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Für Nostalgiker, Technikfreaks und Fotografen wie Weihnachten: Das 1. Oldtimerfestival zog 8.000 Besucher in den Bann

Imposant:  Die Beech 18 im Landeanflug. Von diesem zweimotorigen Tiefdecker wurden zwischen  1937 und 1970 rund 9000 Exemplare in unzähligen Versionen gebaut.
Imposant: Die Beech 18 im Landeanflug. Von diesem zweimotorigen Tiefdecker wurden zwischen 1937 und 1970 rund 9000 Exemplare in unzähligen Versionen gebaut.
Gießen | Welch ein Andrang! Die Gastgeber des 1. Siegerländer Oldtimerfestivals, die Oldtimergruppe „Sterntakt“ und der Verein für Flugsport Geisweid (VfL), sind am vergangenen Wochenende förmlich überrannt worden - von Zuschauern. Viele Tausend Besucher standen sich auf der Lipper Höhe die Beine in den Bauch, um die hier versammelten historischen Schätze aus den Kinder- und Jugendjahren des Automobil- und Flugzeugbaus zu bestaunen – am Boden und in der Luft. Schätzungen, wie viele Menschen genau hier zusammengeströmt waren, sind schwierig. Aber 8.000 mögen es an beiden Tagen allemal gewesen sein. Eher noch mehr. Und aufgrund dieser immensen Publikumsresonanz dürfte klar sein: Das war zwar das erste, aber nicht das letzte Mal!
An diesen beiden ereignisreichen Tagen hatten sich Schnauferl auf vier Rädern, Nostalgieflugzeuge mit zwei bzw. vier Tragflächen aus ganz Deutschland und dem benachbarten europäischen Ausland auf dem Siegerlandflughafen ein Stelldichein gegeben. Über 150 Exponate von unschätzbarem Wert, aber allesamt noch praxistauglich. Viel zu schade für’s Museum. Da bekamen die Nostalgie- und Vintage-Fans glänzende Augen, egal, ob sie nun auf boden- bzw. straßengestützte Oldies fixiert waren, oder sich eher der himmlischen Fraktion zugehörig fühlten.

Luftnummern: Himmlisches Programm

Apropos: Am Himmel wurde es zeitweilig ziemlich eng. Das fliegerische Rahmenprogramm der Veranstaltung dürfte jeder offiziellen Airshow zur Ehre gereicht haben. Doppeldecker-Formationen, Kunstflugvorführungen, Rund- und rasante Überflüge. Da war ständig Bewegung in der Luft. Und die vielen Fotografen konnten aus dem Vollen schöpfen. Für sie gab es Motive en masse. Was auch in einem Fotowettbewerb, den die Veranstalter ausgelobt haben, seinen Niederschlag finden soll. Unter fotowettbewerb@tolle-kisten.com kann jeder drei seiner besten Aufnahmen einreichen. Auf die Gewinnerwarten attraktive Rundflugangebote in historischen und modernen Flugzeugen, im Segler oder im Hubschrauber.
Eine Luftfahrtveranstaltung ohne die Eichhörner sei nur halb so schön, befand Airshow-Moderator Manfred Burk, der beredet und kenntnisreich durchs Programm führte und dem Publikum viele interessante Hintergrundinformationen vermittelte. Er spielte damit auf Vater und Sohn Eichhorn an, die gemeinsam eine der besten Formationskunstflug-Formationen in Europa bilden und dem Programmreigen auf der Lippe an beiden Tagen jeweils ein Sahnehäubchen aufsetzen. Aber da waren der Akrobaten noch viel mehr, die, ob als Solisten oder in Formation, am Burbacher Himmel ihre Kunst- und Kabinettstückchen absolvierten.

Flieger, grüß`mir die Sonne …. Genauso wenig tot- und klein zu kriegen wie der Hans-Albers-Evergreen sind diese vier prächtigen Doppeldecker der  Oldtimergruppe „Sternstakt“. Immer ein Hingucker.
Flieger, grüß`mir die Sonne …. Genauso wenig tot- und klein zu kriegen wie der Hans-Albers-Evergreen sind diese vier prächtigen Doppeldecker der Oldtimergruppe „Sternstakt“. Immer ein Hingucker.
Lautlose Flugkunst und „Legendary Fighters“

Michael Göst und Tine Kirchberg erteilten Anschauungsunterricht in der hohen Schule des Segelkunstfluges, während das Doppeldecker-Quartett der Sterntakt-Gruppe für ein weiteres optisches Highlight der Show sorgte. Zu den Höhepunkten zählten zweifellos auch die Staunen hervorrufenden Vorführungen der „Legendary Fighters“, einer hochprofessionellen Großmodell-Equipe, die sich auf Warbirds aus dem 2. Weltkrieg spezialisiert hat. Und über allem und allen zog, allerdings nur am ersten Veranstaltungstag, die legendäre „Tante Ju“, das Traditionsflugzeug der Lufthansa, majestätisch ihre Kreise. Mitflugmöglichkeiten gab es auch darüber hinaus zur Genüge – in historischen Maschinen wie in solchen jüngeren Datums oder im Hubschrauber.
Angenehmer Nebeneffekt der himmlischen Show: Mit der Entrichtung der Parkgebühr – pro Fahrzeug wurde ein personenunabhängiger Betrag von 5 Euro erhoben – unterstützten die Besucher einen guten Zweck. Der Reinerlös der Veranstaltung fließt der Cargo Human Care zu, einem gemeinnützigen, international operierenden medizinischen Hilfswerk, das von Mitarbeitern der Lufthansa Cargo in Zusammenarbeit mit Ärzten aus ganz Deutschland betrieben wird.
Inzwischen sind auch die ersten Videobeiträge vom Oldtimerfest bei youtube aufgetaucht. Hier einer davon: http://www.youtube.com/watch?v=76-GEXCejYY

Imposant:  Die Beech 18 im Landeanflug. Von diesem zweimotorigen Tiefdecker wurden zwischen  1937 und 1970 rund 9000 Exemplare in unzähligen Versionen gebaut.
Flieger, grüß`mir die Sonne …. Genauso wenig tot- und klein zu kriegen wie der Hans-Albers-Evergreen sind diese vier prächtigen Doppeldecker der  Oldtimergruppe „Sternstakt“. Immer ein Hingucker.
Schon am zeitigen Sonntagvormittag  waren Veranstaltungsgelände, Parkplatz und Flugfeld gut gefüllt.  Im Laufe des Tages strömten über 6000 Menschen zum Ort des Geschehens.
Träume in Lack und Chrom:  Von den rollenden Kostbarkeiten im Ausstellungsbereich war eine schöner als die andere.
Eine stattliche Flotte an „Warbirds“ hatten die „Legendary Fighters“ aufgefahren. Ein paar Zentimeter größer, und man hätte sich reinsetzen können.
Jeder hat mal klein angefangen. Eine Boeing „Stearman“ mit Nachwuchs.
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Wachdienst:  Sie passten auf, dass  sich keine Automarder an den wertvollen Oldtimern vergriffen.
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Der Himmel wartet, aber wo steckt dieser vollbärtige Pilot mit dem langen Ledermantel?
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Nur nicht drängeln! Dicht gestaffelt standen die Zuschauer am Flugfeldrand. Zu sehen und zu fotografieren gab es ständig etwas.
Bernd Axenbeck kam gar nicht aus dem Cockjpit seiner Max Holste Broussard heraus.  Die Passagiere standen Schlange, um ein paar Runden in und mit diesem imposanten Flugzeug zu drehen.

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von:  Jürgen Heimann

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Jürgen Heimann
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