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Kein Werben fürs Sterben!

Gießen | Protestiert gegen das Bundeswehr-Spektakel in Fritzlar am 13. Juni!

Die Bundeswehr plant für den 13. Juni an 15 Bundeswehrstandorten pompöse Militärshows, so auch im nahegelegenen Fritzlar. Allein hier werden bis zu 100 000 Besucher erwartet. Es soll neben einem Showprogramm auch Kampfgerät – von der Ausrüstung bis zu Hubschraubern und Panzern – präsentiert werden.

70 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges ist Deutschland wieder voll dabei, wenn im nahen und mittleren Osten, in Afrika oder in Europa Krieg geführt wird. Mit deutschen Waffen (von denen nicht wenige in Kassel produziert werden), mit deutschen Soldaten (in Afghanistan, der Türkei, in Mali, im Sudan, am Horn von Afrika, ….), mit deutscher Infrastruktur und Logistik (über Ramstein werden US-Drohnen in ihre tödlichen Ziele gesteuert).

Bundespräsident Gauck, „Verteidigungs“ministerin von der Leyen und andere fordern „mehr Verantwortung zu übernehmen“ – sprich: noch mehr Militär in Krisen- und Kriegsgebiete zu schicken, noch mehr Waffen zu exportieren und damit noch mehr Tod und Zerstörung herbeizuführen.
Mit deutschen Soldaten und Waffen sollen angeblich Stabilität, Humanität und Menschenrechte verteidigt werden. In Wirklichkeit geht es um Macht und Einfluss, um Rohstoffe und Absatzmärkte. Das was der Westen und die NATO in den letzten Jahren angerichtet hat, ist ein einziges Desaster: zerstörte Staaten und Kulturen, mächtige und hoch gerüstete Terrororganisationen, viele Millionen Tote und Flüchtlinge.

Und jetzt lässt man sich die großen Militärspektakel ca. 2,5 Millionen Euro kosten. Um Werbung für diese Art von Kriegen zu machen und um Nachwuchs für die Truppe anzuwerben.

Trefpunkt zum Protest:
13. Juni, ab 10 Uhr in Fritzlar.

Der Info- und Aktionsstand befindet sich in der Gießener Straße, am Kreisel vor dem Herkules Baumarkt

Kontakt: Silvia Gingold, Bädergasse 8,34123 Kassel - s.gingold@web.de

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Kommentare zum Beitrag

759
D. Theiß aus Lich schrieb am 05.06.2015 um 17:52 Uhr
Frage: Wenn die Militär Parade in Russland aufgeführt wird, warum lese ich hier kein Aufruf zur Demo?
Habt ihr Angst vor eurer eigenen Courage oder ist man nur Scheinheilig wenn es gegen die BRD geht.
Scheinheiliger geht es nicht mehr.
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 05.06.2015 um 21:36 Uhr
Also ich kann das Ansinnen des obigen Aufrufs nur Unterstützen. Die 2,5 MIo sind in der Tat völlig sinnlos verpulvertes Geld.
Kurt Wirth
3.079
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 05.06.2015 um 21:45 Uhr
Lieber Herr Theiß, an einer Demo in Moskau teilzunehmen, wäre für unsereiner doch sehr aufwendig. Und eines trifft für die Nachfahren der Roten Armee doch nicht zu: sie sind nicht an allen Ecken und Enden in Auslandseinsätze verwickelt. Mancher wird nun entgegnen: Und was ist mit der Ukraine? Für mich ist das noch nicht eindeutig bewiesen. Die deutschen Medien berichteten sehr viel über die Parade der 16.000 Militärangehörigen und die anwesenden internationalen Gäste und sehr wenig über den nachfolgenden Gedenkmarsch der 250.000 Zivilisten, an der Spitze mit dabei Putin mit einem Bild seines gefallenen Vaters. Auch wenn Sie heute zum 9.Mai 2015 in Moskau googeln, finden Sie ungleich weniger über den Trauermarsch der Zivilisten als über die Militärparade.

Aber Sie haben in meinen Augen insofern etwas Richtiges angesprochen: Das Gedenken an die vielen Opfer, die die Sowjetunion bis zum Sieg über den deutschen Faschismus erbringen mußte, wird von der Putin-Oligarchie für ihre Zwecke mißbraucht, bzw. muß es, um den Rückhalt in der Bevölkerung nicht zu verlieren, zelebrieren. Genau so, wie Putin verlogen das Kreuz in orthodoxen Kirchen über die Brust schlägt.

Nichtsdestotrotz müssen wir hier bei uns das tun, was wir für richtig halten.
Wolfgang Seibt
63
Wolfgang Seibt aus Wettenberg schrieb am 05.06.2015 um 21:50 Uhr
Zitat aus großer Zeit
Erich Kästner

Ein Pastor, der in der Heimat klebte,
sagte seinerzeit ungefähr:
„Wenn unser Herr Jesus heute lebte,
bediente er ein Maschinengewehr!“

Kann einer des Pastors Adresse besorgen?
Weiß sie denn niemand? Wo wohnt der Mann?
Wenn ich es wüsste – ich führe noch morgen
zu ihm und böte ihm Ohrfeigen an.

Wir müssten Kette vor seinem Hause stehn!
Hier unsre Hände, dort sein Gesicht.
Sie können meinen Vorschlag nicht ausstehn?
Er ist nicht fein? Nein, fein ist er nicht.

Sie glauben, der Ausspruch sei nie gefallen,
sondern erfunden oder entstellt?
Das schlimmste an diesen Zitaten allen
ist, dass man sie für möglich hält.
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 05.06.2015 um 22:52 Uhr
Nach wie vor immer noch richtig:
"Der Hauptfeind steht im eigenen Land !"
(Karl Liebknecht, Flugblatt Mai 1915)
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 05.06.2015 um 22:55 Uhr
Komische Frage Herr Theiß: warum nur in Russland, warum nicht auch in den USA, in China und was weiss ich noch auf der Welt? Wer ist nun scheinheilig? Oder haben Sie auch noch nicht mitbekommen, dass es die Sowjetunion schon lange ( und als sozialistisches Land noch viel länger ) nicht mehr gibt? Warum sollte also irgendeiner hier Militärparaden in Russland für gut befinden?
Deshalb auch ne komische Antwort Kurt, die "Nachfahren der Roten Armee"? Also da kann ich nur den Kopf schütteln über so einen Unfug. Natürlich ist auch die russische Armee nichts weiter als die Armee eines imperialistischen Staates, ja und das Beispiel der Krim und der Ukraine ist ein konkretes Beispiel dafür ( es gibt andere mehr wo die russischen Streitkräfte weltweit im Einsatz sind )

Richtig ist natürlich - und deshalb auch der Beitrag - man muss immer in erster Linie dort etwas tun wo man lebt! Darüber sollten Sie auch eine Meinung haben Herr Theiß, wie gesagt, es geht Ihnen doch um die Scheinheiligkeit!?
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 06.06.2015 um 00:46 Uhr
Herr Walther, wenn die Amis oder die Chinesen eine Parade durchführen und es würden ein paar Hansels kommen um Krach zu machen, wären sie schneller von der Bildfläche verschwunden wie sonst was, das gleiche gilt für Rußland.
Auch in der DDR wurden Militär Paraden abgehalten, da haben die Mitglieder der DKP und wie sie sonst alle hießen nie zu einer Demo aufgerufen und das ist scheinheilig.
Die Linken, das Linke Bündnis und die Kommunisten wollen scheinbar nur auf sich aufmerksam machen, aber, Anhänger gewinnt man mit solch einem Verbalem Müll sicherlich nicht, Otto Normalverbraucher ist nicht mehr so Doof und rennt jedem Rattenfänger hinterher, das hatten wir in den 30igern. damit gewinnt man keine Wähler, man stößt den Menschen vor den Kopf.
Man muß Fakten schaffen und erst einmal versuchen etwas für das eigene Volk zu erreichen.
Wir haben genügend Probleme im eigenen Land die wichtiger sind wie eine Demo gegen das zur Schau der Bundeswehr.
Die Personen die dort zur Demo gehen, die demonstrieren auch gegen eine zu hohe Arbeitslosenzahl. Die Bundeswehr schafft nun einmal Arbeitsplätze und nicht nur welche die eine Waffe in der Hand halten.
Zu solch Gedanken reicht es aber scheinbar gedanklich nicht.
Hauptsache ich kann auf die Straße und losbrüllen, aber wenn schon gebrüllt wird dann für etwas wichtiges.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 06.06.2015 um 08:20 Uhr
Herr Theiß, ich bin kein Freund von Parteien, auch nicht von linken. Aber mit ihrem Satz (...)

"Auch in der DDR wurden Militär Paraden abgehalten, da haben die Mitglieder der DKP und wie sie sonst alle hießen nie zu einer Demo aufgerufen und das ist scheinheilig. Die Linken, das Linke Bündnis und die Kommunisten wollen scheinbar nur auf sich aufmerksam machen, aber, Anhänger gewinnt man mit solch einem Verbalem Müll sicherlich nicht, ......" (...)
schiessen sie meiner Meinung nach über das Ziel hinaus. Die Partei "Die Linke" besteht - zumindestens in "den alten Bundesländern" nicht aus der DKP (die hat sich ja bei Gründung dieser Partei nicht zu Gunsten der "Neuen" aufgelöst) und/oder aus einer größeren Anzahl alter SED-Parteimitgliedern.

Das Linke Bündnis ist keine Partei, sondern eine örtliche Wählergemeinschaft.

Vielleicht mag bei dem einen oder anderen Demonstranten im Hinterkopf sein: So nebenbei kann ich auch für meinen "Verein" dabei werben. Das ist nicht völlig auszuschliessen. Im Vordergrund dürfte aber die Ablehnung der Werbeveranstaltung der Bundeswehr stehen.
Kurt Wirth
3.079
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 06.06.2015 um 09:50 Uhr
@Stefan Walther: Was verstehe ich unter Nachfahren? Mein Sohn und mein Enkel sind meine Nachfahren, auch wenn sie zum großen Teil völlig unterschiedliche Lebensauffassungen und Meinungen haben im Vergleich zu mir. Natürlich sehe ich die heutigen Streitkräfte in Rußland nicht als die lineare Fortsetzung der Roten Armee, auch wenn sie vielleicht noch ein paar "Gene" in Form von einigen Offizieren und Unteroffizieren in sich hat. Die haben aber bekanntlich die Flaggen ausgetauscht und Kokarden, Mützen und Uniformteile verscherbelt, wenn sie z.B. mit ihren Schiffen auf der Kieler Woche auftauchten (wobei dieser Zierat auch nicht das wichtigste ist, was sie über Bord geworfen haben).
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 06.06.2015 um 11:48 Uhr
Ist das die Antwort auf meine Frage Herr Theiß? Also, die Bundeswehr schafft Arbeitsplätze ( wie jede andere Armee der Welt auch! ), dann ist ja alles in Butter? Mehr fällt Ihnen dazu nicht ein? Wer ist hier nun für "verbalen Müll" verantwortlich?
Der Otto Normalverbraucher? Täuschen Sie sich da mal nicht Herr Theiß, sämtliche kriegerische Einsätze der Bundeswehr wurden bisher immer mindestens von 2/3 der deutschen Bevölkerung abgelehnt, also durchaus auch vom "Otto Normalverbraucher". Die Bundeswehr hat - gut so - größte Probleme Nachwuchs zu rekrutieren, trotz Massenarbeitslosigkeit lassen sich Jugendliche nicht so einfach ködern für das "Sterben und Töten". Das ist der Hauptgrund warum so eine Show abgezogen wird, und das ist auch der Hauptgrund warum es richtig ist dagegen zu protestieren.
Völlig richtig = immer zuerst vor der eigenen Haustür kehren, wer hier ablenkt, das sind nicht die Demonstranten ( beileibe nicht nur Linke ), ablenken tun Sie Herr Theiß.
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 06.06.2015 um 12:07 Uhr
Sehr gut Stefan. Eigentlich ist ja müßig auf die bloße Hetze gegen alles Linke von Herrn Theiß einzugehen. Aber seine auch sachlich, faktisch völlig falschen Aussagen kann und darf man so nicht stehen lassen. Armeen sind in der Regel, so auch die Bundeswehr, nicht dazu da Arbeitsplätze zu schaffen und Frieden zu stiften, sondern Kriege zu führen, Not und Elend über die von den Armeen angegriffenen Gebieten/Länder zu bringen und die Spirale der Gewalt und des Gegenseitigen Hasses nur noch weiter anzuheizen. Jeder einzelne Soldat könnte in einem zivilen Job tausend mal produktiver für die Gesellschaft eingesetzt werden. Und es gäbe genügend Aufgaben und Baustellen, die zu erledigen wären.

Die Bundeswehr braucht kein neues Kanonenfutter, aber wenn Sie möchten Herr Theiß gehen Sie doch zu Bundeswehr. Nur solche Werbeaktionen braucht es definitiv nicht! Soll die Bundeswehr meinetwegen doch auf Friedhöfen und in Krematorien werben. ;-)
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 06.06.2015 um 12:07 Uhr
Sehr gut Stefan. Eigentlich ist ja müßig auf die bloße Hetze gegen alles Linke von Herrn Theiß einzugehen. Aber seine auch sachlich, faktisch völlig falschen Aussagen kann und darf man so nicht stehen lassen. Armeen sind in der Regel, so auch die Bundeswehr, nicht dazu da Arbeitsplätze zu schaffen und Frieden zu stiften, sondern Kriege zu führen, Not und Elend über die von den Armeen angegriffenen Gebieten/Länder zu bringen und die Spirale der Gewalt und des Gegenseitigen Hasses nur noch weiter anzuheizen. Jeder einzelne Soldat könnte in einem zivilen Job tausend mal produktiver für die Gesellschaft eingesetzt werden. Und es gäbe genügend Aufgaben und Baustellen, die zu erledigen wären.

Die Bundeswehr braucht kein neues Kanonenfutter, aber wenn Sie möchten Herr Theiß gehen Sie doch zu Bundeswehr. Nur solche Werbeaktionen braucht es definitiv nicht! Soll die Bundeswehr meinetwegen doch auf Friedhöfen und in Krematorien werben. ;-)
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 06.06.2015 um 16:32 Uhr
Herr Momberger, sie plappern doch alles nach was ein anderer vorgibt und die Bundeswehr und andere Armeen schaffen schon auch Arbeitsplätze für Zivilisten.
Dieses ist aber Zweitrangig, es geht darum daß nur gehetzt und gepoltert wird wenn etwas gegen die BRD zu unternehmen ist, es kann doch jedermann dort wohnen wo er meint daß es ihm besser geht.
Ich habe oben schon geschrieben wenn ich unschlüssige Wähler versuche umzustimmen dann mit Sicherheit nicht so.
Wir hatten das Problem schon einmal wo gehetzt wurde und Steine geworfen wurden und was dabei raus kam daran haben wir Heute noch zu knabbern. Wenn man was erreichen will dann mit Argumenten welche das Volk betrifft. Es gibt sehr viele Baustellen wo man anknüpfen kann, aber auch nur dann wenn man will und da sehe ich zur Zeit bei den Linken und sonstigen Gruppierungen noch sehr viel Nachholbedarf. Die Weltpolitik wird nicht in Gießen und auch nicht LKGi gemacht, wenn man auch manchmal durch diverse Artikel der Meinung sein könnte.
Herr Momberger, ergänzend extra für Sie, zur Ihrer Information, ich war bei der Bundeswehr ich war noch dabei wo man sich nicht drücken konnte und war außerdem noch 40 Jahre Ehrenamtlich bei DRK. Mit solchen dummen Sprüchen können sie bei mir nichts erreichen und auch nicht Punkten höchstens bei ein paar Wirrköpfen irgendeiner ANTIFA Gruppe oder sonstigen Gleichgesinnten.
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 06.06.2015 um 16:42 Uhr
Danke für Ihre Aufklärung und Ihre Polemik.
Vielleicht wissen sie es nicht, aber auch bin ehrenamtlich seit langem in einer zivilen Hilfsorganisation aktiv und tue etwas für die Gesellschaft. Und auch Zivildienstleistende sind keine Drückeberger, sondern haben - wie es den Zivildienst noch gab - wichtige Aufgaben erledigt, ohne die die Gesellschaft nur bedingt auskommt/ausgekommen wäre.

Außerdem geht es hier mitnichten um Hetze oder so, sondern um das Essentielle Thema der Menschheit "Krieg oder Frieden".
Die Politische Linke beschäftigt sich sehr wohl mit den drängenden und aktuellen Baustellen in diesem Lande und auf dieser Welt, aber eben wohl nicht im Ihrem Sinne und dem der Herrschenden. An welchen Baustellen sollte den die Linke Ihrer Meinung nach anknüpfen, wo sie es nicht tut?
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 06.06.2015 um 16:54 Uhr
Man kann aber keine Nichtwähler mit solch einem Schmarrn aktivieren und mit der Polemik habe ich nur da weitergemacht wo sie aufgehört haben.
Die Baustellen Herr Momberger kann und würde ich Ihnen in einem 8 Augen Gespräch erläutern.(8 Augen, weil wir beide Brillenträger sind)
Ich habe auch nicht behauptet daß Zivildienstleistende Drückeberger sind, nur gab es zur unserer Zeit diese Möglichlichkeit nur, nachdem man erst einen Prozeß geführt hatte und man darlegen konnte daß man für den Wehrdienst wegen seinem Gewissen nicht geeignet war.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 06.06.2015 um 16:54 Uhr
Hi hi Herr Theiß da haben Sie aber was angefangen. Mit Linken über den Sinn der Bundeswehr zu diskutieren ist wie mit Uli Hoeneß die Rettung von 1860 München besprechen.
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 06.06.2015 um 16:56 Uhr
Wieso trauen Sie sich nicht, die Punkte hier zu benennen? Wovor haben Sie Angst?
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 06.06.2015 um 16:57 Uhr
Wen meinen Sie Herr Momberger?
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 06.06.2015 um 17:02 Uhr
Herrn Theiß, der die Punkte die er im Sinne hat angeblich nur in einem 8-Augen Gespräch nennen will.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 06.06.2015 um 20:54 Uhr
@ Frau Back,

Prima Satire, aber lesen können und verstehen können ist manchmal von Vorteil, wenn sie es könnten, dann hätten auch sie es bemerkt, wir mussten zum Wehrdienst antreten oder einen langen Weg durch die Instanzen.
Wie oben bemerkt, lesen und verstehen ist nicht jedem gegeben.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 06.06.2015 um 21:33 Uhr
Das mag sein daß ich mich vielleicht in meiner Wortwahl etwas vage ausgedrückt habe.
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.06.2015 um 03:27 Uhr
Sehr gute Frage Frau Back. Die Antwort von Herrn Theiß hierauf würde mich auch sehr interessieren!
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.06.2015 um 10:44 Uhr
Hallo Stefan, warum wählen die 2/3 dann nicht links. Die Linke lehnt doch als einzige Partei die Einsätze der BW ab.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 07.06.2015 um 11:54 Uhr
@ Frau Back, diese Frage beantworten sie sich bitte selber, nach den folgenden Fakten.
Ich war verheiratet, die Frau Schwanger und ich hatte gerade einmal 6 Monate die Ausbildung hinter mir.
Jetzt dürfen sie mal loslegen, auch der Herr Momberger ist dazu eingeladen.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.06.2015 um 12:17 Uhr
Eine Diskussion mit nicht immer ganz schlüssigen Argumenten.
Es sollte jedem freigestellt sein was er mit seinem Leben macht. Kadavergehorsam ist eine Sache des Militärs und das wird ja hier verurteilt.
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.06.2015 um 12:28 Uhr
Ich denke gerne nach, aber die Fakten verraten mir immer noch nicht, über Ihren waren gesellschaftspolitischen Standpunkt. Gut sie wollen damals nicht die Mühen einer Verweigerung auf sich nehmen, aber das schließt ja nicht aus, dass sie nicht doch ggf. aus Überzeugung zum Bund sind und es eben nicht nur als kleineres, ggf. leichteres "Übel" gesehen haben. Nein Herr Theiß, so billig kommen Sie hier nicht raus.
Wenn Sie Angst haben hier offen Ihre Meinung zu schreiben, dann sollten sie besser gar nichts schreiben. Ich war nämlich auch immer noch auf die Punkte, die die politische Linke Ihrer Meinung nach aufgreifen, woran sie anknüpfen könnte.
759
D. Theiß aus Lich schrieb am 07.06.2015 um 12:31 Uhr
Ich habe zu beiden Punkten alles gesagt ................
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.06.2015 um 12:40 Uhr
Ja, da dürften Sie recht haben Frau Back.

Und zu dem zweiten Punkt haben sie mitnichten alles gesagt bzw. verraten, was Sie glauben zu wissen und was wichtig wäre. Ich will es hier hören und lesen und nicht unter 4 oder 8 Augen!
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.06.2015 um 16:19 Uhr
Auch ich habe gedient. Wurde nach dem ABI eingezogen und bin zum Sanitätsdienst nach Rennerod im Westerwald eingezogen worden. Damals waren sogenannte Verweigerer als Weicheier und Drückeberger besonders auf dem Land verschrien. Lange Haarige Bombenleger und Zecke Züchter war auch ein Begriff. Auf der Stube hatten wir einen der einen Antrag auf die Verweigerung des Militärdiensts gestellt hat und noch nicht anerkannt war. Was hat der arme Kerl leiden müssen. Er wurde zumindest bis zur Entscheidung vom Dienst an der Waffe befreit. Er nässte ein und hatte Angst und Alpträume. Nch ein paar Wochen wurde er anerkannt und konnte gehen. Dieses negative Erlebnis wurde von allen schnell verdrängt und man machte das Beste aus seiner Grundausbildung. Am Wochenende wenn man nach Hause in sein Dorf kam gehörte man vollwertig dazu man war ein Kerl. Ich setzte dann noch einen drauf und überlegte mir was machst Du eigentlich nach dem Wehrdienst. Ein mieser Notendurchschnitt machte nicht gerade Hoffnung. Von zu Hause wuchs das Geld nicht auf den Bäumen. Also keimte der Gedanke auf ich verpflichte mich und mache eine Ausbildung bei der Bundeswehr bei vollem Gehalt. Ich entschied mich eine Ausbildung im Sanitäts - und Pflegedienst zu machen weil ich darin auch eine Chance für nach der Dienstzeit sah einen Sinn dazu und auch Spaß daran hatte. In mehrere Krankenhäuser der Bundeswehr unteranderem in Koblenz und Ulm machte ich meine Ausbildungen. Der Vorteil der BW ist man kann wenn man will mehrere Abschlüsse erlangen. Zuerst im Truppensanitätsdienst in einem Sanitätsbereich eingesetzt als Unteroffizier und Sanitätstruppführer bis Sanitätsgruppenführer und Innendienstleiter eine Sanitätsbereiches machte ich dort alles mit. Schießen mit Leo 2 in Shilo Kanada so wie auf den Übungsplätzen in Deutschland. Meine erste Auslandsverwendung was 1992 das Haus der Engel in Phnom Penh Kambodscha wo wir von der Bevölkerung mit Dank empfangen wurde. Nach einem kleinen hin und her durften wir auch die von den Rote Khmer jahrelang bekämpfte Zivilbevölkerung behandeln. Es waren zum größten Teil Minen und Granatopfer besonders waren viele Kinder darunter. Dies war kurz nach meiner Ausbildung zum OP-Pfleger. Ich habe zu diesem Zeitpunkt einen richtigen Sinn in meinem Arbeiten gesehen. Wenn ich von der Bundeswehr spreche dann von der schönsten Zeit in meinem Leben. Keinen Tag meiner Dienstzeit möchte ich missen. Alles was ich bin und was ich kann, mein von allen bestätigtes menschliches soziales Verhalten habe ich dort gelernt. Sicherlich haben viele auch andere Erfahrungen gemacht ich kann von solchen nicht berichten. Ich fahre deshalb mit meinem Sohn zu solchen Veranstaltungen, dass er sich dort informieren kann. Ich würde ihn aber nie drängen zur Bundeswehr zu gehen. Ich würde ihm aber auch nicht abraten wenn er sagt er geht hin. Ich halte die Bundeswehr solange alles Staaten Armeen vorhalten für unverzichtbar. Ein Land darf sich nicht zum Spielball der Interessen anderen machen lassen. Wir haben auch deshalb solange Frieden weil die Abschreckung ganz gut funktioniert. Es gibt aber Strömungen die unser Land bewusst schwächen wollen um es politisch in andere Hände spülen zu können. Die meisten Menschen wollen kein Militär ich würde mir das auch wünschen. Krieg , Tötung, Verletzung, Vertreibung ist mit das schlimmste was Menschen wiederfahren kann. Solange diese Einsicht nicht Weltweit vorhanden ist benötigen wir die Bundeswehr zu Abschreckung. Für diesen Beruf der alles an Ausbildungen und Chancen abbildet darf man auch ruhig Werbung machen. Die Jugend ist aufgeklärt genug zu wissen, dass dieser Beruf etwas Besonderes ist und besonderes Gefahren beinhaltet.
Eine Verteufelung wie hier gerne Betrieben, haben die Menschen die dort ihren Dienst machen nicht verdient.
Ich würde es genauso wieder machen.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.06.2015 um 16:35 Uhr
Danke Herr Büttel für den Mut sich hier sozusagen an den Pranger zu stellen. Vieles was Sie schreiben ist richtig, nur von denen die nicht nur den Krieg mit der Waffe verteufeln, sondern das Militär in Bausch und Bogen verdammen, die werden jetzt aufschreien.
Danke, ich konnte nicht dienen. Aber auch ich hätte die Möglichkeit der Weiterbildung die einem dort geboten werden genutzt.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.06.2015 um 16:59 Uhr
Ich weiß Frau Back. Ich hätte auch gerne eine Patentlösung alle Armeen abzuschaffen. Mir fällt leider nichts dazu ein.
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.06.2015 um 17:08 Uhr
Sehr gut Frau Back!!! Meine Aussage bezieht sich auf beide Kommentare von Ihnen.

Ansonsten weiß ich auch, dass wir leider nicht völlig ohne BW auskommen.

Aber müssen wir unbedingt auf Volksfesten und in Schulen für die BW werben? Ist die BW wirklich ein normaler Arbeitgeber wie jeder anderer? Werden bei solchen Events und Aktionen die Gefahren des Berufs eines Soldaten nicht verharmlost, eher verschwiegen, den offen ausgesprochen, weil es der Nachwuchsgewinnung abträglich sein könnte? Und brauchen wir wirklich die BW als großer Sanitätsausbilder oder ginge das auch über eine zivile Organisation? Und sollte sich nicht jeder, der zur BW geht fragen, warum er das tun, wofür er sein Kopf im Ernstfall hinhalten muss und ob es seinen eigen Interessen dient, wenn er z.B. Krieg in Afghanistan führt? Die BW ist eben keine (reine) Friedenstruppe, auch wenn es gerne so dargestellt wird. Hätten den Einsatz 1992 in Kambodscha nicht auch zivile Helfer/Organisationen leisten können?

Ich habe ja nicht gegen Leute, die sich bewusst für die BW entscheiden. Wenn Sie meinen, sollen sie es tun. Aber muss man es der BW so einfach machen, neuen Nachwuchs zu gewinnen? Und ist Krieg ein Kinderspiel oder doch eine ernste Sache? Und sollte Krieg als Mittel der Politik nicht international geächtet werden, statt immer mehr zu etwas normalem zu werden? Sollte Deutschland seine große Macht und Verantwortung nicht für besser für Frieden, für Abrüstung, für zivile Konfliktlösung einsetzen, statt wie Herr Gauck und andere es tun, zu neuen Waffengängen aufzurufen?
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.06.2015 um 17:13 Uhr
Wie gut, dass sich immer wieder Leute einen Kopf über anderer Leute Kopfhinhalten machen.
Jeder ist doch für sich selber verantwortlich und ich glaube nicht, dass das so genannte Werben unbedingt einen Zustrom zur BW auslöst.
Nur wird der eine oder andere in seiner Überlegung um Ausbildung und Arbeitsplatz sich eventuell für die BW entscheiden. Es wird ja keiner dazu gezwungen, denn da wäre ich auch dagegen. Die Zeiten dass Soldaten zur Armee gepresst wurden sind ja wohl vorbei.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.06.2015 um 17:23 Uhr
So ist es Herr Herold eine sich immer wiederholende völlig überzogene ideologische Hysterie.
Die Bundeswehr steht nun mal in Konkurrenz zu anderen Ausbildungsberufen. Was die Werbung betrifft, gehört das heute bei mordernen Ausbildungsbetrieben dazu. Die Bw , hat es auch so noch schwer genug die erforderlichen auch fachlich geeigneten Nachwuchskräfte zu finden die erforderlich sind um den Sinn und Zweck aufrecht zu erhalten.

Kein Militär weltweit wäre die beste Lösung.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.06.2015 um 17:28 Uhr
Auch das stimmt Frau Back. Das waren auch meine Beweggründe. Trotzdem wissen diese jungen Leute auf was sie sich einlassen. Es wird nämlich explizit bei der Unterschrift unter den Vertrag abgefragt und erläutert. Auch gibt es eine extra Info über die Auslandseinsätze…spätesten da weiß jeder was er unterschreibt. Hinzu kommt das man ja noch während der Ausbildung schadlos aussteigen kann oder danach. Es gibt keinen Zwang mehr.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.06.2015 um 17:28 Uhr
Auch das stimmt Frau Back. Das waren auch meine Beweggründe. Trotzdem wissen diese jungen Leute auf was sie sich einlassen. Es wird nämlich explizit bei der Unterschrift unter den Vertrag abgefragt und erläutert. Auch gibt es eine extra Info über die Auslandseinsätze…spätesten da weiß jeder was er unterschreibt. Hinzu kommt das man ja noch während der Ausbildung schadlos aussteigen kann oder danach. Es gibt keinen Zwang mehr.
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.06.2015 um 17:31 Uhr
Eben Frau Back. ich kann ihnen nur zustimmen. Wieder beide Kommentare.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.06.2015 um 17:36 Uhr
Es handelt sich nicht um Miltärshows/Aufmärsche wie in Russland bei Genosse Putin sondern um einen Tag der offenen Tür in Einrichtungen der Bundeswehr. Natürlich wird dort auch die Ausrüstung und das Gerät vorgestellt. Aber ohne solche Informationen kann doch der junge Mensch gar keine Entscheidung treffen. Ich war mit meinen Kindern immer zu solchen Veranstaltungen in allen möglichen Betrieben oder auf der Abimesse. Information ist doch wichtig. Warum soll man das vorenthalten.
Kurt Wirth
3.079
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 07.06.2015 um 17:36 Uhr
Herr Büttel, da haben wir ja einige Parallelen:
Auch ich rückte (1964) ein. Grundausbildung in Füssen, anschließend Erste-Hilfe- und Krankenpflegeersatzausbildung beim Gebirgssanitätsbataillon 8 in Kempten (heute als Gebirgssanitätsregiment 42 bei allen Auslandseinsätzen aktiv, wird aber 2016 im Zuge der Bundeswehrreform aus der Gebirgsdivision ausgegliedert nach Dornstadt bei Ulm und die Kaserne wird der "Konversion" unterzogen). Dort war ich hauptsächlich als "Truppenarztschreiber", so eine Art Sprechstundenhilfe im San-Bereich der Kaserne tätig. Nach ein paar Wochen wußte ich die bevorstehende Diagnose unseres Oberstabsarztes schon 3 Minuten, nachdem ein Hilfesuchender die "Praxis" betreten hatte.

Ich brachte es mit der Entlassung nur zum Gefreiten. Ein "Wachvergehen" (Wegschauen, als ein paar Wirtshausbesucher nach dem Zapfenstreich über die Mauer zurückkamen). Ich absolvierte auch nur den damals 18-monatigen Grundwehrdienst und war da neben den meisten Abiturienten ein Exot, weil die alle mit 2 Jahren freiwilliger Zeitsoldat erheblich mehr und damit ein Polster für ein anschliessendes Studium verdienten (und bei der Entlassung Leutnant waren).

Ich überlegte seinerzeit lange hin und her, den Kriegsdienst zu verweigern (so kompliziert war das gar nicht, und in der Musterungskommission saß ein Vertreter der damaligen IdK- Internationale der Kriegsdienstgegner - die ging später in der DFG-VK auf - mit dabei und wies auf diese Möglichkeit hin). Ich erhielt aber einen dicken Brief mit einem Heftchen, von einem DDR-Absender. Darin wiesen "Deine Freunde von der Kommunistischen Partei Deutschlands" - ich war 1964 in diese illegale Partei "aufgenommen" worden - darauf hin, daß sie beide Varianten für ehrenwert und sinnvoll hielten: den Kriegsdienst zu verweigern, oder auch gemeinsam mit der Masse der Söhne des Volkes den Wehrdienst anzutreten und Grundkenntnisse im Umgang mit Waffen zu erlernen.
Karl-Ludwig Büttel
3.854
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.06.2015 um 17:40 Uhr
Der gute alte Truppenarztschreiber die männliche Sprechstundenhilfe:)
Danke für Ihre Erfahrungen und Beweggründe.
Martin Wagner
2.705
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 07.06.2015 um 18:09 Uhr
Wenn hier das "große Bekennen" rund geht dann will ich auch einmal.

Als Jahrgang 55 hatte ich es mit dem Verweigern nicht mehr so schwer. Mein rund vier Jahre älterer Bruder hatte es auch schon gemacht und meine Eltern standen hinter mir (mein Vater - Jg. 13 - war kein Kriegsteilnehmer und konnte sich drei Tage verstecken, damit er nicht noch im Volkssturm verheizt wurde).

Schwierig war die - ich war auch damals kirchlich gebunden - Beratungsstelle der Amtskirche für die Vorbereitung für das damals noch mündliche Verweigerungsverfahren zu finden und dort sich beraten zu lassen. Bei der etwa 1 1/2 stündigen Verhandlung hatte ich Glück, dass ein Beisitzer "mit zarten Andeutungen" es gelang mich aus einer argumentativen Sackgasse raus "zu lotsen".

Den 1 1/2 jährige Zvildienst trat ich im Caritashaus in der Altenpflege an. Prenzlig wurde es nur dann als nach gut der Hälfte der Zeit BW-Soldaten als Praktikanten auf die Station kamen (damals gab es in Giessen noch das BW-Krankenhaus). Aber nachdem ich etwas Krach geschlagen hatte (ich weigerte mich konsequent mit diesen Leutchen zusammen zu arbeiten ....) kam ich dann für den Rest der Zeit nach Bochum zu einer anderen Zivildienststelle.

Eine zeitlang war ich in Giessen aktives Mitglied der schon angegebenen DFG-VK (Deutscvher Friedensgesellschaft - Veriengte Kriegsgegner).
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 07.06.2015 um 22:56 Uhr
Die großen Offenbarungen :-)
Warum nicht, kein Problem: die Parallelen sind bei mir noch etwas größer Herr Büttel. Grundausbildung in Gießen, und dann = Sanitätsdienst in Rennerod! Tja, bin ja kein Pazifist, also mit der Verweigerung, das hat nicht so richtig hingehauen, politische Gründe waren nicht so gefragt... wahrscheinlich hatten die Herren auch so was selten gehört, konnten wenig damit anfangen... also ging`s zum Bund.
Verweigerer - so jedenfalls mein Eindruck - waren keineswegs als Weicheier und Drückeberger verschrien, ihnen wurde sogar bei vielen ( Jugendlichen ) Respekt gezollt, immerhin gab es noch die so genannte Gewissensprüfung. Wie es war beim Bund? Na ja, ich hatte einen lockeren Job, man lernte schnell wie und wo man sich drücken ( apropos Drückeberger :-)) konnte... die Wehrpflichtigen waren fast alle in Ordnung, die "Z-Schweine" ( so damals der von allen Wehrpflichtigen gebrauchte Ausdruck! ) wirkten oft wie im Zivilleben gescheiterte Existenzen... insgesamt froh als es vorbei war, die Erfahrung war aber nicht unwichtig.
Befördert wurde ich nie, nicht mal zum Gefreiten Kurt, da war ich damals sogar etwas stolz drauf :-)

Wer verurteilt hier Menschen, die zur Armee gehen? Es geht um die Armee, nicht um die Menschen, die aus den verschiedendsten Motiven dort Dienst tun. Ein Motiv ist das was Kurt angesprochen hat, ein anderes sicher auch die Not, die Herr Theiß anführte. Trotzdem muss natürlich die Bundeswehr, ihre Kriegseinsätze usw. kritisiert werden, genauso wie die Werbung für den Militarismus in Schulen und Universitäten untersagt werden muss!

Aufgrund der zahlreichen Kommentare hatte ich fast deine Frage überlesen Peter. Eine gute Frage! Ja, wieso wählen die Menschen so wie sie wählen obwohl die von ihnen gewählten Parteien ( in der Mehrheit ) ständig für Kriegseinsätze gestimmt haben und stimmen? Ein Punkt ist sicher, dass dies nur einer von vielen Punkten für eine Wahlentscheidung ist, wahrscheinlich für die meisten noch nicht mal der wichtigste. Daneben gibt es sicher auch noch viele Illusionen über die ein oder andere Partei "wir können sie noch ändern, beeinflussen...". Kurios ist es immer dann wenn Einzelne ( die Feigenblätter ) dieser "Kriegsparteien" immer gegen die Kriegseinsätze stimmen, aber sie bleiben "natürlich" ihrer Partei trotzdem treu, auch das verwirrt mit Sicherheit viele Menschen....
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 08.06.2015 um 01:19 Uhr
"Wer verurteilt hier Menschen, die zur Armee gehen? Es geht um die Armee, nicht um die Menschen, die aus den verschiedendsten Motiven dort Dienst tun. Ein Motiv ist das was Kurt angesprochen hat, ein anderes sicher auch die Not, die Herr Theiß anführte. Trotzdem muss natürlich die Bundeswehr, ihre Kriegseinsätze usw. kritisiert werden, genauso wie die Werbung für den Militarismus in Schulen und Universitäten untersagt werden muss!"

Eben Stefan. Ganz meiner Meinung!

Und wenn jeder hier schreibt wie es bei ihm war, sage ich dann auch mal was zu mir. Schließlich fordere ich ja andere auch immer.

Ich habe 1997 nach den Abi Zivildienst gemacht, 13 Monate im Uniklinikum in der Klinik für Nuklearmedizin. Und auch bei mir war es noch so, dass man eine schriftliche Begründung dafür liefern musste, warum man verweigern möchte, warum man aus "Gewissensgründen" nicht zum Bund kann oder will.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 08.06.2015 um 16:28 Uhr
Militärparaden gibt es in wohl allen Ländern dieser Erde. Wenn Russland, das nicht als Nachfolgestaat der UdSSR gesehen werden kann, seine militärische Stärke demonstriert, geht es mir nicht um Sympathie oder Antipathie gegenüber Putin. Es geht um die Drohung der "westlichen Wertegemeinschaft", die sich zum G 7 trifft und Russland mit militärischer Einkreisung nichnt nur droht.
Dass Russland sich gegen die NATO wehrt ist logisch. Die aufkommende Kriegsgefahr wird nicht nur von Linken erkannt. Von daher sehe ich mich als Putin-Versteher aber nicht als Putin-Freund.
National zu denken und zu handeln heißt gegen Kriegsvorbreitung aufzutreten. Und zwar hier in Deutschland. Der Feind steht eben im eigenen Land.
Arno Enners
33
Arno Enners aus Gießen schrieb am 09.06.2015 um 23:22 Uhr
Herr Beltz, ihrem Text kann ich nur umfänglich zustimmen. Und an dieser Stelle möchte ich noch anfügen, dass der Ukraine Konflikt so wie er vom Westen gehandhabt wird, für unser Land noch sehr gefährlich werden kann.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 11.06.2015 um 16:35 Uhr
Wozu eine Bundeswehr? Bei ihrer Gründung und in den Jahren danach wurde sie als Verteidigungsarmee bezeichnet. Nun, gegen wen soll sie uns verteidigen? Kriegsminister Struck u.a. haben darauf hingewiesen, das der Einsatz der BW den deutschen Interessen am Hindukusch und anderswo dient. Demnach ist die BW eine Angriffsarmee, die den imperialistischen Zielen Deutsch-Europas dient.
Ziel, das eigentlichich erreicht ist: Nach USA, Russland und China ist Deutschland Weltmacht.
H. Peter Herold
29.017
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.06.2015 um 18:25 Uhr
Ja Michael und dazu noch ein großer Waffenlieferant., was uns auch hilft wirtschaftlich soooo gut dazu stehn.
Dazu das Geeiere der zwei Minister vor der Kamera.
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.06.2015 um 10:20 Uhr
Vor der Waffenlobby kuscht auch die IG Metall.
Christian Momberger
11.270
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 14.06.2015 um 10:21 Uhr
Leider!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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Michael Beltz
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