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Ein Besuch im Botanischen Garten Frankfurts

Immer wieder eindrucksvoll, eine Gunnera tinctoria oder Chilenisches Mammutblatt und eine Besucherin, die sich freundlicherweise zum Größenvergleich zur Verfügung stellte
Immer wieder eindrucksvoll, eine Gunnera tinctoria oder Chilenisches Mammutblatt und eine Besucherin, die sich freundlicherweise zum Größenvergleich zur Verfügung stellte
Gießen | Die meisten auswärtigen Besucher Frankfurts, die der Pflanzen wegen dorthin fahren, besuchen den Palmengarten. Lohnenswert dagegen ist auch ein Besuch des Botanischen Gartens, der sich gleich nördlich von diesem, begrenzt im Osten vom Grüneburgpark, anschließt.

Alter Botanischer Garten müsste man eigentlich sagen, denn das ca. 8,5 Hektar große Gelände gehört seit 2012 nicht mehr der Universität, sondern der Stadt Frankfurt und ist seitdem dem Palmengarten angeschlossen. Eintritt wird aber nach wie vor nicht genommen. Zur Zeit wird er auch noch wissenschaftlich genutzt. Da aber mit dem Umzug der Universität auf den Campus Riedberg dort ein neuer, allerdings drei Hektar kleinerer, Botanischer Garten angelegt wurde, und, wie ich von Mitarbeitern erfuhr, der alte zunehmend von Personalabbau und Mittelkürzung betroffen ist, fragt sich, wie lange noch er in dieser Form erhalten werden kann.

Erste Mängel zeigen sich bereits. Man kann sich nicht überall auf die Beschilderung verlassen. Manche Pflanzen wachsen nicht nur am beschilderten Standort, und wenn sie an einem fremden Schild wachsen, dessen zugehörige Pflanze vielleicht schon verblüht oder abgestorben ist, ist das für den Wissenschaftler zwar kein Problem, aber der Laienbesucher bekommt eine falsche Information.

Mehr über...
Gegründet wurde der Garten bereits 1763 als Senckenbergsche Stiftung in der Nähe des Eschenheimer Turms als reiner Heilpflanzengarten unter medizinischer Leitung. Erst ca. 100 Jahre später wurde die Betreuung an Botaniker übergeben und dann begann die Umgestaltung des Gartens nach pflanzensystematischen und pflanzengeographischen Gesichtspunkten. Der Platzbedarf wurde größer und der Garten zog zunächst um auf heutiges Palmengartengelände, seit 1958 hat er seinen jetzigen Standort auf einem ehemaligen Teil des Grüneburgparks.

Neben den Standorten änderten sich auch die Besitzverhältnisse. Von der Senckenbergschen Stiftung ging der Garten 1914 auf die Goethe-Universität über und seit 2012 gehört er nun der Stadt Frankfurt.

Wer in Frankfurt Ruhe sucht, ist dort wunderbar aufgehoben. Mainhatten bleibt praktisch draußen, lediglich der Messeturm und der "Ginnheimer Spargel", der nur noch als Fernmeldeturm genutzte Europaturm, sind über die Baumwipfel sichtbar und verraten, dass man sich in einer Großstadt befindet.

Geöffnet ist er vom 01.03.-31.10.
Mo.-Sa.: 9.00-18.00 Uhr
Sonn- und Feiertag: 9.00-13.00 Uhr

Weitere Informationen und das Veranstaltungsprogramm gibt es auf der Website http://www.botanischergarten-frankfurt.de/index.htm

Immer wieder eindrucksvoll, eine Gunnera tinctoria oder Chilenisches Mammutblatt und eine Besucherin, die sich freundlicherweise zum Größenvergleich zur Verfügung stellte
1
Der Buchenwald
Teich und Feuchtwiese
Gartenmitarbeiter vor Sonnigem Kalkhang und "Ginnheimer Spargel"
Etwa 5000 Pflanzenarten beherbergt der Garten
1
Das Alpinum, im Hintergrund der Messeturm
1
Hochgebirgspflanzen
Iris variegata - Bunte Schwertlilie
Die Iris am falschen Namensschild
Und nochmals am falschen Schild
Kleiner Teich
Unreife Früchte des Silberdollars (Lunaria)
Ein lebendes Fossil - Metasequoia glyptostroboides, galt bis 1944 als ausgestorben. Die "Wasserlärche" gehört zu den Mammutbäumen
Die Heilpflanzenabteilung
1
Eine Pflanze aus der Nordamerikaabteilung
Eine Variante des Kohls (Brassica oleracea)
Halt, hier nicht weiter, scheint der Wasserspeier sagen zu wollen
Lageplan und Öffnungszeiten

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Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 13.06.2015 um 13:47 Uhr
Ich liebe botanische Gärten !!
Vielen Dank für den Tipp !
Wolfgang Heuser
8.421
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 14.06.2015 um 09:41 Uhr
Solche Gärten sind immer wieder schön und es sind Bereicherungen für unsere Natur... gerade in den großen Städten!
Hallo Lieber Leser
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Bernd Zeun
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