Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

"Brot ist Fast Food für Enten" - Verbot in vielen Städten

Gießen | Tierexperten plädieren: Aufhören mit dem Entenfüttern

Stürzen sich die Enten gierig auf die hingeworfenen Bröckchen, bekommen Parkbesucher leicht den Eindruck, die Tiere seien ausgehungert. Aber: "Die Enten finden in den Parks genügend natürliche Nahrung", so Derk Ehlert ( Wildtierexterte ) . Sie fressen trotzdem die Brotstücke. Das ist für die Enten bequemer, als sich selbst Nahrung zu suchen.

Gesund ist das mitgebrachte Futter für die Tiere nicht. Brot enthält für Vögel zu viel Salz, zudem quillt es im Magen auf. "Brot ist für Enten eher Fast Food", erklärt Julian Heiermann, Zoologe beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Vor allem die Menge, die in Parks verfüttert werde, sei schädlich - und die lasse sich nicht kontrollieren. Heiermann empfiehlt deshalb, Wasservögel generell nicht zu füttern. Er vermutet: "Wir Menschen haben mehr Freude daran als die Enten."
Auch die Gewässer können Schaden nehmen. Brotbrocken und Entenkot reichern das Wasser mit zusätzlichen Nährstoffen an. Es entstehen mehr und mehr Algen, für deren Zersetzung Sauerstoff nötig ist. Vor allem im Sommer ein Problem, da warmes Wasser weniger Sauerstoff bindet als kaltes.
Wer auf das Entenfüttern trotzdem nicht verzichten mag, sollte über Alternativen zum Brot nachdenken: Spezielles Wasservogelfutter aus dem Zoohandel oder Baumarkt ist für die Enten gesünder.
( Quelle: feelgreen.de )
Diese Kenntnis sollte eigentlich recht verbreitet sein, aber leider sind immer wieder zahlreiche Brot- Fütterer zu beobachten.

Mehr über

Der Autor hat diesem Beitrag leider keine Tags (Stichwörter) zugeordnet!
Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
11.646
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 20.06.2015 um 23:05 Uhr
Das kann man den Leuten leider nicht abgewöhnen, die Schilder, die auf das Fütterverbot hinweisen, sind viel zu klein und werden übersehen.
Jutta Skroch
13.688
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 20.06.2015 um 23:14 Uhr
Zur Zeit gibt es leider überhaupt keine Schilder, die auf das Fütterungsverbot hinweisen. Ich spreche die Leute oft an, bei vielen fehlt die Einsicht. Die Woche packte dann zwar einer ziemlich beleidigt sein Körnerbrot weg und sagte, er würde es in den Müll schmeissen, woraufhin ich ihm erwiderte, dass es da auf jeden Fall besser aufgehoben wäre.
Ein anderes Paar hatte eine große Tragetüte mit alten Brötchen und die Brocken auch noch ziemlich groß. Es war ihnen nicht auszureden weiterhin alles in den Schwanenteich zu werfen. Es wäre kein Schild da, dass es ihnen verbieten würde !!!
Nicht alles, dass man auch noch Prügel bezieht.
Bernd Zeun
11.646
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 20.06.2015 um 23:20 Uhr
Am Neuen Teich habe ich neulich ein kleines Schild gesehen, aber wie gesagt, fällt nicht auf.
Andrea Mey
10.947
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 21.06.2015 um 00:01 Uhr
Auf jeden Fall ein guter Beitrag!
Leider sind viele Leute diesbezüglich uneinsichtig.
Schade eigentlich.
Irmtraut Gottschald
7.934
Irmtraut Gottschald aus Heuchelheim schrieb am 21.06.2015 um 09:57 Uhr
Am Gardasee ist es verboten zu füttern. Zumindest ist es in Garda so. Es wird dort kontrolliert und es gibt bei Verstoß eine Geldstrafe.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 21.06.2015 um 11:52 Uhr
..... also machen wir es den Italienern nach ;-)

Erkennbares und zudem noch kontrolliertes Verbot ist leider notwendig, denn einige ( viele ) Menschen benötigen diese Maßnahmen zur Einsicht, leider.

Danke für das Interesse und LG
Jutta Skroch
13.688
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 21.06.2015 um 13:15 Uhr
In Bad nauheim ist das Füttern auch verboten, dafür gibt es den "Ente Erna Treff" wo man dann artgerecht zu bestimmten Zeiten mit ehrenamtlichen Mitarbeitern füttern kann. Sowas schwebt uns hier am Schwanenteich auch vor, aber es bewegt sich leider nichts und ein Fütterungsverbot, das nicht kontrolliert wird, ist für die "Füß". Wenn wenigstens mal Schilder kämen, aber auch da passiert leider nichts. Neue Flyer sind gedruckt, ich habe allerdings nur ein paar.
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 21.06.2015 um 13:19 Uhr
@ Bernd,
ja , kleine Schilder, die gleich auf mehrere Verbote hinweisen, gibt es mehrere, allerdings meist am falschen Standort!
2011 (in der Folge des massiven Schwanensterbens) wurden in Kooperation mit der Unt. Naturschutzbehörde auf der Basis eines dort erstellten Info-Flyers (https://www.giessen.de/PDF/Hinweise_zur_F%C3%BCtterung_von_Wasserv%C3%B6geln.PDF?ObjSvrID=684&ObjID=6818&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1298546205) große Info-Tafeln aufgestellt, um nicht nur mit dem erhobenen Zeigefinger zu mahnen, sondern über die Hintergründe des Verbots und mögliche Folgen aufzuklären.
Diese Tafeln wurden leider im Vorfeld der LaGa wieder entfernt, weil sie wohl nicht dem Marketing-Image der LGS-GmbH entsprachen. Anfragen, diese Tafeln nun nach dem Ende wieder an den Gewässern zu platzieren, verliefen bisher ergebnislos. Vermutlich sind die Hinweisschilder den Weg gegangen, den auch fast das Hochzeitsbrückchen gegangen wäre, wenn die Bevölkerung nicht aufbegehrt hätte!

In der >Gefahrenabwehrverordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung auf und an den Straßen und Anlagen der Stadt Gießen (Allgemeine Gefahrenabwehrverordnung)< [WAHNSINNSTITEL]
vom 12.12.2002
heißt es in §11 - Füttern von Tieren
(1) Das Füttern wildlebender Tauben auf öffentlichen Straßen, öffentlichen Anlagen und in öffentlichen Einrichtungen ist verboten. Ebenso ist verboten, an den genannten Plätzen Futter, das üblicherweise auch von Tauben aufgenommen wird, auszulegen.
(2) In öffentlichen Anlagen ist es verboten, Wasservögel und Fische zu füttern.
(3) In öffentlichen Anlagen Iebende Tiere, insbesondere Wasservögel und Fische, dürfen nicht mehr als nach den Umständen unvermeidbar gestört werden.

Nur was nutzt dies alles, wenn diese Satzung und deren Inhalt nur einer Minderheit in der Bevölkerung bekannt ist und eine Kontrolle bzw. Verfolgung der dort angeführten Verbote nicht stattfindet???

@ Birgit: Danke für den informativen Beitrag!
Bernd Zeun
11.646
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 21.06.2015 um 13:24 Uhr
Richtig, Uli, solange die Leute nicht wissen, warum es verboten ist, werden sie sich auch nicht dran halten.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 21.06.2015 um 14:20 Uhr
@ Uli, danke DIR für diese Informationen !!
Klaus Viehmann
1.391
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 21.06.2015 um 21:00 Uhr
Herr Kraft hat alles gesagt, was zu sagen gibt, DANKE!.
Jutta Skroch
13.688
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 22.06.2015 um 23:10 Uhr
Selbst, wenn man ihnen die Gründe nennt, geht das bei vielen nicht in die Köpfe, das ist die leidvolle Erfahrung, die ich gemacht habe.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 23.06.2015 um 16:17 Uhr
Auch diejenigen, die wissen, dass die genannten Fütterungen verboten sind, füttern trotzdem - am Marktplatz heimlich. Man muss die Leute ansprechen. Z.B.: "Schön, dass Sie dazu beitragen, das Leben dieser lästigen Enten zu beenden."
Man kann auch so tun, als ob man diese Leute fotografieren würde.
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 23.06.2015 um 19:56 Uhr
Ja, Michael:
In der gesamten Innenstadt sind Personen zu beobachten,
die festen Glaubens sind, sie könnten heimlich füttern.
Bestimmte Personen entwickeln dazu ganz ausgefeilte Techniken:
Mir ist eine ältere Dame schon mehrfach aufgefallen - ich habe sie auch schon mehrfach angesprochen, allerdings nach einer gewissen Anzahl aufgegeben :-( - die das Futter an der Innenseite ihrer Beinkleider zu Boden rieseln lässt und es dann mit dem Fuß verteilt!
Jutta Skroch
13.688
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 23.06.2015 um 20:06 Uhr
Oh Uli, man könnte fast lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Michael, das mit dem Fotografieren lässt man besser, das kann ins Auge gehen. Manche sind so schon pampig genug.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Birgit Hofmann-Scharf

von:  Birgit Hofmann-Scharf

offline
Interessensgebiet: Gießen
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Einen herzlichen Gruß von der "Mühle"
.... und der schönen Lahn!
Ich liebe unsere Lahn
Das Lahntal ist eines der beliebtesten Flusstäler Deutschlands.

Veröffentlicht in der Gruppe

wunderschönes Mittelhessen

wunderschönes Mittelhessen
Mitglieder: 14
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
mit Badestrand
Zuhause Entdecken- Die Ulmtalsperre
Unser Sonntagsausflug war gut geplant. Auf zur Ulmtalsperre. Die...
Am Salzböderadweg bei Reimershausen aufgenommen, die Rauchmühle und ihre Gänseschar, in der späten Nachmittagssonne!
Um die 100 Tage noch bis Weihnachten!

Weitere Beiträge aus der Region

Dieses Bild wurde bewusst als Titelbild genommen, mit den schönen Rosensträuchern davor!
Herbstbesuch im Neuen Botanischen Garten in Marburg
Das herrliche Herbstwetter und die Neugier mal wieder den...
Es ist wieder soweit, der „Nikolaus im Schuhkarton“
Im vierten Jahr startet Markus Machens diese Aktion. An die denken,...
Die Absolventen der Vitos Schule für Gesundheitsberufe Oberhessen mit ihrem Kursleiter Frank Dingeldein und dem Schulleiter Klaus-Dieter Jahn. (Foto: Vitos Gießen-Marburg)
16 Pflegekräfte feiern ihr Examen
Marburg, 23. September 2020. An der Vitos Schule für...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.