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Gibt es Eritrea zwei Mal?

Gießen | Wer sich mit Eritrea beschäftigt, reibt sich im Moment verwundert die Augen. Einerseits wird Eritrea von Sprechern von UN-Organisationen als „vorbildlich für Afrika“ bezeichnet – andererseits wird in dem am 8. Juni veröffentlichten Bericht der Eritrea-Untersuchungskommission (Commission on Inquiry –COI) des UN-Menschenrechtsrats in Genf Eritrea als eine „menschenverachtende Diktatur, ein großes Gefängnis, in dem willkürlich gefoltert und gemordet wird“ bezeichnet. Gibt es Eritrea 2 Mal? Ein Blick auf Fakten und Hintergründe lohnt sich.

Eritrea – „vorbildlich für Afrika“

Erst kürzlich wurde die Entwicklung Eritreas von Christine N. Umutoni, humanitäre Koordinatorin von UNDP(UN-Entwicklungsprogramm), als „vorbildlich für Afrika“ bezeichnet. Sie lobte vor allem Eritreas Fortschritte in der Gesundheitsversorgung. Das Land, so Umutoni, „könne Afrika und dem Rest der Welt Lektionen darüber erteilen, wie diese Erfolge erreicht wurden“.
Umutonis Äußerung ist in einem UNDP-Bericht durch Fakten belegt: Seit Eritrea 1993 unabhängig wurde, ist die Kindersterblichkeit um zwei Drittel gesunken. die Sterblichkeitsrate
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von Frauen bei der Geburt sank um 78 Prozent. Malariafälle sind seit 1992 um über 85 Prozent zurückgegangen, seit der Unabhängigkeit stieg die Lebenserwartung von 48 auf 63 Jahre. Eritrea sei auf dem besten Weg im Gesundheitswesen die Millennium Entwicklungsziele der UNO (MDGs) 4, 5 und 6 zu erreichen.
Umutoni nennt auch den Grund dafür: „Der Schlüssel zum Erfolg Eritreas ist eine starke Regierung, die es geschafft hat, das Volk für ein klares Ziel zu motivieren und zu mobilisieren.“ Die Regierung Eritreas habe es erreicht, „einen einzigartigen Sinn für Gemeinschaft zwischen verschiedenen Ethnien und religiösen Gruppen zu schaffen“.

Auch Dr. Usman Abdulmumini, Repräsentant der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Eritrea lobte im September 2014 auf der UN Generalversammlung die Anstrengungen Eritreas und die positive Entwicklung des Gesundheitswesens im Land. Das sei nur durch eine starke Regierung, die Partizipation der Bevölkerung und der religiösen Führer, eifrigen Mitarbeitern im Gesundheitsbereich, dem effizienten Nutzen von Ressourcen und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen lokalen und internationalen Partnern möglich geworden.

Heute verhungert niemand in Eritrea, hatte 1991 nur jeder 14. Einwohner Zugang zu sauberem Wasser, sind es heute knapp 80 Prozent der Bevölkerung.
Natürlich, das betont auch Umutoni – und das wissen alle, die sich mit Eritrea beschäftigen - gibt es neben allen Erfolgen des Aufbaus in Eritrea noch viel zu tun. Zum Beispiel in der Schaffung von Arbeitsplätzen und folgend auch einer Bezahlung, die es ermöglicht ein selbstständiges Leben zu führen. Berücksichtigt werden muss auch, dass unberechtige Sanktionen und der Zustand „zwischen Krieg und Frieden“, in dem Eritrea lebt (bis heute besetzen äthiopische Truppen Teile des Landes, lehnt Äthiopien eine endgültige friedliche Lösung und die Demarkation der Grenze ab) es schwer machen, volle Normalität ins Leben zu bringen. Davon ist in den Medien fast nichts zu lesen…

Eritrea – „menschenverachtendes Regime, systematische Folter“

Der Uno-Menschenrechtsrat wirft Eritrea willkürliche Hinrichtungen und systematische Folter vor. Die massiven Verletzungen der Menschenrechte könnten "den Tatbestand von Verbrechen gegen die Menschlichkeit erfüllen", heißt es in dem am 8. Juni 2015 veröffentlichten Bericht der COI. Zwangsarbeit, unbefristeter Militärdienst und ungesetzliche Inhaftierungen gehöre zum Alltag. Das Regime von Staatschef Isayas Afewerki stütze sich
auf einen gewaltigen Sicherheits- und Geheimdienstapparat. „Die Informationen, die dieses alles durchdringende Kontrollsystem sammelt, werden in absoluter Willkür verwendet, um die Bevölkerung in ständiger Angst zu halten“, heißt es in dem 484-Seiten-Bericht. „In Eritrea herrscht nicht das Recht, sondern die Angst“, so der Bericht.
Dieser plakative Bericht der COI verbreitete sich blitzschnell in den Medien. Schlechte Nachrichten lassen sich immer besser verkaufen als Gute – und die Medien hierzulande lassen sich sogar noch darauf ein, eins draufzusetzen.

Die Taz(Tageszeitung/Berlin) titelte folgendermaßen:

Oberzeile: UN-Bericht über Eritrea.
Schlagzeile: Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
In der Schlagzeile der Taz wird die Mutmaßung der COI zur Tatsache erhoben. Das ist ganz mieser Journalismus. Nachgehakt und recherchiert hat kein mir bekanntes Medium der Presselandschaft. Das wäre aber mehr als angebracht. Denn dieser Bericht lässt viele Fragen offen. Eine Entscheidende ist die Methode und die Grundlage, auf der dieser fußt.: Nach Angaben der Herausgeber auf 550 vertrauliche Interviews mit Zeugen außerhalb Eritreas sowie 160 schriftliche Berichte von Betroffenen. Befragt wurden Flüchtlinge aus Eritrea in Lagern im Sudan, Äthiopien und Djibouti. Zu Wort kommen auch langjährige Gegner der eritreischen Regierung. Systematisch und über oppositionelle Webseiten koordiniert hat sich eine Unzahl eritreischer Oppositionsgruppen bei der „Untersuchungsarbeit“ der COI zu einem bereitgefunden: Den UN-Ermittlern das schlecht möglichste Bild Eritreas in den Block zu diktieren. Besonders verwerflich und durchschaubar: Man interviewte Flüchtlinge, die ein besseres Leben suchen und baut darauf einen Bericht für die Vereinten Nationen auf. Jeder, der sich auch nur ein klein wenig mit der Flüchtlingsthematik befasst hat weiß: Die Menschen in diesen Lagern und jene, die in Europa ankommen sind gezwungen fürchterliche Geschichten von politischer Verfolgung zu erzählen, um als politisch oder religiös Verfolgte Asyl zu erhalten.
Die Arbeit der COI hat mit Seriosität und Wahrheitsfindung nichts zu tun. Sie greifen bei ihren Untersuchungen nicht nur zu „Taschenspielertricks“ und erklären flugs jede normale Polizeistation im Land zum Hort der Folter – mehr noch: Sie mieden den Kontakt zu Augenzeugen vor Ort wie der Teufel das Weihwasser. In Eritrea sind zahlreiche (auch westliche) Diplomaten stationiert. Die hätten ihre Kenntnisse der Lage des Landes und der Bevölkerung in den Bericht einbringen können. Genauso wie das Internationale Rote Kreuz (IKRK) oder UN-Organisationen, die zum Teil schon seit vielen Jahren in Eritrea leben und arbeiten. Diese Organisationen sind namentlich:
Food and Agriculture Organization (FAO)
Joint United Nations Programme on HIV/AIDS (UNAIDS)
Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA)
Office of the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR)
United Nations Children’s Fund (UNICEF)
United Nations Development Programme (UNDP)
United Nations Population Fund (UNFPA)
World Health Organization (WHO)
Es wäre ein leichtes gewesen, von diesen Organisationen Stellungnahmen einzuholen. Doch diese wurden nicht befragt und ich behaupte: Mit Absicht. Denn die Vertreter dieser UN-Organisationen hätten mit Sicherheit den Bericht der COI durch ihre Aussagen in seinen Grundfesten erschüttert. Deshalb wurden diese Kenner der Situation vor Ort nicht in die Untersuchung einbezogen. Eine andere Erklärung gibt es dafür nicht.
Eritrea gibt es nur einmal. Ich bin seit Jahrzehnten regelmäßig in diesem Land. Ich habe die Entwicklung in diesem Land verfolgt. Ich kenne Land und Leute. Ich kenne auch einige junge Menschen persönlich, die das Land Richtung Europa verlassen haben. Ich habe noch immer Kontakt zu ihnen. Politisch verfolgt war keiner von ihnen. Diese jungen Menschen suchen ein besseres Leben als ihnen in einem Entwicklungsland geboten werden kann. Nicht mehr und nicht weniger. Urteilen über sie will ich nicht und vor allem will ich eines nicht: Diese Menschen, die auf ihrer Flucht Fürchterliches durchgemacht haben, politisch instrumentalisieren. Selbst davor ist die COI nicht zurückgeschreckt. Das ist zynisch.

(Martin Zimmermann)

 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Monika Bernges
8.132
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 15.06.2015 um 23:06 Uhr
Endlich ein Land wo "Milch und Honig" fließen.
Martina Lennartz
5.969
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 15.06.2015 um 23:29 Uhr
Da haben Sie beide den Sinn des Artikels möglicherweise leider missverstanden. Es geht nicht darum, dass hier erzählt werden soll, dass Eritrea ein paradiesisches Land sei, in dem Milch und Honig fließe. Es geht darum, dass Herr Zimmermann sehr klar versucht zu erläutern, dass die Hetze, die in den Medien betreiben wird, nicht der Wahrheit entspreche.

Das Land ist im Aufbau und es gibt viele Probleme und es nicht "alles gut".
Sie können sich dazu auch gerne noch mal meinen Bericht durchlesen. Dass es Probleme gibt, das streitet doch auch keiner ab.

Vielleicht fragen Sie mal die hier namentlich aufgelisteten Organisationen, warum sie die Hetze revidieren und Eritrea anders beschreiben, (WHO und IKRK und die UN) in deren Berichte selbst die von ihnen befragten Flüchtlinge andere Aussagen machen.

Vielleicht werden Sie dann auch feststellen, dass die betriebene Hetze, die in den Medien veröffentlicht wird, keine anerkannte Organisationen hinter sich stehen hat.
Monika Bernges
8.132
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 15.06.2015 um 23:30 Uhr
Eritrea . Reise-und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung) des
Auswärtigen Amtes. Stand vom 15.6.2015.
Es wird gewarnt vor dem Anlaufen eritreischer Häfen durch Individualreisende, dem Anlaufen der Inseln des Dahlak- Archipels und vor Einreisen auf dem Landweg.
Reisenden außerhalb von Asmara kann in Notlagen keine Hilfe geleistet werden.
Es besteht Fotografierverbot für alle öffentlichen Bauten und Eritrea hat keine freie Presse.
Dies ist wirklich nur ein ganz kleiner Auszug aus dem Bericht des Auswärtigen Amtes.
Nachzulesen im Bericht des Auswärtigen Amtes mit Datum vom 15.Juni 2015.
Wem sollen oder können wir glauben?
Martina Lennartz
5.969
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 15.06.2015 um 23:38 Uhr
Fahren Sie doch mal selbst hin und überzeugen sich live. Eritrea hat definitiv niemals Unterstützung erfahren- auch in den 30 Jahren Krieg nicht. Da hat kein Hahn nach den Menschen gekräht. Woher jetzt das Interesse an dem Land?
Martina Lennartz
5.969
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 15.06.2015 um 23:44 Uhr
Wissen Sie wer da gegen wen und warum Krieg geführt hat? Und wer den Krieg begonnen hat, wer ihn auf welcher Seite unterstützt hat? Und warum er letzten Endes zu Ende war? Und wer die Grenze heute noch nicht akzeptiert?
Kurt Wirth
2.219
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 15.06.2015 um 23:45 Uhr
Aus Medienberichten, vor allem auch regionalen, könnte man schließen, daß halb Eritrea auf dem Mittelmeer unterwegs ist. Aus Berichten über diese und jene Unterkünfte kann man entnehmen, daß dort ausschließlich Eritreer untergebracht sind. Laut Handelsblatt vom 21.4.15 sind Eritreer die zweitgrößte Gruppe von Bootsflüchtlingen nach den Syrern. Und unter den Asylbewerbern die drittgrößte Gruppe in Deutschland.

Nun kann man natürlich vermuten, daß sich, nachdem Eritrea in Handelsblatt und FAZ als das "Nordkorea Afrikas" bezeichnet wird, die hohe Anerkennungsquote für die Asylberechtigung dort auch rumgesprochen hat. Zudem können sich vermutlich mehr Eritreer die Flucht materiell und von den Bildungsvoraussetzungen her leisten, als die Bewohner anderer Länder Nordafrikas. Es kommen aber andererseits ungleich mehr Menschen aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens zu uns (das von EU und NATO mit Joschka Fischers Billigung in den 90-ern von undemokratischen Verhältnissen befreit wurde), ebenso aus den EU-Ländern Polen, Rumänien und Bulgarien, die ja nicht als Flüchtlinge gezählt werden. Wobei uns das alles ja nachweislich mehr nützt als schadet.

Laut UN befinden sich von den etwa 6,3 Mio Einwohnern Eritreas etwa 252.000 als Flüchtlinge im Ausland. Die meisten davon nicht mal in Europa, sondern in den Nachbarländern bis nach Saudi Arabien. Das kann das Land bislang wohl verkraften, auch wenn es überwiegend junge Leute sind, die das Land verlassen.

Ein springender Punkt scheint die unkalkulierbare Dauer des Wehrdienstes zu sein, wobei auch noch über 50-jährige eingezogen werden. Dem liegt jedoch der latente Kriegszustand mit Äthiopien zu Grunde, auch wenn Handelsblatt und FAZ bei Eritrea von einem Land "ohne Krieg und ohne Hunger" sprechen.

Es ist nicht so einfach, die Dinge aus mittel- und oberhessischer Perspektive und Gewohnheiten heraus zu beurteilen.
Karl-Ludwig Büttel
3.728
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.06.2015 um 12:27 Uhr
Ich sehe nur tagtäglich, dass die Flüchtlingszahlen steigen und ich immer mehr Menschen aus Eritrea im Untersuchungslauf habe. Die Verletzungen und Traumata sind nicht von der Hand zu weisen. Was diese Menschen berichten ist teilweise an Brutalität nicht zu überbieten um an der Flucht gehindert zu werden. Es handelt sich meisten um unbegleitete minderjährige Flüchtlingskinder (meisten männlich) um zum einen vor dem Unrechtregime geschützt zu werden zum anderen in der Hoffnung in Europa ein besseres Leben führen zu können um den daheimgeblieben vielleicht den ein oder andren Euro zu überwiesen. Es werden dabei immer der Stärkste und der am wahrscheinlichste durchkommende ausgesucht. Die Familien kratzen ihr ganzes Geld zusammen um die Flucht zu ermöglichen. Was diesen Menschen unterwegs häufig widerfährt kann man nicht niederschreiben.
WHO / Studien und politische Berichte das ist wie bei der FIFA wer gut schmiert fährt gut.
Natürlich hat sich die medizinische Betreuung für die Elite und den Regierungstreuen gebessert. Das ist tatsächlich so. Das wäre aber genauso wenn in Deutschland nur die Wähler von Angie zum Arzt gehen dürften. Der Rest wird dann einfach nicht in der Statistik erfasst und schon stimmen die Zahlen.
Herr Zimmermann hat auch nur ein Teil rausgepikt. Vielleicht hätte er mal schreiben sollen warum die WHO in Eritrea und wie Erhebungen machen darf. Dann würde es dem Leser klarer. Siehe Beispiel mit Angie.
Entweder lügen die Flüchtlinge und haben sich Verletzungen selbst zugebracht oder die Veröffentlichen entsprechen nicht der Wahrheit. Einer lügt. Ich glaube dem was ich sehe und das sind die geschundenen Körper der Flüchtlinge und ihre Traumata.

Frau Bernges , dass deckt sich mit den Erzählungen der Flüchtlinge.
Michael Beltz
7.509
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 16.06.2015 um 16:47 Uhr
Fotigrafierverbot: Ich war im Oktober 2014 in Eritrea und konnte fotografieren , wo ich (besser: meine Frau) wollte.
Dass Eritreer diesem Land den Rücken kehren, kann ich nachvollziehen. Armut und der lange dauernde Militärdienst sind ein Grund, sich ein besseres Leben zu wünschen.
Armutsflüchtlinge sind hier jedoch unerwünscht, so dass Folter und Todesstrafe erfunden werden.
Übrigens: Mancher sagt , er käme aus Eritrea und kommt in Wahrheit aus Äthiopien. Ein einfacher Test - sprachlich - reicht aus.

Frau Back, Sie denken doch in anderen Fällen selbst nach. Wieso glauben Sie alles, was gegen Eritrea vorgebracht wird? Warum gibt es die gleiche Hetze nicht gegen Tansania, Mosambique .... ebenso arme Länder?

Übrigens: zu den verwerflichen Dingen gehört: Niedrigste Aids-Rate in ganz Afrika, Malaria beinahe ausgerottet. Und das gilt nicht nur für eine Oberschicht, Herr Büttel.
Aber wen interessiert das schon?!
Karl-Ludwig Büttel
3.728
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.06.2015 um 17:26 Uhr
Sie hatten sicherlich kein Fotografieverbot Herr Beltz das glaube ich Ihnen. Sie Sind politisch Regimekonform. Sie werden auch nicht das falsche fotografieren. Es muss ja passen
Die Sprach Tests werden gemacht Herr Beltz für wie blöd halten Sie die Menschen die mit Flüchtlingen arbeiten? Also auch die Dolmetscher stecken mit uns unter einer Decke.
Umgekehrt viele Eritreer geben sich als Äthiopier aus um einfacher ausreisen zu können. Es fliegt aber durch die Sprachkennung und andere Möglichkeiten meisten schnell auf.
Herr Beltz entweder können Sie nicht ich glaube aber sie wollen nicht verstehen. Wer schreibt der bleibt sagt Ihnen das was?
Die AIDS-Rate ist niedrig stimmt weil es so sein muss. Warten Sie mal ab sollte diese Diktatur gestürzt werden. Und man unabhängig (das ist die WHO dort auch nicht sonst fliegt sie ganz raus) berichten kann, wie hoch dann die Zahlen sind. Bei den Flüchtlingen unterscheiden sich die Zahlen nicht von derer der Nachbarländer komisch. Vielleicht werden sie ja deshalb außer Landes gejagt, das ist aber eine Behauptung die ich nicht beweisen kann.
Malaria Risikogebiete: hohes Risiko im ganzen Land unterhalb von 2.200 m Höhe einschließlich der Städte
Kein Malariarisiko: im Stadtgebiet von Asmara ( wo liegt es denn? Über 2200 Meter) ach
Malaria ausgerottet deshalb hohes Risiko außer in Asmara? Erklärung?n Ausgerottet deshalb Warnung International CDC, EuroInfekt, WHO alle warnen nur Herr Beltz erklärt Malaria für ausgestorben,
Die Prävalenz von HIV im Land liegt im Vergleich zu den Nachbarländern mit 0,7 % relativ niedrig. Fast wie in Deutschland. Ein paar Meter weiter bzw. ein paar Kilometer Luftlinie liegt die Prävalenz bei fast 25%. Die Grenzkontrollen klappen wohl hervorragend, oder stimmt doch mit den Zahlen etwas nicht?
Die AIDS Zahlen stammen von medicare Eritrea. Das wäre wenn Angiecare deutsche Zahlen veröffentlicht J
Herr Beltz sie behaupten also Folter und Todesstrafen sind erfunden. Das sagen sie mal den verkrüppelten jungen Männern die den Militärdienst verweigern wollten. Hier proben Sie regelmäßig den Aufstand gegen die Bundeswehr und dort ist alle Prima besonders das Militärregime. Das kann ja niemand mehr für ernst nehmen. So eine Haltung ist für mich nicht nachvollziehbar und an Falschheit nicht zu überbieten.
Gegen diese Länder gibt es keinen Grund hier zu intervenieren es ist ja keiner hier der für Tansania, Mozambique und deren Unrechtssysteme Partei ergreift. Falls Sie es nicht merken es geht gegen Ihre und Frau Lennartz Schönrederei. Sollte einer den gleichen Mist über diese Länder loslassen werde ich mich melden. Wobei hier bei uns nur noch Flüchtlinge aus dem Sudan eine größere Rolle spielen im Moment , dass ändert sich aber ständig.
Sie und Frau Lennarzt könne sich Gewiss sein diese Märchen lasse ich nicht unkommentiert. Wie kann man nur so Menschenverachtend sein und das aus politischem Ideal. Moralisch ist das nicht besser wie diejenigen die Foltern und Unterdrücken.
41
Berry . aus Gießen schrieb am 16.06.2015 um 19:47 Uhr
Hallo miteinander,

teils sehr interessant aber auch wieder sehr erstaunlich, wie hier an mancher Steller debatiert wird.
Da berichten eine Frau Lennartz und ein Herr Beltz, die sich die Mühe gemacht haben, in das ferne, den meisten hier unbekannte Land, Eritrea zu reisen und sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Nun behaupten sie nicht, dass alles perfekt sei, jedoch auch nicht so gravierend schlimm, wie es einem momentan teils die Presse oder dieser UN Bericht darstellt. Und was passiert, man unterstellt ihnen, dass sie unwahre Aussagen machen.

Also ist es so Leuten, wie dem Herrn Büttel egal, wer was über Eritrea schreibt, solange es negativ ist, denn nur so kann es seiner Meinung sein. Alles andere, selbst die Ausssagen von WHO Vertretern, die Eritrea gute Fortschritte in der medizinischen Versorgung für so ein armes Land bescheinigen - was übrigens auch ein Menschenrecht ist, sowie Bildung und Zugang zu sauberem Trinkwasser - können laut Herrn Büttel nur erfunden sein.

Ach ja, die medizinische Versorgung ist eben nicht nur einer Oberschicht, - wie sie es fälschlicherweise behaupten - vorbehalten, sondern gilt für jeden und das nahezu kostenlos! (Sie lesen richtig). Das sind enorme Anstrengungen für so ein von jahrzentelangen Kriegen ( u.a. von Entscheidungen der UN mitverursachten Kriegen) gebeuteltes Land, das mit wenig Mitteln auskommen muss, und sich von wiederholten Sanktionen seitens der UN seit Jahren zusätzlich wirtschaftlich leidet und noch immer von kriegerischen Akten seitens des Nachbarlandes Äthiopien bedroht ist (die auch wiederum seitens der UN gestützt sind).

Das sind so ein paar Kernfakten, die man wissen sollte, bevor man sich über Eritrea anmaßt ein umfassendes Bild zu machen, aber leider stört das so (Gut-)Menschen, wie einen Herrn Büttel oder einen Herrn Grothe nicht, ihre ???"Expertenmeinungen" abzugeben.
Karl-Ludwig Büttel
3.728
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 16.06.2015 um 19:59 Uhr
Eine Frau Lennartz und ein Herr Beltz berichten positv aus einer politischen Motivation.
Ich bin kein Experte das Maße ich mir auch nicht an. Ich verlasse mich auf die Berichte der Flüchtlinge und der Menschen die ohne Scheuklappen berichten. Ob ich ein (Gut-) Mensch bin müssen andere beurteilen. Normal werden Menschen einer anderen Gesinnung so bezeichnet aber ich finde dies nicht negativ besetzt.
Warum nur um Eritra so eine positiv Berichteerstattung aus einer bestimmten politischen Richtung erfolgt bei Alle den weiteren Problemländer in Afrika spricht doch für sich.Ein für mich einseitig motiviertes Engagement nicht mehr und nicht weniger. Und bei genauen Lesen hätte man merken können, dass ich mich nicht nur auf die Oberschicht bezogen haben sondern auf alle Linientreue. Ich wäre übrigens sehr froh wenn es mehr positives zu Berichten gebe. Ich habe keinerlei politische Motivation so zu Argumentieren. Aufgrund der Erfahrungen mit Flüchtlingen kann ich im Moment zu keinem anderen Schluss kommen.
41
Berry . aus Gießen schrieb am 16.06.2015 um 19:59 Uhr
@Frau Lennartz
Ich fand ihren Bericht sehr lesenswert und auch die Bilder über mein Herkunftsland Eritrea sehr schön, was mir eine Vorfreude gibt auf den nächsten Urlaub in Eritrea, wenn ich meine Verwandten besuche.
Aber das wird mir dann ein Herr Büttel nicht glauben, denn Eritrea ist ja ein großes Gefängnis, wie man hier und da lesen kann.
Und bevor das Argument einer privilegierten Schicht kommt. Nein, das gilt definitiv nicht für mich oder meine Familie.


@Herr Beltz
Schön, dass sie sich von gewissen Kommentaren nicht entmutigen lassen, eine Gegenstimme im Mainstream Blabla zu sein.
Wir würden uns freuen, sie dieses Jahr wieder auf dem Eritrea Festival Deutschland dass in 2,5 Wochen wieder in Giessen stattfinden wird, begrüßen zu dürfen. Das gilt natürlich auch für alle anderen auch, die sich selbst mal eine Meinung bilden wollen.
Michael Beltz
7.509
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 17.06.2015 um 10:09 Uhr
Dort die Guten: Bush, Merkel, und damals die Diktatoren in Potugal, Spanien, Südafrika,Chlie, Griechenland, NATO usw
Dort die Bösen: Fidel Castro, und alle Herrscher in den soz. Ländern
Geglaubt wird von der Mehrheit unserer Bevölkerung, was in BILD und den anderen staatstragenden Medien vorgetragen wird.

Herr Büttel, was Sie vortragen schätze ich als Indoktrination durch eben die Medien ein. Ich respektierte gleichzeitig Ihre Arbeit und kann nachvollziehen, dass Sie aus Ihren Erfahrungen ehrliche Antworten zu ziehen versuchen.

Frau Back, Sie sind bereit zu zeigen, dass Sie in Bezug auf Eritrea und Eritreer keine Ahnung haben.

Ich habe öfter schon mit Eritreern gesprochen, gerade auch mit Minderjährigen, die im Hotel am Ludwigsplatz untergebracht sind. Mein Test: Wenn ich junge Leute sehe, die ihrem Aussehen nach aus Eritrea, Äthiopien u.ä. kommen könnten, gehe ich nben ihnen her und sage laut: Asmara! Freundliche Blicke, wenn sie Eritreer sind und von der Hauptstadt hören. Beiderseitiges Gestammel auf Englisch. Der Hinweis, dass wir von unserem Hotel auf eine Kirche geblickt haben, gibt Anlass für ein paar weitere Sätze.
Sollten Sie auch mal machen, Frau Back. Dann haben Sie wenigstens mal einen Eritreer kennengelernt wie Herr Büttel.
Karl-Ludwig Büttel
3.728
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 17.06.2015 um 14:16 Uhr
"Herr Büttel, was Sie vortragen schätze ich als Indoktrination durch eben die Medien ein. "
Wenn ich schreibe ich habe meine Eindrücke und Meinungsbildung ausschließlich durch die Flüchtlinge selber dann hat das nicht mit Medien oder Mainstream zu tun.
Man sieht es ja an den Beiträgen hier zu was das führen würde. Einseitige völlig unkritische politisch motivierte Information. So macht man Mainstream Herr Beltz, das wissen Sie aber selber sehr gut.
Zu der Anzahl der Eritreer Herr Beltz die man so kennenlernt, alleine heute in der humanitären Sprechstunde wieder drei kennen lernen dürfen. Sie brauchen mir nichts von Medien und Mainstream erzählen, das hilft diesen Menschen mal gar nicht.
Birgit Hofmann-Scharf
10.314
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 17.06.2015 um 18:51 Uhr
Interessanter Beitrag, interessante Kommentare,
doch da ich weder in diesem Land war, noch die richtigen
"Leute die Leute kennen", kenne, maße ich mir keinen Kom an.

Jedoch gestatte ich mir den Hinweis auf ein lesenswertes Buch, welches ich kürzlich "studierte" :
http://www.gekaufte-journalisten.de/
Martina Lennartz
5.969
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 17.06.2015 um 22:13 Uhr
Ich wurde gebeten diesen Beitrag für Edith Gillamariam zu veröffentlichen, da die Dame hier nicht angemeldet ist:


Ich kann mich dem Bericht von Martin Zimmermann (Eritrea-Hilfswerk Deutschland) nur anschließen. Seit 1996 bereise ich Eritrea regelmäßig. Seit der Staatsgründung vor 24 Jahren wurde hier kontinuierlich das Land mit einem guten Fundament aufgebaut. Vor Jahren schrieb die „Rheinische Post“ aus Düsseldorf, „die Eritreer sind die Preußen Afrikas“, da sie mit viel Disziplin ihr Land aufbauen. Ich kann das nur bestätigen. In allen Jahren meiner Anwesenheit konnte ich landesweit die positive Entwicklung feststellen. Es war für mich immer eine überwältigende Erfahrung, mit den Menschen im Land zusammen zu treffen.

Es herrscht eine friedliche Atmosphäre und von einer repressiven Stimmung ist bei den Menschen dort nichts zu spüren. Im Jahr 1996 war von der Aufbruchstimmung im Land nach 30 Jahren Krieg viel zu spüren. Es gab viel zu tun und man packte es an. Bei jedem späteren Besuch und meinen Rundreisen in verschiedene Regionen waren die Fortschritte zu sehen und der Wille der Menschen, das Land von Grund auf gut aufzubauen. Sie wurden hier von einer gut funktionierenden Regierung sowohl personell als auch finanziell unterstützt.

Alle fundamental wichtigen Bereiche wurden entwickelt und aufgebaut:

· Staßenbau in den Städten und auf dem Land
· Städtebau landesweit (für alle Bevölkerungsteile)
· Staudamm- und Brunnenbau für die Wasserversorgung landesweit (kostenlos)
· Landesweiter Aufbau der Schulen (für junge Menschen und Erwachsene))
· Fortsetzung der Ausbildung im Rahmen des Grundwehrdienstes in Sawa in Werkstätten oder Ablegung des Abiturs vor Studienbeginn
· Aufbau eines funktionierenden Universitätssystems unter Mithilfe ausländischer Professoren und eritreischer Professoren aus dem Ausland (keine Schul- oder Studiengebühren)
· Landesweit Kliniken sowie Krankenstationen für entlegene Bereiche (kostenlose Gesundheitsversorgung)
· Organisation und Aufbau einer modernen Landwirtschaft mit Ausbildungsstätten (vorrangig zum Eigenbedarf)

Diese enorme Entwicklung zeigt, dass man Eritrea als Vorbild in Afrika bezeichnen kann. Was ich in allen Jahren erfahren habe, war die Frustation der Menschen im Land über die langsame Entwicklung. Leider wurde die Eigeninitiative und der Wille zum Aufbau des Landes stark behindert, da durch die ungerechtfertigten Sanktionen durch die UNO ein zügiger Aufbau verhindert wird.

So war und ist bei den jungen Menschen ein ausgeprägter Wille vorhanden, in Europa ein besseres Leben zu führen. Es erfüllt mich mit Trauer, wenn die jungen Menschen, für die in Eritrea eine gute Lebensgrundlage und eine weitestmögiche Ausbildung vorbereitet wird, das Land verlassen und die auf dem gefährlichen Weg nach Europa sterben.

Unterstützen wir sie, indem wir diese Sanktionen abbauen und diesem vorbildlichen Land helfen, seinen jungen Menschen eine positive Perspektive im eigenen Land zu bieten.

Edith Gillamariam
Nicole Freeman
10.196
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 18.06.2015 um 08:16 Uhr
solange es reisewarnung für ein land gibt und flüchtlinge in strömen lieber verrecken als zu bleiben kann es nicht toll sein was in diesem land geschied.
allein die reisewarnungen werden nicht einfach so ausgesprochen ! Da wird die situation vor ort was gefahr für leib und leben an geht genau geprüft. man macht sich nicht gerne feinde in der tourismus ecke. ein land das die menschenrechte mit füßen tritt bekommt freiwillig keinen cent von mir !
Karl-Ludwig Büttel
3.728
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 18.06.2015 um 08:53 Uhr
http://www.dahlak.de/Lampedusa.htm
http://www.raimoq.com/eritreische-frauen-feiern-35-jahre-nuew/
http://www.swp.de/goeppingen/lokales/goeppingen/Kritik-an-geplanter-Show-der-eritreischen-Diktatur-in-Goeppingen;art5583,2885329

Wer Lust hat ein paar Links zu der engagierten Dame.
Auf der gleichen Seite findet man auch den Beitrag von Herrn Zimmermann.
Das hat mich jetzt aber überzeugt. Sollte mir noch mal ein Flüchtling was anderes erzählen ......
Michael Beltz
7.509
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.06.2015 um 09:54 Uhr
Frau Back, das Sie so schön shimpfen können über ein Land, das Sie nicht kennen, hier mal ein Vorschlag: Schimpfen Sie doch mal über die USA, worüber Sie vieleicht schon mal gelesen haben.
- Einmarsch der USA in den Irak mit der bekannten Lüge. Das war die Vorausetzung für den lieben IS (Islamischer Staat)
- Guantanamo: hier werden seit 2002 ganz im demokratischen (westlichen) Sinn Terrorverdächtige ohne Gerichtsurteil festgehalten
- Drohenkrieg mit Kollateralschaden- dabei gehen mal ein paar Zivilisten hops
- Terrorverdächtige landen aus den USA in Polen und Rumänien in Geheimgefängnissen, um sie dort demokratisch zu foltern

Das alles gehört zu "unserer Wertegemeinschaft".

Herr Büttel, ich spreche Sie hier nicht an! Danke für die links.
Michael Beltz
7.509
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 18.06.2015 um 16:36 Uhr
Sie kennen Eritrea nicht!!
Martina Lennartz
5.969
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 19.06.2015 um 16:33 Uhr
Frau Tsehaye bat mich Folgendes zu veröffentlichen. (Sie wartet auch schon lange auf das Freischalten dieser Zeitung.):


„Ihr Reisebericht ist toll geschrieben& ich bin unfassbar froh über ihren Mut, ihre Meinung auch kund zutun!

Leider wollen manche Menschen nur das denken,was Sie hören ohne es kritisch zu betrachten.

Ich schicke Ihnen das Video unseres YPFDJ Chapter Köln, in dem wir auf deutsch/tigrinya& englisch unsere Meinung kund tun.

Da ich,wie viele andere immer noch nicht freigeschaltet wurde-bitte ich Sie diesen Beitrag in der Giessener Zeitung zu veröffentlichen.

https://www.youtube.com/watch?v=JQxFi8ZgIUA&feature=youtu.be

Liebe Grüße

Lidia Tsehaye

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Liebe Freunde Eritreas,
Eritrea, das Land, dass sich ohne einen Verbündeten 30 Jahre lang seine Freiheit und Unabhängigkeit erkämpft hat ist aufgrund der aktuellen Flüchtlingsproblematik im Focus westlicher und amerikanischer Politik.
Der dauernde kriegsähnliche Zustand, hervorgerufen durch die illegale Äthiopische Okkupierung Eritreischer Gebiete wird dabei nie in den Medien erwähnt. Diese kriegsähnliche Situation lähmt das Land und seine ambitionierten Menschen und versetzt sie in Angst und Verzweiflung. Es ist diese Lage, die viele junge Menschen aus Eritrea zur Flucht zwingt in der Hoffnung in einem wirtschaftlich starkem Land Platz zu finden.
Auch über die ungerechte Sanktionierung Eritreas, die auf Lügen basiert wird in den Medien kaum berichtet. Diese und andere Fakten sind aber bedeutsam, um die schlechte wirtschaftliche Lage Eritreas zu verstehen. Auch das ist einer der Gründe die eine stark zunehmende Flüchtlingsprognose hervorrufen.

Eins ist klar, solange Eritrea all diesen Repressalien unterliegt, wird die Flüchtlingsprognose noch weiter steigen.
Während viele Eritreer sowohl im Land als auch in der Diaspora bemüht sind die Probleme ihres Landes in Zusammenarbeit mit Ihrer Regierung zu lösen, berichten die Medien weiterhin die Unwahrheit. Dabei wird das Bild Eritreas verfälscht und verzerrt dargestellt. Eritrea, dessen Menschen ungebrochen und unerschüttert ein Äthiopisches Regime und seine internationale Verbündete besiegt haben. Das Eritrea, dessen Menschen ohne auf die Hilfe anderer zu warten ihr Land selbst nach einem 30 jährigen Krieg aufgebaut haben. Das Eritrea in dem die Menschen unablässig arbeiten um das Überleben Ihrer Nation sicherzustellen. Das Eritrea, das in Einheit und Frieden miteinander lebt.

Auf haltlosen Argumenten und auf zweifelhaften Berichten basierend wird Eritrea in den Medien zerrissen und als ein teuflisches System stigmatisiert. Menschen werden mit Bildern getäuscht die aus dem Zusammenhang gerissen und falsch dargestellt werden. Der Westen und seine Verbündete zeigen abfällig mit dem Finger auf Afrika und verurteilen Kulturen, Traditionen und Systeme die sie nicht kennen und nicht verstehen.

Alle unsere Errungenschaften für die wir unbeirrt und unerschüttert gearbeitet und gekämpft haben werden in den Dreck gezogen. Diese HEZKAMPAGNIEN, die auf Täuschung und Verzerrung der Situation und nachweislicher Sabotage für einen nachhaltigen Frieden in der ganzen Region beruht müssen aufhören!!!

SO GEHT DAS NICHT!

Daher versammeln wir uns am 22.06.2015 zu einer europaweiten Demonstration um die internationale Gemeinschaft daran zu erinnern, dass die eritreische Community weltweit, sich durchaus über die aktuellen Herausforderungen im Klaren ist, aber den Vorwand einer Humanitären Notlage (auf Basis eines zweifelhaften Berichts) nicht zu Gunsten der Verletzung des Völkerrechts aufgeben wird.
Wir demonstrieren auch für die endgültige Aufhebung der Sanktionen die auf Vermutungen und Täuschungen beruhen.
Die Eritreer wissen um die Probleme in ihrem Land und es gibt zwei Möglichkeiten, man kann einen Teil des Problems sein oder ein Teil der Lösung. Wir packen unsere Probleme an und sind somit ein Teil der Lösung, wir kämpfen für unser Recht auf Eigenbestimmung.
Autor: YPFDJ Köln“
361
Harry Weiß aus Gießen schrieb am 22.06.2015 um 08:49 Uhr
Danke für die vielen Hintergrundinformationen. Sehr hilfreich! Obwohl ich nicht mit allen aussagen übereinstimmen kann. Aber die Auseinandersetzung hilft ja, sich einem Thema/einem Land/einer Position zu nähern, sich an ihr zu reiben und einen eigenen Standpunkt zu bekommen bzw. den eigenen Standpunkt immer wieder neu zu hinterfragen.
Michael Beltz
7.509
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 22.06.2015 um 13:29 Uhr
Herr Weiß, nachdem ich nun seit einigen Monaten Ihr Engagement für Hilfsprojekte kenne, freue ich mich, dass Sie hier so sachlich argumentieren. Nachdem "Harry Hirsch" verschwunden ist, wird es wohl an gegenseitiger Anerkennung nicht fehlen.
Martina Lennartz
5.969
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 26.06.2015 um 17:29 Uhr
Vielen Dank, Herr Weiß, so sehe ich das auch. Ihr Engagement find ich übrigens großartig und löblich.

Ich finde auch nicht alles super klasse und toll in Eritrea. Ich finde aber die ausschließliche Hetze unsachlich und nicht zielführend.
Für die sich weiterbilden wollen und auch mal andere Meinungen lesen wollen, folgender Link:

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2014-50/entwarnung-aus-eritrea-die-weltwoche-ausgabe-502014.html
Karl-Ludwig Büttel
3.728
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 26.06.2015 um 18:13 Uhr
Wenn einem die Argumente ausgehen dann wir Frau Frech.

Herr Weiß Sie haben Recht. Leider wird das von den Blendern nur gelobt aber nicht beachtet.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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Martina Lennartz
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