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Da waren's nur noch drei ...

Gießen | Schneller noch, als ich befürchtet hatte, hat sich die Zahl der Schwanenküken nach dem Umzug zum Neuen Teich von gestern noch neun drastisch auf heute nur noch drei vermindert. Keine Ahnung, was mit den restlichen sechs passiert ist, aber ich vermute, sie haben als Fischfutter geendet. Während ich die inzwischen zur Kleinfamilie gewordenen Schwäne heute morgen im Bereich der Wasserspiele beobachtete, spritzte einmal das Wasser unmittelbar zwischen der Schwänin und zwei der im Wasser schwimmenden Küken wild auf. Ich vermute, es war ein missglückter Angriff eines Hechts. Seltsamerweise wirkten weder Schwanin noch Küken irgendwie beunruhigt und schwammen einfach weiter, verzogen sich aber bald unter die überhängenden Bäume am Rand. Vielleicht war ein Grund für den Umzug die sehr starke Verschmutzung des Wassers an der Landungsstelle am Nest, vielleicht auch, dass die Stelle ihnen zu ungeschützt vor den Besuchern auf dem gepflasterten Bereich schien. Leider scheinen sie gerade am neuen Ort ungeschützter zu sein. Aber erkläre das einem Schwan.

 
Nur noch zu fünft, ein Junges hat sich unter dem Flügel der Mutter versteckt
Nur noch zu fünft, ein... 
An der Stelle lauert gern der Hecht
An der Stelle lauert... 
 
Das könnte ein missglückter Hechtangriff gewesen sein
Das könnte ein... 
Aufstiegsversuch
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Unter dem Überhang von Bäumen, aber kein Schutz von unten
Unter dem Überhang von... 
Das verlassene Nest
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Die verschmutzte Landungsstelle 3
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Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
21.011
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 14.05.2015 um 13:34 Uhr
Schade um die Küken. Bin vorige Woche bin dem Schiff von Rügen nach Hiddensee gefahren. Vor der Insel waren unzählige Schwäne auf der Ostsee. So viele zusammen hatte ich noch nie gesehen.
Jutta Skroch
13.746
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 14.05.2015 um 13:51 Uhr
Was für ein Mist. Wenn sie da bleiben, sehe ich rabenschwarz für die 3 verbliebenen Küken. So schnell habe ich nicht mit einer so drastischen Dezimierung gerechnet, dass nicht alle durchkommen schon, aber eine etwas längere Verweildauer hätte ich ihnen schon gegönnt. Sicher kommen da mehrere Faktoren zusammen, warum sie an den Neuen Teich gewandert sind, nicht nur der Dreck, die Studis haben sich direkt neben dem Nest niedergelassen und die Beine im Wasser baumeln lassen.

@Ingrid, an der Ostsee oder auch anderen größeren Gewässern können die Tiere ausweichen, wenn es Zoff gibt, am Schwanenteich und Neuen Teich nicht, die sind nicht groß genug dafür. Allerdings habe ich Fotos von früher gesehen, wo sehr wohl viele Schwäne auf dem Schwanenteich waren. Von daher hat er ja auch sicher seinen Namen. An den Martinsweihern in Nieder Walgern fallen auch schon mal 20-30 Schwäne ein, ebenso in der Horloffaue.
H. Peter Herold
29.369
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.05.2015 um 18:09 Uhr
Habe da leider recht gehabt mit meinem "Abräumen" der alle Neune.
Die Menschen auch wenn sie studieren sind einfach nicht sensibel genug, um Tieren den nötigen Freiraum zu geben.
Wird anscheinend in Schule und Studium und auch zu hause nicht mehr vermittelt.
Irmtraut Gottschald
8.119
Irmtraut Gottschald aus Heuchelheim schrieb am 14.05.2015 um 18:30 Uhr
Sie waren heute den ganzen Nachmittag wieder am Schwanenteich und ich hoffe sie bleiben dort. Ich setze auch noch ein paar Bilder ein.
Birgit Hofmann-Scharf
10.363
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 14.05.2015 um 19:19 Uhr
Mir tut dieser unnötige Stress der Tiere sooooooo leid !
Ob das auch ein Faktor sein kann ?
Partytime geht vor Natur, leider. Nur wie lange noch ?
Jutta Skroch
13.746
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 14.05.2015 um 19:37 Uhr
@Irmtraut,
dann haben wir uns verpasst. Die Wieseckaue war Remmidemmi pur, überquellende Papierkörbe eingeschlossen. Am Schwanenteich auf der Seite der Eichgärtenallee dagegen himmlische Ruhe.
Uli Kraft
2.183
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 14.05.2015 um 19:56 Uhr
Ich konnte gestern am Neuen Teich auch schon mehrere (missglückte) Attacken aus dem Untergrund beobachten.
@ Birgit,
alle folgenden Punkte sind nach der Landschaftsschutzgebiets-verordnung nur per Ausnahme-Genehmigung gestattet!
Dietmar hat es gestern im hr-Beitrag schon thematisiert, dass damit gerade in der Brut- und Setzzeit das tolerierbare Maß überzogen werde:
das Abhalten von Versammlungen, Musik-, Sport- oder Grillfesten im Außenbereich außerhalb der zugelassenen Einrichtungen oder die Durchführung von motorsportlichen Veranstaltungen;
das Aufstellen von Zelten, Wohnwagen oder sonstigen transportablen Anlagen einschließlich fahrbarer Verkaufsstände außerhalb der dafür zugelassenen Plätze;
das Fahren mit oder das Parken von Kraftfahrzeugen aller Art außerhalb der für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr zugelassenen Wege. Straßen- oder Plätze!
Renate Ortel
36
Renate Ortel aus Lollar schrieb am 14.05.2015 um 20:09 Uhr
Schrecklich, wie die Schwäne und die anderen Tiere in Gießen leiden müssen, auf Beschluss der Stadtverwaltung! Bald könnte es ein Schwanenteich ohne Schwäne sein.
Birgit Hofmann-Scharf
10.363
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 14.05.2015 um 20:32 Uhr
@ Uli, WEHREN ist die Devise, oder !? Ich hörte, was Dietmar dazu zu sagen hatte. ( Danke für Deinen Beitrag ) Wo sind denn schon wieder die Naturschutz-Verbände ????????
H. Peter Herold
29.369
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.05.2015 um 21:01 Uhr
Eine Grüne BM, dass ich nicht lache. Die müsste doch gerade wissen, dass da einiges im Argen liegt. Aber was interessiert das hier schon die über 80.000 Bürger, wenn hier ein paar schreiben.
Da sollte versucht werden über dem Klageweg was zu erreichen, wenn da nicht irgendwo in der Schublade dann plötzlich die Ausnahmegenehmigungen auftauchen;-(
Regina Appel
4.738
Regina Appel aus Gießen schrieb am 14.05.2015 um 21:29 Uhr
Sehr traurig!
338
Ruth Schewietzek aus Gießen schrieb am 15.05.2015 um 04:31 Uhr
Der Stadtpark soll vermutlich zum Eventgelände werden - da ist Ruhe und Erholung nicht mehr angesagt. Aktuell findet gerade das Landesturnfest statt - direkt am neuen Teich, keine 50 m Luftlinie, steht eine Bühne (mit entsprechender Akustik), darum herum Zelte, Imbißwagen etc., der Publikumsverkehr ist entsprechend und das bis abends um 10 h.
Die Kinder toben am Teich herum, direkt in Ufernähe, und klettern auf das Brückengeländer der neuen Brücke - da wo die Schwäne waren. Auf dem Gelände wird gegrillt und gefeiert. Spezielle Plätze dafür sind nicht ausgewiesen, d.h., jeder verteilt sich, wo er möchte. Manche Jugendlichen machen dort abends Party, mit entsprechender Lautstärke. Auch am Wasser selber sitzen sie und baumeln dort mit den Beinen.
Auch die sportlichen Jugendlichen kommen nicht zu kurz - wobei die Slacker noch die harmlosesten sind, Skater und Fahrradfahrer sind überall unterwegs und auch Frisbee wird gern gespielt. Ich warte nur noch darauf, daß die Wiesen zu Fußballplätzen 'umdeklariert' werden - mit entsprechendem Lärm.
Durch das Strandcafe wird sowieso Publikumsverkehr generiert.
Übrigens war der Schwanenteich vor zwei Jahren auch ohne Schwäne - damals gab es eine Schwanenfamilie mit 4 Kücken, durch Botulismusinfektion, verursacht durch den Schlamm im Schwanenteich - es war eine richtige Brutstätte, das Wasser war abgelassen, der Schlamm blieb und es war ein regnerischer Sommer, die Bakterien konnten sich prima entwickeln, kam es dann zu einer Infektion der Schwanenfamilie. Nur die Mutter überlebte und wurde dann auf eine Vogelauffangstation gebracht. Ich hatte mich damals schon gefragt, ob die Stadt für die kommende LGS neue Schwäne importieren würde - um dem Namen gerecht zu werden.
Schöne Zeiten für den neuen Stadtpark - und man sollte dem LGS-Verein auf die Finger schauen; wir brauchen nämlich kein Eventgelände, das vermarktet werden muß, direkt in der Stadt, mitten im Wohnbereich.
H. Peter Herold
29.369
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.05.2015 um 08:36 Uhr
Es ist aber so von den Machern im Magistrat so gewollt. Was schert die Natur und Ruhe. Hauptsache Gießen hat einen Stadtpark. Die geschilderten Auswüchse waren doch zu erwarten, wer was anderes erwartet hat, ist nicht von dieser unserer Welt.
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