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Landkreis erweitert das Förderprogramm für denkmalgeschützte Gebäude

Landkreis erweitert das Förderprogramm für denkmalgeschützte Gebäude  50.000 Euro stehen gemeinsam mit Landesamt für Denkmalpflege zur Verfügung
Landkreis erweitert das Förderprogramm für denkmalgeschützte Gebäude 50.000 Euro stehen gemeinsam mit Landesamt für Denkmalpflege zur Verfügung
Gießen | Wer sein denkmalgeschütztes Gebäude energetisch auf Vordermann bringen möchte, kann seit drei Jahren von einem Förderprogramm profitieren. Der Landkreis Gießen und das Landesamt für Denkmalpflege stellen jährlich jeweils 25.000 Euro zur Verfügung.

„Geld, das für die Zukunft des ländlichen Raums sehr gut angelegt ist“, sagt Landrätin Anita Schneider. Nun hat der Kreisausschuss das Programm inhaltlich deutlich erweitert.

„Das Förderprogramm unterstützt nicht nur energetische Maßnahmen, sondern fördert auch die notwendigen Gutachten, die erstellt werden müssen“, erläutert Charlotte Bairstow, Mitarbeiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises.

Dabei gehe es vor allem darum sicherzustellen, dass die Maßnahme denkmalschutzrechtlich vertretbar ist und handwerklich richtig ausgeführt wird. Ein weiterer Vorteil dieses Gutachtens ist: „Der Eigentümer erhält dadurch eine Übersicht der möglichen sinnvollen Maßnahmen, die zu einer Energieeinsparung verhelfen“, erläutert die Denkmalschützerin.

Vor allem durch den Struktur- und demografischen Wandel gehe es für viele denkmalgeschützte Häuser und vor allem auch für Wirtschaftsgebäude wie Scheunen um deren weitere Existenz.
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Hierzu sind oftmals weitere Erkenntnisse über den Bestand, über Schäden und mögliche Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen wie auch Möglichkeiten der Weiternutzung notwendig.

„Dadurch können geeignete Maßnahmen ergriffen werden, die den Schutz und Erhalt der bestehenden Denkmäler im Landkreis Gießen nachhaltig fördern und gewährleisten“, ergänzt ihre Kollegin Barbara Steuernagel. Eine energetische Sanierung spielt hierbei eine tragende Rolle. Dabei müssen neben bauphysikalischen Aspekten aber auch die objektspezifischen denkmalpflegerischen Belange berücksichtigt werden.

Denn jedes Denkmal stellt andere Voraussetzungen und Bedingungen.
Das energetische Förderprogramm konnte diese weiteren Erkenntnisse und Maßnahmen bislang nicht abdecken. „Der Kreisausschuss hat deshalb beschlossen, das Förderprogramm inhaltlich zu erweitern“, sagt die Landrätin.

Finanziell mit bis zu 5.000 Euro unterstützt werden nun auch denkmalschutzrechtlich erforderliche Bestands- und Zustandsgutachten (inkl. Aufmaß), Schadensgutachten (inkl. Kartierung), restauratorische Gutachten sowie in einigen besonderen Fällen Sanierungs- und Nutzungskonzepte.

Die Gutachten und Konzepte sollen bei Bedarf nach den Vorgaben der Unteren Denkmalschutzbehörde und in fachlicher Abstimmung mit der Fachbehörde in Auftrag gegeben werden. Die Prüfung und Vergabe von Fördermitteln erfolgt durch die Untere Denkmalschutzbehörde nach den Richtlinien des bestehenden Förderprogramms.

Das Landesamt für Denkmalpflege wird für eine mögliche Aufstockung der kreiseigenen Fördermittel durch Landesmittel in die Entscheidung mit einbezogen.
Fragen zu dem Förderprogramm zur Unterstützung der energetischen Ertüchtigung von denkmalgeschützten Gebäuden werden gerne von Charlotte Bairstow (Telefon 0641 9390-1554, E-Mail: charlotte.bairstow@lkgi.de) und Barbara Steuernagel (Telefon 0641 9390-1445, E-Mail: barbara.steuernagel@lkgi.de) beantwortet.

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