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Quo vadis Griechenland?

Kommt sie wieder und was soll sich da dann ändern?
Kommt sie wieder und was soll sich da dann ändern?
Gießen | Ich glaube die Griechen wissen es nicht. Aber warum sollen die anderen ihnen immer wieder helfen?
Die Griechen, ja auch die Regierungen sind doch Griechen gewesen, haben die Schulden angehäuft. Dazu noch die Tatsache, dass Griechenland von Anfang an mit Betrug in den Euro aufgenommen wurde, obwohl alle wussten, die haben damals schon soviel Schulden gehabt, dass die Aufnahmekriterien nie erreicht werden konnten.
Aber sollen nun alle Bürger in den Euroländern dafür büßen, dass ihre Regierungen damals den Betrug mitgemacht haben.
Ich sehe keine Lösung, zumindest keine kurzfristige, aber weiter nur Geld zur Verfügung zu stellen und in Griechenland wird nichts dafür getan kann es nicht sein.
Wobei es ja auf der Hand liegt, das Geld bekommen "Die Griechen" ja gar nicht.

Aber die Rückkehr zur Drachme löst die Griechischen Probleme auch nicht. Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Schulden so hoch sind, dass es zur Staatspleite kommen kann. 1893, ging Griechenland das erste Mal Pleite ein zweites Mal 1932. Heute scheint es erneut so weit zu sein.

Ergänzt am 1.07.2015

Was genaues ist immer noch nicht bekannt. Die Tragödie geht wohl noch weiter. Vorhang auf für den nächsten Akt.

Das Bild der Drachme wurde von einem Schein aufgenommen, den ich 1980 bei einem Segeltörn durch die Ägäis zum Andenken mitgenommen hatte.

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Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
11.644
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 18.06.2015 um 10:55 Uhr
An der Misere in Griechenland sind wir Deutschen und Franzosen und Amerikaner mit Schuld. Solange mit Griechenland gute Geschäfte zu machen waren, interessierte es keinen, ob die Griechen sich das überhaupt leisten konnten. http://www.spiegel.de/politik/ausland/waffenwahn-trotz-fast-pleite-griechenland-ruestet-und-ruestet-und-ruestet-a-695569.html Der Vorschlag von Juncker geht in die richtige Richtung. Die Militärausgaben kürzen, nicht Renten und Sozialleistungen.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.06.2015 um 11:29 Uhr
Lieber Bern im 19. Jahrhundert gaben die Bayern Geld für die klammen Griechen, 1932 ungebremst in die Weltwirtschaftskrise und in den Euro durch Betrug, den u.a. Deutschland mit zu verantworten hat.
Aber nun? Es wurden Milliarden an Banken gezahlt, dabei Griechenland nur indirekt geholfen, in dem deren Schulden bei den Banken bezahlt wurden.
Leider hat die jetzt zuständige Regierung das keimende Pflänzchen der wirtschaftlichen Erholung durch nicht zu haltende Versprechungen an das Volk, zunichte gemacht, da das Volk auf diese Versprechungen hereinfiel.
Ich glaube fast, die Griechen glauben an ein Wunder, das ihnen hilft ohne eigene Anstrengungen weiter zu kommen.
Warum hat es bei den Iren, den Spaniern und Portugiesen geklappt? Die haben sich angestrengt, gespart und Reformen umgesetzt und die Griechen wollen es geschenkt?

@ R. Schmitt, und was hilft ihnen die Demokratie? Ist das nicht die Herrschaft des Volkes? Dort bestimmt aber die Regierung und das Volk hofft und glaubt, will aber keine eigenen Anstrengungen unternehmen.
Warum wird den nicht die überfällige Steuer eingezogen, das in die Schweiz transferierte Geld zurückverlangt. Es ist doch nicht einzusehen, das wir, ja ich und Sie und du hier die Zeche zahlen sollen.
Kurt Wirth
3.078
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 18.06.2015 um 11:48 Uhr
Jegliches Entgegenkommen einstellen? Dann kommen auch noch die Flüchtlingsboote von Griechenland nach Italien.
Herrn Zeuns bzw. Junckers Vorschlag halte ich für sinnvoll - da wird es aber in einigen europäischen Ländern, vor allem Deutschland, Widerstände geben, wenn man keine U-Boote, Flugzeuge und sonstige Waffen dorthin liefern kann.

Mir ist auch nicht ganz klar, warum die griechische Regierung nicht energischer gegen diejenigen vorgeht, die im Ausland (Schweiz!) dicke Konten unterhalten, zumal da ja von einem gewisses Entgegenkommen der Banken gemunkelt wird.

Da aber in breiter Übereinstimmung die Meinung geäußert wird, die bislang gewährten Kredite sind so oder so futsch, sollte man dieser Realität auch Rechnung tragen und einen Schuldenschnitt machen. Auch sollte man den Trick im 2+4 Vertrag (statt eines Friedensvertrags, in dem das Recht auf Reparationen von Deutschland hätte aufgenommen werden müssen) als solchen eingestehen und Griechenland angemessene Entschädigungen/Reparationen zahlen.

Erwägenswert wäre auch, den Soli-Zuschlag künftig nicht mehr den blühenden Landschaften zukommen zu lassen, sondern Griechenland (und das auch in allen anderen EU-Ländern, gestaffelt nach Wirtschaftskraft so einführen). Damit könnte eine längerfristige Hilfe, vergleichbar mit dem seinerzeitigen Marshall-Plan, initiiert werden. Ich glaube nicht, daß dadurch meine Rente irgendwie höher oder niedriger wird, die bleibt so oder so immer hinter der Inflationsrate zurück.

Die Lösung der griechischen kommunistischen Partei, KKE, die ja immerhin vergleichsweise so stark ist wie bei uns die LINKE, einfach den Kapitalismus zu beseitigen, dürfte kurzfristig nicht so ohne weiteres realisiert werden können (zumal es nichts bringt, wenn dies nur in Griechenland passiert).

Ich habe in diesem Medium schon einmal bemerkt: Griechenland hat etwa soviel Einwohner wie Bayern, etwa 2 % der EU-Bevölkerung und 3% der Euro-Staaten. Also soll man sich doch nicht so anstellen.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 18.06.2015 um 14:22 Uhr
Mit Schuldzuweißungen ist es hier nicht getan, schlimm ist nur daß die Ärmsten der Armen wieder bluten sollen, was sich die Finanzmafia da wieder ausgedacht hat, (obwohl von denken kann da wohl keine Rede sein, wer denkt, hat auch Hirn und da scheint es bei der Finanzmafia zu mangeln) man muß Griechenland eine Chance geben um das zu regeln und so etwas geht nicht von jetzt auf gleich. Wie soll sich das Land erholen und etwas vernünftiges erwirtschaften, wenn man das Damoklesschwert über sich hängen hat. Rückzahlung ja, aber in vernünftigen Raten.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.06.2015 um 15:22 Uhr
Schön ist ja, das wir Bürger von unseren Politikern hier quasi in Zwangshaft genommen wurden und nun die, so habe ich gelesen 83 Milliarden übernehmen dürfen.
Schöne Volksvertreter sind das.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 18.06.2015 um 17:18 Uhr
Herr Herold, ich möchte ihre Rechtschreibung verbessern ................ das heißt nicht Vertreter, sondern Verräter. ............
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 18.06.2015 um 18:08 Uhr
Ich bedaure die Situation des griech. VOLKES sehr !
Ich bedaure auch all die vielen anderen Länder und Völker, die dringend Hilfsbedürftig sind.
Aber Deutschland darf nicht vergessen :
- dass die Zahl der Armen in unserem Land auf "historischem Höchststand" ist ( lt. der Wohlfahrtsverbände ),
- dass ca.20% der Kinder und Jugendliche in unserem Land von Armut bedroht sind, bzw in Armut leben. Hier fehlt es nicht nur an warmer Winterbekleidung .......
Kurt Wirth
3.078
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 18.06.2015 um 18:37 Uhr
Frau Hofmann-Scharf, leider wird das hier bei uns nicht besser, wenn wir den Griechen den Hahn zudrehen. Dann werden nur die Reichen noch ein bißchen reicher. Der Verbesserung der Zustände hilft in erster Linie der gemeinsame, organisierte Widerstand; so wie es die Arbeiterbewegung seit dem 19. Jahrhundert immer wieder vorgemacht hat.
Florian Schmidt
4.880
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 18.06.2015 um 23:53 Uhr
Die Grieschen tun nur unzer Gält am nehmen sein. Rente und zo sind viel scheihßiger orkanisiert als in Deudschlahnd. Raus aus das Äuro. Soford!!!! Mohment dem ist hier karnicht der Bilthzeidung.
Dann bitte ich vielmals um Verzeihung und hoffe, dass dem griechischen Volk mal ebenso viel Hilfe gewährt wird wie den Banken.
Stefan Walther
4.847
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.06.2015 um 00:02 Uhr
Die "Finanzmafia", wie sie es beschreiben Herr Theiß, hat schon "Hirn", deshalb kann sie aber trotzdem das Problem noch lange nicht lösen...
Also, was tun? Deren Logik ist relativ simpel = so lange wir dort mehr rausholen als wir reinstecken ( mit den Krediten werden nach wie vor enorme Gewinne gemacht ), so lange gehen wir diesen Weg... Jetzt wird`s langsam eng, weder die griechische Regierung will sich erpressen lassen, noch das griechische Volk hat Lust auf weitere Spardiktate ( und auf Geld das sowieso nicht bei ihm ankommt ), noch die europäischen Steuerzahler wollen aus der eigenen Tasche die "Finanzmafia" finanzieren.

Birgit, was wir auf keinen Fall machen dürfen = uns gegeneinander - und evt. noch mit "nationalen" Untertönen - ausspielen lassen. Ja, es geht um "arm und reich", in Griechenland genauso wie in Spanien, Italien... oder auch in Deutschland!

Deinem letzten Satz stimme ich zu Kurt, nur, was willst du mit deinen ersten beiden Sätzen sagen Kurt? "Frau Hofmann-Scharf, leider wird das hier bei uns nicht besser, wenn wir den Griechen den Hahn zudrehen. Dann werden nur die Reichen noch ein bißchen reicher." Also weiter Geld für Banken und Konzerne ( alle haben bisher richtiger Weise geschrieben, dass es sowieso nicht beim Volk ankommt ) ... und die Zeche zahlen dann irgendwann die europäischen Steuerzahler ?
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.06.2015 um 07:24 Uhr
kurz zu Herrn Schmidt:

Die Satire ist als solche recht gut erkenntlich. Was ich aber nicht so gut finde ist, dass dabei Rechtschreibschwache mit "politischen Hohlköpfen" automatisch in den gleichen Topf geworfen werden. Poltische Überzeugungen haben oft etwas mit Abitur, Studium und so zu tun. Aber nicht immer. Sehr viele Rechtsradikale (welche z.B. in Parlamenten sitzen) sind Studierte. Manchmal fällt auf den ersten Blick deswegen ihr rechtes Weltbild nicht so auf.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.06.2015 um 07:44 Uhr
kurz zu Stefan:

(...) "Birgit, was wir auf keinen Fall machen dürfen = uns gegeneinander - und evt. noch mit "nationalen" Untertönen - ausspielen lassen." (...)

Bis vor ein paar Monaten gab es in Giesssen ein Griechenland-Solidaritätskomitee, welches Informationsveranstaltungen und kleinere Spendenaktionen organisierte. Zwar war da die "politische Grosswetterlage" etwas anders, aber das Grundproblem schon deutlich zu erkennen (und wurde auch vom Komitee so benannt).

Ich vereinfache das jetzt einmal mit meinen Worten (war da vornehmer ausgedrückt).

Sie schlagen jetzt die Griechen - probieren "was geht" und dann sind wir dran!

Mich beschäftigt weniger die Frage, ob jetzt der Kapitalismus mehr davon hat, ob die Griechen Ende dieses Monats raus fliegen oder nicht (das ist kein einheitlicher Block - je nach Industrierichtung sind da die Interessen auch mal verschieden), ich frage mich vielmehr: Wie war, ist und wird der Widerstand der Mehrheit der Griechen in diesem Prozess der massivsten Verarmung. In welcher Form organisiert er sich. Welchen Grad von "Härte" erreicht er. Und vor allen Dingen in wieweit gelingt es diesem organisierten Widerstand Unterstützung in den Metropolländern des Kapitalismus zu erhalten.

Und genau da hat Stefan recht: Es sollte / es muss gelingen die widerständigen Kräfte der momentan "abgehängten" Ländern mit den widerständigen Kräften des zukünftigen massivst verarmenten Ländern zusammen zu führen. Es gibt keine Lösung in dem Sinne, dass in den "siegreichen Ländern" nicht nur die Kapitalisten "dick und fett" werden, sondern auch der "kleine Mann" von diesen Ausbeutungsverhältnissen gegenüber diesen Ländern profitiert. (Immer so nach dem Motto: Geht es denen gut - geht es mir gut.) Das kapitalistische System funktioniert nur, wenn es bestimmte Wachstumsraten erzielt. * Egal wie - also sind auch irgendwann die Arbeiter / abhängig Beschäftigten in der BRD "dran" (über das Mass hinaus, wie sie schon jetzt "abgekoppelt" sind).

Der Gegner ist immer und überall der selbe: das Kapital.

* Das ist ein Fakt, aber nicht mit zwei oder drei Sätzen zu erklären. Wer nachfragt bekommt sicher von den dogmatisch geschulten Linken hier in der Onlineausgabe dazu eine wissenschaftliche Erklärung. Das habe ich mir schon ein paarmal erklären lassen, aber - Asche auf mein Haupt - nicht so richtig verstanden. Schreibe deswegen Nichts dazu um mich nicht zu blamieren.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.06.2015 um 08:57 Uhr
Lese heute Griechenland wird zur Chef(in) Sache. Da wissen wir doch schon was kommt. Am Anfang hat sie mit ihrem NEIN alles nur verteuert und nun spielt sie (mit unserem Geld) die große Helferin.
Kurt Wirth
3.078
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 19.06.2015 um 10:53 Uhr
In letzter Zeit las ich in den Medien öfter von einem Renteneintrittsalter in GR von 56 Jahren. Nunmehr fielen mir Zahlen des statistischen Amts der EU Eurostat in die Hände: Renteneintrittsalter 61,4 Jahre (zufällig identisch mit Deutschland). Der Anteil der Rentner an der Bevölkerung in GR beträgt nach dieser Quelle 24,3% , in Deutschland 26,0% (Rentner und Pensionäre). 50% der griechischen Rentner liegen unter 665,00 Euro. Es gibt keine Sozialhilfe oder Hartz IV in GR, nach 1 Jahr Arbeitslosengeld bekommt man gar nichts mehr. Und das sind derzeit 90% der griechischen Arbeitslosen, die derzeit gar nichts mehr bekommen. Im aufgeblähten öffentlichen Sektor arbeiten 8% der griechischen Beschäftigten, in Deutschland 11% und in Frankreich 23%.

Nun halte ich auch einiges von der Weisheit "Trau keiner Statistik die Du...". Aber ein bißchen was wird schon dran sein.

@Stefan: Sicherlich wird meine Illusion "Solizuschlag für Griechenland" nicht aufgegriffen und wenn, würde es bedeuten, daß erst mal wieder die kleinen Leute zur Kasse gebeten werden. Aber rein theoretisch gesehen, ließe es sich m.E. regeln, daß er nicht den Banken zufließt, sondern direkt in den Verfügungsbereich der griechischen Regierung.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.06.2015 um 12:56 Uhr
Ich traue dieser Regierung nicht.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 19.06.2015 um 16:14 Uhr
Die Schulden Griechenlands sind zu vergleichen mit den Schulden der USA. Dieses Land ist längst bankrott und könnte finanziell durch China vorgestellt werden.
Stefan Walther
4.847
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.06.2015 um 19:56 Uhr
In der letzten Zeit kann ich wenig mit deinen Kommentaren anfangen Michael, du schmeisst auch hier jetzt "einen Brocken" hin, beteiligst dich aber wenig an der bisherigen Diskussion....

Och Martin, so schlecht finde ich deine Analyse gar nicht, man muss nicht immer alles "hochwissenschaftlich" untermauern... und dogmatisch sowieso nicht :-)

Jetzt muss ich doch nochmal nachhaken Kurt, denn ich verstehe es jetzt noch weniger = "rein theoretisch" gibt es sowieso nicht, man kann nicht einfach die Machtverhältnisse aussen vor lassen. Was mich jedoch stutzig macht, dass du tatsächlich - wenn auch "rein theoretisch" - forderst, dass die kleinen Leute in Europa zur Kasse gebeten werden sollen. "Wir zahlen nicht für eure Krise!", nicht in Griechenland, nicht in Deutschland und auch sonst nirgends, nur das kann die Forderung sein! Und ob das Geld - auch nur "rein theoretisch" - bei der griechischen Regierung dann in den richtigen Händen wäre, auch darüber liesse sich sicher trefflich streiten.
Ein Griechenland-Soli-Komitee zum Beispiel, Martin Wagner hat es angesprochen, würde nie auf den Gendanken kommen Geld für eine griechische Regierung zu sammeln, diese Spenden wurden direkt für humanitäre Zwecke verwandt, oder auch als Unterstützung für streikende Arbeiter....
Bernd Zeun
11.644
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 19.06.2015 um 20:15 Uhr
Stefan, es geht doch darum, Renten- und Sozialleistungen dauerhaft nicht zu kürzen. Das ist doch nicht mit einem Griechenland-Soli-Komitee zu machen, das ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Nein, Herrn Wirths Gedanke, ein - allerdings europaweiter - Solidaritätszuschlag ist schon ein guter Gedanke, und damit nicht die kleinen Leute die Zeche bezahlen, in der Form einer Mehrwertsteuererhöhung auf Luxusartikel und auf Hotel- und Restaurantpreise ab 4 Sterne.
Stefan Walther
4.847
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.06.2015 um 21:01 Uhr
Es bleibt das Gleiche Bernd ( natürlich geht es nicht darum, dass ein Soli-Komitee die Rettung sein könnte, es ging nur um die "Richtung" ) = also sollen doch nicht die Banken und Konzerne zahlen, sondern halt nicht die "ganz kleinen Leute", sondern die, die sich ( noch ) ein 4-Sterne-Hotel / Restaurant leisten können? Das nennst du dann "Luxussteuer"? Ist das dein / euer Ernst? Die Bosse würden sich halb tot lachen über solche Vorschläge!
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.06.2015 um 21:09 Uhr
So wie es aussieht stellt Griechenland auf die neue Währung "Rubel" um. Mal schauen was der Fuchs "Putin" da einfädelt.
Kurt Wirth
3.078
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 19.06.2015 um 22:46 Uhr
Na ja, ich stehe allen für die Griechen hilfreichen Vorschlägen aufgeschlossen gegenüber. Es gibt vermutlich bessere, als meine. Ob aber Spendensammeln ernsthaft weiterhilft? Ansonsten kam hier eigentlich nichts weiter zum Vorschein.

Nebenbei zu der heutigen Panikmache wegen "Sturm auf die Geldautomaten" (im den Fernsehberichten waren allerdings nie mehr als zwei Wartende vor Automaten zu sehen): Es wird in den Medien kaum berichtet, daß vor nicht allzulanger Zeit in Zypern eine vergleichbare Situation vorlag und die Begrenzung der Abhebungen ohne Schaden überstanden wurde.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.06.2015 um 23:09 Uhr
Die Dimensionen Zypern zu Griechenland und was an Griechenland oder wegen Griechenland Geld geflossen ist, das dürfte kaum zu vergleichen sein.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 20.06.2015 um 10:15 Uhr
Hier zeigt sich immerhin, dass sich noch nicht alle vom Mainsttream in den Medien haben einlullen lassen. Z.B. Frau Back.
Bisher sind die Hilfsgelder an die Banken geflossen.
Die Hilfe Deutschlands besteht zu einem großen Teil aus Kreditgarantien. Deutschland hat noch nichts gezahlt, sondern im Gegenteil verdient. Wie das aber im Fall einer Staatspleite oder eines Grexits aussehen würde?
Rentner sind in Griechenland oft diejenigen, die ihre ganzen Familien, Kinder und Kindeskinder ernähren müssen.
Und zur Griechenlandpleite im 19. Jahrhundert: Verursacht durch die Schulden , die ein bayrischer Griechenkönig gemacht hatte.
Einschränkung des Verteidigungsetats wäre eine gute Idee .
Vielleicht könnte man ja auch die Waffen , die Deutschland
Griechenland verkauft hat, als dessen finanzielle Probleme längst bekannt waren, zurückgeben und sich das Geld erstatten lassen??
(Vorsicht, letzter Satzteil satirisch)
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.06.2015 um 11:36 Uhr
Aber wurden bei den Banken nicht Schulden der Griechen abgetragen? Also doch für die Griechen gezahlt? Wurde nicht auf Forderungen verzichtet, was ja auch den Griechen letzten Endes zugute kam?
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.06.2015 um 11:53 Uhr
Ich dachte die Griechen zahlen nichts, haben kein Geld mehr, gehen pleite.
Stefan Walther
4.847
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.06.2015 um 12:13 Uhr
Kurt, dein Kommentar = "Na ja, ich stehe allen für die Griechen hilfreichen Vorschlägen aufgeschlossen gegenüber. Es gibt vermutlich bessere, als meine. Ob aber Spendensammeln ernsthaft weiterhilft? Ansonsten kam hier eigentlich nichts weiter zum Vorschein."

Es geht doch nicht darum - ich hatte das bereits geschrieben - dass durch Spendensammeln die griechische Wirtschaft "gerettet" werden soll oder könnte... das ist doch gar nicht das Thema, es ging und geht da um direkte solidarische Unterstützung in bestimmten Fällen, dir sollte doch bekannt sein, dass dies eine lange Tradition gerade in der Arbeiterbewegung hat.

Kurt, ich habe eher den Eindruck du suchst verzweifelt(?) nach Lösungen für die kapitalistische Wirtschaft? Und du ignorierst bis jetzt die Machtfrage. Es ist doch reine Illusion zu denken, dass es seitens der EU eine selbstlose Hilfe für das griechische Volk geben könnte, also warum solche "theoretischen" aber völlig unrealistische Vorschläge machen, verstehe ich nicht. Schuldenschnitt, ja das wäre eine Forderung, die ggf. durchsetzbar ist... nur dies ist jetzt schon von verschiedenen Kommentatoren an verschiedenen Stellen immer wieder ins Gespräch gebracht worden, also warum die x-te Wiederholung?

Was "ernsthaft" weiterhelfen würde - nicht nur in Griechenland - auch das solltest du eigentlich wissen Kurt, oder bist du - sorry - zum reinen Reformisten geworden?
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.06.2015 um 12:16 Uhr
Es soll sich jeder seine Infos holen wo er will und wenn er wirklich wahrhaftige findet.
Kurt Wirth
3.078
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 20.06.2015 um 19:38 Uhr
@Stefan Walther: Ich suche nach so etwas wie "den Frieden von Brest-Litowsk" für Griechenland.
Stefan Walther
4.847
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.06.2015 um 23:11 Uhr
Kurt, so weit ist die griechische Gesellschaft / die griechische Regierung schon?
Kurt Wirth
3.078
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 21.06.2015 um 09:55 Uhr
Wieso weit? Die Bolschewiki standen durch innere Konterrevolution und militärische Bedrängnis von außen (die Deutschen gewannen hauptsächlich durch die Kriegsmüdigkeit der russischen Soldaten zunehmend die Oberhand) mit dem Rücken an der Wand.
Stefan Walther
4.847
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.06.2015 um 12:45 Uhr
Du vergleichst also das heutige Griechenland, die heutige Regierung... mit den Bolschewiki in der Sowjetunion? Ja, das halte ich für einen nicht zulässigen Vergleich, Griechenland ist doch kein sozialistisches Land....
Kurt Wirth
3.078
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 21.06.2015 um 13:08 Uhr
Deswegen schrieb ich auch "...so etwas wie...". Vergleiche hinken bekanntlich meistens. Aber 1917 war Rußland auch noch kein sozialistisches Land.
Bernd Zeun
11.644
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 21.06.2015 um 14:33 Uhr
War es das überhaupt einmal? Aber ich will nicht vom Thema ablenken, das ist ja Griechenland.
Stefan Walther
4.847
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.06.2015 um 18:56 Uhr
Ich kann es auch anders formulieren Kurt = tritt denn die griechische Regierung für den Sozialismus ein?

Ja, damit lenkst du gewaltig ab Bernd, allein so eine Frage zu stellen muss eine stundenlange Diskussion nach sich ziehen... bzw. würde etliche Kommentatoren hier zum kommentieren herausfordern. Deshalb nur ne kurze Antwort = ja, zumindest für mich war die Sowjetunion eindeutig ein sozialistisches Land. Wie lange, das ist eine andere Frage....
Kurt Wirth
3.078
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 21.06.2015 um 19:52 Uhr
Versprochen, meine letzte Äußerung zu dem Seitenstrang in der Diskussion:
Ist ja immer die Frage, was man unter Sozialismus versteht. 1917 waren die Produktivkräfte noch viel zu gering entwickelt für einen Sozialismus in Rußland (wurde energisch aufgeholt) und die gewichtigste Produktivkraft war der Grund und Boden, sprich Landwirtschaft, die noch lange Zeit in privater Hand blieb, (Parallele zu Griechenland heute), wenn auch zum großen Teil kleinbäuerlich. Die Bolschewiki wähnten sich in der ersten Phase der Weltrevolution und erst 1921 beim Kongreß der Kommunistischen Internationale wurden die Möglichkeiten des Aufbaus des Sozialismus in Rußland andiskutiert. Die territoriale Stabilität für die Anforderungen eines "Staats" (ich sprach bisher von "Land") ließ auf sich warten. An allen Ecken war das Land umstritten und umkämpft. Die Arbeiterklasse in den kapitalistischen Ländern folgte auch nicht den Idealen der Weltrevolution. (Parallele zu Griechenland: auch Syriza erwartete einen Aufstand der europäischen Linken gegen die Institutionen der EU, was leider nicht der Fall war, bzw. nur in Ansätzen). Im Gegensatz zu den Bolschewiki hat in Griechenland die Syriza zwar die Regierung übernommen, aber nicht die Macht. (Siehe die Solidaritätszeitung Nr. 3 für Griechenland von diversen organisierten und nicht organisierten Linken: "Faktencheck: HELLAS - Solidarität mit der Bevölkerung in Griechenland").

Tritt die griechische Regierung für den Sozialismus ein? Unter der Relativierung, was man darunter versteht (für mich das entscheidendste Kriterium ist die Vergesellschaftung der Produktionsmittel): anfangs ja. Sie machte die Privatisierung des Hafens von Piraeus (Verkauf an China bzw. COSCO) unmittelbar nach der Wahl rückgängig. Sie fordert die Vergesellschaftung der Banken und Versicherungen. Was weitergehende Forderungen angeht? Das brennt der griechischen Bevölkerung im Moment leider nicht auf den Nägeln. Da spielt wieder das Problem der fehlenden europaweiten Solidarität eine Rolle.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 22.06.2015 um 12:38 Uhr
Kehren wir doch in die Gegenwart und zur Realität zurück!
Herr Herold, es waren vor Allem deutsche und französische Banken, die gerettet wurden.
Und zur Möglichkeit, sich angemessen zu informieren: Wer auch
eine etwas differenziertere Sicht der Dinge sucht, dem kann man immer noch die Frankfurter Rundschau empfehlen. Aber auch in
der ZEIT, und auch im Spiegel, gab es durchaus kritische Hintergrundberichte über Griechenland und die Art, wie wir mit Griechenland umgehen.
Dazu auch das Fernsehen, z. B. der Bericht "Macht ohne Kontrolle", über das Wirken der Troika, der in Arte, gekürzt aber
auch im Spätprogramm der ARD zu sehen war. Und die "Anstalt"
hat sich auch sehr treffend zum Thema Griechenland geäußert.
Überhaupt: Mit den Möglichkeiten des Internets kann man über ein bestimmtes Thema in verschiedenen Medien nachlesen und ist nicht darauf angewiesen, die landläufig geäußerten Vorurteile nachzubeten!
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.06.2015 um 18:51 Uhr
Na dann warten wir mal weiter die Realität ab. Lang kann es ja nicht mehr gehen.
Aber zurück zum Ausgang. Wer hat denn die Schulden gemacht? Was hätten die Griechen ohne die Hilfe und sei sie auch nur? bei den Banken angekommen, gemacht. Ist doch genauso wenn ich über meine Verhältnisse lebe, dann habe ich plötzlich Schulden. Aber da ist dann keiner der mir hilft die bei der Bank abzulösen.
Man sollte immer den ganzen Komplex betrachten. Die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt und das nicht zum ersten Mal.
Stefan Walther
4.847
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.06.2015 um 19:58 Uhr
Ich lasse es so stehen Kurt, auch wenn ich mit einigen deiner Äußerungen nicht einverstanden bin...

Frau Barthel hat Recht = zurück zum Ausgangsthema, zur Gegenwart!
Hier missfällt mir schon dein Kommentar Peter: wieso redest du hier - meiner Ansicht nach "dummes Zeugs" - davon, dass "die" Griechen über ihre Verhältnisse gelebt hätten? Wie kommst du auf solch einen Unsinn? Von wem sprichst du? Muss man es denn immer und immer wieder sagen / schreiben = "die" Griechen gibt es nicht, genauso wenig wie "die" Deutschen usw. usw. Kein griechischer Arbeiter, Bauer, Händler... erst recht kein Rentner, Arbeitsloser... hat in Griechenland "über die Verhältnisse gelebt". Ja, das regt mich auf, dass ständig im "BLÖD-Zeitungsstil" solch ein Käse verbreitet wird.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.06.2015 um 21:12 Uhr
Ist es denn nicht zu sagen die Griechen oder die Regierung oder wer sonst in Griechenland. Es ist eine Demokratie, also Herrschaft des Volkes und wenn sie schon die Herrscher sind, warum haben sie nichts gegen das Anwachsen der Schulden getan?
Haben wir, Europa die Schulden gemacht? Ja klar, wir haben mitgeholfen, haben die Griechen dazu verführt immer mehr zu kaufen, Geld auszugeben. Aber hätten sie das gemusst?
Da soll mir doch mal einer erklären was ich nicht verstehe, anstatt immer nur mir vorzuwerfen ich rede dummes Zeug.

Alles was ich nachlese, sagt mir immer wieder, die Griechen haben mehr ausgegeben als das Land erwirtschaften konnte.

Ist das nun auch wieder falsch?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 23.06.2015 um 09:18 Uhr
Auffällig ist schon, wie häufig man auch bei im Allgemeinen gut gebildeten Personen diesen Reflex der moralischen Überheblichkeit findet , so schäbig wie wohltuend, besonders wenn man in der eigenen Geschichte durchaus Gründe für Bescheidenheit, um nicht zu sagen, Demut, finden könnte.
Wie hätte zum Beispiel Deutschland seinen wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Krieg schaffen können ohne einen großzügigen Schuldennachlaß durch die Alliierten?
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 23.06.2015 um 15:35 Uhr
So ganz pauschal ist die Argumentation von Peter H. nicht vom Tisch zu fegen.

Mir scheint doch die Einschätzung gefestigt, dass in GR in den letzten Jahrzehnten zwei sich stark bekämpfenden Klientelgruppen (das Parteien zu nennen würde den hiesigen Parteien Unrecht tun) sich den Staat immer abwechselnd "zur Beute gemacht haben" und sich selber und die an diesen Filz angeschlossenen Bevölkerungskreise (es stimmt das waren überwiegend die Bürgerlichen und nicht die Arbeiter ....) "bedient haben".

Dabei wurde nicht nur das selber Erwirtschaftete "verteilt", sondern nach dem (erschlichenen) Beitritt zur europ. Währungsunion auch der dem Staat gewährte Kreditrahmen - wie soll ich das jetzt neutral nennen???? - "voll ausgeschöpft". Dass bei diesen Krediten die deutschen Banken und / oder der deutsche Staat "dicke verdient hat" dürfte auch als gesichert gelten. Spielt aber bei diesem meinem Argumentationstrang eine untergeordnete Rolle.

Die neue Regierung in Griechenland ist überhaupt nicht mit den zwei "Absahnlagern" der letzten Jahrzehnte verbandelt, sie ist quasi "unschuldig". Aber sie soll nach Frau Merkels Willen "die Suppe auslöffeln" die andere eingebrockt haben. Das leuchtet mir nicht ein.

Gibt es wirklich keine Möglichkeiten die Absahner zur Kasse "zu bitten". Muss - wie auch bei uns üblich geworden - der Arme die Zeche für den Reichen zahlen? Merkel fordert Mehrwertsteuererhöhung und "Einschnitte in das soziale Netz". Prima, wen trifft es - bestimmt nicht die Menschen die über ein Jahreseinkommen von mindestens 100 Tsd. Euro verfügen.

Wenn wir - wir sollten da vorsichtig sein, denn die BRD ist nunmal in Europa ein "starker Spieler" / vielleicht auch führend - "den Griechen" (korrekt so etwas gibt es nicht ...) etwas vorwerfen sollten, dann das, dass das griechische Volk in den letzten Jahrzehnten so lange die zwei Fraktionen der "Absahner" hat gewähren lassen. Das mag "Schnee von gestern sein", aber es kann die Frage gestellt werden - um auf Peter H. zurück zu kommen - "Aber hätten sie das gemusst?" ohne, dass gleich die Keule "dummes Zeug wird geredet" geschwungen wird.

Der Hinweis von Frau Back "Das macht Deutschland auch. Das nennt man Staatsverschuldung." ist nicht nur korrekt, sondern verweist auch auf eine mögliche Antwort hier in der BRD. Wenn es uns nicht so wie den Griechen ergehen soll müssen wir die Staatsverschuldung kontinuirlich runterfahren. Bei den Armen ich nichts mehr zu holen - jetzt müsen die Reichen zur Kasse "gebeten" werden. Macht dabei die Regierung nicht mit muss sie weg. Das können wir aus dem GR-Drama lernen.

(Bevor jetzt wieder jemand schreibt der Wagner spielt wieder seine alte Leier runter ...... ich habe den Artikel nicht eingestellt.)

Neben der "ganz großen Lösung" (dürfte zumindest dem regelmäßigen Leser klar sein was ich damit meine ...) fälllt mir zu Griechenland aktuell kein gangbarer Weg ein, wie bei der momentane Machtverteilung in Europa dem griechischen Arbeiter und Rentner auf mittelfristige Sicht geholfen werden kann. Da kommen ganz, ganz bittere Zeiten auf ihn zu. Ich hoffe er bewahrt sich dabei die Würde und kämpft weiter gegen seine Reichen. Ein "Zu-Kreuze-kriechen" bei den momentanen Siegern (eventuell auch noch unter einer nationalistischen Fahne) wäre diesem in seiner Geschichte so oft für die Demokratie streitenden Land wirklich unwürdig.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 23.06.2015 um 16:07 Uhr
Anstelle der Austeritäts(Spar)politik , die auf Dauer zur Verarmung weiter Bevölkerungskreise und der Staaten als Ganzen führt,einen anderen Weg zu gehen ,das ist auch die Forderung so renommierter Wissenschaftler wie Krugman oder Piketty, oder eben auch Varoufakis. Der andere Weg wäre eine angemessene Besteuerung von Vermögen und Finanztransaktionen.

Die Folge der Sparpolitik ist ja auch, dass die Staaten immer mehr Aufgaben "outsourcen", weil sie sie selber nicht mehr finanzieren können und so die schleichende Entmachtung der Staaten zugunsten der Wirtschaft.
Herr Wagner hat Recht, die neue griechische Regierung hat
die Mißstände im Land weder verschuldet noch sich daran bereichert. Aber das Fehlverhalten der vorhergehenden Regierungen soll jetzt dazu herhalten, sie an den Pranger zu stellen und ihre Forderungen mit quasimoralischen Argumenten abzulehnen.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.06.2015 um 15:30 Uhr
Angela Merkel wird es schon richten, zumindest liest man solche Hinweise im Internet.
Ob das das griechische Volk aber will? Die mögen sie doch nicht.

Hat denn diese neue Regierung am Anfang nicht ja zu den Reformen, die gefordert wurden, ja gesagt?

Spricht eine Regierung nicht immer für den Staat mit der Folge, dass die nachfolgenden Regierungen sich erst mal an die Abkommen, die mit gewissen Forderungen verbunden waren, halten müssen.
Das Geld das da geflossen ist, wurde doch gerne angenommen. Bitte jetzt nicht wieder die Banken ins Spiel bringen. Die haben doch Griechenland Geld, bzw. Kredite gegeben.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.06.2015 um 15:38 Uhr
Ja, willkommen. Jetzt sind wir schon zwei. Dabei bin ich Rentner habe also frei und Sie als Studierende? Schon fertig mit studieren?
Haben Sie es eigentlich auf mich abgesehen? Kaum habe ich was geschrieben, schon sind Sie mit einem Kommentar da.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.06.2015 um 16:55 Uhr
Mein lieber Schwan, jetzt geht es aber los. Da bin ich von Ihnen schon wegen ganz anderer Worte angemacht worden. Aber es fällt halt doch auf. Immer wenn ich kaum fertig bin, haben Sie schon einen Kommentar bereit. Was sagt uns das?

Auf der Mauer auf der Lauer ........
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.06.2015 um 16:58 Uhr
Jetzt zum Beitrag. Wie passt die Meldung von dem Goldschatz Griechenlands zu den Schulden? Schon verpfändet? Der Kuckuck drauf?
Also alles andere als eine solide Führung des Staates, egal wer es geführt hat und dem Volk war es anscheinend so recht, denn sonst hätten doch unsere demokratischen Vorbilder rechtzeitig was gegen ihre Regierungen getan.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.06.2015 um 18:11 Uhr
Sie müssen weder lesen noch kommentieren. Müssen ! Es ist Ihre Sache.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 25.06.2015 um 11:04 Uhr
Herr Herold, Ihre Kommentare zeigen , dass Sie nicht verstehen,
wie Wirtschaft funktioniert, und wieso Demokratie oft nicht so funktioniert, wie sie es eigentlich sollte: Weil nämlich allzuviele
Leute sich mit Halbwahrheiten abspeisen und manipulieren lassen.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.06.2015 um 12:23 Uhr
Ich habe Wirtschaft nicht studiert. Aber ich glaube auch unter Studierten herrscht Uneinigkeit wie es geht.
Bestes Beispiel mal wieder der aktuelle Fall "Griechenland", denn da ist nicht nur die Wirtschaft am Zug, da mischen ganz massiv politische Interessen mit.
Manipuliert werden wir doch alle und wenn es einer nichtmitmachen will, dann versteht er halt die Funktion von Wirtschaft nicht.
Wenn Demokratie nicht funktioniert, dann ist es in meinem Augen auch keine bzw. das Volk lässt sich zu viel gefallen statt zu herrschen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 25.06.2015 um 12:54 Uhr
In Griechenland haben sich seit Generationen bestimmte Familien in der Regierung abgewechselt, und die jeweiligen Regierenden und Parteien haben sich auf schamlose Weise selbst bedient.
Das Volk hat sich jetzt endlich gewehrt, indem es eine Partei gewählt hat, die an der Mißwirtschaft nicht beteiligt war.
Dass diese Partei jetzt tatsächlich die Interessen des Volkes
vertritt, ist aber vielen anderen Protagonisten nicht recht.
Denen wären die alten berechenbaren und korrumpierbaren Parteien , mit denen man so viel besser die eigenen Vorteile
verfolgen kann, viel lieber.
Ich denke, die neue Griechische Regierung tut genau das, was ihre demokratische Pflicht ist: Sie vertritt die Interessen ihres Landes und schützt die Bevölkerung vor Verelendung.
Darin unterscheidet sie sich von den konservativen Regierungen in Portugal, Spanien und Irland, die sich den Forderungen der
Troika einfach unterworfen haben, jetzt zwar wieder auf "eigenen Füßen " stehen - aber zu welchem Preis!
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.06.2015 um 14:48 Uhr
Aber liebe Frau Barthel, da bin ich nun aber gespannt wie das gehen soll. Schulden jede Menge, die korrekterweise zurückzuzahlen wären, Ausgaben für soziale Dinge. Frage woher das Geld dafür nehmen? Irgendwann muss das Griechenland selber stemmen. Ja, aber wie? Hat doch nur den Tourismus. Die ehemals blühenden Werften gingen den gleichen Weg wie die der Deutschen.
Geld könnte allenfalls von den noch gut gehenden Reedern geholt werden. Warum das diese neue Regierung nicht tut, sondern lieber die Renten kürzen will?

Aber da wird heute oder Morgen oder demnächst Europa schon einen Weg finden um dort zu helfen.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.06.2015 um 14:53 Uhr
Sie? Hängen. Das möchte ich sehen.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 08:32 Uhr
Da fehlen mir die akademischen Weihen dazu. Aber Vorschlag. Statt sich immer nur mit mir zu beschäftigen. Wie wäre es wenn Sie eine Antwort auf die Frage "Quo vadis Griechenland?" hätten.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 12:21 Uhr
Jeder wie er kann und vor allem, es sich auch traut. Kommentieren kann jeder.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 13:01 Uhr
Die griechische Regierung will nicht die Renten kürzen. Sie wird es aber müssen. Strittig ist nur, wieviel und wie schnell.
Das größte Problem ist die hohe Anzahl von Frührentnern , die das griechische Rentensystem besonders teuer macht. Dazu muß man wissen, dass in Griechenland 90% der Arbeitslosen überhaupt keine Unterstützung bekommen. Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit bleibt nur: Betteln, die Unterstützung der Familie, oder, wenn man ein gewisses Alter hat, die Frührente.
Auch da ist die griechische Regierung zu Reformen bereit, nur
die Geldgeber fordern einen schnelleren und rigoroseren
Abbau der Frührenten und überhaupt eine deutliche Kürzung der Renten.
Worum es im Prinzip geht: Die griechische Regierung weigert
sich nicht, Reformen durchzuführen, sie möchte aber die Reformen so durchführen, dass nicht noch mehr Menschen ins Elend gestürzt werden, und dass nicht jede wirtschaftliche
Entwicklung abgewürgt wird. Man muß ja auch bedenken, dass
Griechenland außer Agrarprodukten kaum etwas exportieren
kann. Und die zweite Säule der griechischen Wirtschaft, der
Tourismus, könnte durch eine zu hohe Mehrwertsteuer auch schwer getroffen werden.
Zur Frage der Besteuerung der Superreichen : So einfach ist das nicht. Viele deutsche Steuerhinterzieher hätte man ohne
die Hilfe diverser CDs niemals ausfindig machen und überführen
können.
Der griechischen Regierung ist Hilfe beim Ausfindigmachen von
Steuerhinterziehern zugesagt worden- als Gegenleistung für die Unterwerfung unter die Bedingungen der Institutionen.
Gleichzeitig leisten aber einige Länder der EURO-Zone aktive Hilfe bei der Steuerhinterziehung.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 13:12 Uhr
Geld könnte allenfalls von den noch gut gehenden Reedern geholt werden. Ich sah im Fernsehen einen Beitrag in dem ein Reeder sich zu dem Thema äußerte. Warum diese nicht zur Kasse gebeten werden konnte er nicht sagen.

Sicher ist in der ganzen Sache einiges schief gelaufen, aber wenn man so wie die zwei Regierungsmitglieder Griechenlands in Verhandlungen auftritt, ist es kein Wunder das da die Fronten sich verhärten.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 13:27 Uhr
Was haben Sie an denen auszusetzen?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 14:00 Uhr
Ich bin der Meinung, dass die Vertreter der griechischen Regierung von Anfang an zu einer Art diabolischer Wesen stilisiert wurden , vor Allem Herr Varoufakis, der sich auch äußerlich dazu anbietet, diabolisiert zu werden. Und dann noch keine Krawatte! Und dann noch ein Hemd , das aus der Hose hängt!
Das eigentlich Empörende aber war für unsere biederen Politiker, dass dieser Mann ein renommierter Wirtschaftswissenschaftler ist, der sich erdreistet hat, den europäischen Wirtschafts-und Finanzministern seine Sicht der Dinge erklären zu wollen. Die verbaten sich , belehrt zu werden, allen voran Herr Schäuble, der nicht Wirtschaftswissenschaften studiert hat und von diesem Thema etwa soviel versteht wie sein Vorbild, die schwäbische Hausfrau. Unwissenheit, ob echt oder vorgetäuscht, schützt vor Verunsicherung, und so kommt es, dass Schäuble auch vor einer Konfrontation mit dem
Nobelpreisträger Krugman nicht zurückschreckt.
Warum auch? Es geht hier nicht um eine richtige oder falsche Meinung, und auch nicht um Schuldentilgung, sondern um das
Fortbestehen von Machtpositionen und ein Finanzsystem, von dem kürzlich sogar der Papst gesagt hat, dass es tötet.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 15:11 Uhr
Wenn ich von jemanden etwas möchte, dann sollte ich entsprechend auftreten. Sollte bewiesen haben, dass mein theoretisches Wissen auch in der Praxis bestand hatte. Das meine Damen muss ich leider den zwei aus Griechenland abstreiten.
Aber wie gesagt, es kann jeder eine Meinung haben, denn wer entscheidet ob es richtig ist oder falsch.
Das aber müssen die zwei aus Griechenland erst noch beweisen.
Im übrigen muss auch ein Papst mit seiner Meinung, die ja seine ist, auch nicht immer recht haben, nur weil er Papst ist.

Aber wohin Griechenland geht, das war ja die Frage die ich im Beitrag gestellt habe, die werden wir in wenigen Tagen ja wissen. Also warten wir es doch in Ruhe ab.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 15:43 Uhr
Sicher, warten wir ab. Dann werden wir auch wissen , was von
Allem, was uns in unseren Medien zum Thema geboten wurde, nur Theater war.
Nur noch etwas zu den Reedern: Die meisten Reedereien sind heute multinationale Unternehmen und nutzen die üblichen
Möglichkeiten der globalisierten Wirtschaft, Gewinne und Verluste so zwischen den Staaten zu verschieben, dass der größtmögliche Gewinn und die geringste Steuerbelastung dabei
herauskommt. Die griechischen Reeder als Personen sind so reich, dass sie längst nichts mehr verdienen müssen.
Ich glaube , Sie haben gar nichts von dem verstanden, was ich hier zu erklären versucht habe , aber leider sind Sie damit nicht
allein.
Kurt Wirth
3.078
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 18:44 Uhr
Frau Barthel ist voll zuzustimmen: die Reeder sind international gesehen eine äußerst flexible Sparte was die Steuervermeidung angeht. Im nationalen Geschehen zeigte sich in Griechenland, wie ein zunächst löbliches Absinnen sich ins Gegenteil verwandelte: die Reeder wurden steuerfrei gestellt, um auch auf der kleinsten Insel in der Ägäis für die Bewohner den gleichen Lebens- und Versorgungsstandard zu gewährleisten, wie für die Bewohner des Festlands.

Für mich wäre es interessant zu wissen, aus welchen Kreisen denn die "Reichen" Griechenlands kommen. Und warum die derzeitige Regierung so zaghaft mit den "Reichen" umgeht.
Persönlich habe ich in den 90-ern nur Kreta kennengelernt: Industrie gleich Null, Tourismus streckenweise beherrschend und teilweise landschafts- und umweltzerstörend. Bei Fahrt über Land fielen große Oliven- und Weinplantagen auf, sowie Bananenzucht in plastikbespannten Gewächshäusern. Auffällig war auch, daß es in den Dörfern im Landesinneren immer jeweils ein deutlich gekennzeichnetes Gebäude der PASOK oder der KKE gab, nie beides zusammen in einem Dorf.

Auffällig ist auch die starke Stellung der Kirche in Griechenland ("starke Kirche, armes Land"), die auch verfassungsmäßig bislang nicht vom Staat getrennt ist (auf den Friedhöfen weht stets die griechische Staatsflagge). Sie ist nach dem Staat selbst der größte Grund- und Immobilienbesitzer im Land. Nach eigenen Auskünften zahlen sie gesetzmäßig Steuern dafür; sobald sich aber auf den Grundstücken Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser oder andere soziale Einrichtungen befinden, sind sie steuerbefreit. Das mag auch so gut sein. Doch die Kirche ist der erbittertste Gegner der Einführung eines Katasters/Grundbuchs, weil sie weiß, daß sie dann erheblich mehr Steuern bezahlen muß. Laut "Weltspiegel" vom 15.3.15 zahlte die Kirche jährlich 2,5 Millionen Euro Steuern im Jahr, was vielen auffällig wenig dünkt. Schätzungen des Vermögens der Kirche reichen von 100 Milliarden Euro bis auf mehrere Billionen. Transparenz Fehlanzeige.

Andererseits muß man anerkennen, daß sich die Kirche derzeit intensiv um die "Abgestürzten" kümmert.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 19:06 Uhr
Liebe Frau Barthel, ich stehe politisch nicht links, ich versuch ohne Parteien auszukommen, genau so wie es mir vor vielen Jahren mein Vater geraten hat. Ich kann mir daher weder den linken oder rechten oder sonstigen Parteiparolen, siehe Riexinger
heute, anschließen. Ich versuche mir ein Bild der Lage anhand der Informationen aus dem Internet, den sonstigen Medien zu machen.
Woher nehmen Sie Ihr Wissen?

Griechenlands oberster Politiker lehnt nach wie vor eine Einigung ab. Spricht von Erpressung und Ultimaten. Na so langsam wird es Zeit. ER hatte 5 Monate dazu sich eine Lösung, sofern er daran interessiert gewesen wäre, zu überlegen.
Das ganz Europa nun nach seiner Pfeife tanzen soll, das nenne ich Erpressung.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 19:52 Uhr
Wo ich meine Informationen habe, das habe ich oben schon einmal erklärt. Offensichtlich ziehen Sie andere Schlüsse als ich.
Ihre Kommentare lassen aber darauf schließen, dass sie nicht
verstanden haben, um was es geht.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 20:17 Uhr
Herr Wirth, Sie haben einige der wesentlichsten Probleme Griechenlands beschrieben, mit denen man die man sich hätte
befassen müssen, bevor man Griechenland in die EU aufgenommen hat, vom Euro ganz zu schweigen.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.06.2015 um 11:02 Uhr
Hätte Frau Barthel, hat man allen voran Deutschland nicht getan. Ja ich ziehe andere Schlüsse, bin da eventuell nicht allein, nur hier ist sonst keiner gewillt seine Meinung/Ansichten zu äußern, zu vertreten. Schade, so ist die Meinung etwas einseitig.
Wenn ich heute schon wieder diese Nachrichten höre. Wenn die Führung Griechenlands es wirklich ernst meinen würde, dann hätten sie doch das Volk schon lange abstimmen lassen können. So ist es für mich wie ein übler Taschenspielertrick, um Aufschub(für was?) zu erreichen.
Auch weitere Zahlungen an Griechenland werden das Problem nie beheben können. Ich weiß schon was Griechenland benötigt, das aber ist nicht, zumindest nicht in wenigen Monaten zu realisieren, wenn überhaupt. Es fehlt dort an allen Voraussetzungen, es wurde einfach der Kopf in den Sand gesteckt. Irgendjemand wird schon helfen und da bin ich wieder bei: Quo vadis Griechenland?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.06.2015 um 18:23 Uhr
Gott sei Dank, Herr Herold weiß es!
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.06.2015 um 18:51 Uhr
Die Antwort kann jeder der lesen kann in den Medien lesen.
Für mich ist damit mein Beitrag erledigt.
Der Weg den die Führer Griechenlands gewählt haben liegt nun vor dem Volk.
Das Volk hat genau diese Führer gewählt.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 28.06.2015 um 10:18 Uhr
Leider machen es sich die meisten Deutschen zu einfach. Die Meinung die Herr Herold vertritt ist an deutschen Stammtischen nicht selten zu finden. Die Zeitung mit den vier Buchstaben mit immer noch der größten Auflage trägt sein nötigstes dazu bei. Solche Meldungen werden gerne von anderen Blättern übernommen. Es wird in der Masse wenig hinterfragt sondern einfach mal auf die bösen Griechen draufgehauen. Wer aber sind die Griechen. Die vielen Arbeitslosen, Rentner und Jugendliche am Existenzminimum oder doch die oberer Zehntausend und die Regierung. Viele Deutsche stellen sich hin und tun so als würde ihr eigenes Geld dem Griechischen Volk in den Rachen geschmissen. Dort ist noch kein müder Cent aber angekommen. Warum wohl wird alles gekürzt und die Steuern erhöht was im Falle der Mehrwertsteuer wiederum nur den Kleinverdiener trifft. Die Familien (also die Griechen) werden bestraft. Diesen enormen Druck versuchte die neue Regierung etwas zu mildern. Daran wird sie aber scheitern, weil die wirtschaftlichen Interessen der sogenannten Geldgeber dagegen stehen. Wer profitiert denn von der Zahlungsfähigkeit der Banken in Griechenland doch die deutschen Banken und die Wirtschaft und die anderer Geber Nationen. Hätte man die Kredite an die Griechische Regierung (an die Geldwirtschaft) nicht gewährt, wäre der Schaden für Deutschland doch um eine wesentliches höher. Jetzt scheint ein Punkt erreicht zu sein wo sich, dass nicht mehr zwingend für die Geldgeber rechnet und man jetzt bereit ist auf Griechenland zu verzichten. Schaden nimmt nur das Griechische Volk. Solidarität unter sogenannten gleichberechtigter Partner sieht für mich persönlich anders.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 29.06.2015 um 10:39 Uhr
Sie sehen das völlig richtig.
Und der Mangel an Solidarität ist das, woran die EU schließlich tatsächlich scheitern könnte .
Eine einheitliche Besteuerung z.B. würde es verhindern, dass
internationale Firmen die einzelnen Länder gegeneinander ausspielen und durch geschicktes Verschieben von Gewinnen und Verlusten Steuern sparen - zu Lasten der ganz gewöhnlichen
Steuerzahler. Statt dessen gibt es in manchen Ländern Steuer-Flatrates, und immer noch Steueroasen.
Allgemeine Grundüberzeugung ist es, dass man Haushaltssolidierung hauptsächlich durch Einsparungen erreichen will und dass der Staat sich grundsätzlich aus dem Marktgeschehen heraushalten soll. Das ist die auf Adam Smith
beruhende neoliberale Wirtschaftsdoktrin , die in den vergangenen Jahrzehnten zu einer dauernden Umverteilung
von unten nach oben und zu einer Akkumulation von Vermögen
geführt hat, wie es sie zuletzt am Anfang des 20. Jahrhunderts gab.
In diesem ganzen Konflikt geht es keinesfalls um Griechenland allein, sondern darum, die Geltung dieser Wirtschaftsdoktrin und die damit verbundene Unterordnung der Politik unter Wirtschaftsinteressen zu sichern.
Griechenland ist ein sehr kleines Land, sein Bruttosozialproukt entspricht ungefähr dem Hessens. Was meint also Herr Schäuble, wenn er davon spricht, man müsse die "Ansteckungsgefahr" unbedingt bannen? Doch sicher nicht, dass
das finanzielle Scheitern dieses kleinen Landes die ganze Eurozone in den Abgrund reißen könnte?
Ganz im Gegenteil, Griechenland soll sich unterwerfen oder scheitern, um andere aufmüpfige Bewegungen wie Podemos
in Spanien von vornherein zu entmutigen.
Wer rettet wen? Die Frage ist berechtigt. Sie war auch Gegenstand eines sehr interessanten Films. Wir sollten darüber nachdenken. Das griechische Volk wird jedenfalls durch die
sogenannten Rettungsmaßnahmen genausowenig gerettet wie das spanische , portugiesische und irische, die ebenso
Objekte der Rettungsmaßnahmen und Opfer der Troika waren.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 29.06.2015 um 22:54 Uhr
Was meint also Herr Schäuble, wenn er davon spricht, man müsse die "Ansteckungsgefahr" unbedingt bannen? Doch sicher nicht, dass
das finanzielle Scheitern dieses kleinen Landes die ganze Eurozone in den Abgrund reißen könnte?

Es sind einige Länder die sich mühevoll den Kriterien unterworfen haben und dazu beigesteuert haben, dass die Milliarden durch die sagen wir mal "Griechische Krise" aufgewendet werden musste.
Ich sage bewusst nicht nach Griechenland flossen. Aber aufgewendet wurden sie. Es floss also Geld. Wohin? Das frage ich mich bei jeder Krise aufs neue. Verbrennt da jemand die Euroscheine oder wo sind die jetzt?

Das verstehen Sie meiner Meinung nach und die darf ich haben, falsch.
Stefan Walther
4.847
Stefan Walther aus Linden schrieb am 29.06.2015 um 23:15 Uhr
Peter, ist das so schwer zu verstehen, oder willst du es einfach nicht wahrhaben? Mit Krediten wurde kein "Geld verbrannt", mit Krediten wurden Gewinne gemacht!
Nebenbei, die wirtschaftlichen Folgen sind für die "Erpresser" vielleicht noch zu verdauen, die politischen Folgen sind für sie viel gravierender: da erdreistet sich doch tatsächlich eine griechische Regierung - und in der Abstimmung evt. auch das griechische Volk - sich nicht mehr dem Diktat des internationalen Finanzkapitals zu unterwerfen... wo kommen wir denn da hin wenn das jetzt auch in anderen Ländern Schule machen sollte...
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 29.06.2015 um 23:55 Uhr
Stimmt, Herr Walther! Und so ist es auch eine Lüge, dass, wie es in einigen Medien kolportiert wurde, die Deutschen
Steuerzahler für die "Rettung" der Griechen bezahlen mußten.
Bis jetzt haben sie noch gar nichts bezahlt, sondern als Gläubiger
an Zinsen ungefähr 350 Millionen Euro verdient .
Und da die "Rettung " durch Kreditgarantien erfolgte, hat bisher
kein Land dafür bezahlt. Das würde erst notwendig werden, wenn
Griechenland tatächlich in einigen Jahren , sobald die Tilgung
der Kredite anfangen würde , nicht dazu in der Lage wäre.
Die Länder, die, wie Sie sagen,Herr Herold, sich mühevoll den Kriterien der Troika unterworfen haben, haben das nicht für Griechenland getan.
Zum Nachteil ihrer Bevölkerung haben sie für ihre finanzielle
Sanierung Bedingungen akzeptiert, die ihre Wirtschaft dauerhaft
schwächen werden. Wem das nutzt? Vielleicht denen , die gerne
Billiglohnländer hier in Europa, direkt vor unserer Haustüre, haben wollen?
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 07:52 Uhr
1. Wer hat hier Schulden gemacht?
2. Wer hat Kredite genommen um diese Schulen abzudecken?
3. Für einen Kredit Zinsen zu bezahlen ist ein ganz normaler
Vorgang. Wenn ich bei meiner Bank das Konto überziehe, Geld
benötige das mir die Bank leiht, dann zahle ich dafür Zinsen.
Und? Musste ich Schulden machen?
Ich leiste mir das was ich bezahlen kann.

Griechenland hat allem Anschein nach mehr ausgegeben, als es bezahlen konnte.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 30.06.2015 um 08:23 Uhr
Sie verstehen es wohl wirklich nicht. Die Misere in Griechenland liegt in der Hauptverantwortung bei den Geldgeberländern. Warum ? Weil Länder wie Deutschland damit den großen Reibach machen. Mal den Versuch der Anschaulichkeit. Wenn ich Als Privatmann zur Bank gehe bekomme ich einen Kredit meiner Solvenz entsprechend. Kommt es zu einem Zahlungsverzug wird man mir sofort den Hahn abdrehen aber sicher nicht um meine alten Schulden zu bedienen neue Schulden aufschwätzen. Dafür ist das Ausfallrisiko zu hoch und der zu erwartende Gewinn zu klein. Im Falle von einem souveränen Staat sieht das ein bisschen anders. In den reicheren Industriestaaten (bei den Banken) ist zu viel Geld vorhanden. Für die Banken lohnt es sich dieses Geld in Kredite anzulegen die wie in diesem Fall durch die Regierungen Europäischer Länder wie Deutschland abgedeckt sind. Bei der Situation in der sich zurzeit besonders der Europäische Finanzmarkt befindet durch den Niedrigzinssektor ist das zur Verfügung stellen weiterer Kreditlinien eine willkommene Einkommensquelle für die Großbanken und das Kapital. Gedeckt durch politische Legitimation und Zwangsmaßnahmen für die griechisches Bevölkerung. Wäre die Finanzpolitik von Anfang an ehrlich mit Griechenland umgegangen und hätte man dieses behandelt wie einen kleinen Bankkunden wäre das alles nicht passiert. Wer verkauft denn, militärisches Gerät nach Griechenland und macht weiter im Hintergrund die Geschäfte. Es gibt viele Beispiele. Der Verlierer hierbei ist das griechische Volk und der Gedanken eines fairen Miteinanders in Europa unter Gleichberechtigten Partnern. Die Gewinner die Finanz und Kapitalindustrie, sprich die Banken und Großkonzerne. Sie Herr Herold müssen kein Angst haben um deutsche Geld bisher hat Deutschland an der Griechenlandkrise nur verdient. Auch wenn es gerne anderes dargestellt wird.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 08:42 Uhr
Lieber Herr Büttel, da liegt ja der Hund begraben. Aber es ändert nichts daran, dass das Griechische Volk, man sagt auch der Souverän, hat alles mitgemacht. Klar werden Banken Geld verleihen und sei es zu hohen und höchsten Zinsen. Damit verdienen sie ihr Geld, das ist ihr Gewerbe.
Aber ich leiste mir auch nichts was ich nicht bezahlen kann und ich glaube die Staatsmänner sind sicher klüger als ich. Nur es ist nicht ihr Geld, für das sie, außer einer eventuellen politischen Verantwortung, bezahlen müssen. Wäre es ihr eigenes Geld, dann sähe die Sache anders aus, so wie Sie es beschreiben.
Aber es ändert nichts an meiner Meinung. Ob Staat oder Privatmann. Ich kaufe, lebe wie es mir meine zur Verfügung stehenden Geldmittel erlauben.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 09:24 Uhr
Gleichberechtigte Partner? In der EU ist Einer gleicher als die
Anderen: Deutschland, das sich zur Hegemonialmacht entwickelt hat, und auch nicht zur Rechenschaft gezogen wird, wenn es Regeln überschreitet, wie im Fall des viel zu hohen Außenhandelsüberschusses.
Den Einfluß Deutschlands unterschätzt zu haben, war von Anfang
an ein entscheidender Fehler der griechischen Regierung.
"Schäuble wollte Syriza an die Wand fahren lassen", schreibt
Gesine Schwan heute in einem Kommentar der Frankfurter Rundschau , und ich denke, sie hat Recht.
Leider handelt es sich bei den Ansichten, die Herr Herold hier äußert, nicht um die Ignoranz eines Einzelnen.
Griechenland eignet sich ja so gut als Projektionsfläche und als Sündenbock für alle möglichen Übel, die in Wirklichkeit der
Austeritätspolitik oder dem Fehlverhalten großer Banken, oder
der Unfähigkeit der eigenen Politik anzulasten sind.
So hat z. B. die Ministerpräsidenten von Lettland tatsächlich gesagt: Die Griechen schlemmen, und wir müssen dafür bezahlen.
Auf diesem Niveau argumentiert die Griechenlandhysterie.
Und es ist ja so schön und wohltuend, sich von der Welle
allgemeiner Entrüstung mittragen zu lassen, und es tut so gut, sich gemeinsam so schön moralisch überlegen zu fühlen!
In diese Falle gehen auch sonst recht vernünftige Leute.
Da hilft nur, emotional auf Distanz zu gehen, und den Verstand wieder einzuschalten . Und sich aus Medien zu informieren,
die nicht darauf setzen , Emotionen anzuheizen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 11:37 Uhr
Und die noch aus dem Ersten Weltkrieg herstammenden Schulden
sind erst seit Kurzem vollständig beglichen worden.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 16:44 Uhr
Frau Back Sie sollten nicht von einer Zeit reden, die Sie nur aus Hörensagen kennen, ich habe sie erlebt und wir waren für die amerikanische Hilfe dankbar. Soviel zur der Ihnen nicht geläufigen Vergangenheit.
Liebe Frau Barthel ist schon komisch, manche sehen nur auf del linken, andere auf dem rechten. Ich versuche mit beiden ohne Parteibrille zu schauen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 17:28 Uhr
Ich habe eine Tatsache erwähnt : Die Deutschen haben ihre Schulden aus dem 1. Weltkrieg erst jetzt vollständig bezahlt. Wo ist da die Parteibrille?
Und überhaupt sind Sie auf keines meiner Argumente eingegangen, können es wohl auch nicht, und beschuldigen mich
deshalb der Parteilichkeit ,weil Ihnen nichts Besseres einfällt .
Es ist wirklich unerfreulich, mit jemandem zu diskutieren, der keinen selbständigen Gedanken hat und nur Phrasen und Platitüden nachplappert.
Übrigens war ich noch nie "links",sondern habe immer Wert
darauf gelegt, mir auf Grund verschiedener Informationen ein
eigenes Urteil zu bilden.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 18:30 Uhr
Und warum billigen Sie mir eine eigene Meinung nicht zu? Jeder hat darauf ein Recht, auch wenn sie von allen anderen, vielleicht in Ihren Augen richtigen(was ist schon richtig) abweicht.
Und liebe Frau Back, ich zumindest argumentiere sachlich und greife andere nicht persönlich mit zitiere "Dumm" an. Ich lasse Ihre Kommentare doch auch so stehen wie sie sind. Wie schon an Frau Barthel geschrieben. Auf eine eigene Meinung hat jeder einen Anspruch. Denn eine eigene Meinung ist weder falsch noch richtig, sie ist einfach eine Meinung.
Ich versuche sie keinem aufzuzwingen. Sie muss keiner übernehmen, sie ist mein.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 18:50 Uhr
Genau das ist es was Sie doch auch tun. Oder haben Sie eine Meinung vertreten. Sie werfen mir nur vor.....
Von mir aus können Sie sich das hinter den Spiegel stecken. Denn keine Meinung interessiert mich nicht
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 18:58 Uhr
Ich sagte doch, Ihre Kommentare sind für die Katz. Nichts als Anwürfe, fast beleidigend, denn BILD dir eine Meinung ist nicht meine, denn deren Lektüre überlasse ich Ihnen. Sie schreiben ja schon fast druckreif dafür.
Im übrigen beantworte ich nun meine Frage selber, da Sie und andere dazu nicht die Antwort fanden.
Es sit mir egal wohin Griechenland geht. Die interessieren sich ja auch nicht wohin ich gehe.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 19:14 Uhr
Für mich ist diese Diskussion beendet.
Kurt Wirth
3.078
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 20:27 Uhr
An anderer Stelle schon mal empfohlen:
E.A.Rauter: Wie eine Meinung im Kopf entsteht.
Siehe viele Google-Ergebnisse und
http://tadema.de/thesen/e_a_rauter.pdf
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 30.06.2015 um 23:02 Uhr
Jeder darf seine Meinung haben. Es ist ja seine.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 01.07.2015 um 08:49 Uhr
Eine Meinung darf jeder haben das ist ja nicht von der Hand zu weisen. Dann muss man aber auch endlich mal eine Meinung äußern. Bisher kam da, außer dem Geschreibsel der Bild nichts zum Vorschein was auch nur die Andeutung einer Meinung sein könnte. Eine Meinung ohne Inhalt ist halt eben dann doch keine Meinung. Sorry Herr Herold aber da muss mehr kommen als das herumkurven um die Fakten.
Aber ich denke Frau Barthel hat Recht, dass bringt jetzt nichts mehr offen zu diskutieren.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.07.2015 um 09:02 Uhr
Diese Kommentare sollen eine Diskussion sein. Da ging doch keiner auf die Frage des Beitrags so richtig ein. Es kamen nur Dinge zur Sprache, die jeder in den Medien, da war ich auch, rauslesen konnte.
Aber die Frage werden jetzt die Griechen selber beantworten. Warten wir es einfach mal ab.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 01.07.2015 um 10:36 Uhr
Wohin gehts Du Griechenland? das war Sinngemäß Ihre Frage.
Darunter haben Sie einige Vorwürfe gegen die Griechen rausgehauen die zu dieser Diskussion führten. Jetzt wundern Sie sich. Das ist schon seltsam.
Der Weg Griechenlandes ist im Moment nicht einfach zu beantworten. Wohin gehst Du? Das hängt jetzt davon ab ob sich die Geldgeber zurfrieden geben mit ihren Gewinnen oder ob sie noch ein bischen an Griechenland verdienen wollen. Wahrscheinlich sogar völlig unabhängig wie das Griechische Volk entscheidet. Das Kapital wird entscheiden. Kann man es sich leisten die Griechen fallen zu lassen oder nicht. Die Entscheidung wird so denke ich nicht in Griechenland gefällt.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.07.2015 um 10:42 Uhr
Ich sage es noch einmal und immer wieder. Wer Schulden macht die er nicht bezahlen kann, der muss die Folgen tragen.
Schieben Sie und die anderen es nicht immer wieder auf die Geldgeber ab.
Ganz praktisch mal gedacht. Wenn Sie Schulden machen und jemand brauchen der ihnen das Geld zu Zinsen gibt, was machen Sie da? Auf den Gerichtsvollzieher warten?
Ich bin es leid. Immer wieder nur ich haue auf die Griechen ein. Habe ich oder der griechische Staat mit seinem Volk die Schulden gemacht!
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 01.07.2015 um 11:26 Uhr
Herr Herold wenn Sie so auf eine Diskussion reagieren dann sollten Sie keine Fragen stellen.
Wenn ich privat Schulden mache das habe ich übrigens weiter oben schon beantwortet muss ich die selbstverständlich zurückzahlen. Der Unterschied die Bank gibt mir nicht mehr Geld wie zum tatsächlichen zu erwarten Ausfallsrisiko errechnet bzw. entsprechend der Sicherheiten.
Im Falle von Griechenland haben sich die Geldgeber zu Lasten der Griechen eine goldene Nase verdient. Weiter über den Griechischen BIP und dem Vermögen als weiter Schulden durch Schulden finanziert. Alles nur wegen der Gewinne. Ein seriöser Geldgeber hätte schon bei der Aufnahme Griechenlandes gesagt, dass es so nicht geht. Das war aber nicht im Interesse des Geld Haie, Die Vorgehensweise ist Unverantwortlich das Ergebnis bekommen wir gerade präsentiert.
Deutschland wird wenn überhaupt die Auswirkungen erst im Jahre 2022 im Bundeshaushalt spüren. Vorher sind die Kreditlinien nicht zu bedienen. Bis dahin fliest noch viel Uso die Kehlen runter.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 01.07.2015 um 12:11 Uhr
Jetzt muß ich doch wieder meinen Senf dazugeben. Es betrifft das Thema Insolvenz . Sowohl bei einer Firmeninsolvenz als auch bei einer Privatinsolvenz müssen nicht alle Schulden bezahlt werden.
Bei der Firmeninsolvenz regelt der Insolvenzverwalter, welcher
Gläubiger wieviel bekommt, und manche gehen da auch leer aus,
oder bekommen nur einen Teil ihrer Darlehen zurück.
Bei einer Privatinsolvenz ist es ähnlich. Es wird ein Schuldenschnitt gemacht, der Schuldner muß über einen
gewissen Zeitraum einen Teil seiner Einkünfte für die Schuldentilgung aufbringen, danach ist er schuldenfrei und hat die Chance für einen Neuanfang.
Für Staaten gibt es allerdings kein Insolvenzrecht.
Ich möchte damit nur das Argument entkräften, dass jeder Mensch selbstverständlich alle seine Schulden bezahlen muß.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.07.2015 um 12:33 Uhr
Das war nicht notwendig, ich begleitete bereits 2 Privatinsolvenzen. Aber die sind doch nicht das normale Vorgehen wenn ich Schulden mache. Im übrigen müssen da ja die Gläubiger zustimmen, sonst geht gar nichts.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 01.07.2015 um 13:07 Uhr
Die Gläubiger werden in der Regel zustimmen,wenn sie überhaupt etwas bekommen wollen.
Da Sie also wissen , dass es durchaus nicht immer so sein muß,
dass Schulden vollständig zurückgezahlt werden müssen, wie
kommen Sie dann zu Ihrem moralischen Rigorismus gegenüber der griechischen Regierung? Überhaupt halte ich es für sehr fragwürdig, Schulden mit moralischer Schuld gleichzusetzen.
Schulden sind ja sozusagen das Schmiermittel unseres Wirtschaftsystems, und sehr viele Staaten haben so viele Schulden, dass man sie eigentlich als überschuldet bezeichnen
muß. Durch rigoroses Sparen die Wirtschaftsleistung zu reduzieren, wie man es von den Griechen verlangt , ist aber auf
keinen Fall die richtige Methode, um die Verschuldung zu senken.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 01.07.2015 um 14:56 Uhr
Zu Frau Back: Gute Frage!
Ich denke Deutschland zahlt nicht und hat sich auch juristisch trickreich abgesichert, weil damit ein Präzedenzfall geschaffen würde und noch viele andere Forderungen zu erwarten wären.
Merke: Deutschland hat eine moralische Schuld auf sich geladen,
und das scheint weniger schwerwiegend zu sein, als die finanziellen Schulden z.B. Griechenlands.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.07.2015 um 15:16 Uhr
Frau Back macht ein neues Feld auf. Das eine kann nicht mit dem anderen verglichen werden und vor allem. Griechenland hat es mal kurz zur Sprache gebracht, dann aber nicht mehr nachgefasst. Das gibt doch zu Denken, wenn frau will.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.07.2015 um 15:36 Uhr
Nun mache ich einfach Schluss damit.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) H. Peter Herold

von:  H. Peter Herold

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H. Peter Herold
29.017
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