Ansichten kann es hierbei ja nicht gehen. Wenn doch, dann rate ich denjenigen denen es hierbei um „Demokratie und andere Werte“ geht doch mal im eigenen Lande damit zu beginnen, und zu überdenken welchen Beitrag die BRD dazu leistet, dass sehr viele Menschen der 3. Welt Ihre Heimat verlassen müssen, weil man Ihnen dort ihre Lebensgrundlage entzieht. Herr Büttel fragen sie doch mal die Bundesregierung, wie viele Waffen sie alleine nur nach Afrika verkaufen um dort die Kriege so richtig einzuheizen. Und stellen Sie sich auch mal die Frage warum solche Regierungen statt zu vermitteln lieber mit Waffen und hinterhältige Ausbeutung antworten. Es ist sehr traurig, dass diese Heuchelei nicht nur in der Politik zu finden ist, sondern auch hier.
Es ist bequemer eine afrikanische Regierung für Probleme verantwortlich zu machen, als seine eigenes System in Frage zu stellen.
Menschenrecht ist ein Recht der Mächtigen und Besitzenden und diese nutzen Sie schamlos aus um ihre Interessen umzusetzen. Dabei macht man sich Menschen wie Sie zu Verbündete damit Sie in Ihrem eingeschränkten Denken glauben, Sie seien bei den guten. DAS SIND SIE ABER NICHT!!! Sie verurteilen fremde Kulturen und Systeme die Sie nicht kennen und nicht verstehen. Und vertuschen dabei, dass Sie und ihre mächtigen Regierungen ein Teil all dieser Probleme sind für die Sie andere an den Pranger stellen.
Und das ist schwach!
Viele Eritreer sind bemüht die Probleme Ihres Landes im Zusammenarbeit mit der Regierung zu lösen. Es kann nur funktionieren, wenn wir alle sachlich und friedlich die Dinge anpacken und Lösungsansätze suchen. Es bringt nichts immer nur mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu verurteilen.


@ Fau Back: Ja die Menschen in Eritrea leben nicht frei von Angst. Sie leben mit der ständigen Angst, dass der grausame Krieg den sie schon kennen wieder ausbricht. Die Besetzung eritreischer Gebiete durch schießbereite äthiopische Soldaten lähmt das Land und seine Menschen und versetzt sie in Angst und Verzweiflung.


@ Herr Büttel: Ja die Leute fliehen trotz der Gefahren die unterwegs lauern. Aber nicht nur aus den Gründen die Sie angeblich kennen. Sie kennen leider nicht den ganzen Hintergrund der Geschichten!!! Wir arbeiten nämlich auch mit vielen dieser Flüchtlinge zusammen.


Zum Schluss noch eine Frage. Glauben Sie ernsthaft ein friedliches Festival schlecht zu reden ist der richtige Lösungsansatz?
Im Übrigen feiern sehr viele Flüchtlinge (über die Sie hier reden und Bescheid wissen) sehr gerne dieses Festival mit.

Yodith Haile YPFDJ Köln
(Mönchengladbach)
41
Berry . aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 12:25 Uhr
Naomi aus Frankfurt hat diesen Kommentar:

Sehr geehrte Frau Back,
Sehr geehrter Herr Büttel,

es ist immer leicht das zu glauben was andere Menschen erzählen wenn man selber (leider) keine Vorstellungen hat wie die Wirklichkeit ist. Es wäre sehr schön, wenn man sich vor Ort ein Bild machen könnte oder sich beide Seiten anhört um dann vielleicht auch mal neutral über das Thema sich zu unterhalten oder zu diskutieren. Anstatt immer nur die eine Seite zu repräsentieren.

„Sapere Aude“ - habe Mut dich deines eigenen Verstand zu bedienen. Immanuel Kant

Was genau sollen die Flüchtlinge erzählen? Mir ging es eigentlich gut aber mein Einkommen ist zu niedrig in Eritrea deswegen musste ich fliehen oder aber viele meiner Freunde sind in Europa und ich wollte nicht alleine in Eritrea bleiben?

Ist doch logisch das man negative Gründe (die der Wahrheit absolut nicht entsprechen) angegeben muss um einen Asylantrag zu stellen. Damit die Existenz hier nicht gefährdet wird!

Es gab in diesem Jahr ca. 200 Demonstranten und ca. 4000 Besucher. Von den 4000 Besuchern wurde keiner interviewt. Ist das die Demokratie von der Sie sprechen? Die Redefreiheit ist das Fundament der Demokratie. Das sind doch auch Bürger des deutschen Staates. Warum will man ihre Meinung nicht hören? Warum gewährt man ihnen nicht die gleichen Rechte?

Ich weiß nicht ob Sie sich mit der politischen Lage in Eritrea auskennen. Aber das Land wurde zum zweiten Mal ohne handfeste Beweise sanktioniert. Was eine Sanktion mit sich bringt brauche ich Ihnen nicht zu erklären. Eritrea hat die kein Krieg aber auch kein Frieden Situation mit Äthiopien. Trotz allem wurden die Millennium Development Goals mit Erfolg erreicht. Alle Schüler sind schulpflichtig und müssen kein Schulgeld bezahlen usw. Das Land hat sich trotzdem progressive entwickelt. Es gibt auch positive Nachrichten die aber leider werden nicht veröffentlicht. (http://www.er.undp.org/content/eritrea/en/home/mdgoverview.html)

Es gibt nicht immer nur die eine Seite…………!

Mit freundlichen Grüßen
N.A.
41
Berry . aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 12:40 Uhr
Martha aus Köln antwortet auf einen Kommentar:

Hallo Frau Back,

das Bashing findet in den Massenmedien national und international statt. Die Eritreer, die probieren die Sachlage, zumeist in Kommentarfunktionen von irgendwelchen Zeitungen, in einen Kontext zu stellen nennen sie Beweihräucherung? Das steht nun wirklich in keinem Verhältnis und ich werde jetzt darauf auch nicht weiter eingehen.
"Die" war das letzte Mal 2014 im Land. Davor hat sie mehrere Monate da gearbeitet und gelebt.
Niemand stellt die Behauptung auf, die jungen Menschen hätten nur keinen Bock auf ein "bisschen Militärdienst". Aber das wurde nun soooo oft schon verargumentiert, aber wie schon erwähnt: Taube Ohren.

Aber ich merke auch gerade wie viele Menschen direkt auf mich zu kommen, da sie den Informationen aus den Massenmedien nicht mehr trauen und sich ein eigenes Bild machen wollen. Die sind immer herzlich willkommen auf einer sachlichen und konstruktiven Weise mit mir über Eritrea und die Region am Horn von Afrika zu sprechen. Denn trennen können wir Eritreas Politik nicht von den Ereignissen am Horn. Und ich kann ihnen sagen, dass die Diskussionen offen und ehrlich geführt werden.

Aber vielleicht kann mir einer meine Fragen beantworten?
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 17:01 Uhr
Hallo Berry, animiere die Leute doch mal, sich hier anzumelden.
41
Berry . aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 18:37 Uhr
Hallo Herr Beltz, leider warten einige noch immer auf ihre Freischaltung, obwohl sie sich schon im Juni angemeldet haben.

Das Interesse hier mitzudiskutieren ist da, wie man an den Beiträgen erkennen kann.
41
Berry . aus Gießen schrieb am 21.07.2015 um 19:09 Uhr
Ruth Kidane hat folgenden Kommentar:


Sehr geehrte Festival-Gegner,

Das Festival dient erstens nicht nur dem Tanz und Partymachen sondern dient dem Austausch von Informationen und Fragen zu Eritrea?
Ich als junge Deutsche mit eritreischem Migrationshintergrund empfand das Fest nie als "beängstigend" oder "Instrument" bzw. "langen Arm einer Diktatur" mit dem Ziel der negativen Einflussnahme auf die Menschen insbesondere auf "Diaspora Eritreer".
Niemand schreibt mir vor was ich zu denken noch zu tun hab. Ganz im Gegenteil auf dem Festival legte man den Zustand und das Konfliktpotenzial in und um Eritrea aus Sicht Eritreas offen dar teilweise unter Bezugnahme von Fakten.
Dort wurde nichts "beschönigt oder versucht zu "vertuschen" meiner Meinung nach. Fragen, auch kritische Fragen wurden entgegen mancher Darstellungen in Medien und Forum beantwortet. Auch waren viele junge eritreische Flüchtlinge auf dem Festival, was erstaunlich ist vor den Hintergrund mancher Darstellungen.

Daher frage ich mich ernsthaft was die Intension der Festivalgegner ist?
Steckt tatsächlich hinter dem Boykott und der gegen Stimmungsmache des Festivals der Grund, das es eine "Veranstaltung der eritreischen Regierung" ist?
Oder steckt dahinter der Versuchung der Isolation der Deutsch-Eritreer bzw. in Deutschland lebenden Eritreer? Oder der Versuch die Grundlage für einen zweiten Irak bzw. ein weiteres Syrien zu schaffen? Oder doch Menschenrechte ?

Ich weiß es nicht. Aber eins weiß ich mit Sicherheit, dass was überwiegend über das Festival und Eritrea in den letzten Tagen geschrieben wurde wohlbemerkt negativ geschrieben wurde, ist weder objektiv noch sachlich basierend auf ordentlichen Recherchen gestützt. Es ist einfach nicht der Wahrheit entsprechend.

Und das ist kontraproduktiv wenn man wirklich den
Menschen aus Eritrea in Deutschland helfen will und nicht andere Ziele als diese verfolgt.
41
Berry . aus Gießen schrieb am 21.07.2015 um 19:23 Uhr
Henok aus Offenbach hat folgenden Kommentar:

Sorgt man sich wirklich um Eritrea?

Ich denke hier sollte man erstmals in vier Personengruppen unterscheiden.

1. Personen, die sich nicht sorgen sondern von einem Regierungswechsel profitieren und somit für eine Stimmungskampagne oder auch für finanzielle Unterstützungen sorgen um Organisation und Bewegungen aufzustellen, die für einen sogenannten Regime Change sorgen sollen.

2. Personen, die stark gekränkt sind weil nicht ihre Wunschpartei nach dem Unabhängigkeitskampf an die Macht kamen, ihre pers. Probleme in Bezug mit dem Gesetzen/Rechten hatten und somit keinen Vorteil sondern einen Nachteil (Vergabe von Grundstücken etc), Verwandte die verhaftet worden sind weil sie gegen Gesetze verstoßen haben etc.
(Kennt man in Deutschland nicht anders, nur sind die Eritreer leider in diesem Zusammenhang noch nicht ganz so fortschrittlich, diese Entwicklung ist noch in Arbeit, man nennt es Objektivität und nicht aufgrund pers. Neigungen und Vorstellungen zu erwarten, das man alles aufgrund von Stimmungsschwankungen bekommen kann)

3. Personen, die aufgrund der wirtschaftlichen Lage aus dem Land ziehen mit der Hoffnung im Westen eine bessere Zukunft zu erzielen. Voraussetzung ist natürlich sie können schlimme Erlebnisse aus der Heimat erzählen (Beweise sind nicht nötig) klar kann man das nachvollziehen. Europa braucht dringend heute die Steuerzahler von Morgen, da passt es ja sehr gut wenn es junge Menschen sind.

4. Personen, die im Westen Leben, stark emotional sind, sehr labil sind und alles glauben was Medien und Menschen erzählen die aus dem so schlimmen Land kommen.
(Die meisten waren über 10Jahre und mehr nicht in diesem Land aber sind sehr laut im Kritisieren von weitem.

Jetzt muss man verstehen, das dies von Personengruppe 4 nicht einmal bösartig ist, sondern sie indirekt von Personengruppe 1 instrumentalisiert werden um das Ziel der Personengruppe 1 zu erzielen.

Personengruppe 2 unterstützt natürlich auch alles was gegen die aktuelle Regierung ist da der pers. Schmerz noch sehr tief sitzt. (Bitte nicht verwechseln persönlich bedeutet nicht das es der Allgemeinheit hilft)

Personengruppe 3 ist für alle anderen Personengruppe die beste GefühlsMUNITION um die Menschen, die sich nicht die Zeit nehmen wirklich ernsthaft zu recherchieren oder die Zeit nehmen selber ins Land zu fliegen. Daher kann man sie für verschiedene Zwecke nutzen, um in verschiedenen Organisationen Aufmerksamkeit zu erreichen, um sich und seine Organisation mit Gefühlen zu unterstreichen.
Aber vor allem auch seine eigene soziale Ader Gutes zu tun.

Daher wünsche ich mir das Personengruppe 4 einfach ein wenig Dinge hinterfragt bevor sie sich immer wieder durch Emotionen leiten zu lassen.
Man sollte hierbei vielleicht auch mal sich die anderen Länder unserer Erde anschauen und somit vergleichen ob es nicht ähnliche Situation gab wo man im Nachhinein dann doch erkannt hat das der Westen doch ein ganz dreckiges Medienspiel inszeniert hat.

Aber liebe Freunde, da sind wir wieder bei dem Punkt "ZEIT". Die keiner investieren will, da höre ich lieber denen zu die mir eine Meinung präsentieren die mir keine "ZEIT" kostet.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 22.07.2015 um 09:42 Uhr
Betroffene Hunde bellen sagt ein altes Sprichwort. Bessere Argumente für die Flüchtlinge kann man nicht finden als die Kommentare hier. Sehr durchschaubar. Auch diese tolle Argumentation der böse Westen lässt tief blicken und es verwundert dann auch nicht die Freundschaft zu deutschen Kommunisten.

Noch mal zum Verständnis für diejenigen die mit dem Lesen und Verstehen scheinbar etwas Schwierigkeiten haben. Ich habe nichts gegen Eritrea oder das Festival in Gießen. Lediglich die Beleuchtung der zweiten Seite (Flüchtlinge) zu der einseitigen Berichterstattung ist die Intention.
Presse und TV sind auch für mich die falschen Quellen ebenso wie die Eritrea Berichte von Frau Lennarzt oder Herr Beltz. Mir fehlt jegliche politische Motivation zu diesem Thema. Ich halte mich weiterhin an das alltägliche selbsterlebte im Beruf und bin durchaus in der Lage mir auch die andere Seite anzuhören.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 24.07.2015 um 13:31 Uhr
Herr Bütel, für Ihre Herangehensweise habe ich Verständnis. Gleichzeitig denke ich, man sollte, um Dinge und Geschehnisse zu beurteilen, mehrere Seiten und Stellungnahmen zur Kenntnis nehmen. Ich glaube Ihnen die Berichte über Gespräche, glauben Sie mir bitte ebenfalls Berichte über Gespräche und das, was ich gesehen habe.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 24.07.2015 um 13:41 Uhr
Lesen Sie meinen letzten Satz man muss sich beide Seiten anhören. Sie behaupten in der Einleitung alles andere Darstellungen oder Berichte sind gelogen, wenn man die tolle Stimmung auf dem Festival erlebt. Damit haben Sie jeden Flüchtling als Lügner hingestellt.. Somit leiteten Sie den Beitrag mit einer Lügenbehauptung ein. Dann muss man mit Gegendarstellungen rechnen. Sonst hätte ich mich wahrscheinlich gar nicht zu Wort gemeldet. Das Festival als solches weckt bei mir wenig bis gar kein Interesse.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 26.07.2015 um 11:16 Uhr
Schade, Herr Büttel, auf dem Festival lernen Sie auch Kritiker der Regierung kennen. Der Hauptpunkt der Kritik war stets die langjährige Militärzeit. Ein Mann sagte mit, er würde mit der Familie zurückkehren, wenn eben seine beiden Söhne ......
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 04.08.2015 um 18:23 Uhr
Siehe "stern" Nr. 32 diesen Jahres. Die Flüchtlingszahlen sinken. Das könnte daran liegen, dass die Militärzeit verkürzt wird (ein Risiko für das von Äthiopien bedrohte Land).
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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Michael Beltz
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