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Frechheit! Kita-Streiks ohne Betreuungsalternative.

Gießen | Ich bin seit letztem Jahr im Elternbeirat unsere Kita im Regenbogenland in Linden. Seit ein paar Wochen verfolgen meine Frau und ich die Nachrichten über Kita-Streiks und hoffen, dass es uns möglichst nicht trifft, da es so viel Urlaub für keinen Arbeitnehmer gibt, wie man ihn dann bräuchte. Schließlich macht unsere Kita jeden Sommer für 3 Wochen dicht. Nun war es Mitte Mai schon so weit, dass unsere Kita mit einer Vorwarnzeit von 2 Tagen geschlossen blieb. Dank eines Brückentages war das machbar. Dann folgte aber eine weitere Schließung mit einem!!! Tag Vorwarnung. Da es sich nur um eine kurze Schließung handelte haben wir auch dies überstanden. Aber heute Mittag war an der Kita-Tür zu lesen, dass die Kita ab diesen Donnerstag bis Freitag kommender Woche geschlossen bleibt. Sind die Verantwortlichen in der Kita, in der Gewerkschaft und der Stadt blind? Wie soll eine Familie mit zwei berufstätigen Eltern das denn lösen? Wir fordern, dass die Stadt Linden und die Verantwortlichen der Kitas, welche solche unverhältnismäßige – ja ich meine dies so! – Maßnahmen ergreifen, Lösungen präsentieren!
Danke.

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 26.05.2015 um 18:45 Uhr
Alle wollen eine bestmögliche versorgung ihrer Kinder aber wenn sich die Kindergärtner/innen das entsprechend vergüten und anerkennen lassen wollen ist das Geheule groß. Was sollen die Erzieherinnen denn machen? Ein Streik der nicht weh tut ist für die Hose.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 26.05.2015 um 21:20 Uhr
Herr Heise, als Elternbeirat ohne Option unter den anderen Eltern ?
Ich will Ihnen auf keinen Fall zu nahe treten, aber ich finde diesen Streik notwendig ! Kommt den kids doch zu Gute, denn es geht ja nicht "nur" um das Geld. Die Erzieher sind im Allgemeinen auch noch total überfordert !
MfG
Torsten Heise
159
Torsten Heise aus Gießen schrieb am 26.05.2015 um 23:00 Uhr
Ich sehe durchaus, dass bestimmte Berufe nicht genügend wertgeschätzt werden. Dies kommt aber sehr häufig vor - nehmen wir doch mal die KFZ-Mechaniker die mit ihrer Arbeit auch das Leben vieler in der Hand halten. Sie sind meiner Meinung nach auch ungenügend entlohnt. Aber jeder der diesen Beruf wählt weiß dies. Also sollen die Erzieher/innen mal nicht so tun als ginge es nur ihnen so. Aber dies sollte gar nicht mein Punkt sein, sondern das ich es unmöglich finde, dass so kurzfristig informiert wird und dann noch nicht einmal eine Notlösung zur Hand ist. Die Bahn hat einen Notfahrplan, die Post stellt bestimmte Sendungen ebenfalls zu, nur unsere Kita hat da gar nichts.. Da endet mein Verständnis!

Wenn der Streik vorbei ist kehrt in den Kitas der Alltag zurück. Vielleicht mit mehr Lohn in den Tüten, vielleicht ohne. Aber tausende Familien haben ihren verdienten Jahresurlaub dann schon aufgebraucht und müssen zusehen wie sie die Kinder in den Ferien betreut bekommen, wo sie doch als Familie wegfahren wollten.. FRECHHEIT!
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 26.05.2015 um 23:52 Uhr
Es liegt doch nicht an den Streikenden eine Betreuungalternative zu stellen. Wenn die auf der einen seite Streiken und auf der anderen Seite aber weiterhin für eine Betreuung sorgen würde der ganze Effekt des Streiks einfach verpuffen. Es würde sich kein Druck aufbauen.
Dieses "Argument" die Erzieherinnen wüssten ja wie bescheiden sie bezahlt werden und sie sollen sich nicht so haben ist recht nahe an der Diagnose Hirntot.
sie hätten doch auch einen kirchlichen Kindergarten wählen können, da dürfen Erzieherinnen nicht streiken. Beim nächsten Kind einfach vorher informieren und dann nicht rumheulen.
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 27.05.2015 um 08:14 Uhr
Der Streik ist notwendig und schon lange überfällig.
Wie sollen sich die Erzieherinnen und Erzieher sonst Gehör verschaffen.
Herr Heise Sie meinen doch das geschriebene sicherlich nicht ernst oder? Weil Sie auf Ihren Jahresurlaub verzichten müssen....das ist ja eine saubere Einstellung gegenüber denjenigen dem Sie Ihre Kinder anvertrauen. Ist das nicht ein wenig egoistisch Gedacht?
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 27.05.2015 um 13:31 Uhr
Dieser Streik wird auf dem Rücken der Eltern und der Kinder ausgetragen.

Stern.de: Kita-Streik: Kinder und Eltern leiden - das muss aufhören

Bei allem Verständnis für das Recht auf Arbeitskampf, wer profitiert denn hier bitte überhaupt von solch einem Streik? Genau, die kommunalen Träger!

"Das Frustrierende ist, dass diejenigen, die unter Druck gesetzt werden sollen, diesen überhaupt nicht spüren. Im Gegenteil: An jedem Streiktag sparen die kommunalen Träger viele tausend Euro ein, weil sie streikendem Personal keinen Lohn zahlen", empört sich eine Mutter, die wie alle anderen in diesem Text ungenannt bleiben möchte. Die müssen sich also nicht bewegen."

Es geht dabei nicht nur um Urlaub! Es geht darum, dass Existenzen gefährdet werden. Gerade als Angestellter hat man halt nur eine begrenzte Zahl freier Tage, danach ist Schicht. Es soll schon Leute gegeben haben, die wegen Streiks solange nicht arbeiten konnten, dass sie die Kündigung erhielten. Na der freut sich dann doch sicher, dass die Erzieherinnen im Gegenzug vielleicht 100 EUR mehr in der Lohntüte haben...

Wieviele derjenigen, die Herrn Heise hier angehen, hat überhaupt selbst Kinder im Kita oder Schulalter (und hat(te) keine Großeltern in Rente etc. zur Hand, die womöglich praktischerweise noch um die Ecke wohn(t)en), so dass er/sie die Situation zumindest annähernd nachvollziehen kann?!

Dieses "Oh, da hängt ja ein Zettel an der Tür..." kenne ich noch sehr gut von der Kindergartenzeit unserer beiden, und auch die geschilderte Situation "Notbetreueung? Machmer nicht, gibts nicht!"
In Nichtstreikzeiten war dann aber mittwochs immer mal gerne "Fortbildung" - sprich gemeinschaftlicher Cappuccino im Cafe im Ort. Selbstverständlich MUSS man für Fortbildungsmaßnahmen die komplette Belegschaft mitnehmen, klaro. Ok, kenne ich aus der Wirtschaft jetzt eher weniger, bspw. dass etwa Bosch ein komplettes Werk für einen Tag dicht macht, alle auf "Fortbildung" schickt und den Kunden ein Schulterzucken gönnt. Aber genau so läuft der Hase in deutschen Betreuungseinrichtungen.

Ein weiterer Punkt. Wenn ich mir die Gehälter von Erzieherinnen so anschaue, stelle ich fest, dass die (im Verhältnis) sooo schlecht gar nicht verdienen. Es gibt ebenso verantwortungsvolle Berufe mit wesentlich höherem Gesundheitsrisiko, stärkerer Dreck- oder Lärmbelastung und einem geradezu gigantisch höherem Risiko, während der Arbeitszeit einen schweren bis tödlichen Unfall zu erleiden - und die sind teilweise wesentlich schlechter bezahlt als eine Erzieherin!

Zahlen laut http://www.gehaltsvergleich.com/

Beruf | Q1 | AVG | Q3 *
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Forstwirt/in | 803€ | 1.417€ | 1.866€
Müllmann/Müllfrau | 859€ | 1.362€ | 2.203€
Gerüstbaue/in | 1.120€ | 1.763€ | 2.583€
Beton-/Stahlbetonbauer | 1.276€ | 2.006€ | 2.683€
Dachdecker/in | 1.728€ | 2.324€ | 2.725€
Dipl.Krankenschwester/-pfleger
| 1.779€ | 2.358€ | 2.970€
Berufskraftfahrer/in | 1.481€ | 2.097€ | 3.163€
-''- im Güterverkehr | 1.618€ | 1.982€ | 2.732€
Gießereimechaniker | 1.519€ | 1.910€ | 3.416€
Kanalreinigung | 1.590€ | 2.240€ | 3.129€
und im Gegensatz dazu
Erzieher/in | 1.706€ | 2.212€ | 3.000€


* (Q1 - 1.Quantil = 25Prozent der Gehälter liegen unter diesem Wert,
AVG - Durchschnittswert,
Q3 - 3.Quantil = 25Prozent der Gehälter liegen über diesem Wert)

Wenn jetzt etwa der festangestelte Kraftfahrer im Güterverkehr oder ein Stahlkocher ihre sämtlichen freien Tage aufbrauchen oder gar ihre Stelle zu verlieren drohen, weil die Erzieherinnen, in deren Kita sie ihr Kind gegeben haben, mal eben ohne Rücksicht streiken, sehen die das dann auch als Satire an?


Übrigens, dass Erzieherinnen allesamt qua Berufsstand superausgebildete und superGEEIGNETE "Fachkräfte" wären, dazu hat Monika Ebeling, selbst ehemalige Kita-Leiterin und abgesägte Gleichstellungsbeauftragte aus Goslar, recht deutliche Worte:

"[..] Und nun jagen also diese weiblichen Fachkräfte, getrieben von Gewerkschaften und falschen gleichstellungspolitischen und pädagogischen Grundannahmen, aktuell auch noch dem Geld hinterher. ´Weil ich es wert bin´, heißt es auf Plakaten. Man brüllt im Chor ´Aufwerten´ und trommelt dazu auf eigens von Verdi bereitgestellten Kisten herum. Dabei werden Erzieherinnen, gemessen an der erbrachten Ausbildung und Leistung, so schlecht auch nicht bezahlt. Die meisten der gut dreißig Auszubildenden, die ich während meiner zehn Jahre als Kita Leitung betreute, waren befriedigend bis ausreichend oder gar nicht für diese Tätigkeit geeignet. Es gab in der Zeit nur eine einzige junge Frau, die einen ´grünen Daumen´ für Kinder hatte. Ein Leuchtturm unter fahl flackernden Laternen. Lehrkräfte bedauerten mir gegenüber, man müsse ja jede junge Frau nehmen, weil es eine schulische Ausbildung sei und man hätte kaum eine Handhabe ungeeignete Personen abzuweisen. Es gibt vor Beginn der schulischen Ausbildung in der Regel kein Vorstellungsgespräch, keine Eignungsprüfung oder dergleichen. Man nimmt was kommt. [..]"
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.05.2015 um 14:17 Uhr
Können sie nicht ihren Frauenhass irgendwo anders auskübeln?
Torsten Herwig
339
Torsten Herwig aus Langgöns schrieb am 27.05.2015 um 14:34 Uhr
Wenn Argumente fehlen, kann es nur - ganz klar - "Frauenhass" sein. Na sicher doch. Attestieren Sie den ganzen betroffenen Müttern, die nicht wissen, wie sie die Betreuung ihrer Kinder halbwegs regeln sollen, eigentlich auch "Frauenhass"? Muss ja, oder?
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 27.05.2015 um 14:43 Uhr
Das ist ja nicht das erste mal dass sie ihre verschrobenes Frauenbild zur schau stellen. Die Zahlen die sie gepostet haben. auf welches Arbeitsverhältnis bezieht sich das? Auch auf die Teilzeitkräfte, Minijobs, Vertretungen etc.
Haben sie denn mal als Erzieher gearbeitet und können die tatsächliche Arbeitsbelastung dementsprechend beurteilen. Oder glauben sie auch noch, Erzieherinnen/Erzieher sitzen den ganzen tag auf dem Hintern, saufen Kaffee und spielen "Mensch ärgere dich nicht"?
Ich habe während meiner ersten Berufsausbildung mehrere Praktikas in verschiedenen Kitas gemacht. ein Grund mehr mich damals beruflich anders zu orientieren. Das für die nächsten 30-40 Jahre jeden Tag... Nein Danke.
Torsten Heise
159
Torsten Heise aus Gießen schrieb am 27.05.2015 um 15:22 Uhr
Update: Vielleicht auch auf Grund meiner Thematisierung hier und in einem Zeitungsartikel in der Gießener Allgemeinen heute tut sich zum Thema Notgruppe etwas.

Für die Dame und den Herrn mit zu viel Zeit zum schreiben, hier mal noch ein paar Zeilen Anderer, um vielleicht etwas mehr Verständnis für die betroffenen Eltern aufzubringen.

http://wefind.stern.de/stern/search?query=kita
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 27.05.2015 um 15:40 Uhr
Ich habe selten so einen Quatsch gelesen wie im letzten Absatz. Wann war denn die Frau Ebeling das letzte Mal in einem Kindergarten? Kennen Sie die Einstellungsvoraussetzungen nur im Ansatz?
Die Ausbildung dauert länger, als bei den meisten von Ihnen aufgezeigten Berufen. Ihre doofen Vorurteile vom Kaffee trinkenden Personal, sind bei Ihrem gestörten Frauenbild nicht verwunderlich. Die Träger dürfen die beschriebenen Personen gar nicht mehr unter denen von Frau E. geschilderten Voraussetzungen einstellen. Das gehört zum Glück schon lange der Vergangenheit an. Ich persönlich möchte, dass die Personen denen ich meine Kinder anvertraue und später mein Enkel vernünftig bezahlt werden.
Sicherlich ist die Situation schwierig in diesem Fall die Betreuung zu organisieren, dass streitet niemand ab. Sollen aber deshalb die Erzieherinnen und Erzieher auf ihr Streikrecht verzichten.
Als Elternbeirat war ich maßgeblich daran beteiligt, dass zum Beispiel die Kindergärten in den Ferien in unserer Kommune nicht alle gleichzeitig schließen. So, dass die Möglichkeit besteht, dass eigene Kind in den Ferien zur Not in einer anderen Einrichtung der Gemeinde unterzubringen. Das zu erreichen war nicht einfach da einiges umorganisiert werden musste aber es ging bei Kind Nummer drei und vier war es schon kein Problem mehr. Gerade um auch Alleinerziehende zu entlasten sind flexibel Zeiten wichtig. In Ausnahmesituationen gibt es immer schwierige Momente. Da aber viele Kommunen das Geld der Betreuung zurück erstatten ist der Einsatz einer Tagesmutter eine Überlegung wert. Wenn man sich dann noch mit mehreren Eltern zusammen tut spart man sogar noch Geld. Einfach ein paar Ideen entwickeln. Natürlich gibt es nicht für Alles eine super Lösung.
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 27.05.2015 um 16:38 Uhr
Herr Heise, hier ein weiterer Beitrag zu diesem Thema, in dem allerdings die Politiker die Bremser für Notfallpläne sind / sein können.
( Empfehle den Beitrag unparteiisch zu lesen )

http://www.giessener-zeitung.de/langgoens/beitrag/103665/fandre-und-baldus-eine-bewusst-herbeigefuehrte-sozialpolitische-bankrotterklaerung-eines-sozialdemokratischen-rathauschefs/
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 27.05.2015 um 16:42 Uhr
Mir fällt zu diesem Thema noch eine Ergänzung ein ( denn ich habe für ein paar Tage ZEIT für Sie ):
Vergessen Sie bitte nicht, was in unserer Vergangenheit Streiks schon alles bewirkt haben :
Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall
Bezahlter Urlaub
etc. etc.
sicher gab es durch diese Streiks ebenfalls unangenehm Betroffenen - wie immer !
" Ein Streik der nicht weh tut ist für die Hose" ( Herr F.Schmidt )
Karl-Ludwig Büttel
3.855
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 27.05.2015 um 16:53 Uhr
Letzter Absatz von Herrn Herwig heute um 13.31 Uhr ist gemeint.
Nicole Freeman
10.761
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 28.05.2015 um 08:46 Uhr
dieser streik ist überfällig !
allein die gruppengrössen sind für viele erzieher - erzieherinnen ein problem.
dazu kommen sprachliche probleme, denn viele kleinkinder von familien die erst vor kurzem hier angekommen sind können keinen ton deutsch. sie lernen im kindergarten meistens erst die sprache so wie die eltern in den deutschkursen. diese arbeit der erzieher wird unterschetzt !
viele betriebe kommen jetzt auf den gedanken doch einen eigenen kindergarten zu organisieren und bemerken die vorteile die ein betriebskindergarten hat. dieser streik könnte dazu führen das einige dieser notlösungen bleiben und dadurch die versorgung und betreuung der kinder sich enorm verbessert. mehr als nur das gehalt der erzieher sondern auch die kitaplatz situation könnte sich ändern.
Nicole Freeman
10.761
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 28.05.2015 um 08:47 Uhr
Wenn diese Notlösungen bleibend werden, ird das den Trägern der Kitas auffallen. An den sinkenden Anmeldungen .
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 28.05.2015 um 09:48 Uhr
.... und die träger der Kindergärten sind meist die Kommunen.
FAZIT : Mehr Geld für die Bildung !!!!!!
Florian Schmidt
4.881
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 28.05.2015 um 13:36 Uhr
Ich frag mich ob Herr Heise seine Kinder schon an der Autobahn angebunden hat um in den Urlaub zu kommen.
Marcus Link
456
Marcus Link aus Gießen schrieb am 28.05.2015 um 19:42 Uhr
Man muss beim Gehalt eines Erziehers bzw. einer Erzieherin unbedingt berücksichtigen, was dies für eine Ausbildung ist und welche Qualifikationsstufe man erwirbt. In Hessen lernt man 5 Jahre lang den Beruf des Erziehers, 4 Jahre ohne einen Cent zu verdienen und im Letzten Jahr, das Praktikumsjahr, bekommt man mit etwas Glück ein kleines Gehalt. Fazit der 5 Jahre Ausbildung: Qualifikation auf der Stufe eines Handwerksmeisters. Die Bezahlung sollte man damit vergleichen, eventuell mit Grundschullehrer(innen), aber nicht darunter liegend.

Dass es kaum alternatives Betreuungsangebot gibt und der Streik so lange geht, liegt an den öffentl. Arbeitgebern. Sie sitzen auf hohem Rosse und machen derzeit sogar noch Gewinn mit dem Streik. Und saure Eltern? Na die Erzieher sind doch Schuld.... Wer's glaubt!

Unverschämt wie stur sich die öffentl. Arbeitgeber stellen, die gesamte Tarifautonomie gerät aus den Fugen!

Ekelhaft!!!
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 28.05.2015 um 23:35 Uhr
Es fällt sicher nicht leicht die Emotionen - kurz - auszublenden, sie gehören unbedingt dazu! Ja, es ist schon etwas Besonderes dieser Streik der Erzieherinnen ( nicht nur in Kitas ) = es ist schwierig den Druck auf die "Richtigen" auszuüben, die kommunalen Arbeitgeber spielen sogar auf Zeit, sie sparen ja sogar Kosten.... trotzdem halte ich den Streik für richtig und angemessen, denn die Forderungen sind eindeutig berechtigt!
Also, was tun, neben den Streikmaßnahmen? Aus meiner Sicht muss unbedingt weiterhin der Schulterschluss mit den betroffenen Eltern gemacht werden, gemeinsame Aktionen durchgeführt werden, klar gemacht werden, dass sich u.a. Bürgermeister zwar in Worten oft "solidarisch" erklären mit den Erzieherinnen, sich aber gleichzeitig mit den so genannten Sachzwängen herausreden wie z.B. "Schutzschirm / kein Geld usw.". Dies sind dann die Mitglieder der selben Parteien - egal ob schwarz, grün oder rot - deren Führungen für das Ausbluten der Kommunen verantwortlich sind.
= nicht die Erzieherinnen sind verantwortlich dafür, dass die Eltern belastet werden - jetzt wird sogar mit Erhöhung von Kita-Gebühren gedroht - die Verantwortlichen sitzen in den Chefetagen der Parteien!
Michael Beltz
7.760
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 29.05.2015 um 16:21 Uhr
Die Verantwortung für Kinder, die Erzieherinnen und Erzieher übernehmen, sollte zumindest als gleichwertig gesehen werden gegenüber Lehrern jeglicher Schulformen. Betont wird doch ständig: Kinder sind unsere Zukunft. Wie kann es dann in einem der reichsten Länder der Erde vorkommen, dass den Verantwortlichen (neben den Eltern) so wenig Anerkennung gezollt wurde und immer noch wird? Wenn es nicht anders geht, muss gekämpft, also gestreikt, werden.
Alle Eltern, die wegen der Streiks mit Arbeitplatz und Uralub Probleme haben, sollten sich gemeinsam mit den Erzieherinnen und E. an die Verantwortlichen wenden und als Unterstützer des Streiks auftreten - im Interesse der Zukunft der Kinder.
Christine Stapf
8.211
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 30.05.2015 um 12:27 Uhr
Sie haben die Verantwortung für eine größere Gruppe von Kindern !
(Manche Eltern hört man schon jammern, ich bin überfordert, wenn sie 1-2 Kinder im Haus haben)

Sie sind dafür verantwortlich, wenn ein Kindlein die Farben nicht kennt oder mit einer Schere etwas nicht ausschneiden können, keinen geraden Strich ziehen können und bei den Einschulungsuntersuchungen auffallen.

Sie haben wie oben im Kommentar richtig festgestellt eine sehr sehr lange Ausbildung für NULL €

Sie haben die gleiche Verantwortung wie Lehrer, bekommen sehr schlechte Gehälter, und sind nicht verbeamtet.

Ok, es ist schon eine Weile, als meine Tochter wegen meiner Berufstätigkeit auch ganztags in einer Kita war, aber ich denke dass sich was die Elternabende betreffen, auch heute immer noch eine kleine Anzahl von Eltern die Zeit nimmt. Das Interesse zu erfahren was alles so in der Kita passiert ist leider, wie ich von einer befreundeten Erzieherin weiß auch sehr gering.

Liebe Eltern, diese Menschen, die jetzt streiken, sollen aus Euren Kindern, in einer der wichtigsten Lebensphasen, selbstbewußte Menschen machen.
QUALITÄT hat seinen Preis, und der wird hier mit Recht gefordert.

Ich stehe natürlich hinter diesem Streik !
Torsten Heise
159
Torsten Heise aus Gießen schrieb am 30.05.2015 um 21:36 Uhr
Es ging in diesem Beitrag nicht darum, ob der Streik berechtigt ist, oder nicht. Es ging nur um die Notgruppe, welche jetzt in Linden steht. Vielen Dank an alle die dazu beigetragen haben. Nun können wir Eltern uns auch darauf fokussieren den Erzieher/innen zu helfen.

(Ausser Herrn Schmidt (s.o.) - dem ist wie man lesen kann nicht mehr zu helfen.)
Birgit Hofmann-Scharf
10.362
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 30.05.2015 um 21:52 Uhr
Nun, dann freuen wir uns für Sie und alle weiteren Eltern in Linden !
Ich hoffe mit Ihnen auf ein baldiges Ende des Streiks / auf ein baldiges Ende der Unterbezahlung der Erzieher.
Ich fordere von unseren Politikern: Mehr Geld für eine zweckmäßige Bildung !!!!!!!!!!!!!
Auf dass in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden.
Stefan Walther
4.848
Stefan Walther aus Linden schrieb am 30.05.2015 um 22:33 Uhr
Prima Herr Heise! Viel Erfolg den Erzieherinnen - mit weiterer Unterstützung der Eltern!
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