Bürgerreporter berichten aus: Gießen | Überall | Ort wählen...

Grüner Kakao!

Schaukasten der „Grünen“ in Biebertal
Schaukasten der „Grünen“ in Biebertal
Gießen | ‚Grüne’ nicht mehr up to date? – Atomausstieg-Jetzt? …der läuft doch schon 4 Jahre! Hoffen wir aber mal, dass die ‚Grünen’ nicht wieder einknicken! Schon vergessen? …ehem. Bundesumweltminister Trettin hat auch schon mal ‚JETZT’ gesagt und dann doch der Atomlobby Laufzeitverlängerung auf weitere 30 Jahre gewährt! – Dass eine andere Lobby (pardon, sind das nicht dieselben? ***) ‚windige’ Geschäfte betreiben will, ist offensichtlich. – Oder vielleicht doch nicht? Der Vergleich ein Kraftwerk und ein Windrad hinkt nicht nur, sondern zeigt das bedauernswerte Niveau einfachen Erkenntnisvermögens mancher Leute, bei diesen Techniken.

Kurz: In einem Großkraftwerk werden durch Dampfzufuhr Turbinen mit konstanten Drehzahlen geregelt, die Generatoren antreiben und schließlich enorme Strommengen produzieren, um diese ins Netz einzuspeisen. Das Wort ‚konstant’ ist hier von ausschlaggebender Bedeutung, denn nur durch eine exakte Drehzahlregelung ist die sog. Grundlast, also die bedarfsgerechte Bereitstellung des Stroms, möglich.
Der bei einem Windrad angetriebene Generator produziert Strom nur dann, wenn der Wind weht. Größere Strommengen können selbst dann nicht erreicht werden, wenn man die Anzahl der Windräder enorm erhöht, da somit der Aufwand unökonomisch (und obendrein unökologisch) wird!
Laut wikipedia-Auflistung, Stand 2015, weist Hessen derzeit 763 Windräder aus. Hessens Fläche hat zirka 20.000 Quadratkilometer.
Nach den Plänen der schwarz-grünen Landesregierung soll zur Stromproduktion eine VERDOPPLUNG bzw. VERDREIFACHUNG der Leistung gegenwärtiger Windkraftanlagen in der Fläche entstehen. Was das hieße zeigt das folgende Rechenbeispiel.

VERDOPPLUNG: hieße auf 28 TWh = 28.000 GWh (Gigawattstunden) oder 28.000.000 MWh (Megawattstunden).
>>> Bei einem fiktivem Grundwert von 2.000 Volllaststunden („theoretische“ Laufleistung / Jahr, Herstellerangabe) eines 3 MW-Klasse-Windrad (200 m Höhe, 140 Nabenhöhe), hieße das:
3 MW Nennleistung x 2.000 Volllaststunden, also 6.000 MWh / Jahr (Stromproduktion) pro 1 Windrad.
Daraus folgt: man bräuchte für Hessens Fläche à 28.000.000 : 6.000 = 4.666 ... also rund 5.000 Windräder.
>>> Und bei einer…
VERDREIFACHUNG: hieße auf 42 TWh = 42.000 GWh (Gigawattstunden) oder 42.000.000 MWh (Megawattstunden).
Daraus folgt: man bräuchte für Hessens Fläche à 42.000.000 : 6.000 = 7.000 Windräder.

Um z.B. 5.000 Windräder über die Fläche Hessens in Windparks mit je 10 Windrädern zu verteilen, bräuchte Hessen demnach 500 solcher Windparks. D.h. 20.000 : 500 = 40 qkm pro Windpark.
Schaukasten der „Grünen“ in Biebertal
Schaukasten der „Grünen“ in Biebertal
Teilt man nun die Fläche Hessens, ähnlich einem Schachbrett in kleine Planquadrate, also ‚Windpark-Felder’ genannt auf, so ergibt sich folgendes rein mathematisches Ergebnis (40 qkm pro Windpark… daraus die Quadratwurzel = 6,32 km).
>>> Zwischen den ‚Windpark-Feldern’ mit je 10 Windrädern, würde in alle Himmelsrichtungen das unmittelbar nächstgelegene ‚Windpark-Feld’ in einem Abstand von ca. 6,5 km stehen – und das bei einer VERDOPPLUNG!
>>> Bei einer VERDREIFACHUNG wäre der Abstand von einem ‚Windpark-Feld’ zum Nächstgelegenen dann alle 5,3 km. Genaugenommen stehen die ‚Windpark-Feldern’ noch enger beieinander, weil die bebauten und versiegelten Flächen (Städte/ Straßen etc.) herausgerechnet werden müssten.

Dass sich das verhängnisvolle Vorhaben der schwarz-grünen Landesregierung nur umsetzen lässt, wenn sie in Hessens wunderschönen Naturlandschaften und reichen Wäldern ihre Windmonster errichten können, lässt den Wahnsinn hoffentlich bei vielen Verblendeten augenscheinlich werden und zu einer Abkehr bewegen!
Noch einmal: Der gegenwärtige Anteil
ohne Worte!
ohne Worte!
der Windkraftanlagen am Primärenergieverbrauch Deutschlands beträgt 1,2 % = gesicherte Stromversorgung (Primärenergieverbrauch = alle Energieträger die für jeden Verbrauch genutzt werden, also Heizung, and. Wärme, Verkehr und Strom). Bei Gas und Kohle zusammen, liegt der Anteil bei 35%. Zu welchem Preis würde eine VERDOPPLUNG bzw. eine VERDREIFACHUNG dieser Gesamtstrom¬bereitstellung durch Windkraftanlagen einzig in Hessen hingeopfert werden (auch nur dann, wenn der Wind weht)? Allein eine effizientere Modernisierung bei Gas- und Kohlekraftwerken (rein als Übergangslösung, bis endlich umweltfreundlichere Technologien erforscht sind), könnte den gesamten Windkraftanteil komplett deckeln, und zwar grundlastfähig!
Schauen Sie sich das obere Foto noch mal genau an.
Wie sagte einst Erich Kästner: „Sinke niemals so tief, dass du den Kakao, durch den sie dich ziehen, auch noch trinken musst“.

Ulrich Grüger

*** …dazu folgender Tipp: Windkraft – der große Bluff: http://www.trend.infopartisan.net/trd1002/t161002.html Rot-Grün fördert Natur-und Landschaftsvernichtung - auch zugunsten der Atom-und Rüstungskonzerne 2002, von Klaus Hart

------ NACHTRAG: … dass die ‚Grünen’ es bei vielen ihrer eigentlichen Ziele nie so ernst nehmen und auch nahmen, geht auch aus diesem ‚trend’-Artikel von Klaus Hart aus 2001 hervor. Zur Erinnerung:
(…) „Trittin akzeptierte die Sache mit dem RWE-Reaktor, segnete den sogenannten Atomkonsens ab. Da hätte er sich eigentlich sogar einen Spitzenjob beim Atom-und Windkraftkonzern Siemens-KWU verdient. Schließlich weiß inzwischen – fast – jeder, daß sich Trittin ausdrücklich nicht von jenem Pro-Atomkraft-Abschlußdokument der New Yorker Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag vom letzten Jahr distanziert, das Rot-Grün unterzeichnete. „Die Konferenz erkennt die Vorteile der friedlichen Atomenergie-Nutzung an und nuklearer Techniken an“, steht da geschrieben, “und ihren Beitrag, um in den Entwicklungsländern nachhaltige Entwicklung zu erreichen , sowie um generell das Wohlergehen und die Lebensqualität der Menschheit zu verbessern.“ Notwendig sei, die friedliche Nutzung der Atomenergie durch alle Staaten über Kooperation zu fördern, speziell in der Dritten Welt. Unter Rot-Grün läuft das bestens, wie man weiß.“ (…)
Ganzer Artikel nachzulesen unter: http://www.trend.infopartisan.net/trd0901/t120901.html

Schaukasten der „Grünen“ in Biebertal
Schaukasten der... 
Schaukasten der „Grünen“ in Biebertal
Schaukasten der... 
ohne Worte!
ohne Worte! 

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Unsere  Ponyo, eine Terrier-Dackeldame. Sie kam vor 6 Jahren aus dem Tierschutz zu uns
Treuer Begleiter
„Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben. Sie gehen nicht fort,...
7. Biebertal spielt!
„Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser...
FREIE WÄHLER Hessen stellen zur Bundestagswahl 21 Direktkandidaten
Die FREIE WÄHLER Hessen stellen in 21 von 22 Wahlkreisen...
Nein, es ist kein galaktisches Kassenhäuschen
Kunst in der Lahnaue
Über Kunst und das Verständnis für Objekte, die von ihren kreativen...
Vom "sanften Tourismus" und " Natur erleben" auf und an der Lahn
Selbst der Unkundige wird beim Betrachten der Fotos vom Bootsanleger...
Engin Eroglu
FREIE WÄHLER Hessen fordern modifizierte und zukunftsträchtige Energiepolitik
Engin Eroglu, Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Hessen und hessischer...
Engin Eroglu, Landesvorsitzender der FREIE WÄHLER Hessen
FREIE WÄHLER fordern Glyphosat-freie Landkreise in Hessen und Rücktritt des Bundeslandwirtschaftsministers
Im Alleingang hat der Bundesminister für Ernährung und...

Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.044
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 01.06.2015 um 18:57 Uhr
Würden die Grünen allein die Regierung bilden, gäbe es ein unendliches Chaos in allen Lebensbereichen. Ein vernünftiges Konzept haben die ohnehin nicht.

Danke für Ihre(n) aussagekräftigen Beitrag / Beiträge
Ulrich Grüger
371
Ulrich Grüger aus Gießen schrieb am 01.06.2015 um 20:10 Uhr
Frau Back. Bleibt die Frage ob Sie’s kapieren?
Test: Man kann auf seinen Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen.
Ulrich Grüger
371
Ulrich Grüger aus Gießen schrieb am 02.06.2015 um 11:53 Uhr
Ja Frau Hofmann-Scharf, Sie haben völlig Recht, was es mit den ‚Grünen’ auf sich hat. Mit meinem heute eingestellten NACHTRAG (siehe oben) werden die Erinnerungen aus vergessener Zeit wieder zeitgemäß. Aktuell zeigen auch andere politische Bereiche dieses Chaos und mitgetragene Verlogenheit auf.
-- Unterstützung von Kriegseinsätze in Krisenherden, unter falscher Flagge
-- Kriegshetze zusammen mit NATO und EU gegen Russland und somit gegen die Bevölkerung in der Ukraine, die unter dem Joch der Putschregierung leiden. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung fordert Joschka Fischer (einst grünes Zugpferd) „mehr Härte gegen Russland“, stellt Russland mit dem Hitlerfaschismus auf eine Stufe und billigt die NATO-Osterweiterung… vergisst aber dabei, dass er 1999 als Außenminister die völkerrechtswidrigen NATO-Bombardements gegen Jugoslawien zum Einsatz brachte!
-- USA-gesteuerte Sanktionen gegen Russland, töten zahlreiche Arbeitsplätze, zzgl. Sozialabbau… deutsche Wirtschaftseinbrüche liegen derzeit bei über 30 % …in Frankreich noch höher
-- Fortwährendes Versagen in der Bildungspolitik, nach der Devise Augen-zu-und-durch
-- Salonfähig aufbereitete Gender-Mainstream-Politik, mit fatalen Wirkungen auf unsere Kinder
-- usw. …bis hin zu dieser Ökolügen-Energiepolitik…
Stefan Walther
4.202
Stefan Walther aus Linden schrieb am 02.06.2015 um 21:05 Uhr
Gute Einschätzung und gute Aufzählung ( Ihr Kommentar vom 02.06. - 11.53 Uhr ) Herr Grüger.
Die Grünen? = längst angekommen im bürgerlichen Parteienspektrum, es geht nur noch darum "mit wem kann ich am besten in die Regierung...".
Gut nur, dass dies auch lange schon die Umweltaktivisten erkannt haben, in der Umweltbewegung sind die Grünen längst aussen vor...
Kleiner Tipp Frau Back, denn es geht nicht um ein bisschen "Grünen-Bashing" ( dafür ist die Sache viel zu ernst ), gutes Buch, kann ich - nicht nur Ihnen - empfehlen:
"Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen"
von Jutta Ditfurth
Rotbuch Verlag
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Ulrich Grüger

von:  Ulrich Grüger

offline
Interessensgebiet: Gießen
Ulrich Grüger
371
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Bild: eigene Kollage
Energiepolitik – eigenständiges recherchieren angesagt … dazu einige Angebote!
Wem tatsächlich etwas an einer sachlichen und fundierten Information,...
eigene Fotokollage
Flaute, Wind oder Sturm – was Menschen so alles entscheiden wollen!
Fürchte den Bock von vorn, das Pferd von hinten, und den Menschen –...

Weitere Beiträge aus der Region

Rafinka Spitzmix in 35423 Lich
Rafinka 2,5 Jahre alt 44 cm Schulterhöhe Kastriert, gechipt,...
Engagierte Vorleser in zweiter Klasse der Francke-Schule
Nach dem Bundesweiten Vorlesetag, der auch in der Grundschule der...
Traditionell verbunden
Der TV Hüttenberg und die Stadtwerke Gießen arbeiten seit vielen...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.