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„EMPÖRT EUCH!“ und die Frage einer sinnvollen Energiepolitik

Plakatwände und Autoaufkleber Biebertaler Bürger
Plakatwände und Autoaufkleber Biebertaler Bürger
Gießen | Zugegeben, es gibt sicher ’ne Menge Themen, worüber man sich derzeit empören könnte, aber beim Thema Windkraft in Biebertal schlagen die Wellen auf der Pro- und Contraseite derzeit deutlich hoch.
Schon bei der am 8. Mai dazu von der Gemeinde durchgeführten Bürger-Informationsveranstaltung in Rodheim, entlud sich die Empörung unter den über 300 anwesenden Bürgern, als der Vertreter des Regierungspräsidiums Gießen (RP) erneut nicht erschien, um vor Ort Rede und Antwort zu stehen. Gleiches tat man bereits am 20. März, wo die Windkraftbefürworter bei der Bürger-Informationsveranstaltung schon einmal Stellung beziehen sollten, aber alle absagten. Nun also wieder. Alle von der Gemeinde eingeladenen Windkraft-Befürworter-Institutionen, glänzten durch Abwesenheit!
Vom RP Gießen wurde stattdessen, vorgetragen durch den Parlamentsvorsitzenden der Gemeinde, eine schriftliche Stellungnahme verlesen. Die Bürger im Saal kommentierten die von Arroganz geprägte Bekanntgabe aus Gießen mit empörendem lautstarkem Rumoren. Über alle bisherigen wirtschaftlichen Einwände und biologische sowie landschaftsrelevante Bedenken der geplanten Windkraftanlagen (WKA), setzte sich das Regierungspräsidium ignorant hinweg, ja es schien sogar, man mache sich lustig über die berechtigten Sorgen der Menschen. Im Schriftstück wurde ziemlich alles in blumigen Farben, angefangen von Akzeptanz der Bürger, über Einhaltung von Natur- und Tierschutz, bis hin zur angeblichen sinnhaften Wirtschaftlichkeit von WKA, befürwortet(!). Ja, warum empören sich denn dann eigentlich die Menschen - mittlerweile bundesweit - wenn nach Ansicht des RPs und höchster politischer Kreise doch "alles Bestens" sei? – Tatsache ist: Gut über zwei Drittel aller derzeit rund 25.000 in der BRD betriebenen Windräder, arbeiten defizitär!

Täuschung oder Akzeptanz

"Die Windkraftanlagen werden vom Bürger geduldet und akzeptiert", so will es das Umfrageergebnis einer vom RP bei der Universität Gießen beauftragten Studie herausgefunden haben. Zur Glaubhaftigkeit dieser Aussage und der Studie selbst, mit den schamlosen suggestiv gestellten Fragen, findet der interessierte Leser wichtige Antworten in meinem Vortragshinweis-Beitrag (GZ vom 25.04.2015) bzw. im unteren Kommentar mit Vortragsfolien-Tipp dazu: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/102698/erneuerbare-energien-energiewende-die-fakten-geraten-in-eine-gefaehrliche-schieflage/.
Glättung der Windeinspeisung? Selbst bei geringer Bildauflösung eine fragwürdige Behauptung!  Quelle/Grafik: Dr.-Ing. Detlef Ahlborn, Vernunftkraft
Glättung der Windeinspeisung? Selbst bei geringer Bildauflösung eine fragwürdige Behauptung! Quelle/Grafik: Dr.-Ing. Detlef Ahlborn, Vernunftkraft
Bei seinem Vortrag widerlegte der Referent klar und deutlich die angebliche Akzeptanz jener Menschen zu diesen Windmonstern, die in dem Gebiet leben oder Urlaub machen, nicht nur anhand zurückgehender Besucherzahlen. Neulich besorgte ich mir ein paar Wanderprospekte bei der Gießener Touristik-Information. Ich staunte darüber, im „Wanderwelt Vogelberg“ kein einziges Foto zu finden, welches die reale Verschandelung des Vogelbergs mit diesen Windmonstern wahrhaft darstellt. „Ulrichstein thront auf einem Vulkanschlot“, so der Untertitel eines Fotos, aber kein einziges Windrad ist zu sehen, aus haargenau der gleichen Ansicht, wo jetzt 200 Meter hohe WKA den einst reizenden Ort umzingeln? Es muss ein gewaltiger Schock für den weither gereisten Urlauber sein, der sich von dem Prospektfoto hat leiten lassen. Bedauerlicherweise spricht sich das in heutiger Zeit, dank Internet, schnell herum und so erklären sich auch die zurückgegangenen Besucherzahlen bspw. in Ulrichstein der letzten 20 Jahre, von über 90 Prozent, schlagartiger Abfall übrigens seit Errichtung der WKA! Sieht so Akzeptanz der Öffentlichkeit zur Windkraft aus?
Ein weiteres Prospekt „Gießener Land – Hessens grüne Mitte“ zeigte Ausflugziele mit besonders schönem Landschaftscharakter im Dreieck Hungen, Mücke und Biebertal. Darauf ein Foto des von überall her kommend gut sichtbaren und markanten Dünsbergs in Biebertal. Komisch, dachte ich. Hieß es nicht im verlesenen Brief vom RP Gießen am 8. Mai: „Der Dünsberg hat keinerlei Fernwirkungscharakter!“. Haben da die sich empörenden Bürger irgendetwas falsch verstanden? – Wohl kaum, denn der an Zynismus, wissentlicher Täuschung und einer selbstverherrlichten, aber in allen Punkten verantwortungslosen und fahrlässigen Energie- und Naturpolitik, strotzende Brief des Regierungspräsidiums, bietet keinerlei Grundlage für demokratische Streitkultur zwischen Bürgern und Entscheidungsträgern. Man kann dieses „Werk“ übrigens selbst nachlesen, denn die Gemeinde Biebertal hat es auf ihre Webseite gestellt. Es sind aber jene Entscheidungsträger die gleichgültig über heutige Bürger und die Zukunft künftiger Generationen Urteile fällen, ohne sich deren bedenkliche Argumente und Fragen zu potentiellen Gesundheitsrisiken in einer sachliche Auseinandersetzung zu stellen, jedoch aus deren Steuern ihre Gehälter beziehen.
Übrigens, auf dem 11. Mittelhessischen Klimaschutzforum vom RP Gießen, äußerte sich ein Mitarbeiter vom Meinungs- und Forschungsinstitut „dimap“, wie folgt: „Die Menschen in Deutschland sind bereit, sich auch persönlich für eine Energiewende einzusetzen. So nimmt jeder Zweite höhere Stromkosten in Kauf.“ Was für eine seriöse Umfrage war das denn? Jeder Zweite? Oder wurden Sie auch befragt? Allein in Biebertal, Gießen und einigen anderen Ortschaften kenne ich keinen einzigen der mit der Umfrage konfrontiert wurde! Ein Schelm, der nicht nur hierbei, sondern auch zum plötzlichen Rücktrittsgesuch des RP-Vorsitzenden Dr. Lars Witteck bei der Landesregierung, anders denkt.

„Empört euch!“

Nun, wenn wir über den Tellerrand hinausschauen, scheint das tatsächlich nicht nur ein Biebertaler Windkraftkonflikt zu sein, denn derzeit empören sich tausende Bürgerinitiativen, und zwar bundesweit (nachzulesen auf der VERNUNFTKRAFT.de-Seite).
Warum wohl, wenn die Windkraft so lukrativ für die Allgemeinheit, ökobewusst für die Umwelt und vor allem so viel Strom bringen würde, wie es von Entscheidungsträgerseite mit fragwürdigen Behauptungen immer unterstrichen wird?
Antwort: Weil es ‚lukrativ’ nur für WKA-Projektierer, WKA-Errichter und WKA-Betreiber ist… weil ‚ökobewusst’ eine glatte Lüge ist… und weil Strom nur dann produziert wird, wenn der Wind weht, aber aufgrund fehlender Speichertechnologie niemals grundlastfähig sein kann!
Auch darauf verwies unter anderem an diesem 8. Mai der Referent Dr.-Ing. Detlef Ahlborn in seinem Vortrag. Seine Folien, Grafiken und Bilder versetzten die Menschen in bleierne Reserviertheit, weil ihnen von den öffentlichen Stellen diese einfachen mathematischen Rechenbeispiele und das desaströse Ausmaß der Windkraft nie so klar aufgezeigt wurden. Allein die Wertvernichtung, das Missverhältnis von Aufwand und Ertrag der durch gesetzliche Subventionen genutzten Erneuerbaren (EEG), hatte an der deutschen Strommarktbörse in 2014 ein Minus von 19,8 Milliarden Euro zur Folge, begründete der Referent schlüssig. Was hätte mit dieser Summe wohl Sinnvolleres getan werden können? – „Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht“, zitierte er abschließend eine Aussage des Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel aus dessen Rede am 17.04.2014 in Kassel, vor hohen Wirtschaftsvertretern.
Eine von Dr. Ahlborns Folien zeigte eine Grafik des Fraunhofer IWES „Windenergiereport 2012“. Darauf wurde die „Glättung der Windeinspeisung“ dargestellt. Darunter die Anmerkung des Herausgebers Dr.-Ing. Kurt Rohrig (Zitat): „durch eine gleichmäßige geografische Verteilung über eine große Fläche erreicht man eine Glättung der Netzeinspeisung“ (siehe Bild). Selbst wenn 'Oma Käthchen' an diesem Abend ganz hinten im Rodheimer Saal sitzend ihre Brille vergessen hätte, wäre ihr sicherlich der skandalöse faule Zauber der Behauptung nicht entgangen.
Die anschließende Diskussion zu beiden hochinteressanten Fachvorträgen an diesem Abend, löste sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Einerseits trugen Bürger mutig ihre Besorgnisse aus den gewonnenen Erkenntnissen an die Gemeinde heran, anderseits blieben Vertreter der WKA-Befürworterseite in ihrer Deckung, um dann hinterher diffamierend über die Referenten herzuziehen. Die Frage nach dem 'Empörenden' ist halt recht vielschichtig, genauso wie das Wissen über die Windkraftthematik selbst.
Die Aktionen von irgendwelchen 'Schmutzfinken', die in Biebertal auf die "EMPÖRT EUCH!"-Plakate Bilderzettelchen mit lauter kleinen Atomkraftwerken klebten, darf man ohne weiteres zu einer Tat von ‚bildungsfernen Unwissenden’ zählen. Doch selbst bei denen ist nichts verloren. Es gibt ja die Chance für bessere Informationen (…z.B. unten auf dem Plakat!) – denn die Hoffnung stirbt zuletzt!

Gibt es gesundheitsbelastenden Schall durch Windkraftanlagen?

So näherte sich der Dipl. Ing. (TH) Bernd Töpperwien dem Thema 'Infraschall', ein Thema was WKA-Befürworter oder Unwissende nur zum müden Lächeln bewegt. Nicht an diesem Abend, denn in makellos verständlicher Form und einfachen physikalischen Experimenten, führte der Referent jeden Skeptiker zum Erstaunen. In seinen anschaulichen Folien unterstrich er immer wieder führende wissenschaftliche Institutionen, die alle zu typengleichen Ergebnissen bei ihren Untersuchungen des Infraschalls kamen. Auch hier können interessierte Leser sein Skript im Internet vertiefend einsehen, welches der hervorragende Fachmann von Vernunftkraft e.V. freundlicherweise den Bürgerinitiative zur Verfügung stellt: http://www.koenigsbergergegenwind.de/hintergrund/.
Wer allerdings glaubt, dass derartige längst bekannte wissenschaftliche Erkenntnisse WKA-Entscheidungsträger zur Änderung ihrer Absichten bewegen würde, wird enttäuscht sein. So durften z.B. bei einem Experten-Hearing der Landesregierung Mitte Dezember 2014 in Wiesbaden, die wenigen eingeladenen Infraschall-Experten (Forscher die dem Infraschall kritisch gegenüberstehen) an die WKA-Protagonisten im Podium nur Fragen stellen und keine kritischen Erläuterungen zum Thema abgeben. Näheres u.a. Internetbeiträgen auch hier: http://www.giessener-zeitung.de/gruenberg/beitrag/99217/schall-und-infraschall-durch-windkraftanlagen-ein-gesundheitsrisiko-fuer-anwohner-experten-hearing-im-auftrag-der-landesregierung-am-1612-in-wiesb/. Und obwohl die eigentlichen Experten, u.a. der Leiter der im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführten "Machbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall", Univ.-Prof. Dr.-Ing. Detlef Krahé, in das abschließend aufgestellte "Faktenpapier" um Einbringung der Kritikpunkte baten, veröffentlichte das Hearing-Gremium eine Fassung, die das Papier nicht wert war, worauf es stand. Das "Faktenpapier" spielt nicht nur die wahrhaft kritischen Fakten dreist herunter, sondern spielt auch verantwortungslos mit den potentiellen Gesundheitsrisiken tausender in der Nähe von Windparks wohnender Menschen und Tieren. Schlimmer noch: Es ist zum Basiswerk kommunaler Entscheidungsträger bei Planungen von WKA mutiert. Alles das kam an diesem 8. Mai zum Tragen und wurde von mutigen Biebertalern mit in die leidenschaftliche Diskussion eingebracht.

Der hessische Energiegipfel 2012

Immer wieder stützen sich die WKA-Befürworter, allen voran die ‚Grünen’ und natürlich die Windkraftlobbyisten, auf die ausgehandelten Ergebnisse des hessischen Energiegipfels 2012. Ginge es jedoch bei der Umsetzung ihrer Pläne nach den Zielen dieses Energiegipfels, wäre Hessen einer wirtschaftlichen Katastrophe für nachfolgende Generationen ausgesetzt, weil aus den derzeit 730 WKA dann 5000 WKA oder mehr in der Fläche entstehen würden. Dann würde rein mathematisch aller 5 Kilometer ein Windpark mit 10 Windrädern stehen!
Auch hier darf ich interessierte Leser auf meinen GZ-Beitrag vom 17.02.2015 verweisen, in dem ich das „Rechenbeispiel“ (Verdopplung der Leistung gegenwärtiger WKA zur Stromproduktion auf 28 TWh (Terawattstunden), also die Vorgabe des Landes Hessen) ausführlich erläuterte: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/100759/windkraftanlagen-infraschall-symptome-bei-betroffenen/.
Das war ein Energiegipfel, der im Übrigen 3 Jahre zurück liegt und bei dem wirkliche Experten anstelle von Lobbyisten und WKA-Protagonisten fehlten. Erinnern wir uns aber noch an den erst kürzlichen Versuch der SPD-Fraktion und der Opposition im hessischen Landtag, Ende März, einen erneuten Energiegipfel aufgrund neuer Erkenntnisse aus Wissenschaft und Bevölkerung einzuberufen? Mit einer empörenden Entgleisung Tarek Al-Wazirs (Grüne) wurde dieser Antrag abgeschmettert: O-Ton: „mit einem ‚dreckige Dreizeiler’, käme die SPD-Opposition hier einfach so daher“. – Stolze, einfühlsame, politische Leistung! Ein „grüner“ Wind(geldbeutel)-Ministers, der sogar seine andersfarbigen Gefährten an der Kandare hält und seine widerwärtige und fahrlässige „Ökopolitik“ mit einem erbarmungslosen Krieg in unseren friedvollen hessischen Wäldern und gegen streng geschützte Vogelarten und Tieren vorantreibt, löst ganz klar eine Empörung bei betroffenen Bürgern aus! – Wie war das noch mit dem christlich geprägtem Ansatz, der Bewahrung der Schöpfung?
Hessens reichhaltige Naturlandschaften und historischen Wälder werden subventionsgierigen Lobbyisten geopfert, für eine ideologisch verordnete Energiewende, die nach Aussagen aufrichtiger Fachleute, an allen Fronten gescheitert ist, wie es einst Sigmar Gabriel 2014 in Kassel prophezeite. Ganz aktuell übrigens nachzulesen in der FAZ vom 15.05.15 „Deutschlands gescheiterte Klimapolitik“ und in vielen verschieden Zeitungsartikeln zeitlich zuvor und noch vielen Folgenden!

Empörende Energiepolitik

„Empört euch!“, Ja genau das machen Menschen aus der Mitte, die mit ein wenig nachdenken die Täuschungen durchschauen, weil sie es letztlich selber sind, die die Zeche der Subventionspolitik zahlen müssen. Eine Subventionspolitik, die seinesgleichen sucht! Oder kennen wir eine Firma die eine Geldgarantie auf 20 Jahre im Voraus vertraglich zugesichert bekommt? Wir werden von „geistigen Zwergen“ regiert, die in ihrer selbstbewussten Größe noch dazu beratungsresistent sind! Es gibt bis dato in Hessen keine einzige Gemeinde, die ihren verschuldeten Haushalt mit solchen „windigen“ Geschäften nur ansatzweise sanieren konnte!
Trotzdem wird Ökostromkunden eine „rosarote Brille“ aufgesetzt, die sie leider nur verblendet! Denn der sog. ‚Ökostrom’ ist instabil (d.h. nicht grundlastfähig) und muss(!) stets mit konventioneller Kraftwerkstechnologie als Backups kompensiert werden. Dazu könnten bspw. hochmoderne Gaskraftwerke eingesetzt werden, die im Übrigen mit noch effizienteren Verbesserungen eine echte Alternative wären, ehe die schöne deutsche Landschaft durch WKA restlos verschandelt wird. Stattdessen schaltet Bundesminister Gabriel das rentabelste und modernste Gaskraftwerk Europas in Irsching ab, subventioniert täglich Anlagen mit instabilen Netzkapazitäten und diktiert fahrlässig einem Großteil der Braunkohletagebaue und Kohlekraftwerke das Aus für hunderte Arbeitsplätze. Und das alles ohne je einen Euro in die notwendige Speichertechnologie gesteckt zu haben. Dass sich selbst renommierte Zeitungen über einen derartigen „Ökostrom-Sozialismus“ lustig machen, ist der eigentliche Energiegipfel! (…nachzulesen unter: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/whatsright/whats-right-wie-gabriel-die-planwirtschaft-voranbringt/11683230.html ).
Das gleiche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat ein „Grünbuch“ zur Energiewende erstellt und zur lösungsorientierte Diskussion aufgerufen. Prof. Dr. Frank Endres vom Energie-Forschungszentrum der TU Clausthal-Zellerfeld hat dazu seine sachkundige Stellungnahme abgegeben, die auch im Internet einlesbar ist, und an dieser Stelle jedem Leser wärmstens anempfohlen wird: http://deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2015_03_02_dav_aktuelles_gruenbuch-energiewende.html . Die Energiewende hält Prof. Endres aus technischen Gründen für unverantwortlich, und auch so ist das Fazit seiner Stellungnahme eher ernüchternd. Zitat: „Anstatt kritische Stimmen anzuhören, verlässt sich die Bundesregierung ausschließlich auf Energiewende-Protagonisten, die den Kurs der Bundesregierung stützen. Dieser Ansatz ist unwissenschaftlich, denn eine weitsichtige, politische Entscheidung sollte auch gegensätzliche Meinungen anhören, denn die Physik und die Chemie werden nicht durch Mehrheitsbeschlüsse außer Kraft gesetzt.“

Wohl kaum wird an diesem gesegneten Pfingstwochenende, das vorherrschend mit einer „Windflaute“ (s.dgl. ARD-Text-Seite 187) durchwettert war, das Hessenfernsehen in der ‚Alle-Wetter’-Sendung weder von einem „Gewinn“ noch von einem „Verlust“ reden. Nämlich, spätestens dann würde der aufmerksame Zuschauer einen kleinen Durchblick erhalten. Dahingehend, dass durch die ideologisch fatale Subventionspolitik die WKA-Betreiber trotz „Windflaute“ ihre Einnahmeverluste abgreifen können! Von wem? Na dann schauen Sie doch mal in ihren Badspiegel.

Ulrich Grüger

Plakatwände und Autoaufkleber Biebertaler Bürger
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Kommentare zum Beitrag

Uli Kraft
2.185
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 25.05.2015 um 14:43 Uhr
Danke für diesen umfassenden und kritischen Beitrag.
Es ist schockierend, mit welchen Argumenten die Windkraft-Lobby diesen Irrweg anpreist und zu suggerieren versucht, 'welch hoher ökologischer Nutzen' damit erzielt werde.
Die Umweltbilanz dieser subventionierten Landschafts-Verschandelung wird seit Jahren verschleiert.
Die negativen Folgen für Zugvögel und Fledermäuse, aber auch Greif- und andere Großvögel werden heruntergespielt.
Der Raubbau an der Natur und die Verschmutzung durch die Gewinnung und Verarbeitung der für den Bau der Windturbinen notwendigen Seltenen Erden wird verschwiegen.
Und all dies im Interesse der Ökomafia.
Würden reale Zahlen wirklich auf den Tisch gelegt, könnte man schnell erkennen, daß die vermeintlich saubere Windenergie gar nicht so sauber ist.
Ein vor wenigen Wochen bekanntgewordener Milliarden-Deal zwischen einem großen dt. Elektro-Riesen (S..m.ns) und Ägypten über den Bau von WKAs zeigt, doch deutlich, dass es weder um Ökologie noch um Ökonomie, sondern lediglich um den Profit geht.
Ein Land, in welchem 'Sonne satt' vorhanden ist, wird dazu genötigt, sich 'verspargeln' zu lassen.

hier noch ein erst vor wenigen Tagen veröffentlichter Beitrag in der FAZ:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/enoch-von-guttenberg-bekaempft-die-windkraft-13601292.html
AfD Gießen
14
AfD Gießen aus Gießen schrieb am 25.05.2015 um 22:37 Uhr
Keine weiteren Subventionen für Naturzerstörung durch Windenergieanlagen.
Die AfD lehnt subventionierte Anlagen grundsätzlich ab, da deren Nutzen aufgrund mangelnder Speicher nicht gegeben ist und die Wirtschaftslichkeitsschwelle ohne Speicher unerreichbar ist.
Wir fordern ein weitgehendes Mitbestimmungsrecht der Bürger bei der Genehmigung von Windenergieanlagen, und bei Bebauung als Mindestabstand das 10-fache der Gesamthöhe zu den den nächst gelegenen Wohnbebauungen.
Weiterhin lehnen wir die gigantische Zerstörung und Versiegelung der Waldflächen durch die Hessische Energiewende grundlegend ab.
Ulrich Grüger
371
Ulrich Grüger aus Gießen schrieb am 26.05.2015 um 20:20 Uhr
Ich nahm an Frau Nina Back, dass ich die Antwort auf Ihre Frage bereits im Artikel angedeutet hatte, als ich von effizienteren (und emissionsschwächeren) Verbesserungen bei Gaskraftwerken schrieb? Aber auch die sind nur eine Übergangslösung, weil, wenn man den bisherige Forschungen glaubt, auch diese „Fossilen“ endlich sind, und warum sollte man das Gas nicht weiter nutzen, bis es endlich etwas Besseres gib? Aber auch dahinter steckt derzeit ein beabsichtigtes Politikum, was ich nicht näher erläutern möchte.
Ich fände es prima, wenn sich junge Leute, die bei manch ablehnender Haltung anderer zu den „Erneuerbaren“ mit Verwunderung reagieren, sich zunächst tiefschürfender mit der Thematik befassen würden. Denn schließlich sollten ihre nachfolgende Generationen von Kindern noch Landschaften und Wälder mit deren natürlichen Naturgeräuschen erleben dürfen und sie nicht irgendwann aus digitalen Filmwelten erfahren, oder?
…schicke Sonnenbrille, übrigens ;o)
2.135
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.05.2015 um 09:41 Uhr
Es gibt bereits die Möglichkeit, Wind- und Sonnenenergie in Methan umzuwandeln und in dieser Form zu speichern. Es gibt bereits einige Versuchsanlagen , der Wirkungsgrad ist allerdings noch relativ niedrig.
Noch eine Frage an die AfD: Wenn Sie subventionierte Anlagen grundsätzlich ablehnen, was sagen Sie dann zu den Subventionen
für Atomkraftwerke?
Ulrich Grüger
371
Ulrich Grüger aus Gießen schrieb am 27.05.2015 um 13:32 Uhr
Sie haben Recht Frau Back, Leute sind Leute, nur das es da Unterschiede gibt, ist offensichtlich!
Daher nur noch kurz paar Hinweise, falls es Sie ernsthaft interessiert?

*„Grünbuch“ zur Energiewende, Prof. Dr. Frank Endres Stellungnahme: http://deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2015_03_02_dav_aktuelles_gruenbuch-energiewende.html
*Hinweis auf die Webseite WKA-Opfer in Deutschland: http://www.opfer.windwahn.de/ …und, am rechten Rand div. Med. Gutachen zu dieser „sauberen“ erneuerbaren Energieform.
*Hinweis auf gleicher Seite zu rechtl./wirtschaftl. Aspekten: http://www.windwahn.de/
*Hinweis zu ökolog. Aspekten: http://www.windwahn.de/index.php/oekodiktatur/die-giftige-seite-der-sauberen-windkraft …Auszug: „Abbau "Seltener Erden" für getriebelose WKA mit hochtoxischen Folgen... Für getriebelose Windkraftanlagen mit 5 Megawatt Leistung benötigt die Industrie an die 800 (!) kg Neodym und bis zu 200 (!) kg Dysposium. ...Dass jedoch viele unserer sogenannten "grünen Technologien" - und damit auch die "grüne Energie" - ihren sauberen Ruf darauf begründen, dass an anderer Stelle dieser Welt grenzenloser Raubbau betrieben wird und damit ganze Landstriche ...“
Ulrich Grüger
371
Ulrich Grüger aus Gießen schrieb am 27.05.2015 um 18:08 Uhr
Hey Hey, was sind das denn für Garstigkeiten! Fahren Sie mal die Stacheln ein und nutzen Sie lieber Ihre Energie zum recherchieren! Oder vielleicht besuchen Sie mal eine Vorlesung bei Prof. Dr. Endres?
Ist schon ein starkes Stück wie Sie über andere Menschen urteilen! Die Ursache für ihr eigenes Problem suchen Sie bitte bei sich selbst!
Meine Hinweise waren konstruktiv gemeint, aber Sie scheinen ja generell beratungsresistent zu sein. – Wenn Sie mit Ihrer Mainstream-Meinung zufrieden sind, ist das für mich i.O. …aber mein Beitrag dient der Aufklärung derer, die ernsthaft die Thematik und die wahren Hintergründe erfahren wollen!
Abschließend Erich Kästner: „Sinke niemals so tief, dass du den Kakao, durch den sie dich ziehen, auch noch trinken musst“. –
Ulrich Grüger
371
Ulrich Grüger aus Gießen schrieb am 27.05.2015 um 20:30 Uhr
Hallo Herr Uli Kraft,
vielen Dank für Ihren unterstützenden Kommentar, und ja, es ist leider traurig wie viele Menschen die auch von Ihnen angeschnittenen Probleme bei der Windkraft, einfach nicht sehen wollen.
Sicher haben Sie schon meine konstruktiven Hinweise mit entsprechenden Links zur Vertiefung für Frau Nina Back (etwas weiter oben) gesehen (Stichwort: Abbau "Seltener Erden" für getriebelose WKA mit hochtoxischen Folgen…).
Zusätzlich noch etwas zu den „ökologischen“ Gesichtspunkten, die bei der Energiewende in den meisten Medien kaum Erwähnung finden. In dem Artikel „1000 neue Atomkraftwerke in Deutschland“ findet der interessierte Leser Schockierendes, was aber der Windkraftlobby und der Atomkraftlobby gemein ist: http://fakten-magazin.de/artikel/1000-neue-atomkraftwerke-in-deutschland_19
„Die Realität der Energiewende sieht jedoch anders aus: Windkraftanlagen sind SONDERMÜLL!“, diese Aussage im Artikel: ‚Windkraft – Abgerechnet wird erst zum Schluss’ bezieht sich neben den toxischen, kleingeschnittenen Flügeln, mit dem gesamten Rückbau der WKA: http://ruhrkultour.de/windkraft-abgerechnet-wird-erst-zum-schluss/ …Der TÜV Süd hat in einem kürzlichen Kostengutachten die Rückbaukosten auf mindestens 500.000 Euro für 1 Windrad beziffert.
Auf das Massaker der geschützter Vögel und Tiere durch diese „umweltfreundliche“ Windkraftanlagen, brauche ich nicht mehr eingehen, denn da, so lese ich, sind Sie offenbar bestens informiert. – weiterhin viel Mut zur Wahrheit! :o)

Ja Frau Gertraud Barthel, …
es stimmt, dass es bereits die Möglichkeit gibt, Wind- und Sonnenenergie in Methan umzuwandeln. Doch leider greift dieser Ansatz zu kurz. Methan wird obendrein ebenso dem „Klimakillern“ zugeordnet und ist weit häufiger in der Atmosphäre vorhanden als das „so giftige“ CO2. Doch bei Deutschlands Energiehunger von jährlich ca. 600 TWh ist das ein laues Lüftchen. Schätzungen gehen von Minimum 20 TWh Speicherbedarf aus, also 20.000.000 Megawattstunden.
Die weltweit größte Batterie aus China kann 40 Megawattstunden Strom speichern. – Forschung ist demnach bitter nötig!
Übrigens die Subventionen für die Atomkraftlobby, zum Rückbau ihrer Anlagen, werden zu Teilen aus der „Ökosteuer“ (also jenen Beitrag den wir an der Tankstelle zahlen) beglichen, hinter der alle Parteien stehen!

Noch ein Tipp an die Kollegen der AfD.
Prima wenn Sie diese Richtung eingeschlagen haben, nur treten Sie bitte auch in eine nutzbringende Streitkultur mit den anderen Parteien ein, die sich dann vielleicht mehr für die Probleme der „Empörenden“ öffnen. Ich sage schon mal Danke im Voraus dafür!

Ulrich Grüger
Ulrich Grüger
371
Ulrich Grüger aus Gießen schrieb am 27.05.2015 um 20:32 Uhr
...für Frau Back: Wau Wau !
Ulrich Grüger
371
Ulrich Grüger aus Gießen schrieb am 27.05.2015 um 20:32 Uhr
...für Frau Back: Wau Wau !
Nicole Freeman
8.660
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 28.05.2015 um 09:05 Uhr
frau back schauen sie doch einfach mal bei einer biogasanlage vorbei, nein rein ! In Heuchelheim bekommen sie die anlage sogar auf hinweistafeln erklärt wenn zufällig niemand da sein sollte. warum man solche anlagen nicht so unterstützt? Einfach erklärt. das ding ist ein selbstläufer. Der Mist, und die Gülle fallen bei jedem Tierhaltenden Landwirtschaftlichen Betrieb an. Methan rülpst und pupst die kuh sowieso. Warum diese Faulgase nicht nutzen?
Weil sie eine riesiege Industrie gefährden die weder immer im gleichen mass strom liefern kann, noch umweltfreundlich aufgebaut werden kann.
haben sie sich einmal eine windkraftanlage angesehen? Tipp fahren sie mal nach Ulrichstein. Dort gibt es auch Führungen. Das Wasserkraftwerk am Edersee ist auch eine sehr Umweltfreundliche Alternative . Solche Anlagen könnten an jedem vorhandenen Stausee problemlos nachgerüstet werden. Warum also in etwas investieren das keine gleichmässige Stromlieferung zu lässt. Selbst kaum eine Möglichkeit zur Speicherung der Stromspitze hat? Meiner Meinung nach aus den selben gründen warum man eine wm in die wüste verlegt !
Nicole Freeman
8.660
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 28.05.2015 um 13:17 Uhr
wo habe ich denn die erderwärmung verleugnet ?
AfD Gießen
14
AfD Gießen aus Gießen schrieb am 28.05.2015 um 23:28 Uhr
Bingo! Wann immer man an Diskussionen zum Thema Energie teilnimmt kommt ziemlich schnell die Frage wie man Strom denn sonst erzeugen sollte.
Lassen wir bei den s.g. Erneuerbaren mal die Wasserkraft außen vor, die in Deutschland an ihre Ausbaugrenzen gekommen ist. „5% der Wasserkraftwerke erzeugen 95% des Stromes, 95% Kleinanlagen unter 1MW erzeugen 5% des Stromes. Man könnte also problemlos 95% aller Anlagen abschalten ohne dass man davon etwas merken würde“. (Panorama-Energiewende-Wie Oekostrom die Natur zerstoert; Winfried Klein, Vorsitzender Interessengemeinschaft Lahn).
Die Fischbestände würden es allerdings deutlich merken.
Weiterhin wird Biogas mittlerweile nicht mehr als nachhaltig angesehen. „Im Jahr 2011 konnte Deutschland erstmals seit langer Zeit seinen Getreidebedarf nicht mehr decken. Zu viele Bauern hatten auf Energiemais umgestellt.“
Auch Biosprit (kein Strom) ist in der Kritik. „Indonesien will seine Palmölplantagen von derzeit 7 auf 20 Mill.Ha ausbauen“ (beides aus Climate Crimes). Greenpeace bemängelt das ebenfalls, schreibt aber nur von der Verwendung für Kosmetika und Lebensmittel.
Auch bei Geothermiekraftwerken ist man bisher nicht weit gekommen. Diese verwenden Bohrungen mit gutem Hydraulic Fracturing in geologisch instabilen Lagen, z.B. Rheingraben. Das hat bereits zu spürbaren Beben geführt, weshalb ein Projekt in Basel eingestellt wurde. Hydraulic Fracturing ist gut wenn es für Erneuerbare ist, bei der Gasgewinnung ist es natürlich schlecht.
Solarthermiekraftwerke halte ich in dieser Gegend für unbrauchbar.
Bleiben als ausbaubare Erneuerbare im Bereich Strom nur noch Windenergieanlagen (WEA) und Photovoltaik (PV). Wie sieht es nach 14 Jahren damit aus?
Die vom Bundestag eingesetzte Expertenkommission rät, das Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG) komplett abzuschaffen. Das EEG sei weder ein kosteneffizientes Instrument für den Klimaschutz, noch entfalte es eine messbare Innovationswirkung, stellt die Expertenkommission Forschung und Innovation in ihrem neuen Jahresgutachten fest. „Aus beiden Gründen ergibt sich deshalb keine Rechtfertigung für eine Fortführung des EEG“ FAZ 11.1.2014.
Auch Minister Gabriel hatte am 17.4.2014 bei SMA Solar in Kassel wohl Mut zur Wahrheit:
- Die Wahrheit ist, die Energiewende steht kurz vor dem Scheitern.
- Fast alle in Europa halten uns für Bekloppte.
- Wir haben die Komplexität der Energiewende total unterschätzt.
- Eine dezentrale Energieversorgung ist eine Utopie.
Alte Weisheit der Dekota Indianer: "Wenn dein Pferd tot ist, steig ab."
Dumm geritten, das Pferd ist tot und kein anderes in Sicht?
Fragen wir doch mal den Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC:
„Eine bedeutsame Option ist aus Sicht des IPCC offenbar der Ausbau nichtfossiler Energieträger… Allerdings gehören dazu nicht nur Sonne oder Wind, sondern nach Meinung des Klimarates auch Er, dessen Name nicht genannt werden darf “ FAZ 07.04.2014.
Manchmal komme ich mir bei Vorträgen vor wie in der Winkelgasse bei Harry Potter. Ich habe den Eindruck, dass eigentlich alle im Raum wissen um was es geht. Aber niemand traut sich es auszusprechen, auch Vernunftkraft nicht. Eine Schweigespirale nach Noelle-Neumann wurde in Gang gesetzt. Das gilt aber nur für 81Mill Deutsche. Der Rest der Welt hat keine Probleme damit, den Begriff „Kernenergie“ zu verwenden.
Wer es mit dem Klimaschutz ernst meint müsste nach IPCC eigentlich sofort mit dem Bau von Kernkraftwerken beginnen um bis 2050 etwa 48GW (80% von 60GW Mittel) zu erreichen. Noch besser wären inhärent sichere Kleinkraftwerke bis 200MWel, also etwa 240Stk. Das wäre auch mal eine wirklich dezentrale Energieversorgung statt Wind im Norden und PV im Süden mit vielen unausgelasteten Leitungen dazwischen (14,6% Volllaststunden Wind in 2015, PV 8% in 2012, damit auch auf den Leitungen).
Das würde auch die Fernwärmeversorgung von Städten wie beim KKW Gundremmingen beinhalten. Damit wäre der Bereich Wärme nachhaltig abgedeckt.
Kleinkraftwerke sind inhärent sicher, da sie auch bei Ausfall aller Sicherungen passiv kühlbar sind und die Kritikalität selbständig ausläuft. Aufgrund ihrer geringen Größe kann man den Reaktor sicher gegen äußere Einflüsse unterirdisch unterbringen. Es geht um Kernkraftwerken der 4. Generation, teilweise als Brüter mit integrierter Wiederaufbereitung und Transmutation (Z.B. Prism Forschungsreaktor oder Dual Fluid Reaktor Studie). Sie laufen wie auf U-Booten oder Schiffen bis zu 30Jahre ohne Neubeladung. Danach wird der Reaktorkern komplett ausgetauscht.
Bei Hochtemperaturreaktoren ist Prozesswärme nutzbar, was auch die Erzeugung von Kraftstoffen ermöglicht; Damit wäre der Bereich Verkehr nachhaltig abgedeckt.
Die Dual Fluid Reaktor Studie schreibt von 10-200Mill Jahren Vollversorgung für eine Weltbevölkerung von 10Mrd. Menschen auf westlichem Niveau.
Die derzeitigen Abfälle werden als Rohstoffe verwertet. Die Restlagerzeit beträgt je nach Sichtweise 300-1500 Jahre. Am Ende ihrer strahlenden Zeit bleiben stabile Elemente, meist Blei sowie seltene Erden.
Bei weiteren weiteren Fragen zur Kernenergie siehe http://100-gute-antworten.de/
Wie lange müssen dagegen chemische Abfälle gelagert werden? „600 Meter unter der Erde lagert in einer alten Kaligrube genug Arsen, um alles Leben auf der Erde auszulöschen. Und Arsen ist nur eines der Gifte in Herfa-Neurode, der größten Untertagedeponie der Welt: Quecksilberhaltiges, Furane, Dioxine, alles, was für die Oberwelt zu gefährlich ist, wird in Fässern und Kunststoffpaketen verpackt und in die Tiefe befördert.“ Ungefähr 91km von Gießen hinter Bad Hersfeld. Wie lange ist nochmal die Halbwertszeit von Arsen?
Das ist nicht die Meinung der AFD sondern meine persönliche.
i.A. Thomas Biemer
2.135
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 29.05.2015 um 10:05 Uhr
Hier wird so oft von der Windkraftlobby geredet.Bei all dieser so vehement vorgetragenen Kritik an der Windkraft folgt dann auch gleich die Klage über die Kosten des EEG und die Forderung,
das Konzept der Energiewende endlich aufzugeben.
Welche Lobby mag denn da dahinterstecken? In einigen europäischen Ländern werden zur Zeit neue Atomkraftwerke geplant, in Großbritannien mit hohen Subventionen der EU.
Bei meiner Frage nach den Subventionen der Atomkraft
habe ich im Übrigen die Subventionen für Bau und Betrieb der
Atomkraftwerke gemeint, nicht die Kosten für deren Rückbau.
Nicht ohne Grund haben Sie es vermieden, auf meine Frage
zu antworten, und sind auf diese Weise ausgewichen.
Österreich und Luxemburg haben inzwischen schon gegen die EU-Subventionen gegen das britische Atomvorhaben geklagt.
Zu Ihren Behauptungen bezüglich der Halbwertszeit radioaktiver Elemente kann ich nur den Kopf schütteln .
Arno Enners
33
Arno Enners aus Gießen schrieb am 29.05.2015 um 11:09 Uhr
Es gibt ja doch noch Gemeinden die ihren Bürgern zutrauen eine richtige Entscheidung zu finden.
Bürgerbeteiligung und Bürgerentscheide ist genau das was die AfD fordert.
Erwähnenswert sind die Politiker, die sich durch Rückgrat auszeichnen, und sich gegen die von oben auferlegte Politik stemmen. Respekt.
Das ganze kann man hier nachlesen:
http://www.wiesbadener-tagblatt.de/lokales/rheingau/eltville/eltviller-stimmen-bei-buergerentscheid-am-sonntag-ueber-windkraft-im-stadtwald-ab_15464233.htm
AfD Gießen
14
AfD Gießen aus Gießen schrieb am 29.05.2015 um 12:26 Uhr
Na gut, tl;dr, ich mach´s mal kurz.
Die Frage nach den Subventionen habe ich eigentlich schon indirekt beantwortet. Wer´s genauer wissen möchte: Antwort 72 auf http://100-gute-antworten.de/hga-072/ ; Über die Suche geht´s zu weiteren Themen.
Das mit den Halbwertszeiten ist von der Seite des Dual Fluid Reaktors entnommen. Wer den Physikern nicht traut kann auch mal bei einer Expertin der Grünen (Germanistik, Anglistik, Kunstgeschichte, Psychologie) nachschauen:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CCIQFjAA&url=http%3A%2F%2Fkotting-uhl.de%2Fsite%2Fwp-content%2Fuploads%2F2012-12_flyer_Transmutation.pdf&ei=MjtoVYiAMsLQswHW94GQDw&usg=AFQjCNHa3mLS9BVe-_bTgB4REtG_e5tzNw&sig2=pVuhuXl_TC5qSJ_ENx_Gfw&bvm=bv.93990622,d.bGg;
Leider nur noch im Google Cache oder bei mir auf der Platte.
Sie schreibt von 500-1000 Jahren. Wenn Sie den letzten Absatz: "Kein Wiedereinstieg durch die Hintertür" genau lesen dann bekommen Sie auch eine Idee, worum es bei der Endlagerung eigentlich geht.
Alles weitere nach dem Parteitag.
2.135
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 29.05.2015 um 14:13 Uhr
Herr Enners, bei der Bürgerbefragung in Wiesbaden haben die
Initiatoren ausdrückich erklärt, dass sie nicht gegen Windkraft generell sind, sondern Windräder in ihrem Stadtpark ablehnen.
Arno Enners
33
Arno Enners aus Gießen schrieb am 29.05.2015 um 19:34 Uhr
Sehen Sie Frau Barthel, so ist es auch richtig. Wo es sich nachweislich lohnt, und die Fläche eine Bebauung ohne große Zerstörung der Natur zuläßt, da soll man auch Windräder bauen können. Natürlich müssen die Sorgen der Bürger, wie Infraschall, Wertverlust der Immobilien, Schlagschatten usw. auch mit den Betroffenen diskutiert werden, das beinhaltet ja auch nicht automatisch eine Ablehnung. Wenn alles passt, Bürgerwille, Natuschutz und Rendite, dann sollte man bauen können. Es muß aber ordentlich gemacht werden, und nicht nur weil es politisch verordnet ist.
2.135
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 29.05.2015 um 21:43 Uhr
Da stimme ich Ihnen durchaus zu. Im Moment gibt es eine Art Boom beim Bau von Windkraftanlagen, völlig unnötigerweise und hauptsächlich von Gewinnstreben angetrieben, denn
es gibt keinen Grund zur Eile , ein Energienotstand droht auch
bei Abschaltung aller Atomkraftwerke nicht. Allerdings wird man noch für einige Zeit Überbrückungsenergien brauchen, am
umweltfreundlichsten und günstigsten sind dafür Gaskraftwerke.
Man hat also man genug Zeit, gut abzuwägen, wo Windkraftanlagen sinnvoll und verantwortbar sind.
Ich selbst beziehe meinen Strom von Greenpeace, es ist zu 10%
Strom aus Windkraftanlagen, und Greenpeace betreibt eine von
zahlreichen Versuchsanlagen, in denen man mit Hilfe des Windstroms Wasserstoff und Co2 zu synthetischem Methan verbinden und ihn in dieser Form beliebig lang speichern kann.
Und dieses Methan kann in die Gasleitungen eingespeist werden, ohne dass etwas davon in die Umwelt gelangt.
Greenpeace hat im Übrigen für sich strengere Regeln für den
Standort von Windrädern festgesetzt, an denen auch die meisten Kritiker der Windkraft nichts auszusetzen hätten.
Ich finde es gut, wenn Bürger sich informieren und wenn sie zu Vorhaben kritisch Stellung nehmen. Es werden mit Sicherheit auch Windräder gebaut, wo sie nicht hingehören. Deshalb aber die Windkraft als Ganzes abzulehnen, ist schlimmer als dumm.
Wer das tut , geht den Leuten auf den Leim, die die Energiewende
rückgängig machen und wieder viel Geld mit Atomindustrie verdienen möchten.
Arno Enners
33
Arno Enners aus Gießen schrieb am 29.05.2015 um 23:07 Uhr
Frau Barthel, ich bin in fast allen Punkten Ihrer Meinung, und finde es durchaus bemerkenswert das Sie darauf schauen wer ihren Strom produziert. Das machen nicht viele. Prima.
In Giessen schmückt sich die SWG mit dem Verkauf von einem großen Anteil an Grünstrom. Wenn man sich die Aufstellung der Quellen ( kommt mit der Stromrechnung) mal anschaut und vergleicht, stellt man fest, dass von 2013 zu 2014 der Anteil an Atomstrom zugenommen hat. Warum ist das so ? Muß das so sein ? Ich denke, nein.
In dem Punkt günstigem Gaskraftwerk muß ich Ihnen widersprechen, denn neue Anlagen sind zu teuer.

Folge ist dann dieser Irrsinn:

http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/irrsinn-in-irsching-deutschlands-modernstes-gaskraftwerk-wird-stillgelegt-und-die-energiewende-gleich-mit_id_4525848.html
2.135
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 29.05.2015 um 23:23 Uhr
Was überhaupt die Energiewende teurermacht als nötig, ist der zu niedrige Preis der CO2-Zertifikate. Das könnte man leicht ändern,
wenn der politische Wille vorhanden wäre. Dann wären auch die
Gaskraftwerke nicht mehr benachteiligt gegenüber den Kohlekraftwerken. Aber da das nicht der Fall ist, haben Sie in diesem Punkt leider Recht.
Arno Enners
33
Arno Enners aus Gießen schrieb am 31.05.2015 um 17:11 Uhr
Und wenn man sich um alternative Energiemöglichkeiten bemüht, sollte man auch immer alternative Technik im Auge behalten.
Wie so oft, haben kleine Firmen gute Ideen, aber keine Lobby.
Beispiel:
http://www.vortexbladeless.com/home.php
Ulrich Grüger
371
Ulrich Grüger aus Gießen schrieb am 02.06.2015 um 12:04 Uhr
Hallo Herr Thomas Biemer, mein Kompliment und ein großes Dankeschön, für Ihren starken Beitrag, den Sie unter dem AfD-Gießen Kommentar schrieben.
Ich fände ihn auch als einen separaten Beitrag unter gleicher Rubrik begrüßenswert! Ich hoffe sehr dass ihn viele nachdenklich lesen werden, um zu erkennen was hinter der Fassade der ‚Spaßgesellschaft’ für ein Theater abläuft.
Solidarische Grüße nach Gießen ;o)
2.135
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 02.06.2015 um 14:03 Uhr
Ich frage mich, ob Herr Biemer sich vielleicht auf das Verfahren der Transmutation bezieht?
2.135
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 03.06.2015 um 09:44 Uhr
Es soll uns weisgemacht werden, es gäbe ein Verfahren, mit dem
man die Halbwertszeit radioaktiver Abfälle von 500 000 Jahren
auf höchstens 1500 Jahre gesenkt werden kann.
Das Verfahren nennt sich Transmutation (heißt nicht die wundersame Verwandlung einer Hostie in den Leib Christi genauso?) und beruht darauf, dass man die Atomkerne mit
Neutronen beschießt, der Kern verändert sich und es entsteht ein neues, weniger stark radioaktives Element.
Nachzulesen bei Wikipedia. Leider weiß man nicht sicher, ob das
überhaupt funktioniert, es gibt erst wenige kleine Versuchsanlagen, und selbst wenn es funktionieren würde, wäre es immens teuer und könnte frühestens in 90 Jahren in größerem Rahmen zum Einsatz kommen.
Und auf dieser Grundlage will man jetzt den Bau neuer Atomkraftwerke rechtfertigen?
Ich habe auch mit einem Physiker darüber gesprochen, und der meinte, das sind halt die neuen Alchimisten.
Fazit: Neben der Dauerbespassung ist der Glaube an die Ideen der AfD eines der zuverlässigsten Mittel zu Verblödung!
Arno Enners
33
Arno Enners aus Gießen schrieb am 03.06.2015 um 10:51 Uhr
Sie irren Frau Barthel, die Transmutation ist keine Idee der AfD und wird von der AfD auch nicht thematisiert. Die Verursacher der Transmutationsidee müssen Sie woanders suchen.
Das Thema wurde angeschnitten, dass es nicht unerwähnt bleibt. Wenn man sich schon über die Energie und ihre Spielarten unterhält, kann man durchaus auch die Alchimisten mit rein bringen. Der Deutschlandfunk wählte dazu ja den gleichen Wortlaut.
http://www.deutschlandfunk.de/vom-strahlenden-atommuell-zum-harmlosen-abfall.697.de.html?dram:article_id=78172
Ihr Fazit ist somit unangebracht.
AfD Gießen
14
AfD Gießen aus Gießen schrieb am 03.06.2015 um 14:36 Uhr
Wenn Sie es aufmerksam lesen würden, dann würde sich Ihre Verwirrung bestimmt in Grenzen halten. Der 2. Text bezog sich auf den 1. Text in Form einer Erweiterung, um die Frage von Fr. Barthel zu beantworten.
Und wenn Sie den letzten Satz im 1. Text noch mal aufmerksam lesen, dann werden Sie feststellen das die dort abgegebene Meinung nicht die Meinung der AfD ist. Das steht da nämlich.
Frau Back, dass ist das 1. und letzte mal das ich Ihnen Antworten werde. In Ihrer Schreibweise die Sie hier von sich geben, sind Sie für mich ein Troll. Ein anonymer Internet Troll wie es sie in jedem Forum oder auf jeder Meinungsplattform gibt. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass Ihre Beiträge keinen sachbezogenen Bezug oder konstruktive Beiträge zum Thema beinhalten. Sie versuchen lediglich auf destruktive Weise einen sachbezogenen Austausch zu stören, in dem Sie sich auf die unterschwellige Provokation der Forenschreiber beschränken. Jegliche Beschäftigung mit Ihren Beiträgen ist Verschwendung von Lebenszeit.
Danke für die Aufmerksamkeit.
A.E.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Ulrich Grüger

von:  Ulrich Grüger

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Ulrich Grüger
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