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Referendum in Griechenland: Erste Stellungnahme der KKE

Gießen | Stellungnahme von Giannis Giokas, Mitglied des ZK der Kommunistischen Partei Griechenlands, zur Erklärung des Ministerpräsidenten über die Durchführung eines Referendums:

„Die Position der KKE ist eindeutig: Das Nein, das das griechische Volk zum Ausdruck bringen muss, soll beide Vorschläge betreffen, sowohl den Vorschlag der Kreditgeber, als auch den Vorschlag der Regierung, eine 47-seitige Vorlage, die in der letzten Zeit vielfältig ergänzt wurde. Beide Vorschläge beinhalten nämlich drastische Maßnahmen zu Lasten des Volkes.

Das Referendum weist Merkmale einer Erpressung des Volkes auf, und zielt darauf, das Volk zum Mittäter bei den volksfeindlichen Planungen zu machen. Bei dem Referendum wird das Volk aufgerufen, zwischen Pest und Cholera zu wählen.

Schluss mit den Märchen über eine angebliche Respektierung des Volkswillens! Das Volk kämpfte in den vergangenen Jahren gegen die Memoranden und die Durchführungsgesetze, die Menschen bluteten aus. Seit 5 Monaten hat die Regierung nicht nur kein einziges Gesetz annulliert und das vergangene Rahmenwerk angefasst, sondern schlägt den Kreditgebern neue Maßnahmen vor.

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Die Regierung behauptet, dass der Vorschlag der Kreditgeber über die Grenzen des vom Volk bei den Wahlen erteilten Mandats hinausgehen. Befindet sich ihr Vorschlag etwa innerhalb dieses Mandats? Die Regierung log das griechische Volk an. Sie versprach ihm, dass es von den Memoranden und der Sparpolitik befreit werden kann, und zwar im Rahmen der EU und des kapitalistischen Entwicklungsweges. Heute versucht sie, mit dem Zusammenbruch dieses Hirngespinstes fertig zu werden.

Das Volk soll mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen, beiden sein NEIN entgegensetzen, und sowohl den Plan der Kreditgeber, als auch den Plan der Regierung ablehnen. Die Menschen aus den Volksschichten sollen sich erheben und die einzige realistische Lösung für ihre Interessen einfordern: den Bruch mit der EU und dem heutigen Entwicklungsweg“.

Kommentare zum Beitrag

Kurt Wirth
3.085
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 02.07.2015 um 20:46 Uhr
Überall ist OXI (nein).
Unter diesem Motto finden morgen (bis jetzt bekannte) Kundgebungen und Demos zu Solidarität mit Griechenland, gegen Austeritätspolitik und für Demokratie statt in:

Berlin, Bochum, Bremen, Düsseldorf, Freiburg, Hamburg, Köln, Lübeck, Münster, Osnabrück, Stuttgart
In Frankfurt: 17.00 Uhr Willy-Brandt-Platz.
In Mannheim am Samstag.

Siehe hierzu:

http://griechenlandsoli.com/2015/06/28/nein-zur-austeritat-ja-zur-demokratie/#more-2110

und hier kann man auch einen Aufruf unterzeichnen:

http://altersummit.eu/accueil/article/nein-zur-sparpolitik-ja-zur?lang=en
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 03.07.2015 um 12:28 Uhr
Unabhängig von der Einschätzung der KKE und der Arbeit der Regierung sollte die Solidarität mit dem Volk der Griechen an erster Stelle stehen. Von daher kann ich nur begrüßen, dass Du, Kurt, die Termine genannt hast.
Auf unserer gestrigen MV mit zwei Vertretern der SDAJ waren wir uns einig, dass Syriza zumindest naiv sein muss (von lügen spreche ich nicht). Die imperialistischen Mächte lassen sich in ihrem Handlungsspielraum nicht einengen, auch nicht so ohne weiteres durch "antimonopolitische Demokratie". Wir haben in der DKP vor Jahren die "Friedensfähigkeit des Imperialismus" beschworen.

Der Imperialismus ist zu bekämpfen. Ob die KKE da den richtigen Weg sieht, weiß ich nicht.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 04.07.2015 um 11:57 Uhr
Kurz zu dem nach meiner Ansicht nach Schlüsselsatz des Artikels.

(.....) "Die Menschen aus den Volksschichten sollen sich erheben und die einzige realistische Lösung für ihre Interessen einfordern: den Bruch mit der EU und dem heutigen Entwicklungsweg.“ (.....)

(Wahrscheinlich schlechte Übersetzung aus dem Original; ich vermute es muss anstatt "den Volksschichten" richtig "allen Volksschichten" heissen.
"... dem heutigen Entwicklungsweg.... " damit dürfte der Kapitalismus gemeint sein.)

Wer als Linker könnte diesen Satz nicht unterschreiben?

Aber hilft das in der jetzigen Situation?

Da habe ich so meine Bedenken.

Obwohl ich den Zeitpunkt des Referenums für unglücklich halte (hätte eindeutig vor dem 1.7. sein müssen) spricht nichts dagegen das Volk bei einer für die Griechen im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtige Frage* direkt zu befragen.

Die in den deutschen Medien gerne verbreitete Meinung, der Abstimmungstext wäre zu kompliziert und / oder die Menschen würden die Papiere auf die der Text (47-seitige Vorlage) sich bezieht nicht lesen ist meiner Einschätzung nach Propaganda für ein bestimmtes Abstimmungsverhalten, was erwünscht ist.

Hier gilt unbedingt: Die BRD ist eindeutig Partei - aus der griechischen Innenpolitik sollte sie sich gefälligst völlig raus halten.

In einem Artikel (finde ihn leider im Moment nicht mehr, sonst würde ich ihn verlinken ...) hat ein Kommentator sehr stark überspitzt (aber meiner Meinung nach noch im Bereich des Zulässigen) es so sinngemäß formuliert:

Auch ein dreiviertel Jahrhundert später wollen die Deutschen in Griechenland (mit Hilfe von Helfershelfern aus den Reihen der Griechen) das Sagen haben. Aber ein Fortschritt ist festzustellen. Früher kamen sie dazu mit der Waffen-SS heute kommen sie mit der Troika.

* Es gibt schon Presseartikel in denen festgestellt wird, dass Griechen verhungern. Deren Glaubwürdigkeit ist leider schlecht nachzuprüfen.
Kurt Wirth
3.085
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 04.07.2015 um 15:08 Uhr
Auch für mich ist die Politik von Syriza weitgehend rätselhaft und konzeptionslos. Den Bruch mit der EU kann die KKE, wenns dumm läuft, vielleicht schon am Montag feiern. Allerdings nicht von den Volksschichten erzwungen, sondern von den EU-Institutionen.

In der o.a. Erklärung ist manches vorsichtiger und undeutlicher formuliert, als in mancher anderen in jüngerer Zeit. Ein zentraler Punkt ist die "Erringung der Volksmacht", (oben steht etwas verschwommener "die Volksschichten sollen sich erheben") wo man aber auch rätseln kann, wie das dann aussehen soll (bekommt jeder Rentner einen Schlüssel zum Tresor seiner Bank?). Man kann das eigentlich nur als langfristige Zielsetzung verstehen. Das gegenwärtig drängendste Problem für viele Griechen, so vermute ich, nämlich "wie überlebe ich den morgigen Tag", kann man darin nicht als gelöst betrachten.

Die Frage ist also: Was heißt "Volksmacht"? Gleichbedeutende Begriffe/Übersetzungen kennt man etliche in der Geschichte: Demokratie (die war in ihrer Wiege Griechenland aber nur für eine kleine Oberschicht vorgesehen, nicht für Sklaven, Unfreie, Besitzlose etc.); oder auch "Poder popular" in Portugal und Lateinamerika. Es lief je nach Land auf völlig unterschiedliche Entwicklungsansätze hinaus. Was meint die KKE damit?

Dann stellt sich natürlich auch die Anschlußfrage: Was passiert, wenn in Griechenland die Volksmacht siegt? Die Wirtschaft bliebe vermutlich weiterhin in 1000 Dingen vom Imperialismus/Kapitalismus abhängig (man vergleiche Kuba), auch wenn man nicht mehr in der EU wäre. Die Existenz einer rein sozialistischen Insel im kapitalistischen Weltgeschehen wird nicht möglich sein. (Ich behaupte da mal in ganz fernem Zusammenhang: Der Sozialismus kann nur durch Revolution in den entwickeltsten kapitalistischen Länder auf die Tagesordnung kommen.)

Raus aus der EU? Die EU zerschlagen? Natürlich ist die EU ein Werk des Kapitalismus/Imperialismus. Das waren jedoch die Nationalstaaten und sind es diese künftig auch, sofern man nicht unrealistisch unterstellt, daß mit dem Austritt aus der EU der Sozialismus kommt. Die EU entspringt weniger der teuflischen Bosheit der Imperialisten, als vielmehr den Erfordernissen der Entwicklung der Produktivkräfte. Soll Deutschland zurück zu 300 Fürstentümern wie vor 1871?

Schluß: Die Politik von Syriza ist in weiten Strecken unrealistisch. Die der KKE ist es zweimal.

Und die Nebenbemerkung von Michael betr. "Friedensfähigkeit des Imperialismus": So für sich gestellt ist mir das aus DKP-Dokumenten nicht bekannt. Sondern es wurde argumentiert, daß es im Zusammenhang des Gegensatzes zweier etwa gleichstarker, bis an die Zähne bewaffneter Weltsysteme möglich ist, den Imperialismus zu vorübergehenden Zugeständnissen zu zwingen, da es Im Imperialismus auch Kräfte gab, die den größten denkbaren Konflikt nicht wollten. Das ist m.E. etwas anderes, als die pauschale, undifferenzierte Formel "Friedensfähigkeit des Imperialismus" die erst nach 1989 so in die Diskussion als rückblickende Kritik eingebracht wurde.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 04.07.2015 um 23:43 Uhr
Natürlich "OXI" - ich denke da sind wir uns einig!
Natürlich auch klar, dass Reformen innerhalb des kapitalistischen Systems immer nur Reformen bleiben... aber deshalb auf den Kampf um Reformen verzichten ( ich meine damit keineswegs weitere Spardiktate! ) und nur die "große Revolution" ausrufen?

Hier sind ja einige interessante Bemerkungen gefallen:
- wird jetzt ( endlich ) auch über die illusionäre Forderung nach einer so genannten "antimonopolistischen Demokratie" selbstkritisch nachgedacht? Würde mich ehrlich freuen.
- die "Friedfertigkeit des Imperialismus"? Nein Kurt, auch hier bedarf es meines Erachtens einer selbstkritischen Betrachtung...
- ist es heute noch möglich den Sozialismus in einem Land aufzubauen, auch diese Frage ist hochinteressant. Kann dies nur in den hochentwickelsten kapitalistischen Ländern auf die Tagesordnung gesetzt werden - das solltest du schon näher begründen Kurt.

Für die, die bestimmte Bücher einfach nicht lesen wollten oder nicht lesen durften... der ideologischen Auseinandersetzung ging man meist auch einfach aus dem Weg...

vielleicht als "Einstieg"?
=
"Chruschtschows Lügen" von Grover Furr
mit 24,99 Euro nicht gerade billig, aber es lohnt sich!
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 05.07.2015 um 10:00 Uhr
Gibt es "Chruschhtschows Lügen" auf Deutsch? Ich habe bisher nur ein Interview mit Furr gelesen und würde gerne mehr über diesen Wahrheitsverdreher und Geschichtsverfälscher CHR. erfahren.

Zur Sache! Die Friedensfähigkeit des Imperialismus war in der DKP kein abstrakter Begriff, es wurde die Möglichkeit gesehen, den Imperialimus an Kriegen zu hindern, ihn zeitweise zu Zugeständnissen zwingen. Da hat Kurt Recht. Beispiel war immer die Anti-Hitler-Koalition gegen die Faschisten. (Denken wir mal an die folgenden Jahre "wir haben das falsche Schwein geschlachtet")
Dass aber der Imperialismus vom Wesen her, also von der Gesetzmäßigeit der Weiterentwicklung des Kapitalismus, nicht friedensfähig sein kann, wurde dabei übersehen. Der Imperialismus ist nun mal auf Expansion angelegt. Eher kann man Verbrecher durch Therapie heilen, als den Imperialismus aus seinem gesetzmäßigen Handeln heraustherapieren.

Mir ist die Analyse der KKE klarer als die der Syriza. Aber ein Konzept für die weiteren Kämpfe sehe ich nur eingeschränkt. Richtig ist m.E.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 05.07.2015 um 10:00 Uhr
Gibt es "Chruschhtschows Lügen" auf Deutsch? Ich habe bisher nur ein Interview mit Furr gelesen und würde gerne mehr über diesen Wahrheitsverdreher und Geschichtsverfälscher CHR. erfahren.

Zur Sache! Die Friedensfähigkeit des Imperialismus war in der DKP kein abstrakter Begriff, es wurde die Möglichkeit gesehen, den Imperialimus an Kriegen zu hindern, ihn zeitweise zu Zugeständnissen zwingen. Da hat Kurt Recht. Beispiel war immer die Anti-Hitler-Koalition gegen die Faschisten. (Denken wir mal an die folgenden Jahre "wir haben das falsche Schwein geschlachtet")
Dass aber der Imperialismus vom Wesen her, also von der Gesetzmäßigeit der Weiterentwicklung des Kapitalismus, nicht friedensfähig sein kann, wurde dabei übersehen. Der Imperialismus ist nun mal auf Expansion angelegt. Eher kann man Verbrecher durch Therapie heilen, als den Imperialismus aus seinem gesetzmäßigen Handeln heraustherapieren.

Mir ist die Analyse der KKE klarer als die der Syriza. Aber ein Konzept für die weiteren Kämpfe sehe ich nur eingeschränkt. Richtig ist m.E. die Orientierund auf Arbeiterkämpfe und der
Protest auf den Straßen.
Kurt Wirth
3.085
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 05.07.2015 um 11:22 Uhr
@Stefan: Sozialismus in einem Land? Ich leite dies nun nicht aus einem marxistischen Lehrbuch ab, sondern aus der Praxis, die bekanntlich das Kriterium der Wahrheit ist: Kuba, Vietnam, China, Korea, San Marino, das nicht mehr existierende real-sozialistische Lager: es wollte und will nicht so richtig gelingen. Letztlich mußte und muß man immer auf die Wirtschaftskraft des Kapitalismus und dessen technologische und wissenschaftliche Entwicklungen zurückgreifen. (Nun weiß ich sehr wohl, Stefan, daß das ja in Deinen Augen alles keine sozialistischen Länder sind oder waren. )

@Michael: Ich weiß nicht, wer Deiner Meinung nach den Imperialismus "therapieren" will. Ich vermute hinter Deinen Ausführungen das altbekannte Problem der Reformen im Kapitalismus/Imperialismus. Fakt ist: es arbeiten keine 7 jährigen Kinder mehr in europäischen Bergwerken, fast alle Wohnungen in Deutschland haben inzwischen Bad und Toilette, die Lebenserwartung ist generell gestiegen (nicht nur bei den 1% der Reichsten) usw. usf. Der Kampf für Reformen lohnt sich.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 05.07.2015 um 15:01 Uhr
Nun Kurt, ich bin kein Gegner von Reformen. Reformen sollen den einfachen Menschen nutzen und gleichzeitig auf die Notwendigkeit eines Bruchs mit dem Kapitalismus hinweisen - Ziel also: Sozialismus.
Kurt Wirth
3.085
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 05.07.2015 um 18:22 Uhr
Ich bin auch für Reformen, die nur nutzen und nicht zwangsweise mit der Forderung für Sozialismus verbunden sind. Im Interesse der Menschen. Aber der Nachsatz wird auch niemand stören, wenn die Reform erfolgreich ist und tatsächlich eine Reform darstellt.

"ceterum censeo carthaginem esse delendam" fügte ein römischer Senator stets seinen Diskussionsbeiträgen hinzu ("im Übrigen bin ich dafür, daß Karthago zertört werden muß"), egal, ob es dazu gehörte oder nicht.

Auf die Notwendigkeit des Bruchs mit dem Kapitalismus bemühe ich mich bei passender Gelegenheit auch stets hinzuweisen, den Holzhammer möglichst beiseite lassend. Dazu bin ich natürlich weniger veranlasst, als Du, der seit vielen Jahren verantwortlich die DKP nach außen und innen vertritt, was meinen großen Respekt verdient.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 05.07.2015 um 18:34 Uhr
Also, die Dialektik zwischen Reform und Revolution zu verstehen haben wir beide schon vor Jahrtzehnten gelernt.- Manche Mitmenschen haben geglaubt, wir Kommunisten hätten einen eigenen Dialekt.
Kurt Wirth
3.085
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 05.07.2015 um 21:02 Uhr
Howh! Das griechische Volk hat gesprochen. Das mit dem kommunistischen Dialekt ist nicht von der Hand zu weisen: Offensichtlich haben wenige die KKE verstanden. Die Wahlbeteiligung konnte ich im Moment nicht ermitteln, sie wurde im Lauf des Tages heruntergejubelt, am frühen Abend hört man wenig dazu. Die KKE-Anhänger werden sich wohl unter den Nichtwählern befinden, und deren Zahl wird angesichts der Brisanz dieser Abstimmung doch relativ hoch sein. Aber kein Mensch weiß natürlich, wieviel Nichtwähler ihre Enthaltung der KKE zuliebe getätigt haben.

Wir als Kommunisten in Deutschland haben ja ohnehin stets den Verdacht, eine falsche Politik betrieben zu haben, wenn wir mehr als 1% bekommen.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 05.07.2015 um 23:17 Uhr
Hallo Michael, ja das Buch gibt es auf deutsch, wenn du Interesse hast, ich werde einige Exemplare davon in den nächsten Tagen bestellen.
Zum Imperialismus: so wie du das jetzt darstellst Michael, da habe ich wenig Widersprüche! Sicher ist es möglich einzelne Kriege zu verhindern, aber so lange es den Imperialismus gibt, so lange wird es auch immer wieder imperialistische Kriege geben.

Hallo Kurt, es ist nicht ganz so wie du es hier schreibst, dass die von dir aufgezählten Länder in meinen Augen keine sozialistischen Länder gewesen wären. Nur, sie sind es heute nicht mehr! Es ist auch keineswegs so, dass die Wirtschaftskraft der kapitalistischen Länder dafür verantwortlich gemacht werden kann, dass dies so ist. Nehmen wir nur ein einziges Beispiel = China hatte trotz seiner relativen Rückständigkeit ( vom ersten sozialistischen Staat, der Sowjetunion, ganz zu schweigen ) einzig auf seine eigene Kraft beim Aufbau des Sozialismus gebaut, kannte u.a. keine Inflation mehr, mehrere imperialistische Überfälle konnten den Sozialismus nicht zerstören.... Der Sozialismus wurde von Innen zerstört nicht von Außen! Diese Tatsache wollen viele nicht wahrhaben, es ist ja auch einfacher zu sagen, die kapitalistischen Länder sind schuld gewesen...

Reformen? = der Kampf für Reformen ist - neben dem Einsatz für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen - in erster Linie eine notwendige Schule im Klassenkampf. Dort lernen die Menschen, vor allem die Arbeiter, zu unterscheiden zwischen Freund und Feind, und lernen, dass sie sich nur selbst befreien können. Wenn man jedoch "vergisst" dabei die grundsätzliche Lösung zu propagieren, dann ist das nicht der Verzicht auf eine "Holzhammermethode", dann landet man ganz schnell im Sumpf des Reformismus... und täuscht damit die Arbeiterklasse und führt sie in die Sackgasse ( die Sozialdemokratie lässt grüssen )
Kurt Wirth
3.085
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 06.07.2015 um 10:49 Uhr
Hinsichtlich des Abstimmungsergebnisses muß ich korrigieren und nachtragen: Die KKE hatte nicht zur Nichtwahl aufgerufen, sondern dazu, die Stimmzettel mit Enthaltung oder Ungültig einzuwerfen. Die Wahlbeteiligung betrug 61,3%, davon wählten ungültig oder mit Enthaltung 5,8% (also im Sinne der KKE). Von den damit verbleibenden 55,5% wählten dann 61,3% mit Nein (also pro Syriza) und 38,7% mit Ja.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 08.07.2015 um 12:07 Uhr
Korrekt, Kurt. Wie es weitergehen soll, hat m.E. keine Seite darstellen können. Zumindets hat niemand konkreteVorstellungen entwickelt, wie den Kapitalisten entgegen getreten werden kann.
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.07.2015 um 15:40 Uhr
Ist alles sehr schön geschrieben, nur hilft es dem Griechischen Volk nicht weiter, oder doch?
Ich hörte vom Roten Kreuz wird schon über humanitäre Hilfen nachgedacht. Das wäre zumindest etwas, was den ärmsten des Griechischen Volkes direkt helfen könnte.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.07.2015 um 21:20 Uhr
Michael, ich verstehe deine letzte Antwort an Kurt nicht, auf was beziehst du dich da?
Warten wir mal ab wie die Vorschläge der griechischen Regierung ausfallen werden, dann können wir immer noch evt. kritisieren.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 10.07.2015 um 08:12 Uhr
Stefan, ich sehe die KKE als Organisation, die auf -die Kraft des Volkes setzt. Das ist gut so. Zu hoffen jedoch, dass eine revolutionäre Umgestaltung, die Überwindung des Kapitalismus gegegn die Mächtigen in Europa derzeit möglich ist, halte ich für illusionär.
So bleibt wohl die geduldige Arbeit in den Betrieben, der Gewerkschaftnund mit den fortschrittlichen Kräften.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.07.2015 um 10:34 Uhr
Ich hatte es schonmal erwähnt: die Politik der KKE habe ich für falsch eingeschätzt als es um das breite Bündnis ( nicht die Partei ) und die ablehnende Haltung zu Syriza ging, das sehe ich auch heute noch so. Ob sich die linken Kräfte innerhalb von Syriza ( es ist eine starke Minderheit! ) zukünftig anders entscheiden müssen, das kann ich von hier aus natürlich schwer beurteilen. Das was die bürgerlichen Medien bisher als "neue Vorschläge" der griechischen Regierung verbreiten, das macht wenig Hoffnung auf eine wirklich linke Politik von Syriza ( aber ich kenne die neuen Vorschläge nicht richtig ).
Ich sehe es ähnlich, ein Alleingang der griechischen Regierung und des griechischen Volkes gegen EU, IWF usw. wird wenig Aussicht auf Erfolg haben. Was den Herrschenden jedoch die meiste Angst macht, das ist, dass sich auch andere europäische Völker Griechenland als Beispiel nehmen könnten und das Ganze für sie nicht mehr zu kontrollieren wäre...

Klar, in einer nichtrevolutionären Situation ist es immer das Wichtigste - das unterscheidet Linke ja auch von Phantasten, Abenteurern, Anarchisten usw. - die geduldige Klein- und Überzeugungsarbeit zu leisten! Auf wen dann das Volk setzt, das entscheiden die Menschen dann selbst.... ob dies eine KKE sein wird, ich weiss es natürlich nicht, aber ich habe da schon meine Zweifel...
Kurt Wirth
3.085
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 10.07.2015 um 13:25 Uhr
Und noch ein Hinweis zur Einschätzung der Wahlbeteiligung: Wie man diversen Medien entnehmen kann, durften Griechen im Ausland ohnehin nicht wählen, es sei denn sie reisten zur Wahl nach Griechenland. Und auch die Griechen selbst durften nicht in ihrem Wohnort abstimmen, sondern in ihrem "Heimatort" oder "Herkunftsort". Ich schätze das mal so ein: wie seinerzeit unter Kaiser Augustus bei der Steuerschätzung in Judäa, wo sich Josef und Maria auch auf die Reise begeben mußten.

Wie hoch wäre wohl in Deutschland unter solchen Umständen die Wahlbeteiligung?
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.07.2015 um 10:32 Uhr
Jetzt gibt Syriza in allen Punkten nach. Die Genossen und Kollegen haben wohl eingesehen, dass es eine Illussion war, mit einem solchen Programm in den Wahlkampf zu ziehen. Gegen die von den Imperialisten beherrschte EU ist es nicht möglich, gegen z.B. Rentenkürzung vorzugehen.
Was also hat das Referendum gebracht? Zumindest die Erkenntnis, dass das griechische Volk den alles zerstörenden Kapitalismus ablehnt. Jetzt folgt die Ernüchterung. Unsere Solidarität ist weiterhin erforderlich.
Kurt Wirth
3.085
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 12.07.2015 um 12:50 Uhr
Daß das Referendum eine Entscheidung gegen den Kapitalismus war, kann ich nicht erkennen. Es war eine Abstimmung pro Syriza - und die stellte ja bekanntlich den Kapitalismus nicht zur Disposition. Wäre vermutlich auch illusionistisch gewesen. Interessant wäre zu wissen, wie die Wähler das inzwischen sehen. Ich vermute eher, lethargisch.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.07.2015 um 22:56 Uhr
Verschiedene Aspekte, die genau analysiert werden sollten ( soweit das möglich ist ):
- warum hat Syriza jetzt solch einen Vorschlag auf den Tisch gelegt? Reine Taktik um die Widersprüche innerhalb der imperialistischen EU auszunutzen?
Oder doch nur "Angst vor der eigenen Courage, dem eigenen Volk"?
- wieso erhält Syriza mit diesen neuen Vorschlägen Beifall bis hinein in bürgerliche Parteien wie z.B. von den deutschen Grünen?
- wie sollte unsere Solidarität aussehen? Verteidigung eines so genannten "Europas der EU" mit Griechenland als vollwertiges Mitglied? Ist das nicht lediglich eine verkappte Unterstützung eines imperialistischen Bündnisses? Ein neues so genanntes Hilfsprogramm als notwendige Voraussetzung ansehen, damit "die - kapitalistische - Wirtschaft in Griechenland" wieder auf die Beine kommt? Kann doch wohl nicht sein, oder? Opportunisten unterstützen opportunistische Vorschläge, wir sollten auf die europäischen Völker setzen!?
- wie die Wähler ( ergänzend vielleicht auch die eigenen Parteimitglieder von Syriza ) das sehen? Kann man das von hier aus einschätzen und beurteilen? Wer jedoch mit großer Mehrheit gegen weitere Spardiktate und Erpressung gestimmt hat ( sicherlich deshalb noch lange nicht gegen den Kapitalismus ), der kann nur enttäuscht und / oder wütend sein. Ich denke nicht, dass das griechische Volk lange in Lethargie verharren wird ( und die anderen europäischen Völker dürfen dies auch nicht tun ). Innerhalb von Syriza gibt es den größten Widerstand gegen diese neuen Vorschläge ( während die Opposition jubelt ), ob die Linken - u.a. die Mitglieder der KOE - nun Syriza den Rücken kehren werden, das bleibt abzuwarten...
- Kann man gegen eine von Imperialisten beherrschte EU Reformen durchsetzen ( Beispiel "gegen Rentenkürzungen vorgehen" wurde hier genannt )? Wieso denn nicht, dafür darf man aber das Handeln nicht allein einer Regierung eines Landes überlassen, dies kann nur im aktiven Widerstand der europäischen Völker durchgesetzt werden.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.07.2015 um 12:52 Uhr
Man kann nur imperialistische "Reformen" durchsetzen. Das kennen wir von Agenda 2010, Rentenreformen usw. Die von Syriza verbreiteten Illussionen werden, wie Stefan schreibt, zu Lethargie führen können.
Die Gefahr einer möglichen Neuwahl besteht m.E. in der Chance der Rechten und Faschisten. Mal sehen, ob die KKE Streiks und Demos zu organisieren in der Lage ist.
Solidarität kann nur mit dem Volk geübt werden.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.07.2015 um 19:40 Uhr
Das sehe ähnlich wie Michael B. Ich sehe für GR schwarz oder besser "braun".

Weite Teile der Bevölkerung (vorrangig die "arm gemachten") sind wegen der alltägliche Situation schon länger am verzweifeln. Ihnen geht es sauschlecht, sie haben Tag für Tag ums Überleben zu kämpfen. Das Interesse an der "großen Politik" hält sich in Grenzen.

Das Alles ist für eine grundlegende Veränderung in Griechenland keine gute Ausgangslage. Die sich potenzierende Unzufriedenheit wird sich sicher "Ventile suchen". Ich fürchte es werden die Falschen sein. Die Rechten und Faschisten sind ja schon länger in ihren Startlöchern und sie werden in den nächsten Monaten mit angeblich "einfachen Lösungen" versuchen die Deklassierten zu organisieren.

Verkürzt (aber ich denke das ist hier nicht falsch) gilt wohl: Bei Neuwahlen werden weite Teile der griechischen Bevölkerung so denken: Jetzt haben wir es erfolglos mit den Linken probiert - jetzt werden wir es einmal mit den Rechten / Faschisten probieren. Und spätestens dann kann uns die Entwicklung in Griechenland hier in der BRD "nicht am Allerwertesten vorbei gehen".
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.07.2015 um 22:05 Uhr
"Weite Teile der Bevölkerung... ihnen geht es sauschlecht, sie haben Tag für Tag ums Überleben zu kämpfen..." und weil sie es erfolglos mit den Linken von Syriza versucht haben, werden sie nun in großen Teilen - falls es zu Neuwahlen kommen sollte - die Faschisten wählen?
Na dann lassen wir doch besser alles so wie es ist, lieber eine neue Regierung die nur wortradikal agiert, an den Fakten wenig ändert.... als die Gefahr eines Erstarkens faschistischer Parteien? Hier wird wieder mal das mangelnde Vertrauen in die Massen mehr als deutlich.... immer das gleiche.

Warum kann es nicht möglich sein, dass die Bevölkerung erkannt hat, dass sie nur auf die eigene Kraft vertrauen kann? Warum sollten nicht - wieder - machtvolle Demonstrationen und Streiks ( warum hier immer die KKE erwähnt wird, das verstehe ich allerdings nicht, so als wäre sie die Führerin der zahlreichen Streiks in Griechenland gewesen ) möglich sein um für die eigenen Interessen zu kämpfen? Weil das alles im Kapitalismus nichts bringt ( etwas überspitzt an Michael gerichtet ) für Reformen zu kämpfen?

Das hatten wir schon = dann warten wir halt auf die große Revolution und bis dahin legen alle die Hände in den Schoß... und freuen uns, dass sich auch mit dem nächsten "Hilfsprogramm" nur die Geldgeber die Hände reiben können... alles Blödsinn? = richtig!
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 08:41 Uhr
Stefan, ich habe nie behauptet, gegen den Kampf um Reformen zu sein. Dialektik von Reform und Revolution!!! Muss ich nicht wiederholen.
KKE und PAME!!
Die Massen, da dürfen wir auch keine Wunschträume hegen. Die Massen haben in Deutschland Faschisten und andere Rechte nicht nur gewählt, sie haben ihnen zugejubelt. Die, auf die Hoffnung von Linken und Demokraten gesetzt wurde, waren schnell eingesperrt und ermordet.
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 09:08 Uhr
Was nützen Streiks wenn das Volk keine Arbeit, kein Geld nahezu nichts hat? Es war doch der Willen, die Hoffnung trotz allem im Euroraum zu bleiben.
Quo vadis Griechenland?
Warten wir es ab. Es liegt nicht in unserer Hand.
Kurt Wirth
3.085
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 10:32 Uhr
Ich weiß nicht, welche Kräfte außer der KKE und Pame (und natürlich der in Syriza vereinten Kräfte)Stefan im Zusammenhang mit "machtvollen Demonstrationen und Streiks" anspricht oder ob er spontan handelnde "Massen" meint.

Es gibt jedenfalls laut wikipedia mindestens noch folgende Organisationen der Linken:

-Kommunistische Partei Griechenlands Marxisten-Leninisten
-Organisation der kommunistischen Internationalisten Griechenlands
-Revolutionäre Arbeiterpartei (Trotzkisten)
-Organisation für den Wiederaufbau der KKE
-Antikapitalistische linke Zusammenarbeit für den Umsturz (Antarsya)

Die scheinen aber alle noch mehr von den mit ihnen verbundenen "Massen" zu träumen, als die KKE.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 16:11 Uhr
Stefan - bei der Sicht auf die Faktenlage liegen wir doch garnicht so weit auseinander. Auch bei der Frage: Was hilft jetzt noch? (machtvollen Demonstrationen und Streiks - und das gesteigert .....).

Lediglich bei der Einschätzung, ob nach 5 Jahren Kampf den politisch bewußten Teilen der griechischen Bevölkerung langsam "der Elan flöten geht" strahlst du Optimismus aus.

"Mangelndes Vertrauen in die Massen" siehst du offensichtlich als ein Grundübel bestimmter Kreise im linken Spektrum. Diese Fragestellung löst sicher eine breit angelegte theoretische Diskussion aus. Daran bin ich nicht interessiert.

Mein eher hemdsärmlicher pragmatischer Ansatz (" (...) und weil sie ++ die griechische Bevölkerung ++ es erfolglos mit den Linken von Syriza versucht haben, werden sie nun in großen Teilen - falls es zu Neuwahlen kommen sollte - die Faschisten wählen... (...)") ist vielleicht auch nicht "das Gelbe vom Ei".

Irgendwo in der Mitte dürfte der bessere Weg zu finden sein.

(Ich erlaube mich selber zu zitieren.))

"(...) Und spätestens dann kann uns die Entwicklung in Griechenland hier in der BRD "nicht am Allerwertesten vorbei gehen". (.....)"

Der Kampf der linken Kräfte in Griechenland dient auch den Interessen der Deklassierten in der BRD. Da der Gegner der Gleiche ist (wahlweise die Kapitalisten in der BRD sind) müssen wir hier von den Stärken und Fehlern der griechischen Genossen lernen. Vor allen Dingen dürfen wir nicht die Illusion aufkommen lassen: Naja mit den griechischen "arm gemachten" machen "die" das - uns lassen sie in Ruhe. Nein, genau umgekehrt ist es. "Sie" probieren in Griechenland das aus, was sie demnächst hier in der BRD auch machen wollen.

Es ist doch keine Frage, die BRD-Linke kann es nicht egal sein, wenn Millionen von Menschen in Griechenland auf absehbarerer Zeit weiter deklassiert werden bzw. "nicht auf die Füsse kommen". Unter Linken ist der Begriff Solidarität keine leere Worthülse.

Die Zeiten in denen Rechte bzw. faschistische Kräfte sich nicht international vernetzten sind vorbei. Ein starke Rechte / zahlreiche Faschisten in Griechenland fördert das Aufkommen dieser Kräfte auch in der BRD.

In diesem Sinne möchte ich Peter H. widersprechen, wenn er versucht zusammen zu fassen: "(....) Warten wir es ab. Es liegt nicht in unserer Hand. (....)"

Ich möchte nicht versuchen Peter seinen Pessemismus auszureden. Es stimmt die Zukunft wird zeigen, ob die Linke eine Chance hat oder nicht. Aber abwarten - die Entwicklung einfach so weiter laufen lassen das geht auch nicht.

Wenn ich Stefan richtig verstehe ist dabei das Hauptaugenmerk auf die Arbeiterklasse zu richten. Also mit anderen Worten: Jeder (Warn)streik und jede Arbeiterdemonstration in der BRD ermöglichen immer größere Teilen der BRD-Bevölkerung Erfahrungen im politischen Kampf zu machen. Dies - auch wenn das im ersten Augenblick garnichts mit Griechenland zu tun hat - ist ein Beitrag den "Durchmarsch" der aggressivsten Kräften des Kapitalismus vielleicht nicht zu stoppen, aber zumindest abzubremsen.
Das zu organisieren ist sehr mühselig, aber immer noch besser als auf den "großen Knall" zu hoffen (und bis dahin die Hände in den Schoß zu legen).

Unbestritten dürfte ausserdem sein, dass ab sofort jede Zusammenrottung von Faschisten zu verhindern ist.
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 16:54 Uhr
@ Martin .......... Es liegt nicht in unserer Hand.

Ja damit meine ich das Griechische Volk ist es um das sich hier alles dreht.

Mir kommt gerade jetzt immer die Galle hoch, wenn ich den Riexinger im Fernsehen tönen höre. Ich verstehe nicht wie er es schaffen will, dass es dem Griechischen Volk besser geht.
Einer muss doch erst mal Geld geben und das wir niemand tun ohne dafür gewisse Sicherheiten und(´/oder Gegenleistungen zu erhalten.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 14.07.2015 um 20:49 Uhr
Apropos Gewerkschaften ( die meisten Streiks in Griechenland waren selbständig organisierte Streiks! ) = der Dachverband der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes ADEDY hat für morgen, Mittwoch, zum Generalstreik aufgerufen.
Michael, ich verstehe es nach wie vor nicht: also, da die Gefahr eines Rechtsrucks bestehen könnte, die Gefahr dass sich viele Enttäuschte den Faschisten zuwenden könnten ( was ich in der Mehrheit bezweifle! )... ja, dann lieber doch nicht die Menschen mobilisieren?

Kurt, wenn schon denn schon = Die Kommunistische Organisation Griechenland (KOE), ruhig mal googeln falls es dich interessiert ( wikipedia? na ja :-)) - fehlt z.B, in deiner Aufzählung...

Schade Martin, dass du diese theoretisch ideologische Auseinandersetzung immer ablehnst, warum? = weil deine "pragmatischen" Schlussfolgerungen oft den richtigen Ansatz haben. So aus meiner Sicht auch hier: richtig, es kann weder der deutschen, noch der europäischen Arbeiterklasse ( und den sonstigen unterdrückten Klassen ) egal sein was in Griechenland passiert. Richtig auch, dass es reine Illusion war zu denken eine griechische linke Regierung allein könnte die Machtverhältnisse in Europa / in der EU ändern. Dann kommen wir auch zur theoretischen Seite, die immer in Verbindung mit der Praxis stehen muss: dieses Stellvertreterdenken, dieses kleinbürgerliche Zaudern wenn es um die Mobilisierung der Menschen geht ( du meine Güte was mach ich nur mit den Geistern die ich rief ), das ist typisch für reformistische und revisionistische Kräfte... und deshalb ist es auch wichtig dass man sich theoretische Klarheit verschafft um die richtigen praktischen Schritte zu tun.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 14.07.2015 um 21:35 Uhr
Stefan - Hochachtung - du gibst offensichtlich nicht auf. Aber ich bin ein hoffnungsloser Fall ... ich will mich nicht zum so und so vielten mal wiederholen ... es bleibt aber dabei - bei Aktionen die mir "einleuchten" bin ich dabei ... denn (schon wieder so eine Phrase, aber es wird ja immer der kurze Kommentar eingefordert): Nur Tote schwimmen mit dem Strom!
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 15.07.2015 um 13:27 Uhr
Stefan, wir reden anscheinend aneinander vorbei. Natürlich bin ich für die Mobilisierung des Volkes: gegen Faschisten und dann gegen die imperialistischen Mächte, die Griechenland gerne in den Käfig der Sklaverei sperren wollen.
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.07.2015 um 16:57 Uhr
Jetzt übertreibt Ihr aber. Sklaverei ist m. W. auf fast der ganzen Welt abgeschafft ;-(

Außer die Form der Abhängigen Beschäftigten. Da sieht sich wohl der eine oder andere als Sklave.
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.07.2015 um 17:51 Uhr
27 Millionen Sklaven(?) da werden auch Freudenmädchen als Sklaven gezählt. Die Gesamtbevölkerung 7,3 Milliarden.
Ich sprach nicht von ganz abgeschafft.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 15.07.2015 um 18:59 Uhr
kurz zu Peter H.

Ich möchte daran erinnern, dass Michael B. sich zum Marxismus-Leninismus bekennt. Dort hat sich im Laufe der Jahrzehnte ein eigener Begriff der Sklaverei entwickelt, der etwas anders ist als die allgemein verwendete Begrifflichkeit.

"(....) Marxistisch-leninistische Begriffsauslegung
In der Gesellschaftstheorie des Marxismus und Leninismus wird unter „Sklaverei“ eine ökonomische Gesellschaftsform verstanden, die auf dem Eigentum des Sklavenhalters an den Produktionsmitteln (Nutzflächen, Maschinen usw.) und an den unmittelbaren Produzenten (Sklaven) beruht. Karl Marx, der die Sklaverei für die roheste und primitivste Form der Ausbeutung und den Gegensatz zwischen Sklaven und Sklavenhalter für einen archaischen Klassengegensatz hielt, bezog den Begriff Sklavenhaltergesellschaft ausschließlich auf die antiken Gesellschaften. Marx beschrieb jedoch auch, wie als Überbauphänomen der Sklaverei politische, juristische und philosophische Anschauungen entstanden, die den Sklavenhaltern als Machtinstrument dienten. (....)"

Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei

Mit anderen Worten - ich sehe da zwischen Peter H. und Michael B. erst einmal keine gravierende Deutungsunterschiede, denn beide berufen sich offensichtlich auf eine etwas andere Definition.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 15.07.2015 um 19:04 Uhr
Gut Michael! Manchmal muss man ein wenig nachhaken um Klarheit zu bekommen, ich kann da ziemlich hartnäckig und nervig sein, aber besser als wenn etwas evt. falsch verstanden wird. Dann sind wir uns wohl ( fast? ) einig, denn ich hätte es für besser gefunden das Ganze platzen zu lassen und Neuwahlen in Kauf zu nehmen... natürlich verbunden mit der gleichzeitigen Mobilisierung der Volksmassen - nicht nur in Griechenland!

( richtig, das mit der Hartnäckigkeit gilt natürlich auch auf dich gemünzt Martin :-))
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.07.2015 um 19:24 Uhr
Stefan, die Neuwahlen kommen noch, ganz sicher.
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 10:07 Uhr
Aber jetzt kommen schon die ersten Vorschläge zur Solidarität mit Griechenland.
Nach einer dpa Meldung schlägt der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung vor, zur Abdeckung von ca. 22 Milliarden Belastung die auf Deutschland in den nächsten drei Jahren entfallen, den Soli von 5,5 auf 8 % zu erhöhen.

Mal sehen was da das deutsche Volk dazu meint.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 10:16 Uhr
..... kurz zu Frau Back .....

Wer sich die Kommentarkolonne anschaut wird feststellen, dass im wesentlichen Michael B., Peter H., Herr Wirth, Stefan und ich sich austauschen. Bestimmt Persönlichkeiten, welche politisch nicht im selben Lager stehen. Aber was macht das, wenn es darum geht in einer ad-hoc-Gruppe auf Grundlage eines Minimalkonsens politische Aktivitäten zu Gunsten GR zu organisieren.

Ich hoffe, dass es gelingen könnte, dass in Giessen das GR-Solidaritätskomitee reaktiviert werden kann.

Dafür ist es völlig kontraproduktiv, wenn im Vorfeld sich über so eine Frage "wie ist der Begriff der Sklaverei zu definieren" sich gestritten wird.

Ich war ja jahrzehntelang im Spektrum der katholischen Linken aktiv. Sicher kann mann / frau darüber streiten was ich da so gelernt habe. Aber Eines halte ich für gegeben: Für (fast) alle Konstellationen gibt es in den unterschiedlichsten Milieus zwar verschiedene Begriffe, aber das sind nur verschiedene Etiketten. Das was beschrieben werden soll ist im Kernbereich identisch.

Beispiel: Im gewerkschaftlichen Rahmen wird das Wort Solidarität benutzt - in dem kirchlichen Raum der Begriff Geschwisterlichkeit. Wir hatten - leider schon vor 10Jahren verstorben - eine Genossin die war darin einfach Spitze. Die konnte - um sich Arbeit zu sparen - ein Statement aus dem linken Lager nehmen eine halbe Stunde dran sitzen und sprachlich umschreiben und dann zum Beispiel als Vortrag vor Bürgerlichen in einer kirchlichen Akademie einsetzen. (Natürlich mussten dann ein paar Sätze aus der Bibel rein ....!)

Noch einmal zurück auf die Frage von ihnen: Mir ist es völlig egal, ob die Situation in GR als neue Form der Sklaverei zu beschreiben ist oder mit anderen Begriffen. So lange klar ist: Das "geht überhaupt nicht" (Jugendslang) und dagegen sollen / müssen / können wir etwas machen.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 18:43 Uhr
...... Frau Back sie waren auch schon einmal besser .....
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 18:48 Uhr
;-))
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.07.2015 um 21:25 Uhr
>:D
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 11:14 Uhr
Ich bin mir nicht sicher, ob sie Frau Back nur

a - "etwas Wirbel machen wollen"

oder b - ernsthaft an einem Thema dran bleiben wollen.

Ihren Kommentar vom 16.07.2015 um 10:37 Uhr ordne ich der Kategorie a zu.
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 12:09 Uhr
Es ist so, dass sie in den meisten Fällen nur Kommentare anderer angreift, durch den Kakao zieht oder sonst eine nicht passende Bemerkung macht... und sich dann wundert, wenn Kontra kommt.
Man/frau sollte die Meinung anderer immer akzeptieren. Mit Oberlehrerhaften Bemerkungen ist keinem gedient.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 13:27 Uhr
Der `Druck`auf Griechenland war von derselben Art wie der, den unlängst, wenn man den Zeitungen glauben darf, in Rußland die unwissenden Bauern eines hinterwäldlerischen Dorfes anwandten, die einen Bürger, dem sie Beleidigung der christlichen Religion vorwarfen, zum Hungertod verurteilten.
Die `zivilisierten` Imperialisten (...) ließen ein ganzes Land, ein ganzes Volk hungen, um es durch diesen `Druck` zu veranlassen, seine Politik zu ändern.
W.I.Lenin in der Prawda Nr. 72 vom 3. Juni 1917
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 18:01 Uhr
Keine Kommentar
H. Peter Herold
29.023
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 18:08 Uhr
Warum hören Sie dann hier nicht auf. Dann würde der Kommentar zutreffen ;-))
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 17.07.2015 um 19:29 Uhr
Manchmal verstehe ich sie Frau Back wirklich nicht.

Jetzt soll ich an so etwas wie einem virtuellen Stammtisch sitzen ....!

Was soll das. Sie verfolgen doch regelmäßig die Artikel und Kommentare von mir. Dann dürfte ihnen doch nicht entgangen sein, dass ich kein Alkohol trinke. Und zwar nicht, weil er mir nicht schmeckt, sondern weil Menschen unter Alkoholeinfluss (um es freundlich zu beschreiben) gerne am nächsten Tag erklären "... also so habe ich das gestern nicht gemeint ....."

Oder anders ausgedrückt. Stammtisch ist rausgeschmissene Zeit, denn außer eine gewissen "reinigenden Funktion" (da "kotzt sich jemand aus") kommt Nichts Produktives raus / kommt doch Nichts bei rum.

Also ich versuche (ob es mir immer gelingt darf sicher bezweifelt werden ...) zielgerichtet in Artikel und Kommentaren zu argumentieren. Bei diesem Artikel habe ich das schon einmal geschrieben:

(....) "Wer sich die Kommentarkolonne anschaut wird feststellen, dass im wesentlichen Michael B., Peter H., Herr Wirth, Stefan und ich sich austauschen. Bestimmt Persönlichkeiten, welche politisch nicht im selben Lager stehen. Aber was macht das, wenn es darum geht in einer ad-hoc-Gruppe auf Grundlage eines Minimalkonsens politische Aktivitäten zu Gunsten GR zu organisieren. Ich hoffe, dass es gelingen könnte, dass in Giessen das GR-Solidaritätskomitee reaktiviert werden kann." (....)

Ich bitte zu beachten, dass der Vorwurf "Stammtisch" vielleicht auch im Sinne von "Stammtischniveau" gemeint sein kann. Vorsorglich darauf meine Antwort: Mit dieser Einschätzung sollte behutsam umgegangen werden. Manche Mitbürger können sich - egal aus welchen Gründen - nicht sehr "geschliffen" ausdrücken. Es kann aber nicht sein deren Argumente mit einem pauschalen "das ist Stammtischniveau" vom Tisch zu wischen.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.07.2015 um 18:07 Uhr
Was ist mit der Forderung der griechischen Regierung an Deutschland, Reparationszahlungen für die von den deutschen Faschisten angerichteten Schäden zu zahlen.
Ich hatte ein Zitat von Lenin eingestelllt. Hatte er recht oder nicht, ist das auch heute noch gültig?
Kurt Wirth
3.085
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 18.07.2015 um 20:33 Uhr
Es gibt ja außer den Reparationszahlungen noch ein paar andere Dinge, die hier in verschiedenen Beiträgen und Kommentaren betr. Griechenland als "offen" reklamiert wurden: Die berühmte Lagarde-Liste von Auslandskonten (wobei mir aber nach wie vor nicht ganz klar ist, ob es sich um eindeutig illegale Tatbestände handelt, oder die Rechtswidrigkeit erst noch nachgewiesen werden muß, wie das halt in einem "Rechtsstaat" erforderlich ist). Sowie auch die Frage der Besteuerung der Reeder (wo angeblich erst die Verfassung geändert werden muß und das dann auch erst frühestens 2021 Wirklichkeit werden kann). Auch mit der Besteuerung der Immobilien der Kirche (nach dem Staat selbst der zweitgrößte Immobilienbesitzer) blicke ich nicht so recht durch. War auf jeden Fall ein wichtiger Punkt im Wahlprogramm von Syriza, seit der Wahl hört man nichts mehr davon. Daß die Kirche Steuerfreiheit für "sozial genutzte Immobilien", d.h. Kindergärten, Schulen, Behinderteneinrichtungen, Altenheime etc. genießt, kann ja noch durchgehen. Aber daneben gibt es noch eine Menge anderer Immobilien. Übrigens finanziert sich auch die KKE laut wikipedia traditionell aus Immobilienbesitz, und im Vergleich zu anderen kommunistischen Parteien auf der Welt nicht schlecht. Da anderweitiges nicht bekannt ist, ist anzunehmen, daß sie ordnungsgemäß Steuern bezahlt.

Ich kann zugunsten Syriza nur vermuten, daß denen andere Dinge und größere Summen auf den Nägeln brennen. Wenn die bei ihrer angeblich ineffektiven und desaströsen Verwaltung innerhalb von zwei Tagen Gesetzespakete durchpauken, die selbst im bestorganisierten Deutschland mindestens ein Jahr benötigen würden, ist logisch, daß andere Dinge auf der Strecke bleiben müssen.

Was das Leninzitat angeht: Ich müßte es erst im Zusammenhang lesen. Sicher bin ich, daß es Lenin nicht mit der Absicht geschrieben hat, um nachzuweisen, daß es noch in 100 Jahren gültig sein wird.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.07.2015 um 08:11 Uhr
Herr Wirth - mir gefällt ihr Kommenar vom 18.7. / 20.33 Uhr.

Zwar bin ich nicht der Ansicht von Frau Back, dass diese Kommentarkolonne ein Beleg für "Halbwissensbekundungen" sind (Frau Back sollte einmal in der Fusgängerzone an einem Informationsstand mit Passanten ein Gespräch zu GR starten ... da kommen ganz andere Sachen), aber (wie alle politische Vorgänge) "die Probleme liegen meist etwas tiefer", sprich da wird "ein großes Fass aufgemacht".

Für mich ein weiteres Argument zu versuchen in Giessen das GR-Soli-Komittee wieder zu beleben. Denn die Aktiven gingen ja nicht nur an die Öffentlichkeit, sondern sie tauschten mittels eines Emailverteilers Informationen (und die politschen Einschätzungen dazu) zu allen möglichen Facetten aus. (Das steckt ja hinter der Formel: Zusammenarbeit auf Grund eines Minimalkonsens. Denn Konsens ist bei so dynamischen Geschichten nicht ein einmalig erreichter Standart, sondern der muss immer wieder (heisst das neuerdings nicht so) "upgradet" werden.)
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.07.2015 um 10:24 Uhr
Hallo Kurt, Lenin war kein Prophet, da sind wir uns einig. Das Zitat habe ich aus den Marxistischen Blättern - Rückseite.
Gut, dass Du noch einmal neben den erforderlichen Reparationszahlungen andere Dinger erwähnt hast. Über die Besteuerung/Nichtbesteuerung der Reeder habe ich schon recht unterschiedliche Meinungen gehört.
Stefan Walther
4.850
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.07.2015 um 11:24 Uhr
Du sprichst wiederholt "die Wiederbelebung des Griechenland-Solidaritäts-Komitees" an Martin. Natürlich wäre es nicht schlecht wenn sich ( vor allem ) Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben / Gewerkschaften ( wieder ) dazu entschliessen könnten... Ich bin da eher skeptisch, es ist eben nicht damit getan ein wenig "E-Mail-Verkehr" zu betreiben ( ja, ist jetzt etwas zugespitzt, liegt aber daran, dass ich mich da schon ein wenig aufregen kann ), Grundvoraussetzung für eine politische Arbeit in Bündnissen / Komitees usw. ist erstmal die Bereitschaft regelmäßig an Treffen teilzunehmen, praktische Aufgaben zu übernehmen, eine gewisse Disziplin und Zuverlässigkeit ist dabei unabdinglich usw. usw.
Alle paar Monate sich mal blicken lassen, die übertragenen Aufgaben nicht erledigen... ( ich meine nicht dich! ), so kann keine Komitee- / Bündnisarbeit funktionieren!
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 21.07.2015 um 11:26 Uhr
Stefan, ich denke, nicht nur die Menschen in Griechenland sind verunsichert, sondern auch hier. Ich habe das während unserer letzten Sittzung des Bezirksvorstandes feststellen können. Es gab dort Unterstützung und Zweifel gegenüber Syriza wie auch gegenüber der KKE und der Haltung gegenüber anderen kommunistischen Gruppen.
Der Generalstreik wurde begrüßt.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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Michael Beltz
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